Beiträge von Humblebee

    Ich habe ja nicht Politik als Unterrichtsfach studiert, kann dir aber zum einen berichten, dass während meines Studiums damals noch viele Mitstudent*innen während des ersten oder zweiten Semesters das Fach gewechselt haben (von Englisch zu Deutsch, Sport oder Poltik; eine Mitstudentin hat von Sport zu Deutsch gewechselt, eine andere von Mathe zu Politik). Das sollte also kein Problem sein, wenn du am Anfang des Studiums feststellst, dass Politik doch nichts für dich ist! Hast du die Idee mit "Islamischer Religionslehre" als Unterrichtsfach denn schon wieder auf Eis gelegt?

    Zum anderen eine Frage: Hast du dich mal informiert, wie mittlerweile die Einstellungschancen an den niedersächsischen BBS mit Politik sind? Bis vor einigen Jahren waren die nämlich nicht so toll, da es viele Referendar*innen mit diesem Unterrichtsfach gab und so einige Schwierigkeiten hatten, nach dem Ref. eine Planstelle zu bekommen.

    Dann Samstag Mittag um 12 Uhr heulte immer die Sirene - warum auch immer.

    Das war bei uns einmal wöchentlich und später einmal monatlich auch so (an welchem Wochentag, weiß ich allerdings nicht mehr). Probealarm!?

    Beim Stichwort "Sirene" fiel mir noch ein, dass - als ich Kind war - in meiner Heimatstadt bei der Werft um 16 Uhr immer eine Sirene zu Feierabend heulte.

    Woran erinnerst du dich, wenn du an deinen 1. Schultag denkst?

    Bei meiner Einschulung war ich zuerst total aufgeregt und voller Vorfreude, dann habe ich geheult, weil ich nicht von meiner Mama weg wollte :rotwerd:. Und an meine blau-rote Schultüte, den ebenfalls blau-roten "Scout"-Schulranzen (typisch 70er Jahre halt...) und das Stillstehen müssen für die vielen Fotos (zuerst an der Schule für den Fotografen, dann an der Schule und zuhause für meinen Papa) erinnere ich mich.

    War dein erster Schultag für dich sehr aufregend?

    Die Hauptschüler von "früher", die man heute als Erwachsene kennt, können doch auch größtenteils brauchbar Deutsch schreiben.

    Hm, ich habe auch eine ganze Reihe von Bekannten, die einen Hauptschulabschluss haben, und - so leid es mir tut, das sagen zu müssen - viele von ihnen haben auch so ihre Probleme mit Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Manche Textnachrichten muss ich zweimal lesen, um sie zu verstehen.

    @samu: man weiß doch, wer im Reliunterricht wo sitzt. Ganz praktisch sowas...

    (Tatsächlich waren die Eltern meiner besten Freundin damals nicht sooo begeistert zu hören, dass ich mittwochs nachmittags zum Reli-Unterricht gehe. Hat nicht geholfen, wir haben uns trotzdem weiter getroffen und sie war sogar bei meiner Kommunion.)
    In Deutschland ist es echt am einfachsten, dadurch die Konfession / Religion herauszufinden.

    Wir hatten bis zur Oberstufe alle gemeinsam Religionsunterricht. In unserem Landkreis waren die Katholik*innen halt in der Minderheit; da hätte es sich nicht gelohnt, für sie eigene Relgionskurse "aufzumachen" ;). Das nennt sich heutzutage wohl "konfessionell-kooperativer Religionsunterricht".

    Ich war übrigens als evangelisches Mädchen in einem katholischen Kindergarten und meine beste Freundin war Katholikin. Hat bei uns wirklich niemanden interessiert.

    ... , dass wir einen absoluten Lehrermangel haben. Unser Schulleiter ist froh, dass einige pensionierte Kollegen aushelfen. Ein Englischkollege wird im nächsten Jahr 71. Noch Fragen?

    Ja! Ist das bei euch anderen auch so? In all' den Jahren (seit 2003), die ich jetzt an unserer Schule tätig bin, habe ich es bis jetzt nur ein einziges Mal erlebt, dass ein pensionierter Kollege "ausgeholfen" hat. Und der hat allein aus dem Grund noch ein halbes Jahr drangehängt, weil seine Frau noch gearbeitet hat und ihm zuhause langweilig war ;).

    Allein am Geld wird es nicht liegen. Bei uns bettelt man um jeden Seiteneinsteiger. Die meisten haben das aber wieder hingeschmissen. Zu anstrengend. Die Leute wollen Fachlehrer werden, aber sich nicht die Erziehungsaufgaben zuschieben lassen. ...

    Wir haben so einige KuK an der Schule, die Seiten-/Quereinsteiger*innen sind. Auch hier haben ich es bisher nur drei- oder viermal erlebt, dass diese den Job wieder an den Nagel gehängt haben (wobei auch der ein oder andere die Schule leider wieder verlassen musste, weil sein/ihr Vertrag nicht verlängert werden konnte).

    ne dumme Frage: Als Fachlehrer seid Ihr noch tätig? Kommt mir so vor, als wenn die fachspezifischen Inhalte immer mehr in den Hintergrund treten. Ist das nicht so?

    Nein, das ist absolut nicht so!

    Wir werden sehen!

    Genau!!! Du kannst mir ja in ca. 14 Jahren mal eine PN schreiben und dich nach meinem werten Befinden erkundigen, wenn ich dann bald Pensionärin bin. 8)

    Es ist auch ein interessanter Zusammenhang, wenngleich langsam OT, dass die Noten gefühlt immer besser, der Erziehungsaufwand innerhalb der Klassen gefühlt immer größer wird. Da scheint es leider eine gewisse Asymmetrie zu geben.

    Kann ich beides nicht bestätigen. Weder waren die Noten der SuS, die ich vor 16-17 Jahren im Unterricht hatte, schlechter, als sie es jetzt sind, noch habe ich das Gefühl, bei den SuS mehr "Erziehungsaufwand" betreiben zu müssen ("verhaltensoriginelle" SuS gibt es natürlich immer mal wieder, aber nicht mehr als früher). Das kann aber auch an meiner Schulform liegen.

    Zu Geräuschen, die ich mit meiner Kindheit verbinde, fällt mir nicht wirklich was ein, muss ich sagen. Vielleicht das Geräusch des Rasenmähers meines Opas?!? Der hatte früher so einen Handrasenmäher, bevor er sich eine Elektro-Rasenmäher gekauft hat.

    Welche Klänge / Geräusche erinnern dich an deine Kindheit?

    Und wenn man sich bei den Reli KuK so umhört, sind da zumindest am BK die wenigsten "genuin Lehrämtler".

    Tatsächlich? Das finde ich mal wieder sehr interessant! An unserer Schule haben wir fünf Kolleginnen, die Religion unterrichten. Bis auf unsere Schulpastorin als studierte Theologin haben aber alle das Lehramt BBS studiert. Wir haben eine Kollegin mit der beruflichen Fachrichtung Wirtschaft plus Unterrichtsfach ev. Religion, eine mit Bautechnik plus kath. Religion und zwei mit Sozialpädagogik plus einmal ev. und einmal kath. Religion. Dazu kommen noch ein Kollege und zwei Kolleginnen, die "Werte und Normen" unterrichten (alle haben dies auch als Unterrichtsfach studiert).

    Ganz genau! Wir können als Lehrer*innen sicherlich nicht die Welt retten, aber wir können immer wieder Denkanstöße geben und vor allen Dingen: REAGIEREN und HANDELN und nicht Wegschauen und sagen "Och, da kann man ja eh nichts machen..."

    Auch hier kann ich nur wieder hoffen, dass ich so kurz vor meiner Pension nicht derart desillusioniert, frustriert, demotiviert,... sein werde.

    EDIT: @BaldPension : natürlich werden "gesellschaftliche Zustände" auch in die Schule transportiert. Das war immer so und wird immer so sein!

    Der Duft von frisch gemähtem Rasen und von Sonne auf der Haut im Sommer, der leckere Geruch, wenn meine Oma Pudding oder Suppe bzw. Eintopf gekocht hat, und der Duft von echten Bienenwachskerzen am Weihnachtsbaum.

    Welche Gerüche erinnern dich an deine Kindheit?

    leicht offtopic, aber hat irgendjemand an der uni oder im Ref irgendetwas über Leistungsbewertung - insbesondere "klassische" Notenfeststellung - gelernt, was über den Rechtsrahmen hinausging? Bei uns gab es dazu exakt nichts (dafür ellenlange Vorträge, wie man die Note 6 positiv formuliert).

    Im Seminar haben wir sowohl in Englisch als auch in Wirtschaft dieses Thema behandelt. An die Uni kann ich mich dahingehend nicht mehr so genau erinnern, aber ich glaube nicht, dass das großartig zur Sprache kam (höchstens ansatzweise in Wirtschaftspädagogik).

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