Ich sehe nur absolut keinen Sinn darin, Förderpläne am Gymnasium zu schreiben mit dem Ziel 50 % eines Jahrgangs zum Abitur zu bringen.
Das verknüpft ganz vieles, was so gar nicht gegeben ist.
Förderpläne haben nicht das Ziel 50% eines Jahrganges zum Abitur zu bringen ... auch wenn 50% des Jahrgang das Abitur schaffen oder schaffen können.
Förderpläne zeigen den SuS individuell auf, an welchen Baustellen noch zu arbeiten ist.
Wenn man in Klasse 5 in den Plan schreibt, dass etwas aufzuholen ist und Maßnahmen festlegt, die dann nicht als Chance ergriffen werden, kann man in Klasse 7 darauf verweisen, dass die Sachen innerhalb von 2 Jahren noch immer nicht geleistet wurden und deshalb die Voraussetzungen nicht stimmen.
Ich verstehe nicht, warum jemand mit mangelnden Voraussetzungen dann noch bis Klasse 10/11 oder 13 weitere Förderung erhalten sollte.
Lernausgangslage in Klasse 5 erheben,
Maßnahmen aus einem Katalog (der Schule) wählen und empfehlen bzw. das Kind in die nötige Gruppe stecken.
Und dabei geht es womöglich um genau das, was du Antimon deinen Schüler:innen ohnehin mitgibst.
Ein Förderplan beschreibt nicht irgendwelche wilden zusätzlichen Aktionen, sondern hält das fest, was an Förderung sinnvoll ist und in der Schule ermöglicht werden kann.
Er setzt außerdem die Grenze, was nicht möglich ist.
Und er bietet die Chance, über die Evaluation deutlich zum Ausdruck zu bringen, dass kein Lernfortschritt erzielt wird ... was sich dann auch in den Noten abbilden sollte (wobei wir wieder bei geschenkten Noten wären).