Beiträge von Meer

    Wir machen es bei Prüfungen einfach vermehrt wieder wie an der Uni: Stift und Papier, alles andere wird rigoros abgeklemmt. Ist die einzige Möglichkeit, wenn man wirklich sicher sein will, dass KI nicht hilft. Und ja, das heisst dann wirklich auch Handys, Uhren, etc alles abgeben und Taschen leeren.

    Es kann eben nicht sein, dass Prüfungen plötzlich nur noch aus Transferausgaben bestehen, das ist nicht fair. Die Aufgaben, von denen ich weiter oben schrieb, sind nicht bewertet. Wer da mit KI arbeiten will, soll ruhig. Ich betreue demnächst vier Abschlussarbeiten, da sind die Themen so gewählt, dass KI kein Problem sein wird. Jemand schaut z. B. nach Acrylamid in frittierten Lebensmitteln, das muss sie selber von Hand im Labor machen.

    In Prüfungen habe ich das schon immer gemacht und werde ich weiter so machen. Abgesehen Programmierung, aber da ist das Internet abgedreht.

    Die Prüfungen können natürlich nicht plötzlich nur noch aus Transferaufgaben bestehen. Aber im Unterricht wird es mehr darauf ankommen, als darauf Faktenwissen zusammenzutragen und zu strukturieren. Wie es manchmal ja zunächst einfach erstmal notwendig ist.

    Der chatbot kennt das Konzept "Wahrheit" nicht. Die Wörter in seinen Antworten werden durch Abstandsvektoren (besser verständlich: Wahrscheinlichkeitswerte) ausgewählt.

    Der Bot liefert die Antwort, die die größte Wahrscheinlichkeit bietet, den Fragesteller zufriedenzustellen.

    Und das ist der entscheidende Punkt, den viele noch nicht verstanden haben.

    Und ja, KI generiert auch falsche Quellen. Laut KI habe ich sogar meine Promotion abgeschlossen, mir wurde sogar der Dissertationstitel genannt. Auch wurden mir schon Quellen ausgespuckt die ich selbst verfasst haben soll, wo ich aber weiß, hab ich nicht. Entsteht alles durch den von Klinger genannten Aspekt.

    Die Herausforderung für uns alle ist, dass an vielen Stellen nicht mehr erkannt werden kann, was ist echt, was ist KI. Dies betrifft insbesondere Bilder und Videos. Um so wichtiger ist es zu verstehen, warum man nicht jede x-beliebige Quelle nehmen sollte.

    Leider rede ich dort aktuell bei meinen SuS gegen Wände. Und das fängt schon an, dass man auch KI durchaus mal eine weiterführende Frage stellen sollte und nicht einfach blind copy-paste die erste Antwort kopiert, nicht mal richtig durchliest und dann sagt, fertig, Frage beantwortet. Hängen bleibt dabei leider oft sehr wenig und fachliche Tiefe erreicht man so auch nicht.
    Kann man an Beispielen mit ihnen durchspielen, zeigen, wie viel besser ein Ergebnis mit einer zusätzlichen Frage wird, leider scheint dies viele einfach nicht zu interessieren.

    Dabei finde ich persönlich KI für allgemeines Faktenwissen durchaus ok oder nutze es selbst gern z.B. um schnell ein paar Fragen für ein Kahoot oder ähnliches zu erstellen.

    Für meinen Unterricht bedeutet es, dass ich an vielen Stellen die Aufgabenstellungen/Szenarien ändern werde, so dass es viel mehr in AFBIII gehen wird. Wird allerdings auch dazu führen, dass leistungsschwächere SuS die einen AFBIII nur selten erreichen noch mehr abgehängt werden. Aber die sind ja auch jetzt schon der Meinung, dass man gewisses Faktenwissen einfach nicht braucht.

    Kindergeld ist schon so ein Thema, da gebe ich plattyplus recht. Egal wo das Kind/die Jugendlichen nun herkommen. Dazu kommt dann noch, dass wir durchaus auch (in anderen Bildungsgängen wie Berufsfachschule) Schülerinnen und Schüler mit Bafög-Anspruch haben. Wenn die dann nicht am Unterricht teilnehmen...

    Grundsätzlich mache ich mir nur noch Mühe bei denen, wo es Sinn macht. Wer erzählt, ne ein Praktikum mache ich nicht, ich arbeite doch nicht umsonst, dem helfe ich auch nicht mehr dabei einen Praktikumsplatz oder gar eine Ausbildung zu finden. Aber auch das war ein Lernprozess ;)

    Wie sagt mein Mann immer so schön: "Du kannst sie nicht alle retten."

    Gelesen habe ich, dass die günstigere Variante von folgenden angewendet wird: entweder 35% von meinem maximalen Endgehalt oder 65% von A6 (Endstufe). Aber was bedeutet das denn in konkreten Summen - wobei es mir jetzt nicht um 200 Euro mehr oder weniger ankommt!

    Vielen Dank für jeden Tipp.

    Das kannst du dir doch anhand der Besoldungstabellen ausrechnen, was dies aktuell jeweils wäre.

    Ich wollte tatsächlich eine klare Antwort.

    Es gab Ärger und deshalb ist hier in meiner Stadt jeder sehr vorsichtig. Erlaubt sind Massenartikel wie Kugelschreiber oder Wert von einzelnen unter 5 Euro lt. Artikel. Sonst weiß man nichts genaues und tatsächlich ist meine SL sehr vorsichtig. Es gibt daher bei der Abifeier keine Geschenke mehr vor allen. Aber solange niemand klagt, könnt ihr Grenzen ausloten.

    Ein Blumenstrauß kostet schnell mal 20 Euro. Ich selbst habe mal einen erhalten, der über 50 DM gekostet hat (heute mindestens soviel in Euro). Damals machte sich noch niemand Gedanken.

    Wenn der Blumenstrauß, z.B. zum Abschied von der ganzen Klasse kommt, sind wir bei ca. 1 Euro pro SuS, wenn überhaupt. Da macht bei uns tatsächlich niemand einen Aufriss und alle, inkl. Schulleitung, sehen das im Rahmen des verlinkten Dokument.

    Auto leasen wäre ja so gar nicht meins.. da zahlt man ohne dass man am Ende etwas "erhält".. naja, aber vielleicht rechnet es sich ja für Leute die das irgendwie verrechnen können.. aber als Lehrerin wüsste nicht wie..

    Die Leasingraten sind aktuell bei vielen Autos geringer als eine Finanzierung des Wagens. Dazu kommt, dass gerade im Bereich der Elektroautos die Entwicklung noch sehr schnell ist. Ich war früher auch immer gegen Leasing, inzwischen finde ich es, je nach Angebot, zum Teil sehr attraktiv.

    In allen seriösen Rankings in Sachen Verdienstmöglichkeiten sind die Ärzte die Spitzenverdiener in diesem Land. Lehrer tauchen dort meist gar nicht auf, so weit rangieren sie dahinter.

    Ich finde es haarsträubend, was du hier schreibst. Glaubt du ernsthaft, das Burnout-Risiko sei bei Ärzten höher als bei Lehrern? Viele Lehrer, die ich kenne, arbeiten 7 Tage die Woche.

    Ich bin einer davon.

    Das Burnout-Risiko ist Ärzten sicherlich ähnlich.

    Und wie schon jemand schrieb, die Zuschläge im medizinischen Bereich machen sehr viel aus. Wem der Schichtdienst nichts ausmacht und vielleicht auch nicht so ambitioniert ist, bleibt manchmal auch gern Assistenzarzt mit weniger Verantwortung und durch die Zulagen durchaus gleichem oder sogar höherem Gehalt.

    Vielleicht muss man zwischen unterschiedlichen Arbeitsorten und unterschiedlichen Fachbereichen bei Ärzten auch unterscheiden. Da gibt es sicherlich auch große Unterschiede.

    Als Selbstzahler schneller einen Termin gilt insbesondere für Menschen in der GKV. Da, wie bereits geschrieben, eigentlich nur Therapeut*innen mit Kassensitz mit der GKV abrechnen können. Diese sind aber alle voll. Mit viel Aufwand und Papierkram bekommt man manchmal auch Therapie bei Personen ohne Kassensitz bezahlt. Das weiß aber auch nicht jeder.

    Ich könnte hier Seiten von Geschichten zu Psychotherapie und insbesondere GKV schreiben, lass ich aber lieber. Und ich habe aufgehört zusammenzurechnen, wie viel Geld ich schon selbst für Therapien bezahlt habe, weil die KK aus unterschiedlichen Gründen zeitweise nicht gezahlt hat. Ohne die Therapie wäre ich nicht arbeitsfähig gewesen und längst nicht dort wo ich heute bin. Interessiert aber eine KK nicht, selbst wenn man im Angestelltenverhältnis ist und ggf. ins Krankengeld rutschen könnte. Ich könnte weiter schreiben, lasse es aber besser.

    Es liegt in Fritzchens Verantwortung, mir seine Leistung zugänglich zu machen. Ich renne (In Einzelarbeitsphasen, sonst sieht man es ja eh) sicher nicht rum und frage jeden, was er gerade macht. Grundsätzlich erwarte ich schon, dass in Arbeitsphasen auch am Thema gearbeitet wird - wie genau und in welcher Qualität sehe ich aber nur, wenn der Schüler es entsprechend sichtbar macht, und das ist sein Job.

    Viele stillere Schüler geben ihre Ergebnisse hin und wieder ab, das finde ich dann in Ordnung.

    Äh ok.

    Also ich gehe immer rum und schaue, wie sie so voran kommen, was sie machen. Dabei müssen sie mir nicht explizit was zeigen, ich sehe, ob jemand sich sehr ausführlich, eher grob oder gar nicht mit einem Arbeitsauftrag beschäftigt. Daraus kann ich schon einen Eindruck gewinnen.

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