Die Wahl am kommenden Sonntag wird nur noch wenig zu beeinflussen und wir müssen es nehmen, wie es kommt, aber bis 2033 ist noch Zeit.
Im Jahr 2025 erleben wir die Folgen der seit zehn Jahren weitgehend konzeptionslosen Migrationspolitik, die eigentlich ehrenwerterweise an das Gute im Menschen glaubt und nicht wegen einiger weniger krimineller Migranten alle, die wirklich Hilfe suchen, ausschließen möchte
Warum stehen die Einzeltäter im Fokus und nicht die, die sich längst integriert haben? Attentäter gab es sonst auch schon, diese werden nun mit Migration verbunden, könnten aber auch davon unabhängig einreisen und agieren.
Soll es der bessere Weg sein, dass man Menschen mit Migrationshintergrund als Attentäter wahrnimmt und nicht als Handwerker:in, Ärzt:in, Forscher:in?
Warum werden Statistiken undifferenziert zitiert, nicht aber Kinder, Mütter u.a. in den Zusammenhang der schwierigen Kinderbetreuung gestellt? Wie schwierig ist es für den Rest der Bevölkerung in gleicher Situation, eine Arbeit zu ergreifen oder ist es der bessere Weg, Flüchtlingen vorzuwerfen, was gesellschaftlich allen anderen auch gar nicht möglich ist?
Warum werden Migranten als schwierig im Schulsystem dargestellt, die sicher eine Herausforderung darstellen in einem System, dass aber generell nicht ausreichend auf Förderung und Integration ausgerichtet ist und seit Jahren kaputt gespart wurde?
Ist es der bessere Weg zu meinen, dass Kinder von sich aus alles mitbringen und dass man diejenigen, denen es nicht in die Wiege gelegt wurde, schon vor der Grundschule abhängt und ausschließt, um dann vorhalten zu können, dass sie an einfach nicht wollten?
Warum reden Menschen von der „Einwanderung in Sozialsysteme“ und „Überversorgung“, wenn sie selbst nicht davon abhängig sind, an der Tafel anzustehen, die Rente mit Pfand aufzubessern oder durch Krankheit in eine prekäre Lage zu rutschen? Soll es der bessere Weg sein, diejenigen aufzugeben und sie noch mehr sich selbst zu überlassen?
Meiner Meinung nach ernten wir auch die Früchte der Wohlstandsverwahrung, die vergessen lässt, wie gut es etlichen in Deutschland geht, jedoch nur einem Teil der Gesellschaft, während man sich von den anderen abschottet. Offenbar ist es der einfachere Weg, sich selbst vorzuhalten, wie toll man es doch selbst geschafft hat, ohne wahrnehmen zu wollen, dass es die Gesellschaft ist, die immer stärker andere ausschließt und in Kusf nimmt, dass es anderen dadurch unmöglich wird, sich einzubringen.
Vielleicht gehört auch dazu, dass man vergessen hat, was erkämpft und errungen wurde, dass Rechte nicht „Recht des Stärkeren“ oder „Recht der Reicheren“ bedeutet.
Scheinbar einfache Lösungen verfangen, aber vielen scheint nicht klar zu sein, was diese Lösungen mit sich bringen und dass sie Menschenrechte eindämmen und Absicherungen streichen.
Wenn wir sagen „Nie wieder ist jetzt“, dann müssen wir alle jetzt anders vorgehen, dann dürfen wir gerade nicht weggucken, hinter der Gardine stehen bleiben, sondern müssen bunt und laut für die Menschenrechte von uns und unseren Nachbarn eintreten.
Warum sind die Populisten laut und gehört und warum gucken wir erschrocken zu und gruseln uns, was noch kommen könnte?
Welche Möglichkeiten bleiben, in der Region, in Deutschland, in der EU, die Stimmen zu bündeln, die laut und deutlich gegen die verheerenden Kräfte stehen, sprechen und handeln?