Wenn man am BK in einer Vollzeitklasse mit 30 Schülern anfängt und am Ende des Schuljahres noch die Hälfte übrig ist, weil der Rest aufgrund einer Vielzahl unentschuldigter Fehlstunden und/oder Fehlverhalten unsere Schule verlassen mußte, dann ahnst Du vielleicht wo die Arbeit her kommt. Bekomme erst einmal das komplette Mahnverfahren für jeden einzelnen Schüler durch und dazu dann noch die Sondertermine für die ganzen Teilkonferenzen...
Wir dürfen zwar noch schulpflichtige SuS nicht wegen ihrer Fehlzeiten ausschulen (nur die nicht mehr schulpflichtigen; bei denen halten wir uns aber auch nicht lange auf), aber ins Mahnverfahren wandern auch so manche aus diesem Grund. Allerdings bedeutet das für mich keinen so großen Verwaltungsaufwand, weil nur die ersten beiden Mahnstufen über mich als Klassenlehrerin laufen (die weiteren dann über unser Sekretariat) und wir mit vorgefertigten Briefen arbeiten, wo ich nur noch die unentschuldigten Fehltage eintragen. Konferenzen brauchen wir dafür nicht abzuhalten.
Für diese Verwaltungsarbeit im Rahmen des Mahnverfahrens beträgt der Zeitaufwand für mich max. 10 Minuten pro Mahnschreiben und Schüler*in (Fehltage aus dem Klassenbuch in den vorgefertigten Mahnbrief eintragen, abspeichern, einmal ausdrucken und unterschreiben, dann ins Sekretariatsfach legen, denn der Versand läuft darüber).
Bei einer Klasse bekomme ich gefühlt 1-2 Mal im Monat eine Nachricht mit den Worten: xy hat sich jetzt abgemeldet. Bitte schickt mir eure Noten.
Auch das ist bei uns einfacher, denn SuS, die sich im Laufe des Schuljahres abmelden oder von uns ausgeschult werden, erhalten bei uns kein Zeugnis mehr sondern lediglich eine Schulbescheinigung.