Beiträge von Palim

    Wie ist denn die Lage in NDS? Studiert ihr gleich lang? Was ich zuletzt gelesen habe, scheint Corona jetzt als Ausrede zu gelten, wieso A13 dort niemals kommen wird

    In Nds ist das Studium gleich lang (BBS ausgenommen, da weiß ich es nicht).

    Der Finanzminister hat vor Corona schon abgewunken, der Philologenverband wohl auch, also gab es eine Zulage von knapp 100€ für die A12-Lehrkräfte.

    Nun hat der Finanzminister ein neues Argument. Wäre kein Corona, hätte er sicherlich etwas anderes gefunden.

    Deine Gleichstellung der Ausbildungen ist eben mindestens genauso anmaßend wie meine Unterscheidung.

    Deine Unterscheidung von was?

    Vom Rechtschreibunterricht und deiner Annahme, was "Schreiben nach Gehör" sein könnte?

    Es gab früher GHR-Ausbildungen, diese KollegInnen sind für Klasse 1-10 ausgebildet worden. Ist das dann höherwertig , als am Gymnsaium 9 Schuljahre zu unterrichten? Zählt die Sprachbildung vor der Einschulung zusätzlich oder vielleicht nur halb?

    Geben die KollegInnen im G8 oder die, die nur SekII unterrichten, dann einen Teil ihres Geld wieder ab, weil sie nur 3 Schuljahre unterrichten? Sollte es generell geschehen oder Jahr für Jahr je nach Einsatz?

    Was sollen solche Behauptungen bringen?

    Der Beruf der Lehrkraft ist es, Menschen zu bilden, Wissen zu vermitteln, Kinder zu erziehen und Beurteilungen zu erbringen und ja, Innovation gehört auch dazu.

    Dazu werden Lehrkräfte mittels eines Studiums und eines Referendariats befähigt.

    Die Ausbildung schließt mit dem 2. Staatsexamen ab.

    Die verschiedenen Lehrämter und Fächer bringen unterschiedliche Schwerpunkte und Belastungen mit sich,

    entsprechend sollten diese in der Ausbildung berücksichtigt werden.

    Darüber lässt sich trefflich streiten zu welchem Anteil in welchem Lehramt welche Schwerpunkte sinnvoll oder zwingend erforderlich sind.

    Warum aber das eine Studium mit diesem Schwerpunkt gegen das Studium mit jenem anderen gegeneinander ausgespielt werden muss, bleibt mir unverständlich.

    Inzwischen ist die Ausbildung in vielen Ländern für die unterschiedlichen Lehrämter zudem von gleicher Dauer.

    Bei der Frage, warum der gleiche Beruf mit gleicher Ausbildungsdauer zu unterschiedlichen Einstiegsgehältern und Aufstiegschancen führt, komme ich zum gleichen Ergebnis: Es mag historisch begründet sein, ist aber in heutiger Zeit unverständlich und unfair.

    Bei uns liest die SL gründlich.

    Das Zeugnisprogramm hat keine Korrekturfunktion und ist recht unübersichtlich, wodurch es schneller zu Fehlern kommt, auch Leerzeichen-Fehler und Trennungsfehler schafft das Programm eigenständig zu bilden.

    Textbausteinen helfen dagegen, aber immer mehr Zeugnisse werden individueller formuliert, auch sind die an unserer Schule länger als früher oder an anderen Schulen.

    (an einem Wechsel des Programms sind wir dran)

    Wir lesen nun im 3. Jahr jeweils einen Klassensatz gegenseitig, es können auch mal 2 sein, um die SL zu entlasten.

    Sie liest trotzdem genau, sie unterschreibt ja auch, und schaut auch sehr genau inhaltlich.

    Ja, das ist Mehrarbeit, aber wenn es sonst gut ist, schafft man vieles besser im Team. Das geht in anderen Kollegien/ mit anderen SL leider nicht. Wir haben es hinter uns und ich glaube, wir sind dankbar, dass es gerade gut ist und achten auch auf unsere SL, damit sie uns lange erhalten bleibt.

    Es gibt Lehrpläne, die das setzen, andere Vorgaben zum Orthographieunterricht in manchen Bundesländern...

    ... und dann gibt es noch Lerngruppen, die so oder anders aufgestellt sind.

    Einsetzen wird man es in unterschiedlichen Klassenstufen und differenzieren wird man immer:

    Das Können hat man bei guten SchülerInnen ab Klasse 1, weil sie es wahrnehmen und nutzen, bevor du es thematisierst,

    bei schwachen Rechtschreibenden vielleicht in Klasse 4, weil du ihnen mit viel Mühe vermitteln kannst, worauf sie achten.

    Andere verinnerlichen zwar die Wortschreibungen und können davon regelgeleitet ableiten, ob es ein kurzer oder langer Vokal in der betonten Silbe sein müsste, und kompensieren darüber, dass sie es nicht wahrnehmen können.

    Er provoziert einfach gerne.

    Du nicht?

    Ich bin es leid, die Aufgaben zu erläutern, wenn die KollegInnen und Außerschulischen nicht ein Quentchen an Informationen interessiert sind und mit Vorwürfen kommen:

    Oft wird in der GS ja noch nicht mal mehr vernünftig oder überhaut Rechtschreibung korrigiert. Den Spaß, das wieder halbwegs zu kitten, haben dann die Leute in der Sek 1...)

    Da wir ja auch im Zeugnis nicht nur Noten stehen haben, sondern auch einen Bericht schreiben, würde mich mal interessieren, ob da diesmal die Wörter Corona und Schulschließung auftauchen dürfen. Das durfte ja im Letzten Jahreszeugnis bei uns nicht stehen. Sind bei uns ja noch einige Wochen, mal sehen was kommt.

    Hoffentlich kommt es nicht auf den letzten Drücker, eigentlich sind bei uns die, die Pfingsten mit den Zeugnissen beginnen, spät dran - gerade bei Berichten.

    Gute Frage, hast du die mal der Seminarleitung gestellt?

    Habe ich. Mehrfach.

    Zuletzt im Sommer, als es mal wieder eine MentorInnen-Veranstaltung gab.

    Antwort: Die ReferendarInnen seien ja alt genug und erwachsen und würden klare Vorgaben bekommen.

    Das ist aber eben nicht so, sondern jede Seminarleitung möchte bitte noch ein bisschen dies und das und am Ende die nächste dann doch wieder alles genau anders herum und gerne im 2-Jahres-Wechsel.

    Zudem habe ich darauf verwiesen, dass es intransparent sei, was es bei einer schwachen Referendarin besonders schwer mache, gezielt zu unterstützen.

    Keine Antwort.

    Heute habe ich es wieder angesprochen.

    Antwort: Man habe ich grundsätzlich geeinigt, aber jede Seminarleitung hätte noch eigene Vorstellungen, das sei auch so gewollt. Es sie ja auch für die Fächer wichtig. Allerdings hatte die Seminarleitung des Faches keine Extrawünsche, sondern ist einfach mal "schlicht und ergreifend" auf dem Teppich und sachlich, die Pädagogikleitung dann andere Vorstellungen.

    Als Mentorin kann man nicht beraten, die Referendarin hat im Zweifelsfall immer den Schwarzen Peter und wenn es zu Konflikten kommt, ist alles so schwammig, dass die Referendarin keine Möglichkeiten hat.
    Mir ist unbegreiflich, warum PädagogInnen als Seminarleitungen derart intransparent arbeiten, gleichzeitig aber Höchstleistungen hinsichtlich der Transparenz, Bewertung, Einschätzung, Differenzierung und Dokumentation erwarten. Für mich messen sie mit zweierlei Maß.

    Ich hätte da bessere Angebote erwartet.

    Ich habe da genau gar nichts erwartet.

    In Nds gab es die Ansage, dass man genau 1 Klassenarbeit in jedem FAch schreiben soll.

    Warum soll ich dann jetzt andere Testungen vornehmen, die irgendwer irgendwann auf den Tisch bringt - oder auch nicht, die aber überhaupt nicht vergleichbar sind mit irgendwelchen anderen Leistungsvergleichen.

    Die ersten Bundesländer haben in 2 Wochen Ferienbeginn, was sollen die denn nun noch testen und organisieren?

    Würde eine Schule, deren Kinder schlecht abschneiden, dann doppelt so viele Förderung erhalten - und woher kommt die?

    Für mich ist das Augenwischerei.

    Wenn es Geld für Nachhilfeinstitute gibt, werden diese das Geld einstreichen.

    Eine wirkliche Änderung oder Verbesserung bringt das nicht, ich bräuchte etwas anderes für die "verlorenen" Kinder.

    Vielleicht braucht es kein generelles Home Schooling. Aber ich finde, dass man zeitweise einen generellen DU einführen sollte. Damit ALLE lernen, sich selbst zu organisieren, sich Arbeit selbst sinnvoll einzuteilen, selbst nachzurecherchieren, Infos und Wissen selbst erarbeiten, u.v.m.

    Das wird kommen, da spart man dann einfach mal die Hälfte der Lehrkräftestunden in Klasse 8.

    Warum nimmt man nicht die sonst üblichen Projektwochen/-tage für so etwas (die häufig genug nur mühsam gewolltes Beschäftigungsgedönse sind, sorry!)?

    Weil Projektwochen andere sinnvolle Schwerpunkte haben und weil die Ausstattung an den Schulen nicht für alle SuS gleichzeitig ausreicht.

    Dank Corona ist es hier derzeit untersagt, kam groß offiziell vom Seminar an die Schule, dann sollte aber doch wieder Kaffee vorgehalten werden.

    Bei Inspektion damals gab es sogar eine Liste, womit die Damen beköstigt werden wollten.

    Es gibt so einiges, was sich entwickelt und dann zum Standard wird und auch in die Bewertung einfließen kann.

    Habe mich heute allerdings wieder einmal über intransparente Vorgaben geärgert: Warum schafft man es nicht, sich innerhalb eines Seminares auf eine Form eines Entwurfs zu einigen - ohne Extras?

    Normalerweise wechseln die Klassenlehrer nach 2 Jahren. Meine sind jetzt Klasse 2 und von den Schulschließungen in 1 und 2 betroffen.

    Ich finde, dass den Jahrgang wirklich hart hat, gerade weil man die Grundlagen in allen Bereichen legen würde. Das wird ihnen noch länger nachhängen, weil es nicht nur inhaltlich ist, sondern auch in anderen Bereichen: soziales Lernen, Selbstorganisation, Methoden, Gesprächskultur etc.

    Wieso behaltet ihr die Klassen nicht einfach? Die Wechselei ist für Kinder auch ohne Corona unschön.

    Es gibt viele Schulen, diese fest regeln, in denen z.B. KollegInnen immer Eingangsstufen haben oder überwiegend Klasse 1+2. Stellt man es um, wirbelt es ja einiges durcheinander, weil die komplette Stundenverteilung betroffen ist, die Fächer haben ja in unterschiedlichen Jahren mehr oder weniger Stunden. Ich glaube, in BY ist es angesichts des stärkeren Klassenlehrerprinzips in vielen Schulen so, dass dann ein Wechsel erfolgt um nachteilige Verhältnisse nur für 2 Jahre zu haben.

    In NDS wurde jetzt ein Erlass geändert, dass man nach 2 Jahren wechseln sollte. Außerdem muss man ohnehin ein Fach (D,Ma,Su) ab Klasse 3 abgeben. Mit Inklusion ist das sehr ungünstig, finde ich, weil man sich noch häufiger einarbeiten müsste. Es passt aber zum derzeitigen Optimierungstrend: fächerübergreifend war gestern.

    Bei der derzeitigen Lehrkräfteversorgung hat man zudem schon Wechsel genug, da kann man froh sein, ein wenig Beständigkeit zu haben.

    Die Einschätzung ist doch sehr unterschiedlich, je nach Erwartungen, je nach Dauer von Distanz-, Wechsel- und Präsenzunterricht, je nach digitalen Möglichkeiten, je nach Erreichbarkeit der SchülerInnen, je nach sozio-ökonomischem Hintergrund.

    Klasse 1, jetzt 2, hatte zu Beginn der Schulschließungen die Alphabetisierung noch nicht abgeschlossen. Rund um Ostern ist es sogar eine Phase, in der man stark differenzieren muss, weil einige verstanden haben, worum es geht, andere leider noch viel Unterstützung benötigen. Das ist sehr schwierig.

    Klasse 2 konnte lesen, schreiben, rechnen, beherrschte grundlegende Methoden, da konnte man wirklich anderes erwarten.

    Bei einigen meiner SchülerInnen bin ich mir gar nicht sicher, ob die schwachen Leistungen am Distanz- und Wechselunterricht gelegen haben oder im regulären Unterrichtsbetrieb nicht ebenso schwach wären. Es fehlt an Unterstützung für die "Verlorenen", da ist aber nichts Neues, dürfte sich dennoch gerne zeitnah ändern. Damit sind aber kein 2-Wochen-Kurse gemeint, sondern professionelle Hilfe über die Schuljahre hinweg.

    Mein eigenes Ref fand ich nicht so schlimm wie andere, aber ich hatte auch nur einen schrecklichen Seminarleiter (von 4), bei den anderen war es ok,

    UND ich hatte eine tolle Schule und eine wirklich herausragende Mentorin.

    Aber auch ich kenne durchaus viele Lehrkräfte, die das Ref schrecklich fanden, die lange daran zweifeln, die blass werden, sobald von Unterrichtsbesuch gesprochen wird, die gelitten haben und vieles als Schikane empfunden haben. Das gab es damals und heute scheint es nicht besser zu sein, da wir laufend Referendarinnen haben und sie alle auch davon erzählen - bei bestimmten Seminarleitungen.

    Ich habe selbst im eigenen Ref als Personalrat gearbeitet und versucht, manches zu verbessern.

    Ich habe als Mentorin auch das Gespräch gesucht und versucht, für manches mehr Transparenz zu erhalten. Die Antworten, die man bekommt, sind manchmal beschämend - so sollte man auch mit MentorInnen nicht umgehen.

    Dabei sehe ich durchaus auch SeminarleiterInnen, die gut unterstüzten, die die Entwicklung der ReferendarInnen warnehmen und die hilfreiche Hinweise geben. Andere ergehen sich in allgemeinen Phrasen oder verlangen jedes Mal etwas anderes ohne Rücksicht auf ihre letzte Beratung.

    Das Arbeitspensum ist auch schon im Ref erbärmlich - zumindest vor Ort im Seminar. Ja, das wird in den ersten Jahren nicht besser und auch ich finde, es sollte eine Ausbildung sein, die Anforderungen stellt.

    Warum es aber keine landesweiten verbindlichen Vorgaben z.B. zur Anzahl von Besuchen oder ein Muster für Entwürfe gibt, sondern diese von Standort zu Standort (bei gleicher Schulform) oder auch zwischen den Seminarleitungen verschieden sind, verstehe ich nicht.

    UND ich glaube inzwischen, das Ref in BY ist besonders schwierig, das wurde hier schon mehrfach benannt. Da muss man eine Klassenleitung übernehmen und es wird die Raumgestaltung etc. bewertet, was zusätzliche Belastungen sind, die viel Arbeit generieren können.

    Dazu kommt sicher auch, dass ob man auf eine besonders gute Note angewiesen ist, um zügig eine Stelle zu erlangen, wie sicher in BY, oder ob es derzeit regional entspannt ist, weil man - mit den eigenen Fächern oder egal welcher Note - in jedem Fall unterkommt.

    als ob sie sonst nicht in der Lage wären, solche Stellen zu bekommen.

    Wie konnte man nur auf den Gedanken einer Frauenquote kommen?

    Um bei deiner Argumentation zu bleiben:

    Am Ende glauben Männer tatsächlich, sie seien besser qualifiziert und Frauen überlegen, weshalb sie die Stellen und Ämter bekleiden müssen.

    Würde man dann eine Stelle nicht bekommen, weil man leider nicht Frau ist,

    Wie witzig.

    Würde ja erwarten lassen, das ab sofort Frauen alle Stellen besetzen und Männer auf die hinteren Ränge verweisen.

    Zeigt, wie bitter nötiges ist, auch sprachlich auf eine Gleichstellung zu verweisen.

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