Drittens ist es eine Frechheit, einem fast fertigen Lehrer zu sagen, er können ja eine Ausbildung zum Erzieher hinterherschieben. Erzieherinnen haben andere Aufgaben als Primarlehrkräfte und sie verdienen schlicht weniger. Das ganze nach einem teuren Studium und mit Mitte/Ende 20 ist einfach keine Option.
Das sehe ich allerdings anders. Wir hatten in der Fachschule Sozialpädagogik (das ist die vollzeitschulische Ausbildung für Erzieher*innen) schon mehrfach ehemalige Student*innen. Dies waren sowohl Leute, die ein Studium abgebrochen hatten, als auch Personen, die sich nach einem abgeschlossenen Studium "umorientiert" haben. Natürlich verdienen Erzieher*innen weniger als GS-Lehrkräfe, aber da der/die TE ja nun wohl endgültig das Studium im Primarbereich nicht geschafft hat, finde ich auch, dass die Erzieher*innen-Ausbildung durchaus eine Option wäre. Zumal ich den Eindruck habe, dass Junglehrer321 schon gerne mit Kindern arbeitet und die Arbeit als Erzieher*in sich ja doch von der einen GS-Lehrkraft unterscheidet, oder nicht?
Im Übrigen absolvieren an meiner Schule - und ich denke, das ist auch an anderen beruflichen Schulen der Fall - sowohl die Fachschule Sozialpädagogik als auch die Berufsfachschule Sozialpädagogische/r Assistent/in des Öfteren Personen, die älter sind als Mitte/Ende 20 (wobei Junglehrer ja sogar schrieb, er/sie sei noch sehr jung)! Ich hatte in der BFS vor etlichen Jahren schon mal eine Schülerin, die Mitte 40 war und damals älter war als ich
. Diese Dame ist natürlich eine Ausnahme, aber ältere SuS sind in diesen beiden Bildungsgängen - wie gesagt - keine Seltenheit.