Beiträge von Humblebee

    @samu: Was ist denn "SMK-Blog"? Nach der Aufzählung der Schulformen dort sieht das nach NRW aus, oder?

    Ich könnte absolut nicht nachvollziehen, warum eine 11. oder 12. Klasse eine "Abschlussklasse" sein solllte. Was für einen Abschluss kann man denn am Ende dieser Jahrgangsstufe erreichen?

    Mir wäre es als Kind ähnlich gegangen wie Maylin85 . Ich war nach der Schule mittags auch erstmal ganz froh, wenn ich meine Ruhe und etwas Zeit für mich hatte ;) . Anschließend habe ich meine Hausaufgaben gemacht und mich dann oft noch mit Freundinnen getroffen (aber nicht jeden Tag, ich war wirklich ganz gern mal allein).

    Klar, so sehen wir Lehrkräfte das. Aus Schülerperspektive bedeutet der Test vor der Prüfung, dass sie an dieser vielleicht nicht teilnehmen dürfen bei einem positiven Test. Ohne den Test dürften sie nach der Prüfung aber nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, also gehen sie ungetestet in die Prüfung und lassen sich danach testen, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu dürfen.

    Ok, solche merkwürdigen Fälle hatten wir noch nicht! Ungetestet dürfen meines Wissens bei uns sowieso nur die SuS an Klassenarbeiten teilnehmen, die ansonsten einen Antrag auf Befreiung von der Präsenzpflicht gestellt haben (und die kommen dann ja nur für die Stunden, in denen die Arbeiten geschrieben werden und nehmen ansonsten eben nicht am Präsenzunterricht teil). Wenn jemand mal an einem Tag, wo "Testtag" ist, kein negatives Testergebnis hat und sich dann weigert, in der Schule einen Nachtest zu machen, darf er laut unserer SL dann auch nicht am Präsenzunterricht und damit an einer evtl. an dem Tag stattfindenden Klassenarbeit teilnehmen (die wird dann mit "ungenügend" bewertet). Aber auch das ist bisher bei uns nicht passiert.

    An Prüfungstagen haben unsere SuS übrigens generell keinen Präsenzunterricht. Da finden nur diese (schriftlichen oder mündlichen) Prüfungen statt und den Rest des Tages haben die SuS frei.

    Können die Ungestesten sich dann erst für den nachfolgenden Unterricht testen? Warum dann nicht sofort vor der Arbeit (dann ersparen sich die Lehrkräfte viel unnötige Orga-Arbeit)? Das würde dann doch für den ganzen Tag gelten, oder?

    Wenn sie aber doch den Test verweigern...?!?

    Wir müssen auch schauen, wo wir die SuS lassen, die von der Präsenzpflicht befreit sind und zu einer Klassenarbeit oder Prüfung "auflaufen". Einen negativen Test brauchen sie nicht vorzulegen; also müssen sie entweder in einen anderen Raum gesetzt werden oder zu einem anderen Termin einbestellt werden. Daher brauchen wir z. B. für die Abiklausuren morgen in Englisch nun für drei Kurse auch sechs Räume.

    Wie habt ihr es denn gelöst?

    Hier gibt es ja die Möglichkeit, dass Eltern ihre Kinder vom Präsenzunterricht abmelden. Diese müssen aber trotzdem an Prüfungen und Klassenarbeiten teilnehmen. Dafür müssen sie allerdings kein negatives Testergebnis vorlegen.

    Und wenn es SuS gibt, die an den "Testtagen" morgens kein negatives Testergebnis vorlegen können, dann dürfen sie an dem Tag nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Ergo: Pech gehabt, wenn an dem Tag eine Klassenarbeit ansteht (laut unsere SL zählt das dann als unentschuldigter Fehltag und die Arbeit ist somit 6). Oder diese SuS müssen sich in der Schule nachtesten (wenn die Schule das anbietet). Wenn sie den Nachtest verweigern, dürfen sie wiederum nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.

    Ich denke, es liegt vor allem daran, dass die Lehrkräfte (vor allem die Lehrkräfte an beruflichen Schulen) heutzutage einfach ein anderes Selbstverständnis haben

    Ich muss sagen, dass ich sehr gute Erfahrungen mit meinen damaligen Lehrkräften an der BBS, die ich Anfang der 1990er Jahre besucht habe, gemacht habe. Das waren - bis auf einen älteren Lehrer - alles offene, freundlich, der Schülerschaft wohlgesonnene Lehrer*innen, mit denen wir uns teilweise noch jahrelang nach unserem Abschluss privat getroffen haben. Die waren "ganz anders drauf" als meine vorherigen Lehrer*innen am Gymnasium (denn die waren größtenteils tatsächlich recht arrogant, distanziert und teilweise kaltschnäuzig). Mein heutiges Kollegium ist dem meiner damaligen BBS in vielem ähnlich, finde ich.

    Diese Lehrkräfte an der BBS damals waren es im Endeffekt auch, die mich davon überzeugt haben, das Lehramt BBS überhaupt zu studieren.

    Sind solche Probleme auch im Ref an Berufsschulen verbreitet? Also, sind dort auch Klassen/Kurse üblich, in denen insbesondere Referendare (und auch durchsetzungsschwächere Lehrkräfte) jede Stunde ausgetestet werden?

    Dass solche Probleme "verbreitet" sind, glaube ich nicht. Klar kommt das vor, aber nicht nur an beruflichen Schulen sondern vermutlich genauso an allen anderen Schulformen. Wie schon von einigen anderen User*innen gesagt, hängt das stark von der Lehrkraft ab und von deren Umgang mit den SuS.

    Und welche Kurs-/Klassengrößen sind üblich? (Das hängt vermutlich auch wieder nicht nur vom BL, sondern den zahlreichen anderen Faktoren ab...)

    Wie du schon selbst sagst, kann man von einer "üblichen Klassen- und Kursgröße" nicht sprechen. Bei uns sind z. B. im beruflichen Gymnasium die Klassen 11 und - je nach Art des Kurses - die Kurse in 12 und 13 immer recht voll (durchschnittliche Klassen- bzw. Kursgröße bei 25, würde ich schätzen; ich hatte in der 13 aber auch mal einen Englischkurs auf grundlegendem Niveau mit 32 SuS). Auch unsere Berufsfachschulklassen haben meist mind. 22 SuS, hingegen haben wir gerade im Teilzeitbereich einige Berufsschulklassen, die seit Jahren so klein sind, dass sie kurz vor dem "Einstampfen" stehen oder an unserer Schule schon gar nicht mehr angeboten werden (weil es an Betrieben fehlt, die in diesen Berufen ausbilden).

    flipper, in Hessen gilt die Q1 (Klasse 12) als Abschlussklasse. Ich vermute, dass wird in anderen BL auch so sein oder jetzt so geregelt werden. Erzielte Leistungen gehen ja ins Abitur ein.

    In Niedersachsen gelten bisher als "Abschlussklassen" nur alle die, wo die SuS in diesem Schuljahr noch Abschlussprüfungen haben. Die Klasse 12 des Gymnasiums oder bei uns an den BBS die Klassen, die eben jetzt keine Prüfung haben, z#hlen daher nicht dazu ( @DpB: deshalb bei uns die einjährige BFS ja - denn die haben eine schrifltiche und eine mündliche Abschlussprüfung - und die BES Klasse 1 (ehemals BVJ) nicht, weil die keinerlei Prüfungen haben (den Hauptschulabschluss kann man in dieser Klasse nicht mehr erwerben, im Gegensatz zum frühereren BVJ)).

    Naja, die BBS vereinen als viele Schularten. Außerdem gibt es ja unterschiedliche Richtungen. Kaufmännisch, gewerblich, etc. Da gibt es, was Disziplinprobleme angeht, schon erhebliche Unterschiede.

    Genau so ist es: In einer beruflichen/berufsbildenden Schule finden sich verschiedenste Bidlungsgänge und berufliche Fachrichtungen. Ich unterrichte an einer "Bündelschule", wo sich quasi alles tummtelt ;) .

    Stimmt, ich leide auch sehr unter Höhenangst, wodurch alles, was "vom Boden abhebt" (Karussellls, Flugzeuge,...) schon mal schwierig für mich ist. Mit Auto-, Zug-, Bus- und Schifffahren hatte ich hingegen noch nie Probleme.

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