Beiträge von Palim

    In Niedersachsen weitet man jetzt aber auch aus auf Familien, wo nur einer der Eltern einen der „wichtigen“ Jobs hat. Das verstehe ich nicht.

    Wenn man im Forum mitliest, kann man sich manche Hintergründe schon erschließen.

    Das sind z.B. so Sachen, dass die Mutter quasi Alleinerziehend ist, die Kinder den Vater, der noch Sorgerecht hat, die letzten 2 Jahre nicht gesehen haben. Dann müsste nach alter Regelung der Vater die Kinder betreuen, nach neuer Regelung können sie auch in die Schule kommen.

    Oder es sind Eltern, die beide in Schichten arbeiten, sich sonst gut abstimmen, sodass die Kassiererin/Altenpflegerin am WE und abends Schichten hat oder vormittags, wenn die Kinder in der Schule wären. Das geht nun nicht mehr. Aber die Leute werden in ihren Berufen dringend gebraucht.

    Der Ansturm auf die Notbetreuung ist bei uns bisher ausgeblieben, in anderen Schulen offenbar auch. Wenn die Leute es anders regeln können, machen sie das schon.

    Vielleicht wurde das Wort NOTbetreuung verstanden. Womöglich haben einige Eltern das auch gar nicht verstanden und regeln es irgendwie für sich, weil sie knapp begriffen haben, dass die Schulen geschlossen sind.

    Was die Telefonnummer angeht: wir brauchen Diensthandies.

    Mir würde eine Dienst-E-Mail schon helfen,

    von allem anderen sind wir leider weit entfernt, was es nun nicht einfacher macht.

    Mal ne andere Frage: funktioniert bei euch der Austausch mit Kolleg*innen? Also sowohl organisatorische Absprachen als auch sozialer Austausch oder mal ein aufmunterndes Wort vom Chef?

    Japp. Das funktioniert trotzdem. JedeR auf seinen Wegen: mehr Mails, mehr Telefonate ... und vermutlich gibt es auch KollegInnen, die über WhatsApp Kontakt haben.

    Welcher Lehrer, der nicht dauerhaft in der Notbetreuung eingesetzt ist, arbeitet gerade wirklich seine 41 Stunden?

    Ich bin mir sicher, dass das recht viele Lehrkräfte schaffen, gerade weil sie sich - von zu Hause - um Materialien für die Schüler kümmern, für jetzt oder für die Zukunft, digitale Wege finden und eröffnen müssen unter Beibehaltung der DSGVO

    und Aufgaben zur Schulentwicklung oder zu anderem bekommen haben.

    Ferien sind, wie Du weißt, nicht mit Urlaub gleichzusetzen. Und ich frage nochmal: Welcher Lehrer arbeitet in den Ferien, die über seinen Urlaubsanspruch hinaus gehen, wirklich seine 41 Stunden?

    Ich weiß, dass es eine Antwort auf die Einwände von Firelilly war,

    und ja, man kann sich über die Wortwahl in NRW aufregen.

    Letztlich finde ich es aber wichtig, dass man in der Argumentation zur Arbeitszeit klar bleibt und die Arbeitszeitstudien der letzten Jahre zeigten schon deutlich, dass Lehrkräfte weit mehr als die angesetzten 40/41 Std. arbeiten.

    Da gibt es hier im Forum zwar einige, die sehr diszipliniert ihre Arbeitsweise und Anspruchshaltung dezimieren, dass sie eine 40-Std.-Woche erreichen, vielen gelingt das aber nicht, wie die Erhebungen verdeutlichen.

    so dass ich die letzten Jahre nie auf meine 6 Wochen (oder 30 Tage) Urlaub gekommen bin!

    Das würde ich unterschreiben. Und von Abbummeln war bei uns nicht die Rede und es hat auch niemand so verstanden.

    Nichtsdestotrotz verteilen wir am Montag die Ferientage untereinander und werden uns sicher einig, wer an unserer Schule welche Tage übernimmt. Je größer das Kollegium, desto geringer wird wohl die Anzahl der Tage sein, die man erscheinen soll.

    Die Schulleitung kann natürlich nicht kontrollieren, was man genau macht.

    Bei uns gehen eine Menge Mails hin und her und es gab zwischendurch eine Rückmeldung an die Lehrkräfte, was schon fertig ist.

    Den Schulentwicklungskram, den man jetzt erledigt, hat man in den nächsten Jahren nicht auf dem Schreibtisch.

    Mich ärgert, dass der Plan meines Sohnes 14 GANZE Seiten mit Aufgaben im Sprachbuch (alles zum Schreiben!), 5 Seiten im Mathebuch, das 1x1-Heft fertig stellen, eine Buchpräsentation erstellen, jeden Tag 20 Minuten lesen und das Beenden des Schreiblehrgangs umfasst.

    Nein, das ist eine Auflistung von allem was einem zum Thema eingefallen ist ohne Sinn und Verstand. Alleine schon, dass man ganze Seiten aufgibt spricht ja dafür, denn 1-2 Aufgaben sind doch immer dazwischen, die man für bekloppt hält und auslässt.

    Ich finde es gut, überhaupt eine Rückmeldung zu hören.

    Leider mussten diese Pläne quasi über Nacht entstehen, bei uns für 2 Wochen.

    Mein Plan sieht ähnlich aus.

    Auch meine SuS sind die Arbeit mit Plänen gewohnt.

    Der Schreiblehrgang war nur noch ein Rest, und ich denke, dass gerade solche Aufgaben von den Kindern allein zu schaffen sind.

    Es gab schon vorher begonnene Pläne in Ma und SU, von denen ich den Rest eingesetzt habe.

    Schwieriger ist es, neue Themen einzuführen. Darauf haben wir erst einmal verzichtet.

    Mich nervt es ziemlich, dass wir keinerlei Plattform, keiner Dienst-E-Mail etc. haben, obwohl darüber seit 5 Jahren geredet und vieles versprochen wurde.

    Es würde mich interessieren, was die Lehrerin gerade für ihr Gehalt macht.

    Wir haben ein Arbeitspaket von der SL bekommen, sind über (immer noch private) E-Mails vernetzt und haben diese Woche wirklich gemeinsam sehr viel geschafft.

    Nebenher haben wir mehrere Möglichkeiten gefunden, den Kindern digitale Weltern zu eröffnen, sodass es in der kommenden Woche oder nach Ostern weitere Wege gibt, möglichst alle zu erreichen.

    Ich habe heute gesehen, der große Spielplatz hier war BRECHEND voll!

    Niedersachsen (vermutlich auch andere BL) steuert nach und schließt ab morgen Spielplätze...

    ... und nicht nur die:

    keine Veranstaltungen

    keine Versammlungen, einschließlich Vereinsaktivitäten

    Sportanlagen, Fitnessstudios, Diskotheken, Clubs, Bordelle und ähnliches geschlossen

    Läden zum Teil geschlossen (für Bekleidung, Möbel und Einrichtungsgegenstände)

    siehe https://www.ndr.de/nachrichten/ni…navirus546.html

    Offensichlich benötigen eine Menge Menschen diese Verbote, damit sie die Worte "bleibt Zuhause" oder "vermeidet soziale Kontakte" verstehen lernen.

    Grundschule, ca. 100 Kinder,

    keines zur Notbetreuung

    Es wurde darauf hingewiesen, dass man nicht nach 2 Tagen die Schule schließen kann, sondern wirklich täglich die verordneten 5 Std. anbieten muss, da täglich eine Notbetreuung notwendig sein könnte (Ansage der Dezernentin, die aus anderem Anlass anrief).

    Wenns brennt, geht die Feuerwehrfrau in den Einsatz, deren Mann beim Energieversorger arbeitet, und die Kinder in die Schule.

    Also bei uns in der Schule (Niedersachsen) müssen morgen alle Kollegen antanzen, außer Schwangere und diejenigen, die selbst nicht ihre Kinder betreuen können.

    Wir sollen alle zu Hause bleiben, und nur die, die sich für die Notbetreuung gemeldet haben sollen kommen.

    Ja! In NDS gab es dazu heute eine Empfehlung / Anweisung von ganz oben. Hält sich nur nicht jede Schule dran...

    Daran kann man sehen, dass die Regelungen zumeist noch abhängig von Schule und Schulleitungen sind, aber das Ministerium selbst über das WE nachsteuert.

    Sicherlich finden etliche SL erst morgen die Anweisungen, die nach Freitagabend gekommen sind - es gab eine Anweisung, dass die SL am Freitag bis 18 Uhr in der Schule zu bleiben hatte.

    Also abwarten, Tee trinken (sowieso), morgen die Notbetreuung regeln und dann weitersehen.

    Es stimmt, dass die Chancengerechtigkeit nicht gegeben ist.

    Das ist sie sonst aber auch nie!

    Auch Grundschüler schaffen es eigentlich, selbstständig Übungsaufgaben zu rechnen, Texte, wenn auch mti Fehlern, abzuschreiben oder zu lesen und Antolin-Rätsel zu lösen. Ich bin froh, dass sie sonst auch schon mit Plänen gearbeitet hatten und dass es inzwischen relativ gut klappt.

    Wer jemanden hat, der dazu anhält, der mit draufguckt oder gar kontrolliert oder hilft, ist im Vorteil. Täglich.

    Das gefällt mir nicht. Nie. Aber auch an anderen Tagen gibt es keine Hausaufgabenbetreuung o.a.

    Deshalb gab es trotzdem Materialien und Arbeitsplan, vielleicht sind die Kinder doch relativ motiviert, die Aufgaben ... oder einen Teil davon... zu erledigen. Am Ende muss man sehen, wie viel gemacht wurde und wie man es bei denen auffängt, die zu wenig Hilfe hatten.

    Aus China gibt es auch gute Nachrichten. Die Zahl der Neuinfektionen ist deutlich zurückgegangen, erstmals unter 20 pro Tag. Irgendwann hat der Spuk hoffentlich auch mal ein Ende...

    Die ChinesInnen sind aber auch artig 6 Wochen zu Hause geblieben,

    sagt eine mir bekannte Schülerin, die letztes Jahr dort im Austausch war und aktuell noch Kontakt hat.

    Ich weiß, dass einige von diesen bei uns ab morgen ein Betreuungsproblem haben.

    Die Schulen und KiTa in NRW sind doch Mo+Di noch geöffnet. Da kann man seine Kinder dann dorthin schicken oder bringen, wo sie sonst am Vormittag auch sind.

    Bis Mittwoch wird die Notbetreuung geregelt sein und ihr habt in den Schulen mit oder ohne Insistieren des Personalrates geregelt, wer wirklich erscheinen muss und wer welche Aufgaben zu Hause erledigen kann. Erklärt eurer SL, dass ihr euch schon immer mal um X kümmern wolltet und per Telefonkonferenz/Mail/Plattform mit Kollegin Y,Z und ABC zusammentun werdet, um produktiv zu sein.

    Auch kann man sicherlich in der Schule regeln

    - ob man die Kinder mitbringen kann

    - ob die SL einem Aufgaben fürs HomeOffice zuteilt, gerade weil man zu Hause kleine Kinder hat

    - ob die eigene SL unterzeichnet, dass man "systemrelevant" für die Notbetreuung eingeteilt ist, sodass man dann an den Einrichtungen, in denen die eigenen Kinder sind, Anspruch auf Notbetreuung hat.

    Wir waren heute in der Kirche

    Die Ev. Landeskirche und das kath. Bistum haben hier empfohlen, alle Veranstaltungen abzusagen.

    Also gab es keinen Gottesdienst, es gibt auch unter der Wochedie Empfehlung, auf alle anderen Gruppen und Veranstaltungen zu verzichten.

    Aber im Internet gibt es eine Menge Angebote, auch in dieser Hinsicht,

    ebenso wie Fremdsprachenlernen, Fitness-Kanäle, Konzerte uvm.

    Vielleicht setzt ja die Langeweile, die offenbar etlichen droht, viele kreative Kräfte frei.

    An unserer Schule wird eine der Sekretärinnen zumindest für ca. 4 Stunden am Tag anwesend sein.

    Tatsächlich gab es für Niedersachsen auch dazu bereits Dienstanweisungen, dass z.B. Schulleitungen Anwesenheitspflicht haben.

    Auf jeden Fall wird die Schule in den üblichen Zeiten erreichbar sein.

    Jeden Tag 30 Minuten deutsch sprechen, das wäre dann bei manchen schon echt hilfreich!

    ... aber womöglich nicht bei allen umsetzbar.

    Könnte man ihnen online-Übungen anbieten oder klappt das nicht?

    Wobei mir gerade einfiel, dass wir vielleicht einfach eine ganz banale (zumindest für uns) Aufgabe mit einbauen sollten.

    Was wäre denn "banal"?

    Meine SuS müssen ein Buch lesen und in einem Übungsheft, das wir ohnehin haben, Rechentraining absolvieren.

    Die schwächeren SuS und die, die wenig Deutsch sprechen, haben auch sonst Hefter mit Materialien, an denen sie arbeiten. Das konnten sie gerade mitnehmen.

    Selbst die Förderschullehrkraft für unsere Kinder mit Unterstützungsbedarf GE hat für diese SuS ein Päckchen geschnürt.

    Da der Großteil unserer SuS eher schwach ist (es ist ja längst kein Gymnasium mehr, sondern ein Sammelbecken), wird das Lernen zuhause nicht so effektiv sein. Aber ganz ehrlich, das ist doch nun wirklich egal.

    Es ist schon erstaunlich, was man von seinen SuS erwartet.

    Ich bin heilfroh, dass meine Zweitklässler gewohnt sind, mit Arbeitsplänen umzugehen.

    Da ich gerade 2 davon am Wickel hatte, konnte ich diese am Freitag einpacken lassen,

    für ein drittes Fach ist über Nacht einer entstanden, den wir Freitag noch in Ansätzen besprochen haben.

    Mir ist klar, dass das nicht alle Kinder alles allein schaffen, es gibt aber durchaus Aufgaben, die sie alle selbstständig erledigen können,

    und andere, bei denen sie mit etwas Hilfe zurechtkommen werden.

    Sicherlich ist das je nach Schulform und Schülerschaft unterschiedlich, aber die Lehrkräfte kennen ihre Pappenheimer und wissen das einzuschätzen ... und auch die Ergebnisse, die am Ende in der Schule ankommen werden.

    Wie schon die Beiträge vorher zeigen, ist es in Deutschland nicht einheitlich geregelt, sondern wirklich von Schule zu Schule unterschiedlich.

    Das betrifft den Beginn der vorunterrichtlichen Aufsichtszeiten sowie des Unterrichts, irgendwann zwischen 7.00 und 8.30 Uhr,

    ebenso wie das Ende des Unterrichts, das Ende des Ganztages und das Ende der Angebote, in denen Lehrkräfte eingesetzt sein können, sowie die Dienstbesprechungen und Konferenzen, die zu unterschiedlichen Zeiten und unterschiedlich häufig angesetzt werden.

    Auch die Grundschulen werden angesichts eines Anspruchs auf einen Ganztagesplatz ab 2025 nach und nach zu Ganztagesschulen verändert werden.

    Ob eine Schule einer Teilzeit-Lehrkraft mit dem Einsatz entgegenkommen kann, hängt von der Größe der Schule und der Versorgung ab.

    Wir sind eine sehr kleine Schule und benötigen sehr dringend Lehrkräfte, man wird in jedem Fall eine Klassenleitung haben, diverse Fächer unterrichten und weitere Verpflichtungen erhalten.

    Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchen Ansprüchen oder Vorstellungen KollegInnen wechseln möchten. Letztlich muss die Schulleitung sehen, dass sie den Unterricht besetzt bekommt, erst danach fängt die Umsetzung der Wünsche an.

    So gesehen ist es ja gut, dass du dich im Vorfeld informierst.

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