Beiträge von Palim

    Ich könnte mir aber generell vorstellen, dass der Bachelor mehr Leute an die Uni lockt als zu Zeiten, wo man noch auf das Diplom hingearbeitet hat...

    Warum?

    Vorher gab es ein Zwischendiplom, jetzt gibt es einen Bachelor.

    Interessant ist übrigens, dass es hier immer wieder um Mathe geht, obwohl es im Ausgangstext eigentlich um Selbstorganisation, soziale Fähigkeiten und Abstraktionsvermögen ging.

    Das Thema hatten wir auch schon an anderer Stelle. In Mathe scheint die Diskrepanz zwischen Schulbildung an den Gymnasien und der Lehre in der Uni besonders gravierend zu sein.

    Professoren, die in ihren Fachbereichen mit schwierigen Leistungsanforderungen gezielt Hürden setzen, gibt es in anderen Fächern auch: weniger Studierende zu betreuen, weniger Arbeiten zu korrigieren, weniger Prüfungen abzunehmen, vermutlich mehr engagierte Studierende, die übrig bleiben und höheres Niveau insgesamt

    In Niedersachsen gibt es die Internetseite "Wir brauchen Sie! Werden Sie Lehrkraft in Niedersachsen!",

    wo man weitere Informationen und auch die Telefonnummer einer Hotline findet, die einen beraten können.

    https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/sch…en_schuldienst/

    Außerdem gibt es auch "Schritt für Schritt in den Schuldienst"

    https://mklehrkraeftegewinn.nibis.de/index.php

    Da geht es aber um den direkten Einstieg, der nur mit einem Master möglich ist.

    Die Alternative wäre eine Studienberatung an der Uni, damit man vorab herausfindet, was einem angerechnet würde.

    Ja, danke,

    wir haben es vor den Sommerferien ähnlich geregelt, weil es mit den wenigen KollegInnen + Notbetreuung nicht anders machbar war.

    Nun würden wir das Modell wechseln wollen, weil die Versorgung etwas besser ist, aber bisher ist es noch nicht zum Wechselmodell gekommen.

    Wir hatten einen anderen Stundenplan nach Pfingsten. Da war Sportunterricht gar nicht mehr drin enthalten.

    An der Grundschule ist die Unterrichtszeit gesetzt, die Kinder sind ja trotzdem die 5 Unterrichtsstunden in der Schule.

    Selbst wenn man den Sportunterricht streicht, muss in der Zeit dann jemand in dieser Klasse sein und ein anderes Fach erteilen.

    Man hat deshalb keine Lehrkraft übrig.

    Gab es denn bei euch wirklich Schwierigkeiten, diesem Wunsch nach Homeoffice von über 60jährigen nachzukommen?

    Bei uns gab es kein Problem, KollegInnen ins Homeoffice gehen zu lassen, weil wir uns einig waren,

    aber es war nur möglich, weil wir den Unterricht extrem zusammengestrichen haben.

    Die Rechnung, bei Lehrkräftemangel und gestrichenen Abordnungen alle Klassen zu beschulen und Notbetreuung zu besetzen (inzwischen + Büro + Präsenzsprechzeit von 8-13 Uhr) geht einfach nicht auf.

    ... und ich bin mir nicht sicher, ob man tatsächlich so kurzsichtig ist, sich im Ministerium die Zustände an kleinen Grundschulen nicht vorstellen kann oder ob man über die zusätzlichen Hürden deutlich machen möchte, dass es unbedingt Präsenzunterricht geben soll.

    Mit eigenen Kindern unter 14 Jahren aus der Risikogruppe darfst du zu Hause bleiben, wenn das GA an der Schule eine Maßnahme angeordnet hat.

    Ach ja, da war der Haken: Es müssen vom GA Maßnahmen verordnet werden.

    scheint auch zu diesem Punkt in jedem Landkreis eigene Bestimmungen zu geben

    Die Vorgaben sind vom Land, die Umsetzung kommt dann vom Landkreis, so gesehen hast du recht.

    Dürfen Risikogruppen-Angehörige bei euch eigentlich ins Homeoffice? Das war in Sachsen von Anfang an möglich.

    Wen meinst du denn mit „Risikogruppen-Angehörige?

    Für Niedersachsen:

    Diejenigen, die als Lehrkräfte selbst zur Risikogruppe gehören, dürfen ins Homeoffice, seit März,

    allerdings gibt es verschiedene Vorgaben je nach Szenario A, B, C, mal dürfen sie selbst entscheiden, ob sie möchten, mal gibt es die Pflicht zum Homeoffice.

    In der Realität spielt der Grund auch eine Rolle, Immunschwäche ist etwas anderes als Alter oder diese oder jene Erkrankung.

    Die Angehörigen der Risikogruppe konnten vor den Sommerferien ins Homeoffice, danach nicht mehr.

    Für die SchülerInnen gibt es auch verschiedene Vorgaben, in Szenario A galt bisher Präsenzpflicht, es sei denn, es wird ein Fall an der Schule nachgewiesen... , (ich müsste es noch mal genau nachlesen, es hat mehrfach gewechselt).

    Vor den Ferien wurde die Präsenzpflicht ausgesetzt, was aber für alle SchülerInnen galt und im Hinblick auf Weihnachten im Familienkreis mit gefährdeten Personen stand.

    Wenn es jetzt doch noch zu einer kurzfristigen Änderung kommt, dann doch wahrscheinlich eher zum Modell C (alle zu Hause). Das wäre aber kein Problem, da es nichts an den Vorplanungen für die kommende Woche ändert, die Hälfte der SuS hätte es ohnehin betroffen.

    Meine Perspektive:

    Ich habe keine Ahnung, wie entschieden wird.

    Bisher galt für die Grundschulen Szenario A + neu hinzukommende Maskenpflicht im Unterricht.

    Kommt es zu B oder C ist auf jeden Fall eine andere Planung notwendig, die sich auch jeweils unterscheidet,

    und es muss geregelt werden, wie die Informationen verteilt werden, da wir noch immer nicht alle Eltern digital erreichen.

    Zudem muss für den einen oder anderen Fall die Notbetreuung organisiert werden, bei B wird es an unserer Schule eng, für C hatten wir vor den Ferien ein Schichtmodell, das mir gefallen hat.

    fand ich es stark von unserem Minister, uns bereits mit einer relativ klaren Ansage zum Ablauf im Januar in die Weihnachtsferien gehen zu lassen. Sollten die Schulen ab 11.01. wieder aufmachen, so wird das grundsätzlich im Wechselmodell stattfinden. Damit haben wir bereits eine gute Planungsgrundlage.

    Das gilt

    a) nur für weiterführende Schulen,

    b) nur bis zum nächsten Beschluss. Vor den Weihnachtsferien gab es 3 Beschlüsse in einer Woche. Wirklich verlässlich waren die Ansagen nicht und das Umplanen in kurzer Zeit dann doch nötig.

    Warten wir es ab, was nun wirklich dabei herauskommt. Ich hoffe, die Entscheidung ist vorbereitet und wird nicht wieder erst zum WE verkündet.

    Hatte jemand schon einmal Kinder aus solchen Familien in der Klasse?

    Ja.

    Aber zu der Zeit hatte man noch keine Computer in der Schule.

    Dafür war das Kind völlig aus dem Häuschen, als wir einen Tier-Sachfilm im SU angeschaut haben.


    Nicht zu vergessen, dass es unter den wohlsituierten (oder insbesondere den wohlsituierten?) Eltern solche gibt, die die Medienzeit ihrer Kinder begrenzen

    Das düfte ein sehr kleines Problem sein im Vergleich zu dem, dass es Kinder gibt, deren Familie kein Endgerät hat, keine WLan hat oder sich nicht um die Schulaufgaben kümmern kann oder will.

    Wenn das für ein Anlaut-AB herhalten soll, dann sollte man das Tier leidlich erkennen können.

    Da danke ich indidi , die ich schon lange mal fragen wollte, wie sie das macht :_o_)

    Ich zeichne in der Regel mit einem Bleistift, früher habe ich es mit einem Fineliner nachgezogen und danach gescannt. Inzwischen kann das ein Bildbearbeitungsprogramm, selbst in Word kann man einiges bearbeiten.

    Für etwas Besonderes habe ich mir mal ein Grafiktablett geliehen und darauf gezeichnet. Auch das war ein bisschen umständlich, aber die Ergebnisse waren toll, weil ich danach wirklich jeden einzelnen Punkt einer Linie verändern konnte. Sehr schön.

    Ansonsten lohnt es sich, fertige Grafiken zu nutzen. Das geht oft schneller, steht aber ja hier gerade nicht zur Debatte.

    Das ist ja schon fast eine politische Frage:

    Ja, ist es.

    ... gibt's auch künftig nur Aufgaben in Papierform für sozial Schwache, weil viele halt kein Internet haben? ... Wir an der Brennpunktschule gehen davon aus, dass sie es nicht tun und kopieren. Zu sagen "es wird Zeit, sich W-LAN zu besorgen", wird allein leider nicht reichen. ... Ich hab mich schon gefragt, warum unsere Klientel damit immer durchkommt.

    Der Schulträger ist gewillt, denen, die ein Leihgerät bekommen, auch WLan zu finanzieren und die Geräte entsprechend auszustatten. Mal sehen, wann und wie es etwas wird.

    Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich manche Familien nicht kümmern. Es ist eine erlernte Hilflosigkeit, die sich fortsetzt und zu einem Teufelskreis wird.

    Die Familien haben keinen Zugang zum Internet, bei einigen ist es allerdings so, dass sie durchaus ein Smartphone haben, damit aber nicht umgehen können. Deshalb nutzen sie die Möglickeit, die Aufgaben in Papierform zu erhalten.

    Der Druck, sich kümmern zu müssen, ist damit erst einmal vermindert. Leider führt das auch dazu, dass man nicht die Motivation aufbringt, sich in der Zwischenzeit zu kümmern, schließlich gibt es ja analoge Aufgaben und Briefe etc. So verpuffen die Hilfsangebote der Zwischenzeit und bei der nächsten Schulschließung stehen diese Familien wieder ohne da. Dann wird darauf bestanden, dass man das ja nicht könne und man ja auch im Frühjahr Aufgaben analog bekommen hätte. Stimmt, das hatte man, und nach den Sommerferien vielfache Angebote der Hilfe, digitale Wege nutzen zu können, die man alle nicht wahrnehmen wollte.

    Familien, die sich um die Aufgaben gar nicht kümmern, gibt es natürlich auch.

    Davon abgesehen stelle ich aber auch bei anderen fest, dass es nicht so weit her ist mit dem Nutzen digitaler Möglichkeiten. Beim TV-Programm ist man gewohnt, umschalten zu können, Streamingdienste zu nutzen, dies oder das zu wählen. Mit dem Internet können das offenbar sehr viele Menschen nicht und sind sehr schnell überfordert. Es wäre mehr möglich und man könnte mehr erreichen, aber es dauert seine Zeit, bis sich alles einspielt und allmählich etabliert.

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