Beiträge von Meer

    In NRW kann der Wechsel vom Schuldienst in die Wissenschaft schwierig sein. Sei denn es handelt sich um Abordnungsstellen.

    Zwei unterschiedliche Ministerien und damit zwei unterschiedliche Töpfe. Mehrfach in unterschiedlichen Kontexten erlebt.

    Ein Bekannter hat es dann irgendwie mit anwaltlicher Hilfe geschafft, dass er ohne Neuverbeamtung wechseln konnte. Die wäre nämlich aus Altersgründen nicht mehr möglich gewesen. Hat sich aber lange hingezogen und die Details kenne ich nicht. Einen Wechsel zurück würde da sicherlich mind. nochmal genauso kompliziert, insbesondere wenn mit dem Wechsel aus der Schule z.B. in die Wissenschaft auch noch eine Beförderung verbunden ist.

    Aber nur aus dem was ich mitbekommen habe, ohne Gesetzestexte zu wälzen.

    Als Quelle könnte ich jetzt zahlreiche Klausuren aus meiner eigenen Schulzeit insb. im Fach Englisch rausholen, die genau mit der Begründung abgewertet wurden. Also Orthographie der Vokabeln 6, Inhalt 1, sprachliche Ausdrucksweise 2, in Summe wegen der Sperrklausel Note 5.

    Zu meiner Schulzeit, wurde da gesagt, bei einem solch hohen FQ, kann die sprachliche Ausdrucksweise max. 4 sein....

    Autismus bzw. ASS ist eine ganz andere Kategorie. Da wird individuell je nach Beeinträchtigung ein NTA gewährt.

    Was GdB bzw. Schwerbehinderung angeht, so muss man das vom konkreten Fall abhängig machen. Es gibt ja keinen Katalog anhand dessen man seine Kreuzchen setzt und dann einen pauschalen NTA vergibt.

    Das mit dem "Anspruch" auf NTA ist auch so eine Sache. Für den Fall, dass eine Beeinträchtigung überhaupt nicht im Rahmen einer Prüfung zum Tragen kommt, erachte ich das als hochproblematisch. Und die DezernentInnen, die das für die Oberstufe spätestens, wenn es um die Abiturprüfungen geht, entscheiden müssen, freuen sich auch nicht darüber.

    Ja klar, Autismus ist nochmal ne eigene Kategorie, soweit bin ich schon ;) Und bis dato lief es mit diesen SuS bei uns auch gut, zumindest solange sich Lehrkräfte und auch Klasse auf die Eigenarten einer Person einlassen. (Aber da kann es auch ohne Diagnose manchmal in die Hose gehen ;))

    Ich persönlich finde mehr Zeit aufgrund von Konzentrationsproblemen auch schwierig. Aber in diesen Fällen liegen die Schwierigkeiten eben schon im Unterricht. Wo eigentlich immer wieder jemand den Fokus auf das Geschehen legen müsste, Dinge wiederholen etc. Das kann man als Lehrkraft in einer großen Klasse eben nur bedingt leisten.

    Aber ich mache mich da mal anderweitig schlau. Muss man vermutlich sowieso individuell betrachten.

    Du übersiehst den entscheidenden Sachverhalt. Um den konkreten Rechtsfall bei Erwachsenen geht es überhaupt nicht. Deshalb muss man die Urteile anders lesen.
    Worum es geht, ist, dass die Gerichte in NRW ADHS als so genanntes Dauerleiden einstufen, das die Konzentrationsfähigkeit einschränkt. Da diese integraler Bestandteil der Prüfungsleistung ist, kann es hierfür keinen Nachteilsausgleich geben. Das findest Du mittlerweile in allen einschlägigen Urteilen quer durch die (Ober)Verwaltungsgerichte. Gleichzeitig verneinen die Gerichte damit, dass ADHS eine Behinderung ist.

    Was man auch vergisst, ist, dass bei ADHS durch die Gabe von Methylphenidat oder anderen Substanzen die Konzentrationsfähigkeit hergestellt werden kann.

    Wie ist es denn dann, wenn ggf. jemandem aufgrund der hyperkinetischen Störung eine Schwerbehinderung anerkannt wurde? Dann gibt es ja auch schulisch ggf. andere Ansprüche. Ich stecke da leider so gar nicht drin und versuche mich da aktuell, soweit es die Zeit zulässt einzuarbeiten, weil ich aktuell mehrere SuS habe, die entweder da schon Ansprüche haben (z.B. durch Autismusspektrum) oder auch jemanden mit entsprechend ausgeprägter hyperkinetischer Störung. Dort bestand bis Ende der Sek. 1 auch eine Schulbegleitung. Die ist z.B. jetzt weg und es funktioniert halt leider nicht.

    Der Lehrplan in Rheinland-Pfalz lässt einem viele Freiheiten, der Jahresarbeitsplan der Schule ist quasi nur der Lehrplan mit "methodischen Hinweisen", d.h. ich muss mir alles selbst zusammenschustern und versuche (erfolglos) einen roten Faden in meine didaktische Abschnittsplanung zu bekommen.

    Das war tatsächlich bei mir ähnlich. Es gab einen Stoffkatalog mit Inhalten die ich zu unterrichten hatte. Die Tiefe lies sich daraus kaum erschließen und Lernsituationen gab es erst recht nicht.

    Bezüglich der Reihenfolge und Tiefe könntest du vielleicht mal bei Kolleginnen und Kollegen fragen, die in deinem Bildungsgang in der Vergangenheit unterrichtet haben. Zu Methoden gibt es viele gute Bücher, die Methoden als solche beschreiben und auch in welche Phase sie gut passen. Was dann zum Thema und zur Lerngruppe passt muss man tatsächlich selbst schauen.

    Schau bei dem was in den Rückmeldungen stand was du als erstes angehen möchtest und arbeite an dem Punkt. Bei uns gab es nie eine ausführliche schriftliche Dokumentation von außen. Es gab eine Nachbesprechung zu der man selbst ein Protokoll angefertigt hat. Es wurde auch immer ein Ziel für den nächsten UB festgelegt. Also worauf ein Fokus liegen sollte etc.

    Ich zitiere von dem bereits geposteten Link, aus dem klar werden sollte, dass SuS durchaus in einem Ferienjob 2000-3000 Euro verdienen können. Für die studentische Krankenversicherung gelten nochmal andere Regelungen, auch bezüglich der Stunden die man arbeitet.

    wenn Ihr Familienmitglied im Jahr 2023 insgesamt regelmäßig mehr Einkommen hat als monatlich 485 Euro, ist keine Familienversicherung möglich. Bei einem Einkommen aus einem Minijob liegt die Grenze bei 520 Euro.

    Was zählt zum Gesamteinkommen?

    Dazu gehören unter anderem

    • Bruttoentgelt aus einer Beschäftigung (inklusive der zu erwartenden Einmalzahlung wie Weihnachtsgeld),
    • Gewinn aus einer selbstständigen Tätigkeit,
    • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung,
    • Einnahmen aus Kapitalvermögen (zum Beispiel auch Zinserträge aus einmalig gezahlten Leistungen wie Abfindungen und Lebensversicherungen),
    • Renten, auch Hinterbliebenenrenten und ausländische Renten,
    • steuerpflichtige Unterhaltszahlungen.

    Nicht dazu zählen Werbungskosten, Abschreibungen, Sparerpauschbeträge, Eltern-, Kinder- und Wohngeld, BAföG, steuerfreie Stipendien sowie Beträge für Kindererziehungszeiten bei Renten.

    Quelle: https://www.tk.de/techniker/leis…cherung-2005696

    Vielleicht war OBAS da auch mein Vorteil. Ich hatte gar nicht die Chance in jede Stunde so viel Zeit zu stecken und musste schnell auch mit wenig Vorbereitung guten Unterricht hinbekommen. Grundsätzlich finde ich es aber schön, Zeit zu haben um immer wieder Lernsituationen in Ruhe entwickeln zu können. Das heißt für mich aber auch es gibt Eckpunkte und Freiheiten. Die Freiheiten werden eigentlich mit der Erfahrung immer größer, weil ich selbst mehr Sicherheit habe was geht und was eher nicht.

    Meine Wut auf das Konstrukt ist aber nicht von der Perspektive der einzelnen (benachteiligten/bevorteilten) Person, sondern dass ich NICHT verstehen kann, dass der Staat als Arbeitgeber die eigenen Regeln nicht einhält. Arbeitnehmer*innen (Ich weiß, Beamt*innen sind keine Arbeitnehmer*innen) sind vom Arbeitgeber (ich weiß...) zu 50% zu versichern. Oder mit einer Pauschale, wenn diese über die Entgeltsgrenze kommen. Das darf sich kein anderer Arbeitgeber in Deutschland leisten.
    Warum der Staat sich das leistet (außer, dass es für ihn viel günstiger ist), ist einfach schleierhaft. (Denn selbst mit der Beihilfe und der Pension wird nicht irgendwo in einen Topf eingezahlt, aus dem dann genommen wird...)

    Noch kurioser wird es bei Personen wie mir mit Planstelleninhabervertrag. Also beamtenähnlich angestellt. Für uns gilt die Öffnungsklausel nicht. Ich hatte dadurch keine Chance in irgendeine PKV zu kommen. Die GKV zahle ich trotzdem komplett selbst.

    (Ich wusste, dass es vermutlich so kommen wird und habe mich dennoch für die A-Stelle entschieden.)

    Falls deine Schulleitung etwas davon als förderlich ansieht, kann ggf. ein Begründungsschreiben helfen. Aber ohne konkrete Lehrtätigkeit wird das wirklich schwierig. Dein Beitrag klingt als wäre eine Verbeamtung nicht mehr möglich, anschließend? Denn dort würde nochmal neu gerechnet.

    Zudem, was schon genannt wurde, habe ich persönlich schweren Herzens meinen Selbstanspruch heruntergeschraubt und es gibt öfter mal die vermeintlich langweiligeren/klassischen Zugänge statt der superspannenden Lernsituation. Mir scheint inzwischen, es ist zumindest an unserer Schule nicht anders gewollt. Da hier neuerdings Verschriftlichungen aller möglichen Dinge gewünscht werden, die man, so wie es aktuell gehandhabt wird, überwiegend für die Tonne produziert. Dann muss man zwangsläufig irgendwann an anderer Stelle einsparen. Ich finde das traurig, weil ich nun an den Dingen sparen muss, die ich neben dem eigentlichen Unterricht sehr gerne mache. Aber da ich hier schon Aussagen der Leitung bekommen habe, dass ich genau an diesen Stellen sparen soll, wenn ich zu viele Stunden arbeiten würde, ist es scheinbar nicht anders gewollt.

    Vielleicht ändert es sich, wenn ich nicht ständig in neuen Bildungsgängen eingesetzt bin und mehr auf das zurückgreifen kann, was ich bereits erstellt habe. Da profitiere ich an einigen Stellen schon auch von gut geplanten Lernsituationen aus meinen UBs die ich mit wenigen Anpassungen an eine Lerngruppe wieder einsetzen kann. Blöd nur, wenn auch diese z.B. aktuelle Hardwareauswahl oder Konfigurationen benötigen, dann dauert die Anpassung...

    Klassenarbeiten enthalten inzwischen mehr Einsatz-oder Ankreuzaufgaben. Hier kann man bei der Erstellung auch gut ChatGPT zur Unterstützung benutzen (muss man natürlich nochmal prüfen). Und auch hier recycle ich mehr, die wenigsten SuS sprechen da mit anderen Klassen oder es hilft ihnen scheinbar eh nicht.

    Ich hatte keine Unterstützung und erst recht keine wohlhabenden Eltern. Weiß also durchaus, wie es im Studium dann so ist. Auch wenn dieses schon eine Weile her ist und einige Kosten gestiegen sind, war das Lohnniveau zusätzlich noch deutlich geringer.

    Wie bereits gesagt, hohe Sprünge kann man nicht machen, aber ich denke auch, dass man die 18 Monate Ref mit dem Betrag hinbekommt, auch wenn man durch evtl. höhere Ausgaben an der ein oder anderen Stelle nochmal mehr gucken muss.

    Danach wird es dann sehr entspannt und die Aussicht kann ja auch helfen.

    Wenn ich hier so lese, frage ich mich immer wieder, was für ein Lebensstil denn im Studium geführt wird, wenn man Sorge hat, mit dem Refgehalt nicht auszukommen? Also ich kann verstehen, wenn man dann tatsächlich ein Auto benötigt, dass dies nicht unbedingt so easy ist, aber auch da gibt es heute ja verschiedene Möglichkeiten. Alle anderen Punkte fallen mir tatsächlich schwer, auch wenn mein Studium und Abschluss nun auch schon eine Weile her ist. Für mich wäre das Geld im Ref um vieles mehr gewesen als das, was ich im Studium durch Jobs und oder Kredit zur Verfügung hatte. Und ich hab jetzt mal Schokozwergs verdienst als Referenz genommen.

    Wenn du über der Beitragsbemessungsgrenze bist, spielt das darüber keine Rolle.

    Und solange die Einnahmen im Bereich eines Kleingewerbes sind, gibt man diese im entsprechenden Bereich der Steuererklärung entsprechend mit den Ausgaben an. Auch da dann wieder bis zu bestimmten Beträgen (an die man z.B. mit Edoki sicher nicht ran kommt) Steuerfrei. Angeben muss man es aber.

    Mein privater Schulträger würde dieses Nebengewerbe allerdings nicht erlauben, weil ich das Material ja im Rahmen meiner Arbeitszeit für ihn erstellt habe. Wie öffentliche Träger das sehen weiß ich nicht. Wir haben einen entsprechenden Passus im Vertrag.

    Fortbildungen für die ich kein Geld bekomme, darf ich mit dem Material aber z.B. machen.

    Ich lache täglich bei der Arbeit.

    Ich eigentlich auch. Gibt zwar Klassen wo ich mehr lache als in anderen, aber im großen und ganzen. Oder einfach auf dem Flur oder so.

    Oder die Tage im Supermarkt. Ich bin Mittags nach Hause und wollt noch schnell was einkaufen, war damit zeitgleich im Supermarkt, den auch die SuS in der Mittagspause besuchen. Stehe an der Kasse, SuS hinter mir. Bei dem einen liegt vor ihm auf dem Band zwei Dosen Energie und ein Proteinriegel. Die Kippen fallen auf meinen Salat, er nimmt sie sich und sieht dass ich vor ihm stehe. In dem Moment fängt er an sich für seinen Einkauf zu rechtfertigen. Ich musste echt lachen und hab nur gesagt, er müsse sich vor mir nicht für seinen Einkauf rechtfertigen, selbst wenn er all diese Dinge für sich kaufen würde, wäre das als erwachsener Mensch immer noch seine Entscheidung. Er musste dann auch lachen, dass er direkt in so eine Rechtfertigung gerutscht ist und sein Mitschüler hat vorher schon mit mir gelacht.

    Wenn z.B. Programmierungen klappen entstehen auch oft lustige Freudenausrufe :) Hätte noch viele Beispiele.

    Ich wäre sehr traurig, wenn dem nicht os wäre!

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