Noisettepralinen
Beiträge von Palim
-
-
Aber sind das Sachen, die DICH stören oder die die Kinder stören ...
... stört es sie wirklich, werten sie es negativ, oder bemerken sie einfach den Unterschied...
... wie finden sie es in 3 Wochen, wenn es zum "Alltag" geworden ist?
Wir haben seit der 3. Januarwoche Wechselunterricht.
Vor den Sommerferien hatten wir auch einen kurzen Schultag, nun sind es 4-5 Stunden MIT Pausen.
Die Kinder wissen, dass die anderen nicht da sind, sie bemerken, dass manches nicht geht,
die Pausen sind anders und ja, es gab zwischendurch auch ein wenig Frust, weil die Pause natürlich im ersten Moment langweiliger ist.
Aber die Kinder suchen sich auch neue Freiräume, manche ergeben sich im Unterricht durch die kleineren Gruppen,
die Kinder entwickeln selbst neue Spiele.
Statt zu jammern, dass sie so wenig oder andere Schule haben, sind sie froh, dass sie jeden 2. Tag kommen dürfen.
Eine Mutter meinte heute am Telefon, anderswo sei es ja anders bzw. Geschwisterkinder wären noch zu Hause, da wären die Kinder selbst froh, dass überhaupt Schule für sie wäre.
Es gibt auch Kinder, die zuvor eher keine Lust zur Schule hatten, die nun jeden 2. Tag ganz gerne gehen ... vielleicht würde ihnen das sogar ausreichen und sie würden ganz gut damit fahren.
"Corona hört nie auf" liest man hier in den Foren auch von manchen, siehe Grippe-Virus.
Wie viel davon ist "emfpunden" und was ist "herbeigeredet" und was kann man auch positiv besetzen?
-
Das ist wie mit der Farbe, mit der man an der Tafel ein Wort unterstreicht und ein Kind heult, weil es gerade diese Farbe nicht hat 😁
Ja, das ist so.
Sie weinen auch, weil sie am Freitag keine Hausaufgaben bekommen oder weil sie am Montag ohne Hausaufgaben zur Schule gehen sollen und dann nichts vorzeigen können.
Aber vor allem erzählen sie das, was sie hören und verstehen, weiter und sie setzen es sehr schnell als absolute Regel ein...
... und das ist nicht unbedingt das, was die Lehrerin sagen wollte oder gesagt hat.
"Wir bemühen uns, nicht darüber zu reden" ist gleichzusetzen mit "Frau XY hat veboten, das zu sagen".
-
die können sich bewusst kaum noch an das "normale" Leben erinnern...
Das bedeutet aber, dass sie den Verzicht, den einige Erwachsene extrem wahrnehmen, gar nicht bemerken.
Wer kein Nutella oder Fernsehen kennt, mit 4 Jahren, hat danach auch kein Verlangen.
Dazu kommt: Mit 3 Jahren war man von einigen Jahren in vielen Regionen noch gar nicht im Kindergarten. Da gingen nur wenige Kinder wirklich 3 Jahre in den Kindergarten, eher ging man nur 1-2 Jahre.
Auch anderes, das viele selbstverständlich hinnehmen und vermissen, ist nicht so verbreitet, wie manche denken.
Dass es nicht leicht ist und dass man etwas vermisst, sich wünscht, dass es anders wäre, keine Frage,
aber wie viel davon empfinden die Kinder wirklich und an welcher Stelle ahmen sie nach, was ihnen vorgelebt und gesprochen wird?
-
Du kannst ja eine Art Challenge mit ihnen vereinbaren, dass man mal eine Woche lang oder so genau gar nicht darüber spricht und sich überlegt was man alles machen könnte um eben nicht dran zu denken.
Eine Challenge kann ich mir vorstellen,
den Mund zu verbieten, finde ich ganz schrecklich - generell, aber bei 6jährigen halte ich es bei den einen nicht für durchführbar, andere würden sich sklavisch daran halten und sich schlecht fühlen, wenn sie doch darüber reden müssten, weil alle Welt es tut, und bei wieder anderen gäbe es gleich eine Welle, wie die Lehrkraft dazu käme ...
Je kleiner, desto genauer muss man gucken, was man überhaupt anspricht und wie man es verpackt, damit es auch ankommt, wie es gemeint ist.
Andererseits weiss ein 6jähriger auch nicht allzu viel von "früher".
Das denke ich auch. Natürlich vermissen sie Freunde und Verwandte, aber sie sind gewohnt, dass ständig etwas neu und anders ist.
Außerdem übernehmen sie oft auch das Gerede: Sie sprechen einen an, wie froh man doch wohl sein müsste, irgendwann die Maske abzunehmen, weil das alles so schrecklich sei. Ähm. Nein. Der MNB war nicht schrecklich, die FFP2-Masken sind anstrengend, ja, aber das ist halb so schlimm.
Wenn man positives Gerede fabriziert oder es dagegen setzt, übernehmen Kinder da aber eben auch.
"Glückstagebuch"
Das ist eine schöne Idee, die man ja auch Corona-unabhängig führen kann.
Vielleicht ist es auch noch möglich, dass man sich kleine Aktionen überlegt, die anderes ersetzen, wobei bei uns in der Schule manches gar nicht wegfällt (wir haben Wechselunterricht, z.B. auch samt Sport).
Das Wetter wird besser, vielleicht kann man dann mal draußen toben, draußen mit viel Abstand singen, draußen mit Abstand Spiele machen,
man könnte auch beim Wechselunterricht
- mit der einen Gruppe eine Schnitzeljagd vorbereiten und für die andere Gruppe verstecken.
- Botschaften von Gruppe A an Gruppe B schicken.
- Postkarten verschicken, die die Kinder dann wirklich verschicken ... mit aufgeklebtem Sonnenblumen-Samen o.ä.
... oder die Kinder zu einer Art "Glücks-Botschafter" machen, die "jeden Tag (jede Woche) eine gute Tat" vollbringen und etwas Basteln und verschenken, jemanden anrufen und etwas vorsingen oder erzählen, jemandem etwas in den Briefkasten stecken ...
Das beschäftigt die Kinder positiv, sie kommen auf andere Gedanken und freuen sich über die Freude der anderen.

... ich glaube, ich muss morgen mal meinen Unterricht anders gestalten
-
-
dass jetzt ca. 2 Wochen abgewartet wird und wenn alles passt (was auch immer das bedeuten mag), könnten lt. Söder die Grundschüler komplett in den Präsenzunterricht und weitere Jahrgänge in den Wechselunterricht.
Damit hatte ich in Nds auch gerechnet,
aber es "passt" nicht so, wie womöglich gedacht, denn in etlichen Kreisen gehen die Zahlen schon wieder rauf und man hat sich zwischenzeitlich mal kurz der 50erMarke angenähert.
-
Ob es nun aufhört oder nicht...
... vielleicht kann man den Fokus anders ausrichten und darauf zeigen, was trotzdem alles möglich ist.
... oder man spricht darüber, was im Winter möglich ist und worauf man sich im Sommer freut und bekommt darüber die Kurve, zu zeigen, dass nicht immer alles zur gleichen Zeit möglich ist, sondern dass man sich auf manches freuen darf, während anderes gerade war
-
Aber nochmal: es zwingt doch niemand die nds. Ärzt*innen, an diesem Programm teilzunehmen!
Bist du sicher?
Offenbar gab es in unserem Landkreis und Schulstandort Nachmeldungen, zunächst war dort keine Praxis gemeldet, nun gibt es Ärzte, die teilnehmen.
-
Wo soll denn das Personal herkommen?
Von links und rechts, von oben, aus dem Studium..
...wir haben zuletzt das örtliche Gymnasium überfallen und 2 Lehrerinnen mitgehen lassen, um unsere 50%-Versorgung aufzustocken.
-
Dann frag deine Schulleitung mal, wie diese Rechtsauffassung mit dem letzten Satz in Paragraph 2 der zweiten Verordnung ...
Ich würde zuerst einmal fragen, auf welcher Grundlage die Entscheidung getroffen wurde.
-
Es sind tatsächlich bei uns an der Schule eher die Eltern aus akademischen Haushalten, die rummeckern,
Die haben wir nicht an unserer Schule.
Tatsächlich haben wir durchaus Eltern, die beide arbeiten, aber sie schaffen es, sich irgendwie zu organisieren, dass ihre Kinder versorgt sind UND lernen, und diese Eltern haben keinen akademischen Grad.
Dazu gebe ich auch zusätzliche Angebote heraus, die man alle nutzen könnte, wenn man sein Kind gefördert oder herausgefordert sehen will. Wer sich da nicht austobt, hat auch keinen Anlass, zu meckern.

-
In Nds. kann man auch ohne Probleme mit einem Vertretungsvertrag überbrücken, noch BEVOR man ins Ref geht.
-
@samu
Ja, kenne ich, KollegInnen und Nicht-KollgInnen.
Und dabei sind vor Ort die Grundschulen seit Januar im Wechselmodus und die KiTa geöffnet.
Vielleicht auch das generell ein Signal, dass ja alles „normal“ sein könnte, oder dass dadurch Begehrlichkeiten geweckt werden, schließlich gehen die Kinder ja auch zur Schule.
-
Es reicht doch, wenn dann 1-2 Kollegen nicht zur Verfügung stehen
Ja, kenne ich, und keine Ganztageskräfte, die das auffangen.
Alternative, die Kinder bleiben gleich am ersten Tag zuhause.
Japp, das wird bei uns auch umgesetzt, wenn es zur unerfüllbaren Vertretungssituation kommt. Solche Pläne waren schon auf dem Tisch. Dann bleiben die Kinder tageweise zu Hause, weil keine Lehrkräfte da sind.
Und mit dämmert, dass das bald normal sein wird, ganz ohne Pandemie.
-
Das hat Andrew so nicht gesagt. Er hat nur geschrieben, dass er persönlich es locker schaffe und ihm die Mehrarbeit nichts ausmache.
Ja, stimmt, aber er hat auch gesagt:
Permanent über Mehrarbeit zu motzen ist fürchterlich unkollegial!
und
ICH schaffe es locker.
Daraufhin finde ich es unkollegial, die derzeitige Situation, die Mehrarbeit zur Alltags-Mehrarbeit fordert, als „locker schaffbar“ hinzustellen.
Das ist dann auch kein „moppern“, sondern tatsächlich meine freie Meinung, die Andrew ja für sich auch einfordert.
Und ich finde es kollegial, zu fragen, was in NRW generell oder an manchen Schulen oder Schulformen verlangt wird.
Wenn man das dann kommuniziert und teilt, wird es jedem klar, dass „permanent über Mehrarbeit motzen“ womöglich bedeutet, dass man die Überlastung anprangert, sie aber zu wenig konkretisiert hat, sodass Außenstehende nicht nachvollziehen können, was es so schlimm macht.
Da geht es nicht um Sportlehrkräfte von anderen Schulen oder Lehrerinnen aus anderen Schulformen, sondern auch um die Öffentlichkeit und darum, dass man allgemein als „Lehrkraft“ von außen gesehen und angesprochen wird. Da ist es gut, wenn man völlig haltlose Zustände konkret benennen kann, auch gerne öffentlichkeitswirksam.
Manche Situationen kann man nun einmal nicht ändern. Da ist es einfach unnötig wenn man von morgens bis abends jammert, weil sich’s eh nicht ändert.
Manche Situationen muss man aber auch nicht einfach hinnehmen, schon gar nicht, wenn sie nicht leistbar sind.
-
Ich meine aber, dass die Aussetzung der Präsenzpflicht ab März hier in NDS nicht mehr gelten soll.
Wer genau liest, wird feststellen, dass die Aussagen sehr vage sind und man sein Fähnlein noch drehen kann.
Mehr Klassen im Wechselmodus hätte auch bedeuten können, dass zusätzlich die Grundschulen wieder in Regelbetrieb gehen. Gestern stand irgendwo explizit, dass man im Wechselmodus bleiben wolle. Damit lässt sich planen, wobei meine Pläne für Distanz und Wechsel und eigentlich auch Präsenz funktionieren würden.
Die Präsenzpflicht soll gelten, wenn der Lockdown aufgehoben wird. Wann treffen sie sich denn?
-
Permanent über Mehrarbeit zu motzen ist fürchterlich unkollegial!
Was ist daran unkollegial, wenn Lehrkräfte darauf aufmerksam machen, dass die Arbeitszeit erheblich überschritten wird, wenn man den gestellten Anforderungen nachkommt?
Ich finde unkollegial, wenn man meint, das sei alles locker zu schaffen, das ist es schon im Alltag nicht, und es wäre kein Problem, wenn das Deputat um 6, 12 oder 24 Std. erweitert wird.
Mir bleibt unklar, wie es dazu kommt. Wird erwartet, dass man sämtliche Präsenzklassen halbiert, damit doppelt, da nacheinander beschult und auch alle Distanzstunden abdeckt?
-
(bei uns müssen die SuS ja ärztliche Bescheinigungen vorlegen).
Bist du sicher?
In den allgemeinbildend Schulen ist die Präsenzpflicht in NDS ausgesetzt, es reicht ein formloses Schreiben.
Sollte der Lockdown enden oder der Stufenplan in Kraft treten, kann sich das ändern.
Bei uns fehlten in manchen Klassen viele SuS, in anderen kaum welche, einige kehren nun in den Unterricht zurück, mal sehen, wie lange es andauern wird.
-
Im Übrigen ging es hier doch nie um den Verzicht auf Karibikurlaube.
Es ging um Einsamkeit, Ängste und Übergewicht bei Kindern, das sind chronische Erkrankungen, die sich verstärken.
Es geht auch um anderes und es geht auch um die Leute, die Aussagen, wir seien seit einem Jahr im Lockdown, die Schulen seien seit einem Jahr geschlossen, man könne keinen Sport treiben etc.
Die Schulen waren nur in Teilen geschlossen, Unterricht fand statt, Kinder waren lange von den Kontaktregeln ausgenommen und dürfen sich weiterhin treffen, in welchem Maß das sinnvoll ist, ist eine andere Frage,...
... und dazu gibt es genau die, die es gut haben, und doch ach so gerne mal wieder Kaffee trinken gehen müssten, einen Kino- oder Restaurantbesuch brauchen oder zum zweiten Mal um ihren Osterurlaub bangen, den sie aber trotz Pandemie gebucht haben, und die auch im Sommer im Urlaub waren, vielleicht sogar mehrfach.
Die gleichen Leute klagen dann, dass es bestimmten Wirtschaftszweigen so schlecht gehe. Da wüsste ich gerne, ob das dann ums eigene Wohlstands-Gefühl geht oder ob sie sich wirklich Sorgen um die machen, deren Gedanken weit weg vom nächsten Urlaub sind, weil sie um ihre Existenz bangen oder liebe Menschen verloren haben.
Wie weit wären wohl die Verwöhnten von uns bereit, für die tatsächlich Benachteiligten einzustehen?
Wie viel bleibt davon über, wenn es in den nächsten Jahren darum geht, Benachteiligte zu unterstützen?
Mich persönlich nervt vor allem das Gejammere von jenen, die immer alles habe und haben konnten, die eine große Mitnahme-Mentalität ausgebaut haben und die nun wegen der Pandemie erfahren, dass dieses Modell tatsächlich Grenzen hat, die sie zuvor gerne übersehen wollten.
Werbung