Beiträge von Palim

    Pflegeleicht heißt auch:

    -aktuelle Termine schnell einsetzen zu können.

    - allgemeine Informationen zu geben, die nicht ständig wechseln.

    - genau zu überlegen, was man auf Dauer pflegen kann und will und wo es besser oder erleichternder ist, davon abzusehen, stets neue Inhalte einsetzen zu müssen.

    Eigentlich soll man genau das im Seminar lernen, kann die Mentoren an der Schule fragen, andere Kolleginnen, andere Referendare.

    Wenn der Sprachanteil der Lehrkraft zu hoch ist, werden Methoden erwartet, bei denen die SuS selbsttätiger sind, sich selbst mit Material etwas erarbeiten oder erschließen und dann anwenden.

    Ich finde schon schwierig, als Mentorin herauszufiltern, was das Seminar oder DIESE Seminarleitung gerade bevorzugt, da ist eine allgemeine Beratung nicht unbedingt zielführende, wenngleich ich finde, dass Unterrichtsplanung Inhalt der Ausbildung an UNI (samt Praktika) und Studienseminar sein sollte.

    Mir würde es glaube ich bereits reichen, wenn die 2 Monate ans Ende der Vertragszeit drangehängt werden.

    2 Monate? Die Studios waren doch vorher auch schon geschlossen.

    Wie kannst du sowas vorschlagen, wo du dich absoluter Verfechter er dauerhaften Öffnungen bist und stets propagierst, alle sollten sich wie immer verhalten und man dürfe die Händler und Dienstleister nicht benachteiligen?

    Ungelernte Kräfte oder auch nur Referendare für Vertretungen einzusetzen, grenzt für alle Beteiligten an Körperverletzung. Das geht gar nicht!

    Darauf beruht in NDS an den Grundschulen seit 20 Jahren das Vertretungskonzept.

    Wobei die dafür eingestellten Pädagogischen MitarbeiterInnen, die mehr oder weniger Qualifizierung haben können, unbefristete Verträge haben, die Schule, die Lehrkräfte und die Klassen kennen und wir einander auch unsere Vorlieben.

    Ich bemühe mich, möglichst zügig die 1. Klasse ans eigenständige Lernen heranzuführen und Selbstläufer zu haben, die man im Vertretungsfall aus dem Regal ziehen kann oder schnell übermittelt. Es ist erheblich einfacher, solche Sachen zu übermitteln, als alle Rituale. Regeln und Unterrichtsgespräche weiterzugeben.

    Die, die von außen kommen, sind Abordnungen oder eben Studierende.

    Wenn es nicht läuft, ist es wichtig, entweder bestehende Regeln und Konsequenzen zu kennen und aufzugreifen oder selbst eigene Grenzen zu setzen und durchzusetzen.

    Ich unterbinde es in Klasse 3 mit vielen Erklärungen und möglichst strikt:

    Man darf sich freuen, aber nicht herumschreien.

    Es gibt auch Kinder, die traurig oder enttäuscht sind, das ist ihr Recht.

    Jeder entscheidet selbst, wem und wann er anderen etwas zur eigenen Note sagen möchte.

    Es wird nicht herumgefragt, bis man alle Noten weiß.

    Neben der eigenen Emotionalität finde ich ziemlich schrecklich, dass die SuS sich nicht mit ihrer Arbeit auseinandersetzen, sondern lieber später erzählen wollen, was Hans, Franz und Fritz haben.

    Vor der Klasse 3 wollen alle unbedingt Noten haben, offenbar wird von außen genau das aufgebaut mit so Sätzen wie: Dann bekommt ihr auch endlich Noten.

    Vermutlich fallen auch Sätze, dass es erst dann richtig anfängt, ihr wisst schon, der Ernst des Lebens wird häufiger heranzitiert, zum Kindergarten, zur Einschulung, zu den ersten Noten, zum Übergang, zur Oberstufe...

    Wenn es dann die ersten Noten gibt, sind die Kinder aufgekratzt, ohne dass sie wüssten, worum es geht. In diesem Jahr fragte ein Kind nach der Durchsicht des ersten Arbeitsblattes, warum ich keine Note darunter geschrieben hätte.

    Noten werden erteilt, die Bewertung und Rückmeldung wird immer transparenter, aber kaum jemand scheint darauf zu achten, was in der Rückmeldung steht und welche Konsequenz man daraus ziehen kann.

    Den Kindern muss man es mühsam erklären, was Noten sind, wie Klassenarbeiten funktionieren, warum man zeitig fertig werden muss (... und dass man es nicht hinterher verbessern kann oder noch 7mal neu abgibt oder oder).

    Das mache ich sonst an kleinen Tests in Klasse 2, was in diesem Jahr ausgefallen ist.

    Wenn in Klasse 3 dann nicht alle eine 1 oder 2 haben, kommt sehr schnell die Enttäuschung und die Demotivation,

    gerne sind es die Lehrer, die Mitschüler, die angebliche Lautstärke in der Klasse, jetzt Corona, das Distanzlernen, die Kälte in der Klasse...

    Aber mit den Inhalten selbst beschäftigt man sich nicht.

    Leider haben wir an der Schule auch eine Menge Eltern, die einem zum Elterngespräch etwas Vorlügen, dass sich die Balken biegen, weil sie natürlich täglich mit dem Kind lesen, die Hausaufgaben kontrollieren...

    Schon immer ist es so, dass Eltern zwar nach Hinweisen zum Üben fragen, aber selbst dann doch lieber andere Übungen wählen, die 2-3 Klassenstufen später thematisiert werden oder die weit über den Horizont eines Kindes mit schwachen Leistungen gehen: Lesen in Silben? Das braucht mein Kind nicht... Addition bis 10 automatisieren... findet mein Kind langweilig, die Zahlen sind ja so klein...

    Und jetzt machen andere Bundesländer die gleiche Dummheit einfach nochmal.

    Das ist schon sehr unterschiedlich.

    NDS hatte bisher kein Lehramt allein für die Grundschule, vor 20 Jahren hatte man immer eine GHR-Ausbildung mit 3 Fächern und einem Schwerpunkt, der auch zu bestimmten Fächern oder Auflagen verpflichtete.

    Mit der Vorgabe, D,Ma oder Eng sollte vermutlich Englisch gestärkt werden, führt aber zu Fächerkombinationen Englisch+Sport/künstlerisch-musisches Fach, obwohl man am Ende D/Ma oder beides unterrichten wird.

    Ob da etwas wiederholt wird oder die Änderungen immer wieder Moden unterworfen sind? Dass es Lehrkräfte ohne D/Ma in der GS schwer haben, hätte aber vermutlich jede gestandene Lehrkraft vorab angemahnt.

    Sachunterricht zu wählen und durch ein Schulpraktikum im Ausland (man muss eh 12 Wochen im Ausland verbringen) sich ein schönes Profil zu geben und später Englisch unterrichten zu dürfen

    Tatsächlich ist genau das bei den Stellenbesetzungen durchaus gesucht:

    Die SL freut sich doch, wenn man zusätzlich weitere Fächer und Begabungen ins Haus bekommt ... sollte sie zumindest.

    ...und das grüne Bobbelbanubbel ....Handpuppe XY darf übrigens nicht fehlen...

    Es ist etwas Wahres dran.

    Am Ende musst du dann aber auch für dich herausfinden,

    - was für dich machbar ist und bleibt, wenn du ohne Bobbelbanubbel auskommst, weil das Wirgliwuppel für dich besser umsetzbar ist, dann lass das Bobbelbanubbel weg.

    - was in der Lerngruppe wirklich läuft, wenn man ihm eine Chance gegeben hat, und was zum Ziel führt, denn das Ziel sollte vor Augen bleiben, nicht die Farbe des Bobbelbanubbel.

    - im Ref, das ist leider immer noch so, muss man manchmal das hochgelobte grüne Ding vorführen, weil die Seminarleiterin so sehr auf Grün steht, dass Blau und Gelb keine Berechtigung erhalten. Wenn das so ist, muss man es üben und einbauen oder sich an blaugrün, türkis oder grün-rosa-meliert heranwagen, dann aber fachlich besonders gut aufgestellt sein, um zu erläutern, warum diese Grün-Abstufung zu dieser Zeit in dieser Lerngruppe genau richtig und fachwissenschaftlich durchaus begründbar ist.

    Genau, in Niedersachsen (u.a.?) studiert man aktuell nur zwei Fächer, von denen eins Ma/De/En sein muss.

    Das wurde inzwischen schon wieder verändert.

    Zuvor war D/Ma/Su als eines von 3 Fächern Pflicht,

    nun muss man für den Schwerpunkt GS entweder D oder Ma belegen, als eines von 2 Fächern.

    Ich warte darauf, dass auch dem Ministerium auffällt, dass die Begrenzung auf 2 Fächer dazu führt, dass es gerade in den kleinen GS schwierig ist, für alle Fächer wenigstens eine Fachlehrkraft an der Schule zu haben. Dadurch entstehen dann Ausschreibungen wie Ev.Rel beliebig.

    Gleichzeitig müssen sich die, die in vergangenen Jahren z.B. Rel/Eng studiert hätten, an den Schulen mindestens in D oder Ma einarbeiten, weil man seine Stunden nicht als reine Fachlehrkraft füllen kann, sondern in der Regel mindestens eine Klassenleitung übernehmen muss.

    In den vergangenen 10 Jahren hatten wir mehrfach Menschen, die an die GS kommen wollten (zurück aus langer Elternzeit/ von der Privatschule), die der Meinung waren, mit Kunst - und nur Kunst- könnten sie eine volle Stelle besetzen, am liebsten aber zur 3. Std. kommen, nach der 4. gehen, keine Klassenleitung und keine weiteren Aufgaben.

    Bei Mangel könnte man überlegen, ob Lehrkräfte für Ku, Sp, Mus an mehreren Schulen eingesetzt sind.

    Setzt BW in den Fächern nicht auf spezielle Fachlehrkräfte, die an Fachschulen ausgebildet werden? Oder gibt es das nicht mehr?

    So ein Listen- oder Bewerbungsverfahren kann sich immer mal ändern.

    In NDS gibt es auch so ein Verfahren, tatsächlich erscheint es recht intransparent und überhaupt nicht plausibel, warum die Schule ein umfangreiches Bewerbungsverfahren machen muss, wenn am Ende in der Behörde die Note zählt. Aber so wirklich verständlich ist das für die Schulen nicht immer, für die BewerberInnen vermutlich auch nicht.

    Letztlich kann sich also alles möglich ändern, auch die Pflichtfächer verändern sich bei uns häufiger. Ebenso kann morgen die Stundentafel wieder eine andere sein.

    Ich finde beide Fächer als Drittfach sinnvoll. Wenn alle Leute D und Ma studieren müssen, wird man immer auch solche mit Su/Englisch als drittes Fach suchen. Englisch ist bei uns zweistündig, SU zum Teil vierstündig, da braucht man somit auch mehr Leute.

    Wenn mehr als die Hände Sachunterricht als Fach hat, sind das 5 SU-Leute.

    Wenn, wenn...

    ... und dann geht jemand in Pension und wird schwanger und kehrt nicht zurück und wechselt die Stadt und wird SL ...

    und dann hast du Lehrkräftemangel und wirst niemanden von der weiterführenden Schule mit SU abgeordnet bekommen...

    ... und dann stehst du über Jahre alleine da.

    Jemandem, der keinen Zugang zu Kunst/Musik hat zu diesem Studium zu raten, ist ein Bärendienst. Auch kann man nicht von einem Drittfachstudium auf ein anderes in einem anderen BL schließen, das ist nicht immer mit ein paar Didaktikscheinen getan.

    Gut finde ich den Hinweis, dass man für Sprachen viele Kenntnisse benötigt, die man sich gut während des Studiums aneignen kann, womöglich besser als später für den fachfremden Unterricht. Aber auch das ist nicht ausgeschlossen, wer erfolgreich studiert hat, sollte sich die Inhalte eines weiteren Faches aneignen können.

    In anderen BL gibt es seit Jahren Englisch nur ab Klasse 3, 2stündig, trotzdem werden auch Englischlehrkräfte gesucht, aber man hat an einer kleinen GS dann eben auch nur wenige Klassen und wenige Stunden zu vergeben, den Rest der Stunden muss man dann andere Stunden erteilen, auch fachfremd.

    Am Ende versuchen Grundschulen, das Team möglichst breit aufzustellen, sodass man für jedes Fach studierte KollegInnen hat, aber das geht nicht immer auf.

    Das kann es doch nicht sein.

    Das machen sehr, sehr viele Lehrkräfte in der Grundschule und die laufen vor allem, weil es so viele Teilzeitkräfte gibt, die man flexibel einsetzen kann.

    Darüber ist auch Abbildung, dass jede Klasse eine eigen Klassenleitung hat, rechnerisch ist das sonst an den kleinen Schulen nicht möglich, sodass es zu doppelten Klassenführungen kommt oder die SL eine Klassenleitung hat.

    In dem Moment, wo du anfängst, dich mit den Zielen des Faches zu beschäftigen, beginnst du ja bereits, die Nähe zum Fach zu suchen und all das zu verstehen, was die Fachlehrerin schon weiß.

    Das ist wiederum das Schöne bei uns, man darf sich in so viele Gebiete reindenken, wer hat das schon? Auch wenn es nicht perfekt ist, man wird schneller darin, es zumindest gut zu machen.

    Beides fasst es doch aber gut zusammen.

    Wenn man sich gemeinsam daran setzt, die Ziele eines Faches zu überprüfen, braucht es meiner Meinung auch die, die sich einarbeiten, aber nicht völlig für das Fach brennen und alles einfach, erstrebenswert und leicht zu lernen finden.

    Derjenige, der ein Verständnis für das Unverständnis hat, ist m.M.n. der bessere darin, die Didaktik zu schärfen und mit der Methodik zu verknüpfen.

    Es ist nunmal Fakt, dass es in Zukunft kaum noch einen Beruf geben wird, wo man nicht mit Informatiksystemen in Berührung kommt. Und ein gewisses Grundverständnis hilft nunmal damit zurecht zu kommen. D

    Da hilft auch keine Produktschulung, denn beim Update sieht vielleicht auf einmal alles anderes aus und meine eingeprägte Klickreihenfolge funktioniert nicht mehr...

    An der Stelle ist dann aber doch wieder die Frage, wer was braucht und ob alle alles machen müssen oder wo man dies differenziert.

    Das ist auch gar nicht auf Medien oder Informatik beschränkt.

    Müssen alle Kinder in Klasse 3 verstehen, auf welche Weise mehrere unterschiedliche Rechenverfahren der schriftlichen Addition funktionieren oder reicht es einigen, dass sie ein Verfahren so lange anwenden, dass sie es absolut sicher beherrschen und anwenden können.

    Hilft es allen, die Hintergründe zu verstehen, oder geben manche entnervt auf und meinen, der Computer sei ihr Feind?

    Gleichzeitig: Kann man in der Schule auch Zeit für die Hintergründe einplanen, weil es SchülerInnen gibt, denen das durchaus großen Nutzen bringt?

    Eigentlich müsste man sie zwangsbeglücken, also verbindliche Kurse anbieten und den Lernfortschritt überprüfen. Aber das habe ich nicht zu entscheiden.

    Ich hatte im Ref so einen zwangsbeglückenden Kurs... 2 Nachmittage, in denen erklärt wurde, wie man einen PC einschaltet, obwohl wir alle unsere 1. Examensarbeit am PC geschrieben hatten ... naja, fast alle, neben mir saß jemand, der nicht wusste, wie eine Diskette (zur Erinnerung: 💾 ) funktioniert.

    Gerade bei Inhalten fällt doch stark auf, welche Vorkenntnisse man mitbringt.

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