s3g4 : Diese Schülerin hat sich ja auch auf "Ansprache" durch die Lehrkraft oftmals nur sehr kurze, z. T. falsche oder gar keine Antworten gegeben; also war wohl davon auszugehen, dass sie nicht immer alles verstanden hat. Sie hat zwar ihre Arbeitsaufträge im Unterricht selbstständig erledigt (aber kaum mit anderen zusammengearbeitet) und konnte auch ihre Hausaufgaben immer vorlegen, aber dass sie immer alles "korrekt" erledigt hat, glaube ich nicht (eine Überprüfung jeder einzelnen Aufgabe jedes einzelnen Schülers ist ja nicht möglich bei einer Klassenstärke von 20, zu Schuljahresbeginn noch 26 SuS).
Für solch eine Mitarbeit gibst du wirklich ein "Befriedigend"? Wie muss sich denn dann jemand verhalten, der bei dir eine 4 oder 5 in der Mitarbeit bekommt?
Und welche Kompetenzen könnte man dieser Schülerin nun bescheinigen? Meines Erachtens wären das u. a.: Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit, Sorgfalt und durchaus Lern- und Leistungsbereitschaft. Andere wichtige Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit habe ich bei ihr leider nicht entdecken können.
Im Schriftlichen lag die Schülerin übrigens meistens zwischen 3 und 4, des öfteren aber auch bei einer 5. Im Endeffekt hatte sie einen Notendurchschnitt von 3,8 im Zeugnis.
EDIT: Hinzufügen möchte ich noch, dass diese Schülerin keineswegs nur bei uns in der BFS so schlechte mündliche Noten bekommen hat. Wie sie selbst und ihre Eltern auf dem Elternsprechtag Ende November sagten, als ich sie auf die mangelnde mündliche Beteiligung im Unterricht ansprach, habe die Schülerin auch an ihrer vorherigen Schule (Hauptschule) immer mündlich eine 4- bis 5 in allen Fächern gehabt und sie sei auch zuhause sehr "mundfaul".