Beiträge von Humblebee

    Gibt es da feste Regeln oder eine feste Systematik? Würde mich sehr interessieren!

    An meiner Schule läuft das Mahnwesen in Absprache mit dem Landkreis. Nach dem ersten unentschuldigten Fehltag (und Nicht-Vorlage einer Entschuldigung binnen einer Woche) gibt es einen Warnhinweis, danach folgen bei weiteren unentschuldigten Fehltagen die Mahnstufen 1 bis 3, danach wird der Fall an den Landkreis (Schulamt) abgegeben.

    Bei nicht mehr schulpflichtigen SuS kann die Mahnstufe 2 übersprungen werden, dann folgt also direkt auf Stufe 1 die Stufe 3 mit der Androhung der Ausschulung und wenn das auch nicht fruchtet und weitere Fehlzeiten auftreten, wird die Schülerin/der Schüler vom Schulleiter ausgeschult.

    Ich wundere mich etwas, dass die Erziehungsberechtigten nicht von der Schule über die unentschuldigten Fehltage informiert wurden Xandir83 . Habt ihr kein Mahnwesen? An meiner Schule - und auch an vielen allgemeinbildenden Schulen hier in der Gegend - werden recht schnell Briefe von den Klassenlehrkräften an die Erziehungsberechtigten (oder auch an die volljährigen SuS selbst) verschickt, um das Fehlen von Entschuldigungen anzumahnen.

    Bei uns - wohlgemerkt: NDS, nicht NRW! - gab es übrigens mal den Fall, dass ein volljähriger Schüler nach Aushändigung des Abschlusszeugnisses im Sommer noch ärztliche Bescheinigungen nachreichte und eine Änderung seines Abschlusszeugnisse bzgl. der Fehltage verlangte. Unser Schulleiter hat damals extra bei der Landesschulbehörde angerufen und dort wurde ihm gesagt und auch schriftlich bestätigt, dass die Zeugniskonferenzen der "Stichtag" für das Einreichen von Entschuldigungen seien. Sprich: Die Fehltage, die bis dahin nicht entschuldigt sind, dürfen wir als unentschuldigte Fehltage im Zeugnis vermerken. Der Schüler hat sich damals mit dieser Aussage zufriedengegeben.

    (Anmerkung: In NDS stehen auch auf den meisten Abschluss- und Abgangszeugnissen die Fehltage, nur bspw. in einigen Bildungsgängen der BBS wie berufsqualifizierenden BFSn oder der FOS Kl. 12 nicht.)

    Dachte der Begriff wäre auch anderswo schon schon im normalen Sprachschatz vorhanden.

    Bei uns sind damit Kollegen gemeint, die durch Minderleistung und/oder hohen Fehlzeiten auffällig geworden sind und daher in den Bildungsgängen weniger gewünscht sind.

    Der duale Partner würde uns Ärger machen oder der Ausfall im Abendunterricht ist nicht mehr auszugleichen.

    Diese Kollegen werden in die unbeliebtesten Klassen und gerne in Randstunden abgeschoben.

    Nein, dieser Begriff ist in meinem Sprachschatz ganz sicher nicht für die von dir beschriebenen Lehrkräfte vorhanden! Und an meiner Schule werden KuK auch zum Glück nicht derart behandelt.

    Ich fürchte, dass sich das zwar wie eine alte Leier anhört, aber leider in vielen Fällen noch so ist, Gegenbeispiele in allen Ehren.

    Tja, keine Ahnung. Ich kenne nun mal zum einen recht viele Fälle, wo die Frauen in einer Beziehung mehr verdienen als die Männer (in meinem Fall ist das bspw. so) oder aber beide verdienen etwa gleich viel. Und was das Umziehen aus beruflichen Gründen angeht, gibt es in meinem persönlichen Umfeld in etwa gleich viele Fälle wie den o. g., wo aufgrund einer beruflichen Veränderung der Frau ein Umzug erfolgte, wie auch Umzüge aufgrund Arbeitsstellenwechsels des Mannes oder beider Partner.

    Gibt es denn so eine Entwicklung überhaupt, weg vom Auto hin zum E-Bike?

    In zwei Fällen in meinem Freundeskreis: Ja. Beide (eine Freundin und ein Kollege) sind früher die in einem Fall 15 km, im anderen18 km mit ihren Autos zur Arbeit gefahren. Seit sie sich E-Bikes gekauft haben, fahren sie sehr oft damit zu ihrer Arbeitsstelle bzw. - im Fall des Kollegen - zur Schule.

    Meist ist es der Mann mit dem "richtigen Job", der Umzüge initiiert. Nicht die Lehrerin.

    Ach, die alte Leier wieder...:rolleyes:

    Gegenbeispiel: Ein ehemaliger Kollege von mir ist vor etlichen Jahren von NDS mit seiner frisch angetrauten Ehefrau nach SH gezogen, weil seine Frau an der Uniklinik in Kiel eine Stelle als Oberärztin bekommen hatte.

    In dem Fall weiß ich übrigens nicht, ob er an dem Ländertauschverfahren teilgenommen hat oder wie das lief. Zumindest wurde er hier "entamtet" (Sagt man das so? - Ich meine damit, dass er sich aus dem nds. Beamtenverhältnis hat entlassen lassen.) und wurde in SH nach Antritt seiner Stelle an einer dortigen beruflichen Schule wieder verbeamtet.

    Eben, darum ging es. Plattyplus meinte, in bestimmten Branchen würde immer noch stark gesiebt

    Ja, das ist ja auch so. In einigen Bereichen - hier in der Gegend bspw. im Bereich Groß- und Außenhandel - wird stark "gesiebt".

    In meinem Fall ging es ja um den Bereich "Fahrzeugtechnik". Und dort stehen in unserer Region prinzipiell genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung, was aber ja nicht heißt, dass jede/r Bewerber/in auch direkt einen dieser Ausbildungsplätze bekommt.

    Ob nun Notenzeugnisse eher gelesen werden als Gutachtenzeugnisse, weiß ich nicht. Da müsste ich mal bei verschiedenen Ausbildungsbetrieben nachfragen.

    Dass 'unsere' SuS zu 'euch' ins BVJ wandern und dann auf dem Arbeitsmarkt die allergeringsten Chancen haben, völlig egal, was im Zeugnis steht, muss man vielleicht erklären. Ich lese da vor allem die Sorge raus, irgend einem Benachteiligten könnte was geschenkt werden, dass man sich selbst so unendlich hart erarbeitet hat.

    Diese Aussagen verstehe ich nicht.

    Um welches Zeugnis geht es dir im ersten Satz? Um das, mit dem Schüler*innen aus Förderschulen ins "BVJ" (das hier in Niedersachsen "BES" heißt) an den BBS gehen oder um das, mit dem sie dann die BBS wieder verlassen? Geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben ja nun mal insbesondere die SuS, die die BES bei uns gar nicht erfolgreich absolvieren.

    Und was meinst du mit "...muss man vielleicht erklären"?

    Auch deinen letzten Satz verstehe ich nicht; wer ist dort mit "man" gemeint, der/die sich irgendetwas "unendlich hart erarbeitet hat"?

    Seichen? Was meinst du damit?

    Danke, das frage ich mich auch gerade. Nie gehört!

    Ist damit evtl. "auf Toilette gehen" gemeint? Falls dem so ist: Bei uns dürfen die SuS ohne nachzufragen aufs Klo gehen (wir haben aber ja nur SuS ab 16 aufwärts). Wenn ich allerdings merke, dass es bei jemandem überhand nimmt, spreche ich denjenigen/diejenige in einer ruhigen Minute nach dem Unterricht darauf an.

    Puh, das ist ja wirklich eine weite Strecke :( . Bei meiner o. g. Freundin und ihrem Lebensgefährten sind es "nur" ca. 500 km (die beiden fahren meist mit dem Zug, wenn er nach Norden bzw. sie nach Süden fährt; da beträgt die Fahrtzeit um die fünf Stunden).

    Wahrscheinlich sehr OT, aber irgendwie bin ich gerade irritiert. Ich habe ja keine Kinder, daher ist meine Frage vielleicht total doof, aber...: Einige schreiben ja hier, dass sie keinen Antrag bei ihren Schulen einreichen brauchen, wenn ihre Kinder krank sind/waren, und Karl-Dieter schreibt gar, dass rein rechtlich kein Antrag erforderlich sei. Wenn aber für "Kinderkrankentage" Sonderurlaub erforderlich ist, muss man doch auf jeden Fall einen Antrag stellen, nämlich einen Antrag auf Sonderurlaub zur Betreuung kranker Kinder/Angehöriger, oder habe ich da einen Denkfehler???

    Ich sehe jedenfalls oftmals meine KuK mitsamt den ärztlichen Bescheinigungen für ihre erkrankten Kinder auch einen (mehrseitigen?) Schrieb ins Sekretariatsfach legen.

    Und die anderen 70% haben keine Lehrstelle bekommen, weil die Noten zu schlecht waren und sie deswegen gar nicht erst eingeladen wurden? Oder gab es zu wenige Ausbildungsplätze?

    Oder waren die zu leistungsschwach für diese Ausbildung, bzw. haben sich dann anderweitig orientiert?

    Diese 70-75% der Klasse haben nach Verlassen der BFS "Fahrzeugtechnik" entweder eine Ausbildung in einem anderen Beruf aufgenommen, noch eine andere BFS an unserer Schule besucht oder (das betrifft allerdings nur ganz wenige) haben die Klasse nochmal wiederholt. Im Bereich "Fahrzeugtechnik" sind sie nicht verblieben, weil sie im Laufe des Schuljahres gemerkt haben, dass ihnen dieser berufliche Bereich doch nicht zusagte oder weil - wie du schon annahmst - ihre Leistungen im beruflichen Bereich "Fahrzeugtechnik" den Ausbildungsbetrieben nicht gut genug waren oder - wie plattyplus schrieb - sie vom Arbeits- und Sozialverhalten her nicht für eine Ausbildung in Frage kamen. Manche haben sie wohl auch im Praktikum nicht gerade mit Ruhm bekleckert (und hatten dadurch keine Chance mehr, in ihrem Praktikumsbetrieb eine Ausbildung machen zu können).

    Ausbildungsplätze würden aber prinzipiell in dem Bereich genügend zur Verfügung stehen.

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