Beiträge von Palim

    Ich habe heute neben einem Handwerkerauto für Glasfaserkabel auf dem Lehrerparkplatz geparkt.

    Ein Auto ist noch kein verlegtes Kabel,

    das verlegte Kabel ist noch keine Verlegung INS Gebäude, dafür kommt eine gesonderte Firma,

    eine Verlegung ins Gebäude ist noch KEIN Anschluss IM Gebäude, dafür kommt ein anderer Techniker.

    Letzter hat festgestellt,

    a) dass man den Anschluss auf keinen Fall an der Stelle anschließen kann, weil der Gasanschluss daneben ist oder dies oder das

    b) dass man danach auch innerhalb des Schulgebäudes weitere Infrastruktur benötigt.

    WER hätte das auch ahnen können!

    Das eine Auto für den Glasfaseranschluss war vor 18 Monaten da,

    der Techniker im Herbst,

    der Schulträger sagt laut und öffentlich, dass das Kabel ja zu allen Schulen verlegt wurde, woraus die Öffentlichkeit entnimmt, es sei alles fertig.

    Ach ja, man braucht dann auch noch einen neuen Vertrag und die Kosten scheinen überirdisch zu sein.

    Am Rande, bezüglich Aufstiegschancen, was bekommt man als Fachleiter im GS-Bereich?

    Eine weitere Fachleitung obendrauf!

    Es gibt an wenigen größeren Grundschulen Konrektorenstellen für A12Z. Ansonsten gibt es keine Aufstiegschancen, außer SL.

    In NRW soll es ja an jeder GS eine SL-Vertretung geben, die gibt es in Nds nicht - da macht es irgendjemand, wenn die SL nicht da ist.

    Alle anderen Aufgaben werden irgendwie untereinander aufgeteilt.

    Entlastungsstunden sind so gut wie nicht existent, die SL hat eine Unterrichtsverpflichtung von bis zu 18 Std. (also 10 Entlastungssstunden für die Aufgaben der SL).

    Ihr fangt ab Samstag an zu zählen? Und wart vorher schon über 165????

    Wir waren wochenlang über 100 mit den Zahlen des Landesgesundheitsamtes,

    jetzt sind es die Zahlen des RKi, die - warum auch immer -um 30 Punkte niedriger sind und wir sind plötzlich 2 Tage unter 100, nun wieder drüber...

    Eigentlich müsste man 5 Tage drunter sein, aber hier wird nun der Wert von Sa genommen. DAS finde ich merkwürdig.

    Bei uns ist Ausgangsbeschränkung ab 22 Uhr-wie halt schon seit Wochen

    Wusste gar nicht, dass du zu den Mondschein-Joggern gehörst.

    Hier war Sperre ab 21 Uhr, aber mit der Umstellung auf die RKI-Zahlen ist es nun ja anders und für die Bundesnotbremse zählen die vergangenen Wochen nicht, wir zählen von vorn von 1-3. :mad:

    Wenn innerhalb von Bullerbü irgendwas ohne Auto möglich ist, ist es kein eches Bullerbü, was ich vor Augen habe :D

    Der Nachbar nebenan kann Tür an Tür leben oder 15 km entfernt.

    Wenn es Ausgangssperre gibt, kann ich den einen durch das Loch in der Hecke besuchen, den anderen joggend.

    Aber auch ich habe keine Idee, wie man es bewerkstelligt, dass sich die Leute privat weniger treffen.

    Also wenn Bullerbü "Dorf" heißen soll, dann kenne ich es von dort so, dass Fahrrad AUSSCHLIEßLICH Sport und Freizeit ist. Irgendwo hin fährt man standesgemäß mit dem Auto.

    Alles, was innerhalb von Bullerbü möglich ist, machen sehr viele per Rad, die ältere Generation sogar häufiger als die jüngere.

    Radtouren kommen noch hinzu.

    Ach ja, und bei etlichen auch die Möglichkeit, einen zu trinken unselbständigen nach Hause fahren zu können.

    In Städten ist das unterschiedlich, es gibt ja auch sehr fahrradfreundliche Städte, vielleicht hängt es auch mit dem Radwegenetz und dem U-Bahn/S-Bahn-Netz zusammen.

    In Bullerbü ist Radfahren weniger Sport als Spazierengehen, das fällt unter „Fortbewegung“.

    Ich verstehe nicht, warum die Mitternachts-Jogger hofiert werden, die Mondschein-Radfahrer aber nicht und die Unter-den-Sternen-Schwimmer auch nicht.

    Mir hätte es besser gefallen, wenn jetzt einfach alle zu Hause bleiben, um im Sommer, wenn es warm ist, niedrige Inzidenzen zu haben, damit man dann nicht in der Bude hocken muss. Dann fällt es einem doch sehr viel schwerer.

    die Schuld bei der Politik zu suchen

    ... doch, insofern sie sich sinnvollen Vorschlägen, wie die von Miss Jones , entziehen und weiterhin verbreiten, dass kostenlose Maßnahmen in der Öffentlichkeit die einzig möglichen wären, während gleichzeitig Geld in Unternehmen und vor allem in die eigene Tasche gesteckt wird.

    Letztere Politiker sollte man das Geld, das sie eingesteckt haben, zurückzahlen und den gleichen Anteil noch einmal abarbeiten lassen, z.B. als Pflegehelfer oder Telefonist im Gesundheitsamt.

    Du kannst nichtmal im Ansatz den Frust nachvollziehen

    Ich kann den Frust nachvollziehen,

    auch ich finde es unfair, dass es nicht A13 für alle als Einstieg gibt, dass die Entlastungen und auch die Funktionsstellen nicht annähernd gleich verteilt sind,

    dass in meinem BL die Aufgaben der FörderschulkollegInnen zu großen Teilen und ohne Ausgleich an die GrundschulkollegInnen gegeben wurden,

    dass man den Eindruck erhält, die Arbeit mit kleineren Kindern würde nicht wertgeschätzt, die Betreuung ohne Mehrkosten aber gerne eingefordert.

    ABER dafür können die KollegInnen mit A13 selbst nichts.

    Sie können sich für A13 aussprechen, was sehr viele von ihnen auch tun,

    sie können Abordnungen an Grundschulen übernehmen, wenn der Lehrkräftemangel so groß ist, und ihren Teil zum Gelingen des Alltags beitragen, was sie auch machen und dabei wirklich engagiert sind, auch wenn es für sie nur ein paar Monate sind (meine Beobachtung bisheriger Abordnungen vom Gym),

    sie können die Ungleichheit benennen und die Kritik verbreiten,

    sie können es bei der nächsten Wahl beherzigen...

    Ihnen dann zu unterstellen, sie wollten die Ungleichheit nicht wahrnehmen, weil sie selbst an anderen Schulen sind, ist unfair.

    Der Sache ist es nicht dienlich, weil es Frust oder Unmut bei ihnen erzeugt, statt Verständnis und Unterstützung.

    Das wurde jetzt mehrfach geäußert, weil man sich durch deine Worte, Tommi , angegriffen fühlt für etwas, das man selbst wenig beeinflussen kann.

    Wenn es, wie bei euch, an einer Schule stattfindet, kann man versuchen, Aufgaben besser zu verteilen. Das ist viel schwieriger, wenn Förderschulkräfte an mehreren Schulen eingesetzt sind. Oft sind sie auch frustriert, weil sie sich auch unter anderen Vorstellungen für das Lehramt SoPäd entschieden haben und nun ohne Klasse und ohne Schule und oft auch ohne Unterricht eingesetzt sind und sich überall nur zu Gast fühlen.

    Für alles, was andere Schulformen betrifft, hilft es am ehesten, gemeinsam solidarisch zu sein und füreinander einzutreten, für bessere Bedingungen an allen Schulen in allen Bundesländern.

    Die Eltern sollten dann einfach Druck machen, wenn ihre Kinder von einem sagen wir mal zweitklassigen Lehrer unterrichtet werden. Dann ändert sich was zum Besseren. Es gibt nun mal vielfach mehr Eltern als Lehrer.

    Klar. Eltern, die Druck machen, sind genau an den anderen Schulen, die dann womöglich bessere Bedingungen haben, weil ihre Eltern mehr Druck machen, bessere Beziehungen haben, mehr Geld für den Förderverein spenden ...

    DAS kann es doch aber nicht sein.

    Die anderen Schulen teilen sich dann die Vertretungslücken, müssen auf vieles verzichten, da das Land sich aus der Verantwortung stiehlt, und fangen über Jahre den Lehrkräftemangel auf, bei ständig wechselnden Vertretungen und Abordnungen, denn neue Lehrkräfte können sich aus den möglichen Stellen die Rosinen aussuchen und gehen häufig an die besser gestellten Schulen, womit die Schulen mit Mangel diesen behalten.

    Wenn das System insgesamt so aufgestellt ist, dass es keine Vertretungsreserve gibt, dass Vertretungen von prekär Beschäftigten übernommen werden, dass die Nachhilfeinstitute finanziell unterstützt werden, statt den Schulen entsprechendes Personal zuzuweisen, wird doch der Mangel einfach nur an die nächste Schule weitergereicht.

    Aber die Bedingungen ändern sich eben nur, wenn ein Mangel auftritt. Egal ob in der freien Wirtschaft oder im ÖD.

    Ist das wirklich so?

    Die Bedingungen in den Schulen ändern sich seit Jahren dahingehend, dass günstige Kräfte eingestellt werden, die Unterricht übernehmen, und dass Förderung einfach eingespart wird.

    Den Mangel gibt es schon länger.

    Würdest du einem MA mehr bezahlen, als du musst, wenn dahinter genug andere stehen, die den Job sofort machen würden?

    Das kommt dem sehr nahe: Wozu soll man die Bedingungen in den Schulen verbessern und die Bezahlung der Studiendauer angleichen, wenn man über prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu weniger Lohn auch Menschen bekommt, die Teile des Unterrichts in der Schule absichern?

    Vor ein paar Tagen habe ich gelesen, dass nun Ärzte-AssistentInnen ausgebildet werden. Diese sollen aber nicht den Arzt unterstützen, sondern ersetzen, weil die Lücken in der Hausarztversorgung seit Jahren nicht geschlossen werden kann. Man hätte auch in die Ausbildung von Ärzten und bessere Bedingungen investieren können, hat man aber nicht.

    Sinnvoll wäre, wenn es Assistenzen als zusätzliche Kräfte geben würde, so wie medizinische Fachangestellte oder ReNo-Fachangestellt könnte es ja auch pädagogische Fachangestellte in Schulen geben, die vielerlei Aufgaben übernehmen und darüber entlasten könnten. Gibt es aber nicht, oder in Form von "Schulassistenten" nur selten.

    Stattdessen ist die Tendenz, die teureren Medizinier und Lehrkräfte zu ersetzen.

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