Beiträge von Palim

    Derzeit? Seit Jahren … (Beitrag ist 7 Jahre alt)

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Mutterschutz --> keine Vertretungsmittel

    Elternzeit --> Vertretungsmittel

    Wiedereingliederung --> keine Vertretungsmittel

    Langfristige Krankschreibung --> Vertretungsmittel

    Kettenkurzkrankschreibungen --> Oft keine Vertretungsmittel

    Genau das gehört dann aber zu der Antwort, warum die Versorgung entsprechend ist.

    Das Land hält keine entsprechenden Reserven vor, die Lehrkräfte sollen es auffangen.


    Unter diesen Umständen ist dann nur Aufsicht möglich, aber kein Unterricht.

    Wenn es in der Grundschule zu Distanzunterricht kommt, weil selbst ein Aufsichts-Modell nicht mehr ausreicht, kann es dazu führen, dass die Schule besser versorgt wird, kann, muss aber nicht.

    Ich kann mir vorstellen, dass Druck ausgeübt wird, warum Schule X es besser schafft (was ist besser?) als Schule Y, was auch mit Teilzeitquoten etc. zusammenhängt, aber am Ende muss man doch immer sagen: Die personellen Ressourcen geben es nicht her.

    Wenn man nun viele Anmeldungen hat, kann man das Losverfahren nutzen und erhält dann auch ca. 50% aus Leistungsgruppe 1, was eher die Kinder mit der höheren Schulformempfehlung sind

    Losen kann auch bedeuten, dass es mehrere Lostöpfe gibt, jeweils für die Leistungsgruppe oder -wie hier früher- je Notenschnitt.

    Dann werden zwar die SuS ausgelost, die Verteilung auf die Gruppen ist aber vorgegeben.

    wenn's mal nen halben Tag mit der Antwort geht.

    Lernen am Vorbild, Eltern beschweren sich, wenn sie nach 2 Stunden noch keine Antwort erhalten haben.

    Ich bin dazu übergegangen, in solchen Fällen zu äußern, dass ich entweder die Kinder unterrichte oder Elternkommunikation führe, beides gleichzeitig ist mir nicht möglich.

    Wie es wohl wäre, wenn man nachts die Studierenden anschriebe und innerhalb von 2 Stunden Antwort erwarten würde?

    Daran zeigt sich schlussendlich, wer überhaupt wirklich "begabt" ist und wer sich erst mal nur dafür hält.

    Das würde ich anders einschätzen,

    allerdings sitzen bei mir alle und bei dir nur noch die, die sich im Schulsystem über Jahre so angepasst verhalten haben, dass sie zu guten Noten gekommen sind.

    Bei mir sitzen auch Kinder, die könnten, aber aus unterschiedlichen Gründen dann doch nicht zu guten Noten kommen, ergabt sind sie dennoch.

    Es gibt nicht nur Hochleister, die mit Freude die Mathe-Wettbewerbe absolvieren, sondern eben auch solche, die das doof finden … so ähnlich, wie du die Chemie-Olympiade anders einschätzt oder dir da etwas anderes vorstellen kannst.

    Aber das bleibt ein Teil des Problems, individuelle Förderung wird da schwierig, wo es nicht ausreicht, einfach mal eine Aufgabe mehr hinzulegen. Da würde ich mir im System andere Strukturen wünschen, um Schüler:innen von Beginn an anders heranführen zu können.

    In anderen Ländern ist Mathe ja auch im Grundschulstudium generell enthalten,

    Geschichte war bei uns damals Bezugsfach für SU, damit man einen GS+HS-Abschluss erlangen konnte.

    Du könntest noch mal nachhaken, warum es so eingeschätzt wurde (Mathe), um die Anerkennung des Faches zu erreichen.

    Ein Bundeslandwechsel steht für dich wohl nicht zu Debatte?

    Ansonsten steht dir nach der Anerkennung ja die Regelschule offen und an GS wie HS ist es üblich, weitere Fächer zu übernehmen, z.B. DaZ oder dann Deutsch oder auch Mathe.

    Tatsächlich sind aber genau das die Aufgaben, die 15jährige unwahrscheinlich gerne lösen, weil sie so herrlich stumpfsinnig sind, man sie so herrlich auswendig lernen kann und in der Prüfung so herrlich einfach Punkte dafür bekommt.

    Da deckt es sich dann wieder mit der Einschätzung der Schüler:innen. Anspruchsvolle Aufgaben sind bei denen, die alles andere locker bewältigen, gar nicht sonderlich beliebt, wenn es erfordert, dass sie mehr als nur rechnen und ankreuzen sollen.

    Gerade deshalb finde ich Begabtenförderung schwierig, wenn es nicht in Beschäftigung enden soll.

    Du bist also der Meinung, dass Lehrpläne sich nicht ändern und sich nicht an veränderte Gesellschaft anpassen müssen? Das sehe ich anders und nicht nur, weil sich mein Sohn langweilt. Ist vermutlich sein Job als Teenie. Aber wir können doch nicht immer alles so lassen, wie es mal war. Schule muss sich doch ein Stück weit mitverändern.

    Du hast ja ganz konkrete Beispiele vor Augen…

    … aber was ist, wenn man den Unterricht anpasst und die Schüler:innen es dennoch „langweilig“ finden?

    HCL

    Die Unterrichtseinstiege müssen spannend sein

    - es muss einen Ablaufplan geben, der die Kinder wissen lässt was kommt

    Es geht ja genau um das „Abholen“ und darum, wann es hilfreich ist und wann es Erwartungen schürt.

    Unterrichtseinstiege müssen nicht immer ein Feuerwerk sein, es reicht auch, wenn man sagt, was in der Stunde gemacht wird.

    Dabei ist der Mehraufwand gering.

    Mir raubt der Einstieg ansonsten Zeit, die ich im Unterricht dringend für Schüleraktivität benötige. Zudem finde ich, dass man eben auch dahin erzieht, dass Arbeitsphasen 7nd Übungsphasen „arbeiten“ bedeutet, ohne dazu extra animiert zu werden.

    Schöne Einstiege gibt es dort, wo sie wirklich passen, ein Thema eröffnen, entdeckendes Lernen anregen, aber dann sind sie Teil der Stunde und nicht als Spiel oder anderes vorweg gesetzt.

    - einmal pro Stunde eine kleine Bewegungsphase einbauen--> kann/muss aber nicht fachspezifisch sein

    In Klasse 1 braucht es häufige Wechsel, das kann und muss man dann aber reduzieren, um die Arbeitsphasen zu verlängern.

    Die Bewegung gibt es dann nach der Arbeitsphase oder nach der Stunde.

    Die meisten Schulen haben ein Konzept zur Bewegten Pause, haben 3 Stunden Sport im Plan, haben Bewegung am Vormittag integriert.

    Ich erlebe wenige Schüler:innen, die sich nicht bewegen mögen, Sport ist für sehr viele das Lieblingsfach.

    Helfen würde z.B. auch, dass Kinder den Schulweg selbstständig zurücklegen. Aber auch da unternimmt die Schule doch schon Fußgänger-Übungen, Anreizsysteme, Fahrrad-Sicherheitstraining, Fahrradführerschein.

    für gute Schüler müssen sinnstiftende schwierigere Aufgaben zur Verfügung stehen

    Sehe ich auch so. Dann müssten diese Schüler:innen aber entsprechend selbstständig arbeiten können, sonst ist es sehr schwierig, gute Aufgaben hinlegen zu können.

    Für schwache Schüler:innen muss man aber auch sinnstiftende leichte Aufgaben zur Verfügung haben und für die noch schwächeren auch.

    Spätestens da ist der Mehraufwand immens und wird weder gesehen noch gewürdigt bzw. anerkannt.

    Und spätestens da bräuchte es dringend eine helfende zweite Person im Raum, die auch koordiniert, organisiert, anleitet, Ergebnisse sichtet.

    Heute stimmt man sich erst tagelang ab, um mal ein Treff für 2-3 Stunden organisieren zu können.

    Um dann auch unter Beobachtung und Anleitung zu spielen.

    Das freie Spiel, das Ausprobieren und die wirkliche Langeweile, die einen dann kreativ werden lässt, fällt weg.

    Viele Kinder gebrauchen „langweilig“ für „keine Lust“, sie kennen Langeweile gar nicht und fassen die Bedeutung ganz anders.

    Meiner Meinung nach entsteht durch die Dauerbetreuung zudem,

    - dass die Kinder immer sofortige Hilfe erwarten, sobald sie nur hochschauen und etwas nicht selbst machen möchten,

    - dass sie immer direkte individuelle Ansprache erwarten und nicht warten können (weit weniger als früher),

    - dass sie nichts selbst entscheiden, sehr unsicher sind und immer die Rückversicherung einer erwachsenen Person suchen, die ihr Handeln bestimmt und begleitet. Das führt dann womöglich auch dazu, dass die Gruppen-Erklärung nicht ausreicht, sondern diese Kinder bei jeder Aufgabe an die Hand genommen werden möchten und von der Lehrkraft einzeln betreut werden wollen. Und es führt zur Aussage, dass die Lehrkraft nicht erklären und nicht helfen würde, wenn sie die Einzelbetreuung untersagt und erwartet, dass Kinder bei der allgemeinen Erklärung zuhören, Aufgaben lesen (was?) und sich selbst organisieren.

    Das betrifft die Dauerbehüteten, dagegen stehen die, die wenig Anreize und kaum Aufmerksamkeit bekommen haben, die sich selbst überlassen sind.

    Wenn es möglich wäre, würde die zugewandte Aufmerksamkeit geteilt werden, die Dauerbehüteten hätten auch mal Freiraum, die anderen hätten auch mal jemanden, der sich ihnen zuwendet, zuhört, antwortet und etwas zeigt.

    "Abholen" heißt ja aber nicht, dass die gebratenen Tauben in mundgerechten Häppchen angereicht werden,

    "Langeweile" kommt häufig dann auf, wenn "Anstrengungsbereitschaft" gefordert wäre.

    Wenn man die Schüler:innen dann zappeln lässt, warten sie immer noch auf die Canapees und selbst bei vorheriger Erklärung möchten sie persönlich bedient und gefüttert werden - irgendwie nehmen sie die Gruppe gar nicht wahr und verstehen auch nicht, dass eine Ansprache an die Gruppe auch ihnen gilt.

    Wir haben heute einfach keine besonders hohe Toleranz mehr, für Dinge die uns langweilen.

    Ich glaube, das ist ein entscheidender Punkt, der mit einer Anspruchshaltung zusammenhängt, dass immer alles für jede und jeden individuell zugeschnitten und passend sein muss.

    Dazu sind dann im Unterricht bitte nur Sachen anzubieten, die ein Kind zu genau dieser Zeit interessiert und abholt.

    Das kann nicht gelingen, die anderen 20 - 30 sind gerade anders unterwegs.

    Ob freie Formate die bessere Alternative sind, weiß ich nicht. Das mag einigen nutzen, anderen nicht.

    Und immer bleiben die Fragen, ob

    a) man nicht bestimmte Inhalte lernen muss, auch wenn man sie nicht wichtig findet oder richtig einschätzt und

    b) ob man nicht auch lernen muss, sich mit unliebsamen Inhalten zu beschäftigen, das wird man immer müssen.

    Ebenso erschreckend ist doch, dass man großartigen Zugang zu Informationen und Aktivitäten hat, diese aber nur wenig genutzt werden.

    Weil da ein "Wechsel" wohl eher ein Neuanfang wäre

    Nach dem 1. bzw. 2. Semester wird es ohnehin so sein, das ist gerade ein halbes Jahr, seit Oktober eigentlich nur 3 Monate.

    Ich bezweifle, dass man da ein Studium überblicken kann, auch keines für Lehramt Grundschule.

    An unserer U i gab es damals schon Praktika ab dem 1. Semester und ich kenne Personen, die sich daraufhin umorientiert haben, in den zuvor gelernten Beruf zurückgegangen sind … dann wäre BBS auch eine Option.

    Für jemanden, der von sich selbst vermutet, eher ungeduldig mit langsamer Lernenden zu sein?

    Es muss ja nicht Lernen oder Geistige Entwicklung als Schwerpunkt sein,

    da wäre ja noch der Schwerpunkt Sehen oder Hören, bei dem die Inhalte denen der Regelschule-Abschlüsse entsprechen.

    Andere Frage:

    Warum hat die BBS-Fraktion noch nicht auf ihre Möglichkeiten hingewiesen?

Werbung