Die Schule ist zumindest in Niedersachsen nicht verpflichtet irgendwem bestimmte Stunden zu geben, die Stunden der Referendare werden den Schulen angerechnet, wie sie diese Nutzen oder ob sie sie zum Teil sogar verfallen lassen, liegt in der Verantwortung der Schulleitung. Es kommt hier regelmäßig vor, dass man nur in einem Fach eigenverantwortlich eingesetzt wird. Die Konsequenz ist, dass man dann in anderen Fach mehr Ausbildungsunterricht machen muss.
Meinst du mit "hier" die Schule, an der du tätig bist? Dann mag das für allgemeinbildende Schulen gelten, ich kenne es aus dem berufsbildenden Bereich aber anders. Unsere LiV - und so war es damals bei mir auch schon - sollen gemäß Vorgabe der Studienseminare (ich bin mir gerade nicht sicher, ob das nicht sogar "von oben" in einem Runderlass o. ä. so vorgegeben ist) eigenverantwortlichen Unterricht sowohl in ihrer beruflichen Fachrichtung als auch in ihrem Unterrichtsfach erteilen.
Eine Bekannte von mir, die katholische Religion als Unterrichtsfach hat, wurde in ihrem Referendariat vor zehn Jahren für den eigenverantwortlichen und den Ausbildungsunterricht in kath. Religion ein Jahr lang an einer anderen BBS im Nachbarort eingesetzt, weil an ihrer Ausbildungsschule im Beruflichen Gymnasium kein Religionskurs in kath. Religion zustandegekommen war.