Beiträge von Meer

    Naja von der Uni weg ist ja was anderes, als Software für google zu entwickeln. Da warst du ja schon im öffentlichen Dienst.

    Naja für mich gab es schon auch die Option Wirtschaft und das nicht nur einmal. Ich finde einen Verdienst im Bereich von TVL 13 für meinen Beruf in Ordnung und sehe auch durchaus andere Vorteile die der öffentliche Dienst auch gegenüber der Wirtschaft hat. Aber die sind eben auch nicht so groß, dass ich mich unter Wert verkaufen möchte.

    Da mein Freundeskreis überwiegend aus Informatikern besteht, habe ich schon einen ganz guten Einblick in die Gehaltsstrukturen in Unterschiedlichen Jobs in diesem Bereich.

    Du trägst aus deinem Bachelor und Master jeweils das ein, was für das jeweilige Fach angerechnet werden soll. Für Mathe würde ich z.B. Mathematik für Informatiker 1-3 bei Mathe eintrage. Programmierung 1+2 entsprechend bei Informatik etc.

    Du trägst in das Formular also jeweils die Veranstaltung und die Creditpoints ein. Zusätzlich legst du ja deine Zeugnisse und die Modulhandbücher bei (Achtung hier brauchst du natürlich die aus deiner Studienzeit). Zumindest wollten die das bei mir so haben und steht meine ich auch so auf dem Formular. Ist jetzt schon wieder drei Jahre her, daher weiß ich das nich mehr alles ganz genau.

    Die mehr als zwei Jahre Berufserfahrung werden erst bei der Eingruppierung spannend, aber da ist die Frage was du gemacht hast. Also, ob man dir das als Vorerfahrung anerkennt oder nicht.

    Wahrscheinlich ist da auch vieles abhängig von der Person an die man bei der Untersuchung gerät. Ich bin ebenfalls trotz Vorerkrankungen verbeamtet worden, da eine Schwerbehinderung vorliegt. Mein BMI liegt etwas über dem normalen Bereich, dass weiß ich, tue alles dafür, dass es zumindest nicht mehr wird. Runter geht auch bei mir durch Medikamente leider so gut wie gar nicht. Dennoch hat auch mir die Amtsärztin gesagt, dass ich auf mein Gewicht achten muss.

    Eine Ref Kollegin hat auch leichtes Übergewicht (BMI noch unter 30) und hatte daher auch Sorge. Bei ihr wurde gar nicht über das Gewicht gesprochen und sie wurde ebenfalls verbeamtet.

    Ich denke du kannst da nur abwarten, dich über deine Rechte informieren und schauen was passiert.

    Solange die starre und unflexible Gehaltsstruktur im ÖD erhalten bleibt, solange wird es schwierig werden, entsprechende Fachleute zu finden. Das Problem gibt es ja nicht nur im Lehramt, sondern auch in der Verwaltung und bei den Sicherheitskräften. Auch wenn ich in das hier manchmal gehörte allgemeine Murren ÖD vs. freie Wirtschaft nicht einsteigen möchte und das in vielen Fällen ungerechtfertigt ist, so muss man gerade für kaum zu erhaltende Fachrichtungen (Informatik, Physik usw.) schon einmal die Frage stellen, warum so wenige in diesen Fächern den Weg in Richtung Lehramt gehen. Es gibt gerade für Informatiker im Moment keinen Grund, sich an den ÖD zu binden.

    Mh unflexibel ist für mich weniger das Problem. Ich hatte ja vor drei Jahren den Punkt, dass ich mich beruflich von der Uni wegorientiert habe. Ich wollte gerne informatische Bildung und Digitalisierung in Schule weiter voran bringen. Es gab sogar Stellen in dem Bereich, nur waren die meisten davon TVL-12 oder sogar noch geringer. Das wäre für mich ein finanzieller Rückschritt gewesen, zu dem ich nicht bereit war und bin. Und auch in der Wirtschaft hätte ich für vergleichbare Stellen (von Anfoderungsprofil) etwas im Bereich von TVL-13 oder mehr verdient. Und das ist eher das Problem. Dass das Grundgehalt schon nicht stimmt.

    Bezüglich Informatik an Schulen ist das Problem nochmal sehr viel vielschichtiger...

    Also das Formular bezüglich der Eignung muss meines Wissens nach immer ausgefüllt werden und entsprechend vom ZfsL unterschrieben werden. Es geht da um eine positive Prognose hinsichtlich des Ausbildungserfolges. Steht auch etwas verklausuliert in der OBAS. Zumindest verstehe ich das so, dass in der Regel das ZfSL mit eingeschaltet werden sollte.

    Ist ggf. das Gespräch gemeint, dass jeder der OBAS macht vor Einstellung mit dem ZfSL führen muss? Im Anschluss wird nämlich auf einem Formular ein Kreuz gemacht, ob du geeignet bist.

    Bei mir war das einfach nur ein Gespräch, warum ich Lehrkraft werden möchte, welche Erfahrungen ich mitbringe, welche Vorstellungen ich vom Beruf und vom Ref habe. Das war alles. Vielleicht 30 min Dauer.

    Echt? Wozu wäre das gut? Ich wartete auf Prüfungsergebnis und ermittelte dann die End-/Gesamt-/Whatever-Note.

    Frage ich mich auch. Bei mir im Ausschuss lagen die schriftlichen Ergebnisse dieses Mal noch gar nicht vor. Fand ich gut. Man prüft das was an dem Tag bzw. vorab ein der Doku bei den ITlern geleistet wird. Da kann man genauso einen guten oder schlechten Tag haben wie in der schriftlichen. Und wer dann nachgeprüft werden muss, da ist es dann halt so.

    Ich finde es schon schwierig bei den eigenen SuS, weil man ja auch dort durchaus vorgeprägt ist, diese Vorprägung wirklich nicht einfließen zu lassen.

    Bezüglich Informatik hängt sich auch vieles davon ab, wie es in der Diskussion um ein verpflichtendes Fach Informatik in den einzelnen Bundesländern weiter geht. In welchem Umfang, in welchen Klassenstufen. Es beginnt ja langsam und ich glaube wir können es uns nicht leisten, auf Dauer darauf zu verzichten. Ist eine andere Diskussion, wird aber denke ich den Bedarf an Informatik sicher erhöhen.

    Ich verstehe nicht, wie man in Städten mit so gutem ÖPNV (für mich alles wo die nächste Straßenbahn/U-Bahn, Bus im mind. 10 min Takt fährt) überhaupt mit dem Auto fährt. Mal abgesehen von großen Einkäufen für die Familie, Getränkekisten oder sonstigen Fahrten wo Größeres transportiert werden muss.

    Geld ist wichtig, keine Frage. Es gibt aber vor allem zu wenige Studienplätze fürs GS-Lehramt (in NRW gibt es überall einen NC auf GS-Lehramt, man leistet sich den Luxus, selektieren zu können, obwohl man doch händeringend Lehrer sucht). Man dachte ja lange, dass weniger Kinder geboren werden. Kam dann doch anders und es kommen auch Flüchtlingskinder.

    Und auch für mehr Studienplätze benötigt man mehr Geld, weil mehr Dozenten/Mitarbeiter an den Unis. Nicht alles ist in Massenveranstaltungen möglich und insbesondere sinnvoll. Je mehr man die Praxis auch in das Studium bringen möchte um so kleiner müssen Veranstaltungen sein und um so mehr Personal benötigt man. Und da knackt es dann an der nächsten Stelle, dem akademischen Mittelbau ein Deutschland, der nämlich meistens so etwas stemmt...

    Ich gebe ehrlich zu, dass bei der Entscheidung für eine Schulform der Verdienst/die Besoldung schon der ausschlaggebende Punkt gegen die Sek 1 war, die ich mir ansonsten auch durchaus hätte vorstellen können. Ich wollte mich halt finanziell nicht verschlechtern.

    Bin gespannt was von all dem wie im Koalitionsvertrag landet und wie man es dann umsetzen will. Bezüglich der Stellen stand beim WDR auch was von Berücksichtigung des Sozialindexes etc.

    Wie tragt ihr in das digitale Klassenbuch ein?

    Private Handys dürfen wir dafür nicht verwenden, wollte ich auch nicht. Diensthandys haben wir keine.

    Daher tragen wir in die 4 PCs im Lehrerzimmer ein, wenn da mal einer frei ist. Das führt zu Verzögerungen von mehreren Tagen bis jeder eingetragen hat. Ich finde, die Papierklassenbücher waren da besser.

    Jeder Klassenraum hat einen Rechner, jede Lehrkraft hat zusätzlich ein Tablet und einen Arbeitsplatz mit Rechner außerhalb der Klassenräume.

    Mir gefällt digital besser. Ich muss nicht ständig die Klassenbücher bei den KuK aus den Büros zusammensuchen und vorher noch nachschauen, wer den jetzt vorher in der Klasse war, weil die Bücher selten an ihrem Platz lagen...

    Klassenlehrer gucken am Ende der Woche, ob noch Einträge fehlen.

    Danke für die Info, das war mir als Niedersächsin nicht so ganz klar, dass dies in NRW schulformabhängig ist.

    Bei uns an den BBS kommen auch noch teilweise Projektvorstellungen mit Dokumentation dazu, die die KuK bewerten müssen (die gibt es aber nur in den Fachschulen und in Klasse 12 BG und 12 FOS) und in einigen Bildungsgängen Facharbeiten. In den IHK-Prüfungsausschüssen sind natürlich auch diverse Lehrkräfte tätig, aber nicht allzuviele. Da wird bei uns dann aber immer drauf geachtet, dass diejenigen, die in den IHK-Ausschüssen sind, mit anderen Prüfungen nicht völlig überlastet werden; bspw. wird einer meiner Kollegen, der fast jedes Jahr im Prüfungsausschuss für den Einzelhandel sitzt, zusätzlich alle zwei bis drei Jahre "nur" im Abi eingesetzt (hat dort also dann Klausuren zu korrigieren wie auch mündliche Prüfungen abzunehmen), hat aber ansonsten nichts mit weiteren Abschlussprüfungen an unserer Schule zu tun. Ich hingegen habe nichts mit der IHK zu tun (bin überhaupt selten in der Berufsschule eingesetzt und wenn auch nur mit Englisch), habe dafür aber jedes Jahr die schrifltichen und mündlichen Abschlussprüfungen in meiner BFS-Klasse, meist FOS-Englischprüfungen und bin zumindest Zweitprüferin im Englisch-Abi.

    Im Sek 1 Bereich, werden in NRW in den Nebenfächern eigentlich keine Klassenarbeiten geschrieben, in der Oberstufe sieht es dann schon anders aus und am BK eben nochmal.

    Auf IHK wird bei uns keine Rücksicht genommen. Die IT-Lehrer müssen da auch fast alle ran. Sowohl bei der Korrektur der schriftlichen Prüfungen als auch dann bei den Prüfungsausschüssen. Schriftliche Prüfungen musste ich bereits während OBAS mit korrigieren. Prüfungsausschuss kam dann jetzt danach. Die Korrekturstunden fürs Fachabi wurden uns dafür dieses Schuljahr dann noch gekürzt... Ob wir die Prüfungen selbst erstellt haben, oder es Kooperationsvereinbarungen mit anderen Schulen gibt wurde auch nicht beachtet. Mal sehen, was da noch passiert in Zukunft. Ich bin nun auch fast nur noch bei den Fachabiturienten, allerdings unterschiedliche Fächer und Stufen. Nächstes Schuljahr wohl ein Fach parallel. Alles andere muss ich dennoch machen. (Wir haben "nur" Berufsfachschule die zum Fachabi führt und duale Ausbildung)

    Und dann gibt es natürlich immer noch die KuK die sich bei nur parallelem Unterricht aufregen, wie viel Arbeit nun die Umstellung auf den neuen Lehrplan ist, weil man ja alles Material anpassen muss....

    Da sag ich inzwischen gar nichts mehr, als jemand der eigentlich seit drei Jahren ständig nur neues Material entwickelt (was die KuK durchaus auch einsetzen könnten und teilweise tun, teilweise auch nicht tun, weil man dann Lernsituationen und Methoden einsetzen müsste.....) Im nächsten Schuljahr habe ich ggf. das Glück nur 10-14 Unterrichtsstunden komplett neuplanen zu müssen. Vier lediglich einer Überarbeitung und weiterer Ergänzungen bedürfen und den Rest tatsächlich nur an die jeweilige Lerngruppe anpassen muss.

    Dennoch mache ich es gerne und werde auch weiterhin immer mal wieder neues entwickeln und ausprobieren. Sonst wird es ja auch auf Dauer langweilig. Mir zumindest. Und mit einigen KuK kann man ja auch super zusammen arbeiten. Dinge gemeinsam entwicklen, Material austauschen etc.

    Naja das mit dem Korrekturfach ist in NRW aber auch von der Schulform abhängig.

    Bei uns am BK werden fast überall Klassenarbeiten geschrieben. Ich habe da auch jeden Block (alle 6-7 Wochen) entsprechend für jede Klasse einen Stapel liegen. Die Berufsfachschule ist zwar Vollzeit und man kann die Arbeiten dann etwas anders legen, aber bei 2-3 Klassenarbeiten pro Halbjahr hat man dann dort auch nicht viel weniger als bei den Azubis. Dazu kommen dann teilweise noch Abschlussklassen mit Projektsimulationen wo man Dokus korrigieren muss sowie IHK Prüfungen und Dokumentationen.

    Aber gehört für mich halt dazu.

    Ich verstehe die Diskussion um A13 für alle total.

    Aber ich verstehe nicht mehr, wie man über A13 jammern kann. Ich mag behaupten, dass mein kompletter Freundeskreis (studiert, Informatiker, Maschinenbauer, teilweise Promoviert, Lehrkräfte, Ärzte) wirklich nicht am Hungertuch nagt. Noch haben wir eklatante Gehaltsunterschiede (ja wir sprechen auch mal über sowas). Die mit höheren Gehälter sind dafür dann aber den überwiegenden Teil der Woche z.B. am anderen Ende von Deutschland und haben dafür entsprechende Einschränkungen im Privatleben. Finde das hält sich alles wirklich die Waage. Und obwohl ich in der GKV bin fühle ich mich nicht arm ;) sondern sehr privilegiert. Aber vielleicht bin ich auch soviel anders aufgewachsen als die gängige Lehrkraft und erlebe das alles deshalb anders. Who knows...

    Stimmt, an den Unis haben sie nur 9SWS... hab's korrigiert. Dafür haben die Profs dort einen Forschungsauftrag. Manche Unis erwarten sogar eine bestimmte Anzahl an Publikationen im Jahr von ihren Profs und drohen mit Mittelkürzungen o.ä.

    Dann werden halt Mitarbeiterstellen und oder Reisekosten gekürzt. Gibt durch aus Leute die das schön aussitzen.

    Und Semesterferien sind lediglich Vorlesungsfrei, kein Urlaub. Da gibts ganz normal 30 Tage.

    Wobei diejenigen, die tatsächlich von vornherein ein erhöhtes Risiko haben ihre DU zu erleben, diese gar nicht erst erhalten. Zumindest mich persönlich stört es aber nicht, dass ich keine Chance auf BU/DU hatte/habe. Ich investiere das Geld, das mich diese kosten würde einfach direkt in meine auf diversen Säulen fußende Altersvorsorge. Davon werde ich auf jeden Fall einmal etwas haben, auch ohne (weiteren) Schadensfall.

    Geht mir genauso. Also private Altersvorsorge, zumindest eine gute Unfallversicherung und meine Lebensfinanzierung möglichst so aufbauen, dass wir zumindest als Paar auch klarkämen wenn bei mir nichts mehr geht. Sollten wir uns wieder erwarten trennen ist eh fraglich, ob einer allein das Haus halten möchte. Und wie schon geschrieben zumindest mein Mann konnte entsprechend eine BU und Co. abschließen.

    Allerdings sind mittlerweile fast alle neu berufenen Didaktikprofessuren mit Lehrkräften, oder zumindest Personen mit Lehramtausbildung besetzt, Schulerfahrung wird in den Verfahren in aller Regel explizit gefordert.

    Schulerfahrung hätte man gerne. In einigen Bereichen nimmt man aber auch Leite mit "lediglich" Lehramtsstudium oder vorheriger Tätigkeit in der Didaktik. Hat allerdings etwas mit Marktlage zu tun.

    Die Anforderungen an eine Professur sind auch einfach ganz anders.

    Auch wenn diese MitarbeiterInnen haben, das geht im Zweifel auch ohne Führungskompetenz und Selbstorganisation. Und wenn man an dem Punkt ist, an dem die eigene Professur auch nicht mehr evaluiert wird, tja dann hat man halt mal keine Forschungsprojekte an Land geholt. Blöd für die Uni und das Institut. Kostete einen selbst ggf. MitarbeiterInnen-Stellen, aber da gibt es ja dank Wissenschaftszeitvertragsgesetz und Co. genug Wechsel und Schwund.

    Ich hab lang in dem System Uni gearbeitet. Meinen Job hab ich immer gern gemacht. Die Bedingungen als Wimi habe ich an vielen Stellen als schlechter empfunden als nun an der Schule. Größter Knackpunkt war dort allerdings die ständige Befristung und da hätte mir auch eine fertige Promotion erstmal nichts gebracht. Dauerstellen unterhalb der Professur sind fast noch seltener als Professuren.

    Vielleicht gibt es irgendwann nochmal den Weg über eine Abordnung, dass fänd ich schon spannend auch nochmal mit der jetzigen Perspektive im Bereich der Didaktik zu arbeiten. Mir wird schon deutlich wie fern man dort teilweise wirklich vom Schulalltag ist ;)

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