Beiträge von Palim

    Ich freue mich darauf, meine Kenntnisse und meine Motivation im Rahmen eines Praktikums in Ihrem Unternehmen einzubringen und weiterzuentwickeln. Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Einsatzbereitschaft und meinem Interesse."

    ChatGPT hat sich neulich auch bei uns beworben.

    Es wird als große Frage aufgeworfen, was Kinder zu Schulbeginn können sollten und dass es da keine einheitliche Festlegung gibt. Ich kann problemlos rausfinden, (...) was das Gesundheitsamt bei der Schuleingangsuntersuchung haben möchte.

    Was ist denn einheitlich festgelegt?

    Bei uns hat sich in den vergangenen Jahren der Test geändert, der ist nun vorgegeben.

    Nachtrag: Dabei weiß ich nicht, ob sich das auf den Landkreis oder das Land bezieht.

    Dennoch sind Äußerungen, die man hinsichtlich der Untersuchung und der Einschulung hört, überdenkenswert. Häufig genug soll es Äußerungen geben, dass ja Inklusion umzusetzen sei und deshalb jedes Kind bedenkenlos eingeschult werden könne. Da greifen die Systeme nicht ineinnander sondern behindern sich gegenseitig.

    Man hatte in fast allen Bundesländern früher solche Dinge wie Schulkindergärten/Vorschule etc. und hat das aus Kostengründen eingestampft. Das wieder aufzubauen ist angesichts des Personalmangels gerade in den Grundschulen eine Mammutaufgabe, die mindestens ein Jahrzehnt dauern wird.

    Dann wird es dringend Zeit, damit zu beginnen.

    NDS hatte auch Sprachförderung vor der Einschulung mit Sprachtest vorab. Dadurch war der Zeitraum vor der Einschulung viel besser abgedeckt, es gab mehr Kontakt zu den Kindergärten, mehr Kontakt zu Kindern, die nicht in einer KiTa waren, mehr Kontakt zu Eltern und Kindern.

    Der Test war etwa 1 1/2 Jahre vor der Einschulung, ein Zeitpunkt, zu dem noch Maßnahmen möglich waren. Die Einschulungsuntersuchungen sind z.T. im Mai vor der Einschulung, Ferien beginnen ab Juni. Da ist der Zeitraum viel zu gering und die Wartezeit bei Therapeut:innen viel zu hoch, um vor der Einschulung noch etwas zu erreichen.

    Hatten wir nicht in NDS,

    es gab für Klasse 5/6 eine Orientierungsstufe, das war eine eigenständige Schulform, die alle Kinder besucht haben. Während der 2 Jahre wurde man halbjährlich neu eingeschätzt und in Kurse eingeteilt.

    Englisch und Mathe wurden ab dem 2. Halbjahr der 5. Klasse leistungsdifferenziert unterrichtet, für Deutsch gab es irgendwann auch Kurse zur Förderung oder Herausforderung. Für den Übergang gab es Vorgaben, welche Noten man in welchen Kursen benötigte und am Ende eine Empfehlung der Klassenkonferenz, welche weiterführende Schulform geeignet erschien.

    Weil das Kurssystem aber viele Lehrerstunden benötigt, wurden diese immer weiter zusammengestrichen und irgendwann die ganze OS abgeschafft.

    Dazu gehört so ziemlich alles, was ohne direkten Kontakt zu Schülern möglich wäre, also z.B. die Entlastung von anderen Lehrkräften (insbesondere denjenigen, die für die Dauervertretung einspringen) durch Übernahme derer Korrekturen, das Arbeiten an aktuellen Schulkonzepten, Organisation (nicht Durchführung) von Fahrten usw.

    Das ist doch aber so vorgesehen, es müsste nur eingefordert werden.

    Das Leseband ist ein weiteres gutes Beispiel, das NRW bspw. schon übernommen hat.

    Da gibt es in mehreren Ländern Ansätze, es zu integrieren, nur dass HH 108 Stunden in der Stundentafel hat, die anderen Ländern alle weniger.

    NDS stockt die Stunden ein wenig auf, kommt aber dennoch bei weitem nicht an die 108 Stunden heran.

    Die KMK hat sich im Laufe des letzten Jahres abgestimmt, dabei aber den Ansatz als Minimum gesetzt, der in einem BL erreicht wird, also den schlechtesten Wert.

    Die Länder, die das Leseband integrieren, ohne dafür Stunden zu haben, werden wieder an anderer Stelle etwas streichen müssen ... wie immer, wenn man weitere Aufgaben installiert, um etwas besonders zu fördern.

    Es macht mich tatsächlich traurig, dass da nicht ein entsprechendes Vorschuljahr angeordnet werden kann.

    Wird es, aber auch das ist keine Garantie, dass das Kind da oft genug anwesend ist, selbst mit Taxi-Transfer, den es hier in der Regel gibt, nicht.

    Die Eltern können auch gegen die Zurückstellung Einspruch erheben, das wird durchgewunken und das Kind eingeschult.

    Es gibt die Möglichkeit, das Kind nicht in den Schulkindergarten (an Schule angegliedert), sondern in eine KiTa (möglichst mit Profil für Integration) zurückzustellen, aber dann ist es keine Schulpflicht.

    Hat eine Grundschule denn überhaupt keine Handhabe zu sagen, dass dieses Kind (noch) nicht beschulbar ist?

    Die SL kann vom Schulbesuch zurückstellen, aber das ist keine Garantie, dass das Kind dann in dem Jahr entsprechend gefördert wird. Dann ist die Beschulung die Option, die Schulpflicht bringt und wodurch das Kind in eine förderliche Umgebung kommt.

    Ich habe zig Fragen:

    Was sollen die Kinder lernen?

    Welche Mittel und Wege bietest du ihnen an?

    Was ist der Eigenanteil der Kinder daran? Wenn du die Kleingruppe anleitest, bedeutet es ja nicht, dass du die Aufgabe und Lösung vorgibst. Welche Hilfen stellst du zur Verfügung?

    Können die Kinder die Wörter selbstständig in Silben gliedern und den Vokal sicher erkennen?

    Mir kommt es so vor, als würde die eigentlich in jedem Menschen angelegte Gier nach Wissen viel früher abgeschaltet werden als noch vor 20 Jahren.

    Ja, aber nur ein Teil davon ist auf Medien zurückzuführen, es geht auch oft um sofortige Bedürfnisbefriedigung oder das Aushalten, dass man nicht erster ist, nicht sofort fertig ist, dass man Fehler macht, dass man alleine etwas probiert ohne Hilfe, dass nicht immer jemand neben einem steht und einem vorgibt, was man macht und wie man es macht ...

    Die Reaktion darauf ist in der Schule, in der lauter hilflose Kinder mit weniger Fähigkeiten sitzen, dass man sie noch stärker an die Hand nimmt, ihnen die Sachen strukturiert, ihnen Häppchen schneidet und zum Mund führt ... und die Kinder werden dann doch nicht selbstständiger, weil sie sich darauf verlassen. Lässt man sie gewähren, scheitern sie aber auch.

    Erst einmal schreibe ich, dass ich den Inhalt der Stunde äußerst unglücklich für einen GUB finde. Ja, man muss das üben, aber bei schwächeren Kindern ist es aus verschiedenen Gründen möglich, dass sie diese Leistung nicht erbringen können - und werden. (Das gehört in die Analyse, ebenso wie die Auseinandersetzung dazu, was genau die Vokalqualitäten ausmacht).

    Gerade deshalb bemüht man sich ja um Konstrukte, die diese Problematik visualisieren sollen, z.B. Kennzeichnung der Vokallänge oder Häuser. Darüber wird das, was die Kinder hören sollten, sichtbar. Aber es bleibt die Schwierigkeit, dass die Kinder zum einen auf einer abstrakten Ebene agieren sollen, zum anderen eine Hörleistung erbringen müssen, die sie ggf. nicht erbringen können.

    Was genau könnten die Kinder erreichen? Was genau könnten die Kinder erlesen? Wer gibt den Inhalt der Stunde vor?

    Dass die Stärkeren ganz anderes Material erhalten, ist verständlich, ob ein Eduki-Heft angemessen ist (im UB), kommt auf die Auswahl an.

    Für die Schwachen Ideen:

    Ein Zuordnungsspiel: auf 2 Karten ist jeweils die Hälfte eines Bildes und die jeweiligen Silben (also Schlüs-sel oder Blu-me), ggf. auch mit Kennzeichnung des langen/kurzen Vokals der betonten Silbe über . und _, wie in manchen Lehrwerken üblich. Dann können die Kinder die Silben einander zuordnen. Wenn du es schaffst, eine eigene kleine Runde zum Erklären einzusetzen, könnte man mit diesen Kindern erarbeiten, dass bei einigen Wörtern der Vokal länger klingt und dieser am Ende der offenen Silbe steht, so wie man es bei den Häusern erläutert.

    Nutzt ihr Silbenbögen? Man könnte sonst im Anschluss noch Silbenbögen zeichnen lassen oder Wörter an der Silben-Stelle zerschneiden lassen und dann zuordnen, ob die Silbe offen oder geschlossen ist/ der Vokal entsprechend lang oder kurz ist.

    Reimwörter finden, da diese ebenfalls die gleiche Vokallänge aufweisen (Hose, Dose...) ... schwieriger wäre, aus mehreren angebotenen Beispielen (ggf. mit Bild und Schrift) falsche Paare herauszufinden, z.B. statt Bett-Fett wird falsch Beet-Fett angeboten (oder falsche Paare berichtigen)

    Minimalpaare (Wort+Bild) zuordnen, also keine Reime, sondern Beet-Bett, Schiff-schief ... dann suchen die Kinder zunächst nur ähnlich klingende Wörter, das wird schon schwierig genug sein, und man kann dann anhand der Wörter die Unterschiede erläutern

    Für die Starken könnte man mit ähnlichem Material eine ähnliche Aufgabe stellen. Z.B. könnten sie die Karten mit Bildern aber ohne Schrift bekommen und die Wörter selbst schreiben müssen. Nachfolgend gäbe es dann ein Rechtschreibgespräch. Oder sie könnten Bild+Schrift zuordnen (je Wort 4 Karten), während die Schwachen beides auf einer Karte haben (je Wort 2 Karten). Oder das Wortmaterial wäre für die Starken schwieriger (Wortwahl) und umfangreicher.

    Erst nach der Zuordnung gäbe es dann eine Phase, in der die Vokallänge erläutert und die Wörter sortiert werden, vielleicht mit anderem Material, und schließlich wieder in Gruppen mit dem Wort-Bild-Material aus der ersten Phase, um das, was erläutert wurde, anzuwenden.

    Das könnte man auf 2 Stunden aufteilen und am Anfang der 2. Stunde (GUB) zunächst erläutern, was in der Stunde vorher bereits erarbeitet wurde. Am Ende könnte man in der Reflexion Ergebnisse festhalten und Schwierigkeiten benennen lassen. Dann haben die schwachen Schüler die Chance, ihre Schwierigkeiten darzustellen ... und die Starken auch.

Werbung