Beiträge von Palim

    Ich habe erheblich sparsamere oder spärlichere Zeiten erlebt, derzeit finde ich den Etat ausreichend und weiß, was die Schule anschafft… und auch, was vorhanden ist. Es könnte auch helfen, an einer neuen Schule viel zu fragen oder die Schränke zu durchforsten.

    Ich laminiere weit weniger als früher, finde aber auch, dass Material in Kinderhänden abwaschbar und länger haltbar sein darf, je jünger, desto nötiger das Laminieren der Materialien.

    Wer danach fragt, wer diese Ausstattung fordert: in BY wird im Ref der Raum bewertet und man ist in BY mit der Einstellung sehr abhängig von der Note.

    Selbst bei uns in der Botanik in NDS fordern Seminarleitungen Matte Laminierfolien, damit der Ausgang nicht spiegelt (ich war nicht im Raum und bin auch an anderer Stelle froh, dass ich dieses Fach nicht bei dieser Seminarleitung betreuen musste)

    Ein Stück weit kommt es sicher auch durch die Insta-Stories und andere Vorbilder, die vorleben, wie es aussehen kann.

    Während man früher Material getauscht bzw. geteilt hat (4teachers), wird es heute verkauft und die jungen Lehrkräfte sind daran gewöhnt, digital schnell hier und da kleine Beträge auszugeben.

    Der Anfängerfehler wird auch dadurch unterstützt, dass man motivierter ist und es zu Beginn besonders schön machen will und den Raum gestalten möchte, damit er zu einem Lernraum wird, dass man noch weniger gut einschätzen kann, was unnötig ist und vieles ausprobiert und dass man insgesamt Material-zentrierter ist, während man später weit besser aus allem etwas machen kann.

    Den Hinweis auf digitales Anschauungsmaterial teile ich nur bedingt. Es gibt sicher Sachen, die man für taktile Erfahrungen benötigt, aber wenn es um eine Bild oder Plakat geht, tut es oft auch ein Bild am Board oder eine Zeichnung oder ein Ausdruck (kann man in der Schule drucken).

    Das Problem bei solchen Projekten war in der Vergangenheit oft, dass diese dann irgendwann nicht mehr weiterentwickelt wurden. Daran sind viele Aufgabengeneratoren dann letztendlich gescheitert.

    Siehe anbieterunabhängige Software für digitale Tafeln.

    Materialien, die vor 10 Jahren erstellt wurden, gehen leider nicht mehr, und Dinge, die vor 10 Jahren in der Software vorhanden waren, sind bei dem jetzt gewählten Hersteller noch in weiter Ferne.

    Für einfache Matheaufgaben gibt es seit vielen Jahren das Programm von Pabst, beidem man die Aufgaben recht gut auswählen kann.

    Außerdem nutzen viele Kolleginnen bei uns den Worksheet-Crafter, der Vielfalt ermöglicht und fertige AB bietet.

    Zudem kennen die meisten die gängigen Materialseiten, auf denen man kostenlose Materialien finden kann, 4teachers, FrauLocke, Ideenreise, Grundschulkönig, FrauMohr, Grundschultante uvm.

    Gerade die üblichen Sachen findet man vielfach.

    Das, was abseits gesucht wird, hat keinen Markt und darum seltene Treffer, da mache ich weiterhin vieles selbst, vor allem für DaZ (siehe 4teachers) und die Differenzierung für Kinder mit Unterstützungsbedarf.

    Am Anfang lässt man sich gern verleiten,

    mit der Zeit lernt man am Aha-Erlebnis,

    man hat schon mehr Material und braucht nicht alles neu,

    man kann besser wählen, was man wirklich benötigt.

    Die Schule könnte ggf. Sachen kaufen, wenn es Lehrwerke oder Artikel sind, kann man über die Beiträge für online-Anbieter nachdenken, die aber auch die Schule bezahlen kann.

    Dazu:

    Es gibt unzählige freie Materialien im Netz, ich bemühe mich, damit auszukommen.

    Wenn du bei einem großen online-Anbieter kaufst, waren es vielleicht nicht nur Bücher, andere Sachen für die Klasse kann auch die Schule kaufen und man muss mehrfach überlegen, ob man es wirklich benötigt: Merkzettel bemühen oder verlinken und erst 2 Wochen später sichten, dann hat sich schon vieles relativiert.

    Wenn es Material ist: fragen, wer es in der Schule hat, und ausleihen.

    Meinem Empfinden nach kann man aber "integrativen Unterricht" erst machen, wenn die Basis stimmt. Eine Gedichtsanalyse ist kein GRAMMATIKunterricht, sondern die (bewussten) Grammatikkenntnisse sind Bestandteil meiner Analysekompetenz.

    Vermutlich gehen wir von verschiedenen Unterrichtsszenarien aus.

    Man kann ja die sprachlichen Unterschiede thematisieren und dann daran die Grammatik zum Gegenstand machen, um anschließend dieses Wissen zur Textproduktion nutzen zu können.

    Für die Meta-Ebene brauche ich die Fachbegriffe, für die Anwendung eher nicht, wohl aber das Wissen um die Strukturen.

    Kommt mir sehr bekannt vor.

    In NDS ist es vergleichbar, aber die Kinder wechseln die Schule nicht mehr, sondern bleiben.

    Jede Schule sollte eine Grundversorgung durch eine Förderschullehrkraft haben, wenn denn genug Stunden da wären.

    Die Vorgaben, wann ein Verfahren eröffnet werden darf, werden immer enger, obwohl sich der Erlass nicht ändert, auch bei uns gibt es nun Vorgaben, die letztlich zu einer 3jährigen Beschulung ohne Begutachtungen führen.

    Nach Erlasslage dürften diese Kinder dann gar nicht zieldifferent beschult werden.

    Alles sehr arm …

    … und eine Umsetzung der Inklusion, die ohne Ressourcen auskommen muss und dann verglichen wird mit Systemen mit gut ausgestatteten Förderschulen, die es hier jedoch vorab auch nicht gab.

    Mir ist dieser "integrative Grammatikunterricht" so zuwider. Einerseits führt es dazu, dass die allermeisten Deutschlehrer*innen nur alibimäßig die Grammatik behandeln (ich spreche von der weiterführenden Schule, nur da habe ich Einblicke und Kenntnisse!), andererseits geht es ja nicht nur darum zwei mal einen Konjunktiv I in einem Bericht richtig verwendet zu haben oder einen Konjunktiv II in einem Lied erkannt zu haben, sondern auch Metawissen zu haben, um Texte zu interpretieren.
    Die Nutzung von einem bestimmten Verbmodus in einer Rede muss erkannt und bestimmt werden. Die gehäufte Nutzung von Adjektiven oder Nomen hat eine bestimmte Wirkung. Rhetorik ist heute wichtiger denn je. Sprache IST Macht und zu merken, wie man sprachliche Wendungen, Stilfiguren, usw.. erkennt, um Machtstrukturen zu entlarven, ist Empowerment.

    Du beschreibst doch in unterschiedlichen Fällen integrativen Unterricht.

    Anders ist es, wenn man eine Regel lernt, um sie an Beispielsätzen umzusetzen, die jedoch in keinem Zusammenhang zu einem Text stehen. Dann kann man die Grammatik (hoffentlich), kann sie aber nicht zielgerichtet in der Kommunikation einsetzen, im schlimmeren Fall kaum kommunizieren, nur Papier-Grammatik gelernt hat.

    Das wollte man hinter sich lassen, aber es ist vorstellbar, dass darüber das Wissen um die Meta-Ebene zu kurz gerät … oder immer weniger Schüler:innen Fähigkeiten mitbringen und ausbilden, etwas zu ergründen und zu hinterfragen.

    Wenn die Kinder schon Deutsch könnten und ein Wissen ÜBER Sprache hätten, wäre ich als Fremdsprachenlehrkraft auch sehr happy.

    Meiner Meinung nach entwickelt sich das Bewusstsein darüber gerade MIT dem Erlernen einer Fremdsprache.

    In der Herkunftssprache ist es ein Beschreiben dessen, was man tut, in der Auseinandersetzung mit einer Zweitsprache findet man Unterschiede und erkennt darüber, dass es eine Meta-Ebene benötigt, um über sprachliche Strukturen zu sprechen.

    Mir ist bewusst, dass es auch im Deutschunterricht Grammatik-Themen gibt, aber man kann vieles bewältigen, ohne die Zusammenhänge zu kennen, weil man die Sprache beherrscht. Womöglich gelingt es auch in der Zweitsprache, wenn man sie intuitiv erlernt (oder daraus entstehen die üblichen Fehlerquellen).

    Oft ist im Deutschunterricht zu beobachten, dass Kinder nicht nach Regeln vorgehen, sondern die Anwendung (oder Rechtschreibung) kennen und die Regel gar nicht benötigen, manchmal auch nicht lernen. (Beim Rechnen gibt es ähnliche Vorgehensweisen, auch dann, wenn Kinder sich nicht vom Zählen lösen - sie zählen zuerst die Aufgabe und leiten nachträglich vom Ergebnis die Rechenschritte ab, die sie zuvor nicht nutzen.)

    Bedingungen für Klassenarbeiten für Schüler, die nach den üblichen Richtlinien unterrichtet werden, gehören in NDS in den Nachteilsausgleich, der in einer Klassenkonferenz festgelegt wird.

    Hier geht es um FöS Lernen, was in Sachsen benotet wird, und darum, dass die Schüler:innen sehr unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen.

    An sich stellt sich doch die Frage, wie man stark differenziert und dennoch eine Note daraus entwickelt, die - innerhalb der Richtlinien der FöS Lernen - vergleichbar bleibt.

    In Nds habe ich das Problem nicht, da ich Berichtszeugnisse schreibe, in denen steht, was das Kind nun kann. Es gibt auch die Möglichkeit, bei Kindern mit starken Teilbereichen zu schreiben, dass sie die Anforderungen übertreffen oder in diesem Bereich nach den Richtlinien der Grundschule bewertet werden können.

    Im Text zum Arbeitsverhalten kann ich zum Ausdruck bringen, wie das Kind mitgearbeitet hat, zudem bleibt der Bemerkungs-Text.

    Das scheint in Sachsen anders zu sein.

    Wenn es Richtlinien und Curricula mit zeitlichen Angaben gibt, müsste man danach bewerten.

    Ob man Noten aussetzen kann, wurde bisher nicht genannt.

    Kann man? Also kann man in der FöS Lernen in Sachsen Nachteilsausgleiche ansetzen und/oder Noten aussetzen?

    Es ging doch um eine Abstimmung hinsichtlich Grundschulen.

    Die sind 1-4-zügig, mag sein, dass es irgendwo auch noch größere Systeme gibt.

    Schwierig wird es wegen der Teilzeitkräfte und unterschiedlicher Umsetzung der Inklusion,

    dazu gibt es Förderlehrer:innen in BY, die vermutlich als Lehrkräfte gelten, zumal sie reguläre Unterrichtsfächer eigenständig übernehmen,

    Referendar:innen, die weniger als ein halbes Deputat abdecken,

    und verschiedene Vertretungsregelungen in den BL, eher mit anderem Personal, in NDS heißen sie pädagogische Mitarbeiter:innen, haben einen Stundenpool und werden zu nicht-lehrendem Personal gezählt, weil sie beaufsichtigen sollen, nicht aber unterrichten. In Berlin gibt es dagegen wohl ganztägig Erzieher:innen in den Schulen, die für Beaufsichtigung zur Verfügung stehen.

    Ganztag und Quoten dazu, wie viele Stunden darin durch Lehrkräfte übernommen werden, müssten auch bedacht werden.

    Entlastungsstunden sind in den Grundschulen (in NDS) so rar, dass man sie vernachlässigen kann, die SL hat selbst in zweizügigen GS noch ein Deputat, das eine Klassenleitung möglich (und je nach Versorgung auch nötig) macht.

    Ich habe es so verstanden, dass es um einen einfachen Überblick gehen soll.

    Da ist es doch bei 8 oder auch 16 Klassen noch zu überblicken, was passiert, wenn eine Lehrkraft fehlt.

    Hat man mehr als 1 Lehrperson pro Klasse, kann man darüber eine Vertretung regeln, hat man sie nicht, ist niemand abkömmlich für die fehlende Lehrkraft und man muss jedes Mal jonglieren, SL gehen in Klassen, Klassen werden zusammengelegt, Klassen werden gleichzeitig auf dem Schulhof/in der Turnhalle beaufsichtigen, es sei denn, es steht zusätzliches Personal für die Aufsicht bereit.

    Aber auch das weiß ich doch als Lehrkraft, weil es mich oder meine Klasse betrifft.

    Wer übernimmt denn eure Klassen, wenn ihr krank oder zur FoBi seid?

    Und wer begleitet den Ausflug, zusätzlich zu euch als Lehrkraft?

    Wenn es um Ausflüge geht, hat man eine Lehrkraft pro Klasse oder sind dann weitere Lehrkräfte übrig, die mitfahren und unterstützen können?

    Möglich sind dann noch andere Begleitpersonen, die nicht zu den Lehrkräften der Schule gehören.

    Ich habe mit Schulbegleiter:innen zusammengearbeitet, bei denen ich mich absolut darauf verlassen kann, dass sie keine Lösungen vorgeben,

    und mit anderen, bei denen ich mir nicht sicher bin oder war.

    Leistungserhebungen kann man auf verschiedene Weise bekommen, wenn ich sicher gehen will, kann ich auch eine Aufgabe unter meiner Aufsicht/ im Klassenverband lösen lassen.

    Ansonsten schließe ich mich dem Berweis darauf, dass das Kind offenbar schwerwiegende Probleme hat, an.

    Wie eben im anderen Thread gefragt: woanders nicht?

    Kinder mit Unterstützungsbedarf GE bekommen keine Noten,

    Kinder mit Unterstützungsbedarf LE bekamen in den Grundschuljahren in NDS keine Noten und bekommen sie nun auch an den Regelschulen nicht unbedingt, die Zeugnisse sind Lernberichte.

    Wir erteilen Noten, wenn die Kinder Arbeiten nach Regelschul-Niveau mitschreiben können - dann eben entsprechend der Bewertung - oder Noten nach Richtlinie der FöS Lernen (wenn es sinnvoll erscheint, den Kindern über Noten eine Rückmeldung zu geben).

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