Beiträge von Humblebee

    hui... mein Beileid. Wenn ich direkt zu beginn 2 Wochen im Studienseminar gewesen wäre, hätte zu 90% abgebrochen.

    Warum, wenn ich fragen darf?

    Unsere Refis sind zu Beginn ihrer Ref-Zeit auch erstmal eine Woche lang jeden Tag im Studienseminar. War bei mir damals (anderer Seminarstandort) auch so. Allerdings sind die Refis dann nur von morgens bis zum frühen Nachmittag (ich meine von 8 bis ca. 14 Uhr) im Studienseminar.

    Ich finde diese Einführungswoche super, um Infos über das Ref. zu bekommen, die anderen Refis - die man ja ansonsten meist nur einmal die Woche trifft - wie auch die Fachleiter*innen kennenzulernen usw. Ich habe diese Woche damals ähnlich gut gefunden (und empfunden) wie die "O-Woche" in der Uni.

    Da kann man ja neidisch werden, vielleicht sollte ich auch schwanger werden.

    Wieso? Willst du gern 100 SuS gleichzeitig unterrichten? Also, ich mit Sicherheit nicht, egal ob in Präsenz oder per ViKo!

    Ich nehme mal an, dass die Frage, ob diese Form des Unterrichts dienstrechtlich abgesichert ist, zwischen der Kollegin und der Schulleitung geklärt wird.

    Diese Form des Unterrichts wurde im letzten Schuljahr in meiner Abteilung von zwei schwangeren Lehrerinnen jeweils ca. zwei Monate lang problemlos durchgeführt. Aber in allen Fällen handelte es sich um "pflegeleichte" und lernwilige Klassen (Berufsschule, zweijährige BFS, BG).

    Wenn man da mal 4 Tage nicht korrigieren kann, hängt man das dran.

    Wenn mein Mann krank ist, macht der nicht die Wochen darauf Überstunden sondern es verschiebt sich halt alles.

    Ist das jetzt verständlicher was ich meine?

    Ehrlich gesagt: Nein, nicht wirklich. Wenn dein Mann krank ist, bleibt seine Arbeit doch genauso liegen wie deine noch zu korrigierenden Klausuren. Die Arbeit verschiebt sich für dich also genauso nach hinten wie für ihn. Und irgendwann muss sie ja erledigt werden.

    Bei meinem Lebensgefährten haben Krankheitstage tatsächlich schon mal dazu geführt, dass er Überstunden machen musste, um Einiges, was durch seine Krankheit liegengeblieben war (und was kein anderer für ihn erledigen konnte), termingerecht fertig zu bekommen.

    Krass, ich lebe wohl im Testzentrum-Paradies, es reichte sogar ein sehr roter Selbsttest von zuhause, um einen kostenlosen PCR-Test parallel zum Schnelltest zu bekommen (damit ich nicht am nächsten Tag zurückkommen muss)

    Genauso habe ich es bisher im Kollegium wie auch im Bekannten- und Verwandtenkreis auch mitbekommen. Deren Ärzt*innen oder auch Testzentren haben spätestens nach positivem Schnelltest (teilweise auch Selbsttest) kostenlos, also ohne Rechnungsstellung, PCR-Tests durchgeführt.

    Damit ist gemeint "echte Großstadt". Davon gibt es in Niedersachsen genau eine (mit ach und Krach).

    Darum sagte ich ja, dass es auf die Größe der Großstadt ankommt ;) .

    Übrigens gilt als "Großstadt" schon eine Stadt mit mehr als 100.000 Einwohner*innen. Demnach gibt es doch tatsächlich auch in NDS acht Großstädte (nach deiner Auslegung sind dies aber natürlich "unechte Großstädte" :P...).

    In Ba-Wü gibts Berufsschulzentren schon in 12.000 Einwohner Gemeinden. Das ist dann schon dörflich.

    Die gibt es in unserem doch eher ländlich geprägten NDS natürlich auch zuhauf. Dennoch ist das für mich nicht "dörflich", sondern eher "kleinstädtisch" oder eben "ländlich". Aber ganz sicher nicht "tiefstes Dorf", von dem Sky sprach.

    Mal davon abgesehen finde ich den Ausdruck "richtig schön asozial" im Zusammenhang mit Schülerinnen und Schülern genau das, sprich: ganz schön asozial.

    Ich bin selbst an einer BBS in einer Unistadt tätig und kann nicht bestätigen, dass die jungen Kollegen aufs Land gesetzt werden. Ja, die Unistadt ist wesentlich beliebter aber es kommt bei der Vergabe der Planstellen vor allem auf das folgende Punkte an (Reihenfolge ist wichtig):
    1. VItamin-B
    2. Fächer
    3. Note

    Das kann ich von den BBSn hier im Umkreis nicht bestätigen. "Vitamin B" spielt meiner Meinung nach - wenn überhaupt - nur eine untergeordnete Rolle.

    Anekdotisches Beispiel: Ein Bekannter hat mehrere Jahre lang Versetzungsanträge an zwei BBSn in die "Großstadt"/Unistadt gestellt, weil er dort auch wohnte und keine Lust auf den Fahrweg zu seiner Schule (ca. eine Stunde Entfernung. Trotzdem er "Vitamin B" in Form vieler bekannter Lehrkräfte und der SL an seiner Ausbildungsschule in eben dieser Stadt hatte, wurde es mit der Versetzung nichts, da seine Wunschschulen a) genügend Lehrkräfte mit seiner Fächerkombi hatten und b) seine BBS in der Kleinstadt ihn aufgrund dringenden Bedarfs nicht gehen lassen wollte. Im Endeffekt ist dieser Bekannte mit seiner Familie aus der Stadt weggezogen an seinen Schulort.

    Auch an meiner BBS (Kleinstadt, nicht Großstadt) fallen mir nur zwei Beispiele von Lehrkräften ein, die m. E. ihre Stellen bei uns in den letzten 15 Jahren nur bekommen haben, weil sie Mitglieder der SL näher kannten.

    Dorf vs Stadt - Klientel: Das ist in einer Großstadt richtig schön asozial

    Das kommt sicherlich auch mit auf die Größe der Großstadt an. Ich habe mein Ref an einer BBS in einer der größten Städte Niedersachsens gemacht und wir hatten dort keine "asoziale" Klientel, auch im BVJ nicht (die gibt es weiterhin dort nicht, wie mir Bekannte, die an dieser Schule tätig sind, bestätigen).

    Im tiefsten Dorf

    Auch an dich nochmal die Frage: Wieviele BBSn auf dem "tiefsten Dorf" gibt es denn? Ich kenne keine, abgesehen von kleinen Außenstellen größerer Bündelschulen.

    Tag der Ofentür

    :lach:


    Wie ist eigentlich woanders die Teilnahme an Sonderveranstaltungen geregelt, wie Beratungstage am Wochenende, Tag der offenen Tür am Samstag oder ähnliches.

    Dazu kann ich nichts beitragen. Wir hatten in all den Jahren, die ich schon an meiner Schule tätig bin, noch nie irgendeine Veranstaltung an einem Samstag.

    Infoveranstaltungen finden bei uns einmal jährlich für das BG an einem Freitag Nachmittag für zwei Stunden und für alle anderen Bildungsgänge Anfang Februar an einem Spätnachmittag/Abend (von 16 bis 19 Uhr) statt. Einen "Tag der offenen Tür" hatten wir - wenn ich mich recht erinnere - in den letzten 20 Jahren nur dreimal (während der Woche an einem Schultag mit Ende um 15 Uhr, also zum Ende unserer 8. Stunde). Da der nicht auf besonders große Resonanz stieß, wurde er wieder abgeschafft.

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