Und du hast, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, keine Kinder...
Richtig, habe ich nicht. Aber ich habe gar nicht mal wenige KuK mit Kindern, die einen ähnlich langen Schulweg haben und die ihre Kinder morgens vor Unterrichtsbeginn (der bei uns aber auch erst um 8:10 Uhr ist) teilweise noch zur Kita bringen. Die haben es dann so mit den Stundenplaner*innen abgesprochen, dass sie erst zur 3. Stunde Unterriicht haben. Zwei von diesen KuK, die inzwischen Kinder haben, haben übrigens auch mal im bzw. nahe am Schulort gewohnt und sind mittlerweile weiter weg gezogen (da war in beiden Fälen jeweils ein Kind schon auf der Welt)
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Ich fahre gerne Auto, aber es ist Zeitverschwendung, da braucht man sich nichts anderes einzureden. Das ist Zeit, die man mit Hobby, Familie oder Freunden verbringen könnte. Man hat mehr Zeit und es kostet auch deutlich weniger, ich würde die Versetzung anstreben.
Nun gut, ich kann für mich nur sagen, dass es mir recht egal ist, ob ich im Auto meine Zeit verbringe oder nachmittags früher auf dem Sofa sitze (und dort oder dort den Schultag Revue passieren lasse) oder morgens länger im Bett liege (mein Lebensgefährte muss eh früher aufstehen als ich, da bin ich sowieso früh wach). Ich habe ja nun den direkten Vergleich, da ich - wie gesagt - jahrelang am Schulort gewohnt habe und empfinde das Fahren nicht als Zeitverschwendung, sondern gerade auf dem Heimweg als eine Zeit zum "Runterkommen". Mit Hobbys, Familie oder Freund*innen hatte ich damals die durchs Wohnen am Schulort gewonnene Zeit eh nicht verbracht, sondern habe mich dann eben eine Stunde länger auf dem Sofa gelümmelt, Zeitung gelesen oder im Internet gesurft.
Aber das ist eben mein ganz persönliches Empfinden und ich kann nur nochmal wiederholen: Jede/r soll es so machen, wie es ihr/ihm beliebt! Es muss sich m. E. niemand rechtfertigen, ob er/sie nun lieber am Schulort wohnen mag oder nicht. Für mich kommt es definitiv nicht mehr in Frage.