Beiträge von CatelynStark

    Die Anzeige wegen Körperverletzung kann man ja auch ohne Einverständnis der SL stellen. Ich habe auch schon mal einen Schüler angezeigt, allerdings wegen Beleidgung. Mir selber war das sehr unangenehm, aber es war der richtige Schritt. Der SL und der Sozialpädagoge unserer Schule haben mir zu diesem Schritt geraten. Wir sind zusammen zur Polizei gefahren und haben dort erfahren, dass die Schule als Institution gar keine Anzeigen stellen kann, sondern, dass das eine einzelne Person machen muss.


    Wegen der Nachfrage bzgl. der Gründe für das krankheitsbedingte Fehlen würde ich mich auch an den PR wenden.

    Ich bin an einem Gymnasium im gebundenen Ganztag und wir lassen von der Klasse 5 bis zur Klasse 9 (und demnächst dann wohl wieder bis zur 10) grundsätzlich alle Stunden von der ersten bis zur achten Stunde vertreten, wenn der reguläre Unterricht nicht statt finden kann.
    Bei uns ist es üblich, dass man Aufgaben schickt, wenn man fehlt.

    Diverse Kellys - ich stimme zu, auch wenn die SuS das vielleicht eher langweilig finden.


    Bruce Springsteen hat eine sehr lesenswerte Biographie geschrieben. Er hatte einen depressiven Vater, hat(te) selber Probleme mit Depressionen, kommt aber wohl ganz gut damit zurecht.

    Ich habe in NRW zum 1.2.XX mit dem Ref begonnen, in einem eher großen Regierungsbezirk, wo man den Wohnort im Ref durchaus nach Lage der Schule aussuchen muss. Die Schulzuweisung kam am 16.1., also ziemlich genau zwei Wochen vor Refbeginn. Ich hatte zwei Wochen um eine Wohnung zu suchen (die Auswahl war sehr begrenzt, da ich spätestens zum 1.3., im Idealfall natürlich zum 1.2. umziehen wollte), fehlende Möbel zu kaufen und tatsächlich auch umzuziehen.

    Kolleginnen, die mich bis auf die Toilette verfolgen, um mir irgend etwas wegen des Vertetungs- oder Stundenplans mitzuteilen. Z.T. wird da noch weiter geredet, wenn ich die Tür schon hinter mir zu gemacht habe und hörbar mein Geschäft verrichte. Ich antworte da allerdings nur "schick mir das per Email oder schreib mit einen Zettel".

    Das ständige zum Essen bleiben finde ich eher ungewöhnlich, aber noch nicht katastrophal. Vielleicht sucht die Lehrerin auch einfach nur Anschluss?
    Die eigenen Schüler mit in den Privaturlaub zu nehmen finde ich allerdings nicht ok. Wahrscheinlich ist es nett gemeint, aber es geht einfach zu weit.


    Habe ich das richtig verstanden, dass die Lehrerin auch einen Migrationshintergrund hat?


    Ich (kein Migrationshintergrund) hätte eine solche Einladung hier in Deutschland übrigens abgelehnt. Ich habe allerdings eine Zeit lang im Ausland gelebt, wo man eine solche Einladung, auch als Lehrerin der Kinder, vermutlich eher angenommen hätte (obwohl es dort sicher nicht zum Essen, sondern eher auf ein Glas Limonade o.Ä. gewesen wäre)

    Geforscht habe ich schon gerne und ich hätte an der Promotion sicher Spaß gehabt. Allerdings wären die Stelleaussichten eher schlecht gewesen und ich wäre dann wahrscheinlich über kurz oder lang sowieso in der Schule gelandet.
    Ich kenne tatsächlich gleich mehrer Fälle, wo jemand promoviert hat, sich ein paar Jahre von befristetem Vertrag zu befristetem Vertrag gehangelt hat und dann doch ins Lehramtsreferendariat gegangen ist.

    Lehrer ist ein okayer Beruf, den ich gut kann, der mir Spaß macht (bis auf das Korrigieren) und mit dem ich gut leben kann. Aber primär bin ich Profi und arbeite für Geld.

    So ist es bei mir auch. Ich bin eingermaßen gerne Lehrerin. Ich habe diesen Beruf gewählt, weil ich realistisch bin und gesehen habe, dass es unfassbar schwer ist, in dem Forschungsgebiet, dass ich bevorzugt hätte, eine feste Stelle an einer Uni zu bekommen. Da war Schule das "Nächstbeste".
    Als ich angefangen habe zu studieren, habe ich auch über Jura und Psychologie nachgedacht. Jura habe ich mich nicht getraut, weil ich gehört hatte, dass die Noten dort so schlecht sein sollen und mein Ziel wäre es gewesen Staatsanwältin oder Richterin zu werden. Da hatte ich einfach Angst, dass ich das nicht schaffe.
    Psychologie habe ich mich nicht getraut, weil ich mit 20 schon Angst vor den Kosten der Therapeutenausbildung hatte. Dass man mit Psychologie ggf. auch etwas anderes hätte machen können war mir nicht so bewusst. Heute würde ich vermutlich eher Psychologie als Lehramt studieren.
    Allerdings hat mir das Lehramtsstudium auch die Möglichkeit gegeben mein absolutes "Herzensfach" zu studieren. Da habe ich einfach alles gemacht, was es gab und mich interessiert hat, viel mehr, als ich eigentlich gemusst hätte. Das habe ich sehr genossen.
    Wenn ich heute meinem "20 jährigen ich" einen Rat geben sollte, würde ich sagen "studier' Psychologie und beleg nebenbei Kurse in deinem Herzensfach".
    Das heißt aber nicht, dass ich es bereue Lehrerin geworden zu sein. Ich bin, wie gesagt, mit dem Beruf zufrieden, und finde auch nicht, dass ich so schlecht verdiene. Ich werde keine Millionärin werden, aber wenn ich nicht irgendetwas total Bescheuertes mache, dann habe ich Jobsicherheit bis zur Rente (in einem Job mit dem ich gut leben kann!) und dann eine Pension.


    Wichtig ist auch, so wie Meerschwein Nele sagt, den Beruf professionell zu betrachten. Dann gewinnt man auch ganz gut Abstand von den SuS, die keine Hausaufgaben machen und nimmt das nicht mit nach Hause. Was nicht heißt, dass man sich nicht bei der Unterrichtsplanung Gedanken macht, ob man die SuS nicht doch zu Hausaufgaben bewegen kann. Aber man macht es eben dann und nicht im Bett oder beim Abendessen mit PartnerIn und/oder Freunden.


    P.S.: Bevor hier der falsche Eindruck entsteht: Ich bin nicht nur der Verbeamtung wegen Lehrerin geworden. Hätte ich Psychologie studiert, wäre ich vermutlich am Ende Kinder- und Jugendpsychologin geworden (oder halt irgendwas in dem Bereich), da ich schon wirklich gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeite.


    Nachtrag (ich hatte den Beitrag eher angefangen, hab mich dann aber erst um was anderes gekümmert): 80 Stunden/Woche finde ich auch zu viel. 50-60 kann durchaus sein, aber dafür hat man in den Ferien deutlich weniger.

    Ich kann den Eindruck, den tabularasa hier hat schon verstehen, auch wenn der aus meiner Sicht falsch ist.
    Wenn ihre Geschichte stimmt, und davon gehe ich aus, dann hat sie halt schon ein paar Mal "mit Zitronen gehandelt". Argumente wie "der Vater muss ja auch Unterhalt zahlen" sind sachlich und richtig, aber wenn man sich vielleicht seit Jahren damit rumschlägt, dass der Vater endlich mal seinen Beitrag leistet, vielleicht öfter mal zum Jugendamt muss etc. dann ist man bei dem Thema vielleicht leicht gereizt.
    Ich will auch nicht sagen, dass alle, die hier darum Bitten/die Anregung geben sachlicher zu sein, ein einfaches Leben haben. Das ist bestimmt nicht so.
    Aber ich glaube, dass es für die TE im Moment halt nicht einfach ist. (Und nicht jeder hat die Nerven, zu Familienmitgliedern zu sagen "nimm deine Nase aus meinem Leben". Ich könnte das auch eher nicht.)
    Trotzdem stimme ich zu, dass sie sich zu viele Gedanken macht (habe ich ja auch schon an anderer Stelle geschrieben)
    @tabularasa Ich bleibe dabei: Du hast es dir gut überlegt, zieh es durch!

    Schwieriges Thema. Da ich selbst Einzelkind bin, wäre ich wohl auch jemand, der im Gespräch nachfragen würde, wie es mit der Familienplanung aussehe und was die Gründe gegen ein zweites Kind seien. Sicherlich, man könnte immer argumentieren, dass das die Angelegenheit des Individuums sei und dies niemand Anderes angehe. Ich denke, dass bei sowas immer die Hoffnung mitschwingt, durch die richtigen Argumente den Gesprächspartner dazu zu bewegen, seine bisherige Einstellung noch einmal zu überdenken.

    Davon bei sowas nachzufragen rate ich dir ganz dringend ab!
    Nicht jeder hat Gründe wie "das zweite Kind ist mir zu anstregend". Die Gründe können GANZ woanders liegen.
    Wenn ich KollegInnen erkläre, warum mein Kind ein Einzelkind bleibt, folgt immer betretenes und oft auch verschämtes Schweigen und das hat auch seinen Grund. Ich rede auch nicht gerne darüber und mache es nur, damit endlich Ruhe ist.

    Ich bin zwar nicht Sissymaus, antworte aber mal trotzdem Lehrerin2007:


    Siet mein Kind 11 Monate alt ist, arbeite ich wieder in VZ. Mein Mann hat den 12. bis 14. Monat Elternzeit genommen. Das endete in den Sommerferien, dann war Kita-Eingewöhnung. Seitdem das Kind 15 Monate alt ist geht es Vollzeit in die Kita und es gefällt ihr dort. Wenn keine Kita ist (Wochende, Schließtage etc.) geht spätestens um 10 Uhr das Genöle los, dass Kita doch viel besser ist, als zu Hause zu sein. Recht hat das Kind. In der Kita sind schließlich andere Kinder, bei uns zu Hause nur die Eltern, die (Zitat vom Kind) "immer sagen, mach dies, mach das".


    Kolleginnen (sind eigentlich nur Frauen), die mich fragen, wie ich das mit VZ und Kind schaffe (und mich durchaus auch dafür kritisieren), sage ich, dass das Kind halt einen Vollzeit-Kita-Platz in einer guten Kita hat. Dann kommt natürlich immer die Frage, ob ich nicht mehr Zeit mit dem Kind verbringen will. Da sage ich dann immer, dass mir die Zeit nach der Kita und am Wochenende absolut reicht.
    Wenn gefragt wird, ob ich Angst habe, dass das Kind sich nicht richtig entwickelt, weil es nicht genug bei "Mama" ist, sage ich, dass ich da eher Angst hätte, wenn es immer zu Hause wäre, da es ja ein Einzelkind ist und bleiben wird. Wenn dann kommt "aber willst du denn kein zweites Kind?", sage ich einfach "nein". Wenn dann noch weiter nachgefragt wird, begründe ich dann, warum nicht (wobei ich mich oft ärgere, dass ich das mache, denn ich finde, das geht eigentlich keinen was an).

    Bei uns haben die Vertretungsplaner durchaus auch schon ab der ersten Stunde selbst Unterricht, im Zweifelsfall kommen sie ein paar Minuten zu spät.
    Dann wird in der Pause und in den Freistunden weiter- bzw. nachgearbeitet.

    So ist es und es wäre super, wenn alle das so sehen würden. Ist aber leider nicht so. Krank melden kurz vor Unterrichtsbeginn kommt immer wieder vor, wobei mir auch nicht klar ist, wieso das so ist.
    Die meisten KuK melden sich allerdings deutlich eher krank. Aber es reichen halt ein bis drei Leute, die sich nicht frühzeitig krank melden, damit es immer wieder vorkommt, dass es morgens für die Vertretungsplaner sehr hektisch wird.

    So eine Art Präsensstunden haben wir auch. Heißt bei uns Bereitschaft. Die Vertretungsplaner machen den Plan immer 2 Tage im Vorraus, allerdings melden sich durchaus morgens noch KollegInnen krank. Wenn die sich erst 7 Minuten vor Unterrichtsbeginn melden und Unterricht in der ersten Stunde haben, dann erfährt man von seinem "Glück" durchaus erst mit dem Klingeln. Es kommt auch schon mal vor, dass jemand, der erst zur dritten Stunde Unterricht hat, sich auch erst im Laufe der ersten großen Pause krank meldet (war vorher beim Arzt, lag noch im Bett, keine Ahnung warum). Auch dann erfährt man erst kurz vor Beginn der Stunde, dass man vertreten muss.
    Allgemein gilt bei uns die Regel, dass wer Bereitschaft hat auf jeden Fall direkt vor Beginn der Bereitschaft noch mal auf den Plan gucken muss. Wenn man keine Bereitschaft hat, wird man aber auch nicht eingesetzt.

    Ich habe jetzt relativ wenig Ahnung von Dienstplänen in der Pflege, aber meine ganz naive Vorstellung ist, dass das doch dann ganz gut passen würde. In den Semesterferien könntest du dann mehr machen.
    Wenn du in die Pflege gehen solltest, würde ich mich übrigens nicht darüber ärgern, dass du weniger verdienst, als andere Pflegekräfte, die nicht studiert haben. Es geht darum, dass du dich und dein Kind zwei Jahre über Wasser halten kannst, damit du danach in einem ganz gut bezahlten Job, den du tatsächlich machen möchstest, 30 Jahre lang Geld verdienst. Beiß in den sauren Apfel rein und sag dir selbst, dass der Lohn für dei unterbezahlte Arbeit halt nicht nur das Geld, sondern auch die Möglichkeit zu studieren und am Ende dein Traumjob ist.
    Wenn du später in der Berufsschule zukünftige Pfleger unterrichtest, passt das mit dem Nebenjob in der Pflege ja vielleicht auch ganz gut.
    Ich würde aber trotzdem auf jeden Fall auch bei Berufsschule nachfragen (wobei sich die Stundenplanerin bedanken wird, bei solchen Vorgaben. Auf der anderen Seite, wenn du gebraucht wirst, wird man dich auch gerne nehmen).

    Bevor ich hier irgendetwas anderes schreibe: @tabularasa: Du schaffst das! Du machst dir sehr viele Gedanken und ich glaube, das sind manchmal/oft zu viele Gedanken.


    Ich habe im Studium als SHK und im Bereich Nachhilfe, oft auch gleichzeitig, gearbeitet. Aber das ist für dich vermtulich keine Option, weil ich nicht weiß, ob man so auf 900 Euro kommt, die du ja brauchst.


    Ich würde vermutlich an deiner Stelle schauen, ob du irgendwo als Vertretungslehrerin im Bereich Pflege arbeiten kannst, und/oder die Tipps von @chilipaprika befolgen.

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