Ein Tipp, den ich eigentlich jedem gebe, der nicht VÖLLIG überlaufene Fächer hat: Mach mal ausfindig, wie die Stellensituation für WiWi ist und überlege Dir, das als normalen Master zu machen und dann - wenn's gesucht ist (bei uns ja) - per Quereinstieg ins Lehramt zu gehen. Da Sozialkunde an der BBS viel Wirtschaft ist, dürfte eine Anerkennung von Sozialkunde als Zweitfach das kleinste Problem sein. Oder mach den Diplom-Handelslehrer.
Mit beidem wärst Du deutlich flexibler. Mit einem berufsbezogenem Fach, das auch noch gesucht ist, würde ich niemandem mehr raten, speziell Lehramt zu studieren und würd's im Nachhinein auch nicht mehr tun.
Gerade Deutsch und auch WiWi dürften doch nicht überlaufen sein, oder? Hier in NDS zumindest nicht. Ich würde jedenfalls niemandem empfehlen, dass bereits begonne Lehramtsstudium für berufliche Schulen wieder aufzugeben und stattdessen später den Quereinstieg zu probieren. Es gibt bei uns auch so gut wie keine Quereinsteiger in der beruflichen Fachrichtung WiWi, sondern fast nur in anderen Bereichen, wie dem gewerblich-technischen oder sozialen Bereich.
Sozialkunde (bei uns "Politik") hat zumindest an unseren niedersächsischen BBS kaum wirtschaftliche Inhalte (denn dafür ist ja der Wirtschaftsunterricht da). Das mag natürlich in anderen Bundesländern anders sein. Zudem ist hier das Unterrichtsfach Politik schon seit Jahren nicht besonders gesucht.
Und den Abschluss "Diplom-Handelslehrer" gibt es meines Wissens in NRW nicht. Hier in Niedersachsen hat man den früher mit Abschluss des Studiums des Lehramts BBS mit der beruflichen Fachrichtung WiWi automatisch erworben, aber das ist nun auch schon seit ca. 20 Jahren "Geschichte".
Ich kann also deinem Rat - als "grundständige" Lehrerin an einer niedersächsischen BBS (das mag in anderen BL anders sein) - so gar nicht folgen.