Beiträge von Palim

    Schularbeitsplan, wir sagen eigentlich nur Schulplan, aber hier im Forum und an anderen Stellen steht oft SAP.

    Ich hatte gehofft, dass ich es knackig zusammenfassen kann, aber eine Vorgabe ist, das jede einzelne Kompetenz einzeln aufgeführt sein muss. Ich habe mir jetzt andere Wege gesucht, das Prozedere und den Plan selbst zu kürzen, aber es ist weit umfangreicher, als ich wollte/dachte.

    Wie rechtfertige ich es den Schülerinnen und Schülern gegenüber, dass sie in meinen Klausuren komplexe Sachverhalte erörtern müssen, wenn sie in der zentralen Prüfung mit ein wenig Bla-Bla locker auf eine 4 (eher besser) kommen?

    Sie lernen doch nicht allein für die Prüfung und selbst wenn: wenn sie es mit komplexeren Sachverhalten können, wird ihnen die Prüfung auch gelingen.

    Ich finde gerade, dass man im Unterricht Schwierigeres aufgreifen kann, um Ausblicke zu geben, Anreize zu setzen, zu differenzieren, Aber es muss nicht in der Leistungserhebung auftauchen, hat aber seinen Platz neben Übung und Arbeit im Lehrwerk.

    Mag in den BBS-Bildungsgängen anders sein.

    Ich hänge am KC Deutsch und habe dein Eindruck, dass an manchen Stellen einfach ein Sammelthread erstellt wurde: alles, was noch irgendwie aufgeführt werden sollte oder nicht wegfallen sollte, wird einfach in der Tabelle angehängt - ohne Einordnung, ohne Anknüpfung und ohne Inhalt,

    z.B. wird eine Kompetenz genannt und der einzige Hinweis ist, dass man dies im Gespräch erarbeiten kann - ach,

    oder es wird ein umfassender Bereich kurz erwähnt, quasi nur das Stichwort, dann aber gar nicht ausgeführt.

    Erwartet wird dann aber ein dezidierter SAP mit konkreten Vorhaben je SJ und zeitlicher Einordnung, in der jede einzelne Kompetenz auftauchen und erläutert werden muss.

    Ich finde das schlichtweg dumm ... und noch so einiges anderes ... und finde, dass es überhaupt nicht weiterhilft und der Qualität des Unterrichts nicht zuträglich ist.

    Besser wäre es gewesen, einzelne Teilbereich sinnvoll aufzubereiten und wirklicht gute Materialien in die Schulen zu geben. Noch besser wäre es, wenn solche Pläne nur dann erstellt werden, wenn sich diejenigen, die das tun, selbst über zeitliche Einschränkungen Gedanken machen und Formen finden, die auf alle Schulklassen anwendbar sind - platt: von Brennpunkt bis Villenviertel. Alternativ gibt es 7 aus 49, also ein Angebot, aus dem dann gewählt werden kann unter Berücksichtigung der allerwichtsten 3 Teilkompetenzen, die das Fundamentum bilden.

    Am Ende kommen als Leistungserhebung irgendwelche exotischen Sachen und man stellt fest, dass die 3000. Teilkompetenz nicht angemessen berücksichtigt wurde.

    ... Und weil das alles so unsinnig ist, brauche ich um so länger, weil mein Kopf einfach will, dass es irgendeinen Sinn ergibt.

    Die meisten arbeiten mit einem Lehrplan. Wer zu langweilig findet, was da drin steht, sollte nicht Lehrerin werden.

    Ich sitze dran und würge mich durch ...

    ... und finde, dass man den so oder so schreiben kann. Der kann enge Vorgaben machen oder auch viel Potential lassen.

    Ob das in allen Stufen und Fächern geht, weiß ich nicht.

    Dazu denke ich, dass die Klassensituation immer auch Anpassungen notwendig macht.

    Die Frage wäre für mich, a) wie man methodisch unabhängig von KI wird und b) ob man innerhalb oder am Rande der Themen Inhalte findet, die mehr als "Alltagswissen" beinhalten und ob man die Schüler:innen im Brennpunkt damit erreicht oder nicht doch zunächst das Alltagswissen einordnen und sichern muss.

    Vielleicht ist oder wird es ja auch Teil der Absprache, keine Energie-Anlagen anzugreifen, von der Selenskyj nichts wusste. Mit irgend jemandem muss Trump ja gesprochen haben, vielleicht.

    Ihr schreibt da ja selbst öfter drüber, ich wollte es hier nur aufgreifen, damit nach einem SekI-Praktikum keine falsche Erwartung in des GymGesa-Geschehen gesetzt wird.

    Wenn man fachliche Tiefe will, gibt es auch andere Berufe, Lehramt ist eben immer auch Pädagogik und die Vermittlung der curricularen Anforderungen, auch der Grundlagen.

    Sind die Schüler wirklich schlimmer geworden oder haben sich die Probleme nur gewandelt? Sind die Ansprüche an Lehrer heutzutage anders?

    Ja, die Ansprüche sind andere, sie wandeln sich u.a. mit/wegen der technischen Möglichkeiten.

    Die Schüler in meiner Schule sind … ja, zum Teil anders, die Schwierigkeiten sind mehr, aber mein Blick auch viel genauer als am Anfang. Die Vielfalt der Schwierigkeiten ist sichtbarer und es wird mehr darüber gesprochen.

    dass ich lieber auch mal mehr fachlich in die Tiefe gehen möchte mit den SuS.

    Ich bin über diesen Satz gestolpert, weil hier immer wieder von Leuten berichtet wird, dass ihnen die Tiefe nicht ausreicht oder zu wenig erscheint.

    Davon abgesehen hat man kein Abo auf LK, die Fächer beginnen doch weit eher und auch der Unterricht in Klasse 5-10 muss abgedeckt und übernommen werden.

    Was stört dich an der Stelle eher, die zusätzliche Unterstützung durch nicht-lehrende Fachkräfte oder das Angebot niedrigschwelliger Quereinstiegsprogramme für Fachkräfte aus der Industrie, die im letzten Jahr ihre Arbeitsplätze verloren?

    Mich stört, dass du 2 Alternativen nennst, die keine sind, und damit unentwegt intendierst, dass Lehrkräfte nicht wert sind, angemessen entlohnt zu werden.

    Eine Mutter möchte eine Mutter-Kind-Kur durchführen und das System ist so schlecht aufgestellt, dass sie daran zweifeln mu, ob es ihr möglich ist, als sei dies für Lehrkräfte nicht vorgesehen.
    Ach stimmt, das Fräulein Lehrerin ist ja nicht verheiratet.

    Wenn jemand heute auf Kur geht, hilft es nichts, wenn das System generell besser ausgestattet werden muss.

    Wenn es anders ausgestattet wäre, wäre es hinfällig, anderen zu unterstellen, sie würden die Kur als Urlaub missbrauchen oder sich drüber zu streiten, ob Lehrkräfte ihre Kur in die unterrichtsfreie Zeit legen müssen oder warum eine Entlastung außerunterrichtlicher Aufgaben nicht erfolgt.

    Womöglich wären Lehrkräfte auch weniger belastet und Kuren würden wegfallen.

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