Beiträge von Meer

    Das stimmt sicherlich; eine gute Presse kann nicht schaden.

    Aber deswegen sprach ich auch von "unserer Schule". Da werden vornehmlich Kolleg:innen befördert, die irgendein unnützes Brimborium veranstalten, durch das die Schule nach außen strahlt, mit dem man mit dem Landrat irgendwelche Schilder ans Schulgebäude schrauben kann und sein Gesicht medienwirksam in eine Kamera strecken kann. Derweil müssen die Kollegen Vertetungen schieben, weil die zu Höherem Berufenen ja Pressetermine haben oder vor lauter Zusatzaufgaben keine Zeit zum Unterrichten.

    Fände ich persönlich auch nicht ok. Da kann ich den Ärger gut nachvollziehen. Bei uns finden solche Veranstaltungen eher nach dem Unterricht oder am Wochenende statt. Z.B. für SuS zur Berufsorientierung. Das ist tatsächlich Zusatzarbeit. Manche sind dazu nicht bereit, was auch ok ist, schreien aber dafür am lautesten, wenn es um Entlastungen oder evtl. Bonuszahlungen (wir sind halt privat) geht.

    Und Dienstjahre qualifizieren ja auch nicht automatische für eine Beförderung, auch wenn manche das gerne hätten.

    Ich finde diese Zusatzaufgaben oftmals gnadenlos überbewertet.

    An unserer Schule zum Beispiel werden schon seit Jahren die größten Blender:innen befördert, die irgendwelche Zusatztätigkeiten machen, welche zu 90% darin bestehen, der Schule eine gute Presse zu bescheren und nicht selten zu Lasten des Unterrichts gehen.

    Gibt halt solche und solche Zusatzaufgaben. Und gute Presse/ein guter Ruf kann sich durchaus auf SuS-Zahlen auswirken.

    Ansonsten muss man sich mal von der Perspektive "meine Beförderung steht mir an meiner Schule zu" lösen. Klar ist das im Zweifelsfall angenehmer, wenn man an der eigenen Schule bleibt, aber letztlich sind wir keine Schulbeamte, sondern Landesbeamte...

    Oh ja... Aber es gibt genug KuK die dann gerne Listen hätten, wer altersbedingt als nächstes Anrecht auf A14 hat... Zusatzaufgaben möchten von denen aber eigentlich keiner/keine übernehmen.

    Ja, bei der ersten Infektion, wurde man nach dem PCR noch von der Ärztin angerufen, bei der zweiten gab es nichtmal mehr telefonischen Arztkontakt.

    Ich bin noch nie schnell zum Arzt und werde es wohl in Zukunft noch weniger tun. Abgesehen davon, kann man inzwischen froh sein, wenn man in die Warteschleife kommt und nicht vorher schon aus der Leitung fliegt.

    Arzt wechseln (was ich eigentlich auch nicht möchte, dass hat zuletzt das Team verbockt) ist hier auch kaum möglich, da alle am Limit. Gibt kaum noch Praxen die Neupatienten nehmen. Hausärzte wie Fachärzte. Also am Besten man benötigt erst gar keinen Arzt...

    Der Hausarzt unseres Freundes wollte ich noch nicht mal in der Praxis sehen wegen der Ansteckungsgefahr. Die AU musste seine Frau dort abholen.

    War bei mir auch so, sollte mein Mann holen und eigentlich die Bestätigung eines Testzentrums vorlegen. Auf die haben Sie dann verzichtet, als ich nochmal anrief und gesagt habe diese fünf Testzentren nehmen mich nicht, ihre Praxis will mich auch nicht, ohne mind. zwei Ibu komme ich sowieso nirgends an und überhaupt mag ich nach der letzten halben Stunde telefonieren und recherchieren grad nur noch schlafen...

    Mir hat die Hausarztpraxis bei der zweiten Infektion auch den PCR verweigert, angeblich keine Indikation. Sollte zum Testzentrum, die wollten, dass ich bestätige keine Symptome zu haben, konnte ich nicht. Und mit über 39 Fieber war ich auch nicht weiter in der Lage mich zu kümmern.

    Nach dieser Erfahrung wundert mich nichts mehr. Auch nicht, dass Menschen positiv zur Arbeit gehen (was ich auch weiterhin nicht tun werde)

    Vielleicht einfach mal die Informationen zum Seiteneinstieg inkl. OBAS auf der Homepage des Landes lesen? Inkl. Der Broschüre zu OBAS?

    Würde denke ich viele Fragen beantworten und ist meiner Meinung nach auch Grundlage, wenn man über diesen Schritt nachdenkt.

    Die Öffnungsklausel gilt aber nur, wenn man an öffentlichen Schulen ist. Mit Planstelleninhabervertrag an einer Ersatzschule hat man da, zumindest in NRW, Pech und kann nur hoffen das auch hier die pauschale Beihilfe eingeführt wird

    s3g4 , ich meine, der Fünfjahreszeitraum bezieht sich auf Menschen mit Schwerbehinderung, die sich verbeamten lassen wollen. Ansonsten ist es wie im obigen Link beschrieben, den ich beispielhaft angefügt habe. Früher war es wesentlich strenger, dieser Weg ist zwar unseriös aber ermöglicht wesentlich mehr Menschen die Verbeamtung.

    Bei mir wurde durch die Schwerbehinderung gar keine Prognose abgegeben. Lediglich beurteilt, ob ich in meinem Beruf generell arbeiten kann. Man bekommt aber den Hinweis, dass der Pensionsanspruch "erst" nach 5 Jahren greift.

    Hallo,

    da bei uns an einer Ersatzschule manchmal doch ein paar Dinge anders laufen (aber auch nicht immer so rund und es aktuell an verschiedenen Punkten Unmut gibt), wollte ich mal fragen, wie der folgende Sachverhalt an öffentlichen Schulen abläuft.

    Und zwar geht es um Zusatzaufgaben, die nicht mit einer Beförderungsstelle verbunden sind, für die es aber z. B. Entlastungsstunden gibt (bei uns teilweise statt Entlastungsstunden finanzielle Zulagen). Meine Fragen dazu:

    - Wird bei euch bei vakanten Aufgaben gefragt, wer diese gerne übernehmen möchte, oder spricht die SL die Personen an, die sie gerne hätte?

    - Gibt es bei euch etwas Schriftliches z. B. eine Art Aufgabenbeschreibung oder sonst irgendwie ein Schriftstück aus dem klar hervorgeht Person x ist zuständig für y, dafür gibt es z. B.

    eine Entlastungsstunde?

    Gern berichtet von weiteren Abläufen in diesem Kontext.

    Viele Grüße

    Quittengelee

    Ich kenne jetzt Dein Baujahr nicht, aber ja für die, die jetzt 58 und älter sind sind solche sogenannten inneren Antreiber noch tief im Unterbewusstsein vorhanden. Ich nenne da Mal ein Beispiel. Wenn ich zur Arbeit fahre, ist es für mich selbstverständlich pünktlich zu sein. Ich fahre also rechtzeitig los. Gerate ich hierbei aber in eine Vollsperrung, nützt mir auch das früheste losfahren nichts mehr. Ich laufe Gefahr mich zu verspäten. Früher hätte eine solche Situation mich so gestresst, dass es zu körperlichen Reaktionen kommt. Der Anruf bei der Dienststelle war für mich unangenehm. Und ja, ich musste wirklich lernen, dass man (bei hinreichender Einplanung von Verspätung), ich durch den Anruf die Verantwortung berechtigt abgebe und entspannt weiter fahren kann. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Menschen, die 20 Jahre jünger sind, diese Verinnerlichung meist nicht mehr haben.

    Das hängt wohl stark davon ab, wie die jüngeren Menschen aufgewachsen sind. Ich bin diese besagten 20 Jahre jünger und bin genauso groß geworden und habe vieles von dem immer noch in mir, meinem Verhalten und meinen Reaktionen.

    Immerhin hat das nachfragen, nach Aufgaben bei uns tatsächlich stark nachgelassen. Es wird max noch für den ersten Tag gefragt. Für den hat man ja eigentlich auch was vorbereitet. Da wird dann gefragt, ob es was gibt, was die SuS alleine machen können (z.B. ein Arbeitsblatt oder eine Erarbeitungsphase in einer Lernsituation oder ähnliches). Wenn dem so ist bekommen die SuS (in dem Alter der SuS auch möglich) eine SOL Stunde mit dem Arbeitsauftrrag ohne Lehrkraft. Ansonsten wird halt geschaut, ob eine andere Lehrkraft der Klasse Zusatzunterricht machen kann. Geht das alles nicht, wird so geschoben, dass dann mal eine Randstunde ausfällt. Kenne das aber auch noch so, dass auch für die weiteren Tage gefragt wurde, oder man sich dann nochmal melden soll. Hat sich schon dadurch geändert, dass inzwischen eine Mail zur Krankmeldung ausreicht.

    • Ich finde nicht, dass eine Abfrage immer alle drei AFBs beinhalten muss. Ein EWH ist auch nicht nötig, oder eine BE Einteilung, die haben die SuS ja auch nicht bei diesen mündlichen Noten, die andere KuK in anderen BLs nach jeder Stunde notieren.

    Also bei mir gibt es eine Art Matrix zu Beginn anhand der deutlich wird welche Aspekte ich bewerte und aus der man eine Einordnung im Notenraster für jeden Aspekt findet. Somit können die SuS schon ein Stückweit einordnen was ich für gewisse Noten in der sonstigen Mitarbeit erwarte.

    Mal so nebenbei, mal wieder nur eine Geschichte von vielen. Ich habe Klassen mit SuS aus ganz Deutschland. Ich kann bis dato keine Bundesland spezifischen Unterschiede erkennen. Was man allerdings oft deutlich merkt, sind die unterschiedlichen Bildungswege und Schulformen. Allerdings spielt hier dann häufig sicherlich auch das Alter eine Rolle. Abiturienten sind einfach zwei bis drei Jahre älter als Absolventen einer Realschule und das zeigt sich auch häufig in Reife im Sinne von Verhalten und Einstellung.

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