. Es wird vom Land ganz offiziell gesagt, wie wichtig Klassenfahrten und andere Fahrten mit Übernachtung sind, das man ja ganz viel tut, um das zu unterstützen usw..
In den Empfehlungen der KMK steht, dass jedeR Schüler:in einmal in der Schulzeit gefahren sein sollte.
Dass das Land unheimlich viel dafür tun würde, kann ich gar nicht sehen, wenn ich 4 24Stunden-Schichten am Stück mache und keinen Ausgleich bekomme, wenn ich alle Stolpersteine selbst aus dem Weg räumen muss und am Ende doch zur Verantwortung gezogen werde, weil klar war, dass die Aufsichtssituation nicht einfach ist etc.
Das Land kümmert sich nicht vorher und nicht hinterher um seine Lehrkräfte.
Vielleicht würden Lehrkräfte ja fahren, wenn sie jeweils eine weiter ausgebildete und entlohnte Begleitung mitnehmen könnten. Die bräuchte man auch im Schulalltag, täglich, jede Stunde.
Hast du damals nicht mitbekommen, was für Ärger gab als die Gymnasien alle Fahrten wegen der Mehrarbeit abgesagt haben? Sowohl Eltern als aber auch das KM haben das groß kritisiert. Und genau das kann es doch nicht sein.
Doch, habe ich. Das war, als die Philologen dazu aufgerufen haben, nachdem alle Lehrkräfte an allen Schulformen 1-2 Unterrichtsstunden Mehrarbeit machen mussten zur besseren Unterrichtsversorgung, die dann nicht zurückgegeben werden sollten. Nachdem an den anderen Schulformen die anderen Tricks schon nicht geklappt hatten - nach Klagen, gipfelte es bei den Philologen darin, dass die außerordentliche Mehrarbeit in eine Erhöhung des Deputats verwandelt werden sollte.
Danach gab es dann die Arbeitszeitstudie, die verbrieft, dass Lehrkräfte auch ohne Klassenfahrt zu viel arbeiten.
Statt für Entlastung zu sorgen gibt es immer weitere Aufgaben, die den Lehrkräften aufgetischt werden.
Während die Philologen es durchgezogen haben, macht sich die GEW schon ins Hemd, wenn man es nur anspricht.
Wir wollen bessere Arbeitsbedingungen haben und können das, was gefordert ist nicht leisten? Warum können dann die freiwilligen Aufgaben nicht gestrichen werden, sodass es wenigstens darüber zu einer Entlastung kommt, die das Land nicht gewährt, obwohl es die Studie und die Empfehlungen der Kommission anerkannt hat?