Was mich dazu besonders ärgert ist, dass sie Arbeitshefte oft nur zu einem kleinen Teil bearbeitet werden.
Wir haben ein Mathe-Lehrwerk mit gesplitteten AH, die Hefte selbst sind dünner als sonstige AH, insgesamt ist es jedoch weit mehr Stoff. Ein Kollege hat es mal überschlagen: Man müsste 3 Seiten am Tag schaffen, wenn man alles bearbeiten wollte. So ist es letztlich aber gar nicht gedacht, das Konzept des Lehrwerkes sieht sehr viel Differenzierung vor, sodass das alles in den AH abgedruckt ist, aber von jedem Kind nur ein Teil bearbeitet wird. - Das ist aber nur ein Grund.
Ich klebe nicht am AH, ich finde sie oft auch nicht sinnvoll. AH werden selten von Lehrkräften entwickelt, schon gar nicht evaluiert. Verlage haben die neuen Curricula vor den Lehrkräften, NDS stellt ja jetzt gerade erst darauf um, die Curricula vorab zu veröffentlichen und nicht im laufenden Schuljahr rückwirkend. Auch sind sie immer für den Durchschnitt gefertigt, meine Klassen bilden in den letzten Jahren aber keinen "Durchschnitt" ab.
Also nutze ich das von den eingeführten Lehrwerken, was ich sinnvoll finde, weiche ab, wo ich besseres habe (z.B. Aufsatzerziehung), arbeite erheblich freier, wenn es hilfreich ist, lasse aus, was unsinnig erscheint oder abgedruckt ist und gar nicht dem Curriculum entspricht.
Zusätzliche Übungshefte setze ich dennoch ein, da ist es sehr unterschiedlich, wie weit die Kinder damit kommen, da es oft auch "Lückenfüller" sind, aber nicht alle Kinder diese zeitlichen Lücken haben. Diese Hefte wachsen mit, ich bin da nicht an Jahrgänge gebunden, sodass das Heft die Kinder begleitet, bis es gefüllt ist.