Beiträge von Palim

    Und unsere Stadt ist vielsprachig (alles gibt es in vielen Sprachen, ich schrieb es bereits öfter).

    Das ist hier eher nicht so. Die Schulen stehen mit dem Problem häufig allein - nicht nur hinsichtlich Corona, die Lehrkräfte organisieren vieles über andere Eltern als Dolmetscher.

    Offizielle Dolmetscher sind nur sehr schwer zu bekommen, die Kommune schickt einen bei Anfragen durch die Amtsstuben, bis sich nach Stunden rausstellt, dass es um 20€ geht und der Erste am Telefon der Zuständige gewesen wäre. Die Landesschulbehörde hat dafür zwar offiziell Zuständige, die sind aber an das Gesundheitsamt ausgeliehen… Es verzögert sich gerne ins Endlose.

    Google ist mein Freund.

    Die Schule stellt keine Bescheinigungen aus, es muss hier über das GA laufen und das dauert. Auch ich hatte Kinder, die zum PCR-Test waren und fast eine Woche (samt WE) auf das Ergebnis gewartet haben. Dabei haben die Eltern das Kind gleich zu Hause gelassen, die Geschwister auch, da bin ich sehr dankbar. Die Regelung, dass Geschwister zu Hause gelassen werden können, wurde zwischenzeitlich geändert.

    Wobei, Tom123 , die anderen Lehrkräfte sich die Vorgänge in ihren BL ja weder ausgedacht noch gewünscht haben. Auch in NDS ist es ja eigentlich so vorgesehen, dass die SuS erst in der 1. Stunde die Unterschrift zeigen. Wenn dann ein Kind nicht getestet oder positiv ist, sitzt es ja auch schon länger dort, ohne Maske, ohne Abstand, und man muss sehen, wie man es isoliert und die Eltern erreicht.

    Platt schrieb aber, dass gegenüber seiner Schule ein Testzentrum ist und er niemanden habe weg-/rüberschicken dürfen. Bei erwachsenen Schülern nicht recht einzusehen.

    Ja, man hätte es generell auch anders organisieren können.

    Das finde ich auch.

    Es hätte auch über Testzentren laufen können, die dann Schreiben ausstellen, mit denen man die Schule betreten darf.

    Ich bin jetzt mal ganz zynisch direkt: Hat eigentlich mal jemand ausgerechnet wie viel Zeit bei der Testerei bei drauf geht und nach wie vielen Monaten des Testens man sich 2 Wochen Quarantäne leisten könnte, weil man mehr Zeit beim Testen eingespart hat, als dann bei der Quarantäne sogar ohne Distanzunterricht verloren geht?

    Wenn gar nicht getestet wird, kommt es im Anschluss gar nicht zur Quarantäne, das hatten wir doch auch schon.

    Letztendlich wird durch die weiteren Beiträge deutlich:

    - Das Testen läuft nicht optimal, weil die Testskits schlecht organisiert sind.

    - Es ist ärgerlich, wenn die Ferien für Quarantäne herhalten müssen, es dafür aber keinen Ausgleich gibt, man sich als Lehrperson der Gefahr aber nicht entziehen kann, da man auf vorgegebene Weise testen muss.

    Wegen der Test-Halterungen: Warum kann man die Halterungen aus den ersten 2 Päckchen nicht aufbewahren und in den Folgetagen nutzen, sodass man genügend Halterunge hat?

    Wir haben es zu Beginn abgesprochen, miteinander, fertig.

    Irgendwann zur Halbzeit haben wir noch mal überlegt, ob wir etwas ändern wollen. Ach ja, da mussten wir ändern, weil es Abordnungen gab und eine neue Referendarin und das System mit der anderen Schule mit unserem nicht harmonierte. Eigentlich wollten wir nicht ändern, mussten es dann aber, um den Pflichtunterricht überhaupt besetzen zu können. Fertig.

    Ich schätze, wenn dann irgendwann mal die Vorgaben für den Wiedereinstieg nach den Ferien mit irgendwelchen 1-4 Projektwochen-Möglichkeiten kommen, sind wir uns auch schnell einig. Dann beschließen wir es und kommunizieren es an die Eltern. Vorstellen kann ich mir 1 Woche KL-Unterricht oder Projekttage - jede Lehrkraft bietet ein Programm an und tingelt durch die Klassen, die Klassen haben dann einen Tag bei jeder Lehrkraft.

    Danach darf es dann gerne den üblichen Unterricht geben.

    Ich habe irgendwann angefangen, die Wochenpläne so zu schreiben, dass sie für A, B und C passen konnten, weil man nie sicher sein konnte, wie es weitergeht.

    Dazu gehörte aber eben, dass man am Wochenende die Planung fertig haben musste und viele Korrekturen auf einen Schlag kamen.

    Letzteres hat auch damit zu tun, dass die Eltern die Vorteile oder Notwendigkeit asynchroner digitaler Kommunikation bisher noch immer nicht verstanden haben.

    Wie aufwändig und zeitraubend es wirklich war, habe ich schon gemerkt, vor allem auch, besonders deutlich war es, als es weggefallen ist.

    :wacko:

    Dann könnt ihr ja demnächst eure Förder- und Grundschullehrkräfte zu uns schicken und im Gegenzug können die hiesigen Gymnasiallehrkräfte an euren Grundschulen ein Aus(Bundes)landssemester absolvieren.

    Passt bestimmt super, unsere Ferien rutschen nach vorne, da hat man dann auf dem Hinweg keine Sommerferien, auf dem Rückweg 12 Wochen am Stück.

    Die Gym-Lehrkräfte haben schon genug zu tun, bei einer Vollzeit-Abordnung wird es schwierig, nur bei den Fächern zu bleiben - je nach Fach möglich oder unmöglich, weil die Schule selbst nicht genug Stunden in dem Fach hat.

    Außerdem gibt es ja (Zweit-)Fächer, die es in der GS gar nicht gibt, z.B. Frz oder Latein.

    Man hat ja die Sachen als Lehrkraft dann auch nicht im Schrank und es gibt auch nicht immer Bücher + Handreichungen, die vermutlich auch in anderen Schulformen nicht immer gut ausfallen.

    Ich kann mich nicht über KollegInnen aufregen, die zur Abordnung bereit waren, sich engagiert haben, viel übernommen haben und uns wirklich geholfen und auch mal den Rücken frei gehalten haben, die auch noch zu Schulfesten gekommen sind, Digitales vorbereitet haben und sich wirklich reingehängt haben.

    Aufregen kann ich mich aber über ein Land, dem sowohl die eigenen Mitarbeitenden und auch Quantität und Qualität des Unterrichts nicht genug wert sind, sodass man den Eindruck bekommt, der Mindeststandard ginge nicht über die reine Betreuung hinaus.

    Bei vielen, was umgesetzt werden müsste, kann ich weder Willen noch Bereitschaft noch eine Perspektive erkennen.

    Wie sieht das denn in der Realität aus? Unterrichten die eigentlichen Gym-Lehrer dann nur Klasse 3 und 4? Und wenn ja, wie finden das die regulären GS-Lehrer, für die dann primär die 1. und 2. Klasse übrigbleiben?

    Bei den ersten Abordnungen gab es alles Mögliche, aber der Philologenverband in NDS ist sehr stark und findet im Ministerium Gehör, also wurden genau solche Absprachen getroffen: möglichst nur in den studierten Fächern, möglichst nur Klasse 3/4.

    Damit wird der Einsatz zusätzlich erschwert und ja, alle anderen basteln dann ihre Stunden drumherum und übernehmen den Rest. Aber manchmal geht es einfach auch nicht, weil man nicht alles über den Haufen werfen kann, weil auch ein kleiner Stundenplan schwierig sein kann, wenn Hallenzeiten, Schwimmen, eine zu knappe Versorgung oder Abordnungen von x Schulen aufeinandertreffen.

    In der Praxis ist es eine Frage der Absprache mit den KollegInnen selbst, da gibt es ja durchaus welche, die dann sagen, was sie sich zutrauen. Dann guckt man, wie es für alle einigermaßen passt.

    Klasse 1 besetzen wir eher mit den GS-Kräften, alles andere findet sich, meist übernimmt man die herausfordernden Sachen eher selbst, man hat ja auch nichts davon, wenn es gegen die Wand fährt - außer noch mehr Ärger und Arbeit.

    Bei einer Vollzeitabordnung muss man mit einer Klassenleitung rechnen.

    Ausfall konsequent als Ausfall melden

    Der normale Ausfall, kurzfristige Krankheit/FoBi, wird über die pädagogischen Mitarbeiterinnen aufgefangen, der Beginn des längeren Ausfalls auch. Dadurch sind die Stunden ungefähr nach dem halben Jahr aufgebraucht. Die SL kann neue Stunden beantragen, muss dann aber alles offenlegen, ausrechnende, an 3 oder 4 Stellen Genehmigungen einholen etc.

    Im X-Punkte-Entlastungsplan stand zwar, dass die Verträge nun bei der Landesschulbehörde gemacht werden, aber alles andere bleibt bei der SL, egal wie oft die Statistik und andere Zahlen schon gemeldet wurden.

    Braucht es ein längere Vertretung, muss man auch dann alles beantragen. Generell werden hier alle Stunden, die nicht in der Pflichtstundentafel stehen, dann erst einem gegengezeichnet, reicht es nicht, bekommt man einen Bruchteil an Stunden genehmigt und muss es dann irgendwie retten.

    Aber in Zukunft gibt es dann sicher häufiger mal Distanzunterricht.

    Sollte die Landesschulbehörde das als Mittel der Wahl generieren, um den Lehrkräftemangel weiter zu schönen, sollte man als S Jule konsequent Klassen in die Distanz schicken, wenn keine Lehrkraft da ist, und eine weitere, um eine Lehrkraft für die Aufsicht der Notbetreuung zu haben - die 5 Stunden Beaufsichtigung hat Vorrang.

    Es ist ja auch eine Frage, wie die Distanzlern-Aufgaben gesetzt und kommuniziert werden. Wenn es eine Stunde nach Stundenplan gab, wäre doch die Arbeitszeit damit abgegolten. Alternativ könnte es Distanz-Aufgaben im Selbststudium geben. Beides ist dann doppelt und doppelte Aufgabenzeit.

    Ähnliche Verärgerung gab es hier, weil das Land ständig andere Entscheidungen getroffen hat, ob nun Ersatzleistungen zählen sollen oder Klassenarbeiten zu schreiben sind.

    Dass man sich mit den ViKo am Stundenplan orientiert, ist dann sinnvoll, wenn man ein großes System hat und viele Lehrende und Lernende in ganz unterschiedliche Gruppen eingeteilt sind. Hält man sich nicht daran, würden ständig Termine gleichzeitig liegen, weil der Englischlehrer den gleichen ViKo-Termin ansetzt wie die Sportlehrerin.

    Aber man könnte durchaus festsetzen, zu welchem Termin man eine Sprechstunde anbietet und zu welchem Termin man die Anwesenheit erwartet.

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