Ich muss dem TE zustimmen, der Lehrerberuf wird immer unattraktiver.
Woher wusste ich, dass du das sagen würdest?! ![]()
Ich muss dem TE zustimmen, der Lehrerberuf wird immer unattraktiver.
Woher wusste ich, dass du das sagen würdest?! ![]()
Ein Mangel- oder auch nur gesuchtes Fach ist es wohl an keiner Schulart, in keiner Stufe und in keinem Bundesland.
Meine Schule bildet da wohl eine Ausnahme. Wir hatten und haben so ca. alle zwei bis drei Jahre Bedarf an neuen Deutschlehrkräften. Das liegt zum einen daran, dass das Deutschteam hauptsächlich aus weiblichen Lehrkräften besteht und die haben sich in den letzten fünfzehn Jahren rege "vermehrt"
. Soll heißen: die Kolleginnen, die dann aus dem Mutterschutz und der Elternzeit zurückkamen, arbeiten allesamt Teilzeit, so dass Bedarf an neuen Deutsch-KuK da war und ist (auch weil diese Kolleginnen dann teilweise gar nicht mehr Deutsch unterrichten, da sie in ihrem beruflichen Schwerpunktfach benötigt werden). Zum anderen sind einige - ich meine drei - der wenigen männlichen Deutschlehrkräfte und zudem eine der Deutschlehrerinnen in den letzten acht bis zehn Jahren an andere Schulen gewechselt.
Aber ich denke, das ist wirklich Zufall bei uns!
Funky303 : Das Bundesland Bremen arbeitet schon seit Jahren mit "ItsLearning"
, das weißt du, oder?
Bei uns am BG arbeiten die dort eingesetzten KuK seit langer Zeit mit "Moodle". Ich finde es nicht so toll, aber die meisten der BG-KuK schon.
Was verstehst du unter "digital eingetragenen" Lehr- und Stoffverteilungsplänen? Wir haben unsere im "Didaktischen Wizard".
Meer : Danke für deinen "Erfahrungsbericht"!
Jetzt bin ich aber irritiert! Ist nicht in NRW Mittwoch der erste Schultag? Dürft ihr einfach so zwei Tage früher ins neue Schuljahr starten? Das kenne ich aus Niedersachsen gar nicht.
Je nach eigener Organisation und Arbeitsplanung kann man als Lehrer auch viel von zu Hause arbeiten.
Das kommt natürlich auch noch hinzu. Ich wage mal zu behaupten, dass ich max. 2/3 meiner Arbeitszeit vor Ort in der Schule verbringe und den Rest zuhause mit Vor- und Nachbereitung (inkl. Korrekturen).
Funky303 : Arbeitest du denn überhaupt nicht mit Schulbüchern und Arbeitsblätter (als Word- oder PDF-Datei) sondern hast all' deine Arbeitsmaterialien für die Schule irgendwo "online" verfügbar?
Ich habe meinen SuS während des Homeschooling viele Word- und PDF-Arbeitsblätter zukommen lassen (über den school@min, z. T. über "Teams" oder per Mail) oder habe sie Aufgaben im Schulbuch bearbeiten lassen; das war kein Problem, auch nicht hinsichtlich der Rückmeldungen.
Jetzt machst du mich neugierig Maylin85 : welche Anlässe im Freundes- oder Verwandtenkreis finden denn nur vormittags statt? Da fallen mir spontan nur standesamtliche Hochzeitstermine ein und selbst die - zumindest die, an denen ich teilnehmen wollte - fanden in meinem Bekanntenkreis und in der Familie (da war es allerdings nur eine) in den letzten Jahren ausschließlich samstags statt. Alle anderen Anlässe (Geburtstage, "runde" Hochzeitstage, Einschulung, "Babyparty", Polterabend,...) werden am Wochenende oder zumindest abends gefeiert. Selbst Beerdigungen sind eigentlich nie vor dem späten Vormittag angesetzt und da habe ich es in der Schule schon zweimal arrangiert, dass ich zu auswärtig stattfindenden Beerdigungen gehen konnte (Unterrichtsstunden wurden getauscht).
Übrigens... Meerwald : Herzllich Willkommen hier im Forum! Wer bist du, wo kommst du her und warum interessiert dich das Thema deines Threads so sehr? Eine kleine Vorstellung deinerseits fände ich nett!
Enora : Dein Argument mit den hohen Mieten in der Großstadt kann ich nachvollziehen, aber gerade, wenn man in einer kleineren Stadt, am Stadtrand oder eben "auf dem platten Land" seinen Arbeitsplatz hat, bestünde doch die Möglichkeit, in die Nähe dieses Arbeitsplatzes zu ziehen?! Dass das viele nicht möchten, steht auf einem anderen Blatt.
Ich sehe es ähnlich wie Kiggie.
Für mich macht den Lehrerberuf der direkte Kontakt mit den SuS vor Ort aus. Wenn ich Lust auf einen Bürojob gehabt mit weniger direktem Menschenkontakt (häufig ja nur per Telefon) gehabt hätte, hätte ich mich nicht entschieden Lehrerin zu werden. Von daher wird m. M. n. unser Job nicht unattraktiver, nur weil wir keine Möglichkeit des Homeoffice haben. Natürlich hatte auch die Zeit des Homeschooling ihre Vorteile, aber ich war mehr als froh, als ich meine SuS wieder im Präsenzunterricht hatte.
Die Flexibiltät finde ich im Lehrerberuf ebenfalls recht hoch; z. T. sogar höher als die einer Freundin, die - als Mitarbeiterin eines Großhandelsbetriebs - drei Monate im Homeoffice war. Sie musste bspw. täglich von 7:45 bis 16:30 Uhr telefonisch erreichbar sein; ich hingegen kann nach Schulschluss, der zumindest bei mir nie nach 15:10 Uhr liegt, hingehen, wo ich möchte, und muss für niemanden erreichbar sein.
Dass man sich im Homeoffice den An- und Abfahrtsweg zur Arbeit spart, ist für mich kein Argument. Es zwingt einen ja niemand, so weit vom Arbeitsplatz entfernt zu wohnen (ob das nun die Schule oder das Büro ist). An meiner Schule unterrichten eine ganze Reihe von KuK, die am Schulort wohnen und mit dem Fahrrad zu Arbeit fahren oder sogar zu Fuß gehen können.
Natürlich hat Homeoffice auch Vorteile, aber der Vergleich des Lehrerberufs mit dem eines Büroangestellten ist m. E. ein Vergleich von Äpfeln und Birnen.
fossi74 : Wie meintest du es denn dann? Spielst du auf die schlechten Einstellungsmöglichkeiten an?
Wenn dem so sein sollte, hatte ich dich falsch verstanden (da fehlte mir eine nähere Erläuterung deinerseits); ich dachte nämlich, du wolltest den TE vor dem Korrekturaufwand warnen.
Finger weg von Kombinationen mit Deutsch.
Das ist alles Geschmackssache, denke ich. Ich habe gerade letzte Woche eine alte Studienfreundin von mir besucht. Sie ist absolut glücklich mit ihrer Kombination Wirtschaft und Deutsch an einer BBS (also Wirtschaft als berufliche Fachrichtung, Deutsch als Unterrichtsfach). Auch der Fachleiter Deutsch an meiner Schule geht total in seinem Unterrichtsfach auf.
Ja, das finde ich auch ganz furchtbar
!
Ich hatte noch nie solch einen entspannten Schuljahresausklang. Da alle Klassen, die ich im letzten Schuljahr unterrichtet habe, spätestens Ende Juni gem. Erlass keinen Unterricht mehr hatten, musste ich in den letzten 2,5 Wochen vor Ferienbeginn nur noch selten, u. a. für die Zeugniskonferenzen und zur Zeugnisausgabe, in die Schule fahren. Die sonst üblichen Einschulungsveranstaltungen vor den Ferien sind ebenso ausgefallen wie seit Mitte März die allermeisten Konferenzen, Dienstbesprechungen und Teamsitzungen (ich hatte nur noch eine einzige Teamsitzung meines Bildungsgangsteams per Videochat).
Die Zeit des Lockdowns habe ich insgesamt z. T. als ziemlich "entschleunigend" empfunden.
Stüüümt! Sorry! ![]()
Ich editiere: "Ariel"-Werbung mit "Klementine" (oder "Clementine") ![]()
OT: "Wir sind die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen..." ![]()
Zum Thema kann ich leider nichts sagen. Ich habe zwar selbst in Oldenburg studiert, kenne mich mit dem Lehramt Gymnasium gar nicht aus.
Na ja, Niedersachsen will ja - wie Yubel schon schrieb - mit dem "eingeschränkten Regelbetrieb" starten und im überarbeiteten Hygieneplan steht nichts von einem Verbot von Partner- und Gruppenarbeit sondern lediglich, dass Abstände - wenn möglich - eingehalten weden sollen. Eine Maskenpflicht soll es demnach in den Klassenräumen nicht geben.
dass Niedersachsen mit dem Szenario A (mit verändertem Rahmen-Hygieneplan "Corona Schule") starten möchte, wurde am Freitag nochmal bestätigt: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/akt…cht-191444.html.
Enora: Wofür steht denn die Abkürzung "NL"?
"Persil"-Werbung mit "Klementine"
Zu dieser Stellenanzeige bei der "Inobhutnahmegruppe", über die hier diskutiert wurde, gibt es übrigens jetzt noch eine Stellungnahme der Diakonie Michaelshoven, aus der hervorgeht, welche Kinder dort untergebracht werden sollen:
https://www.diakonie-michaelshoven.de/aktuelles/pres…g/stellungnahme
Oh ja, ich auch, und wie! Diese "stumpfe" Einzelarbeit mit Arbeitsblättern und Aufgaben aus dem Buch bzw. Arbeitsheft vor den Ferien ist nicht nur meinen SuS sondern auch mir auf den Geist gegangen.
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