Bei einem Abiball einer Freundin von mir war das so, dass nur der Schulleiter und ein paar Lehrer gesprochen haben und Schüler eigentlich gar nicht, außer die Schülersprecher. Gleich danach wurden die 1,0 - 1,5 Schüler geehrt und dann die Zeugnisse ausgeteilt und fertig. Ich fand das sehr angenehm so.
Der Abiball läuft hier in der Gegend eigentlich komplett ohne Reden etc. ab (und wenn, dann höchstens kurze von der SL und den Schüler- bzw. Jahrgangssprecher*innen). Die Zeugnisse gibt es schon vorher auf der Entlassungsfeier, wo es auch nur Reden von den oben Genannten plus evtl. Elternsprecher*innen u. ä. gibt sowie einige musikalische Einlagen oder ein kurzes Bühnenstück. Anschließend ist Zeugnisübergabe, "Bestenehrung" und dann gibt's Sekt und Snacks und das war's. Von Lehrerparodien oder ähnlichem habe ich in diesem Zusammenhang noch nie gehört.
Um die Lehrkräfte ein wenig "leiden" zu lassen, gibt es hier aber den "Abistreich", der irgendwann nach den mündlichen Abiprüfungen vormittags stattfindet und an dem auch SuS anderer Jahrgänge teilnehmen. Da sollen die Lehrkräfte u. a. lustige Spielchen mitmachen, aber es wird auch keiner Lehrkraft übelgenommen, wenn sie dort gar nicht auftaucht. Allerdings sind solche "Streiche" auch schon öfter übertrieben worden, z. B. durch mit Farbe beschmierte Schulwände und Lehrerautos (keine wasserlöslichen Farben!), zugemauerte Lehrerzimmmertüren,... Der Abi-Jahrgang vor meinem eigenen hat es damals auch übertreiben und denen wurde daraufhin die "Location" für ihren Abiball, der drei Tage später stattfinden sollte, abgesagt, weil die Betreiber ähnliche Ausschreitungen fürchteten.
Was die Abizeitung angeht, finde ich diese wirklich problematisch. Auch da habe ich schon von Lehrkräften (auch an meiner Schule) gehört, die sich gehörig auf den Schlips getreten fühlten.