Beiträge von Kris24

    Bei uns werden im Ganztagsbereich Hausaufgaben gemacht. Es ist immer ein Lehrer und mehrere Schüler aus der Oberstufe anwesend, die einerseits für Ruhe sorgen, andererseits helfen. Wir haben auch eigene Räume dafür. Weitere Räume sind mit Gesellschaftsspielen, Leseecke, Tischkicker usw. ausgestattet. Unsere Klassenzimmer sind auch nachmittags durch Unterricht von höheren Klassen belegt und stehen nicht zur Verfügung. Die Spielräume dürfen erst nach Erledigung der Hausaufgaben aufgesucht werden. Dank digitalem Klassenbuch weiß die Aufsicht Bescheid. Wir empfehlen daher bei Kindern, die oft ihre Hausaufgaben vergessen, die Hausaufgabenbetreuung. Zusätzlich werden durch Sportvereine usw. Kurse gegen kleine Gebühr angeboten.

    Ich habe vor vielen Jahren einmal eine Gesamtschule mit verpflichtendem Ganztag besuchen dürfen. Dort waren die Unterrichtsstunden auf den ganzen Tag verteilt, unterbrochen von "Freizeitveranstaltungen". Das geht bei uns mit offenen Ganztag natürlich nicht. Die Ausstattung dort war phantastisch. Im Prinzip war es eine Art Campus, mit vielen kleinen Häuschen, vielen Sportmöglichkeiten, Schulgarten, vielen Rückzugmöglichkeiten, viel Grün. Nur Aufsicht führen wollte ich dort nicht.

    Kurz, jede Schule ist anders. Gerade, wenn beide Eltern arbeiten, bieten Ganztagsschulen oft mehr Möglichkeiten als zu Hause alleine rumsitzen und mit dem Handy zu spielen.

    Weil der Staat gar nicht so viele Beamte haben möchte, wenn es so viele Stellen gäbe, schön wär's. Ich habe Dutzende Absagen auf Beamtenstellen die auf einmal gestrichen wurden, nach einem halben Jahr im 4 Zeiler erhalten. Schon mal was von Scheinstellen bzw. Ghost-Jobs gehört? Entweder die werden nur zum Schein ausgeschrieben und sind längst unter der Hand vergeben oder werden grundlos gestrichen, weil der Staat gerad kein Geld mehr investieren will.

    Manche wollen auch gar keine Beamten werden, das kann viele andere Gründe haben oder können es aus gesundheitlichen Gründen gar nicht werden.

    Und dann gibt es ja noch die wenigen Millionäre, die auf die Rente sowieso nicht angewiesen sind. 8)

    Ach, jetzt wird mir einiges klar. Du hattest nicht die richtige Ausbildung? Ghostjobs gibt es übrigens bei der freien Wirtschaft nicht beim Staat.

    Selbst wer gut verdient, bekommt im Vergleich zu seinem Verdienst wenig Rente. Und wenn man wenig verdient, muss man vom wenigen Verdienst trotzdem auch noch Steuern zahlen, womit wieder dasselbe Verhältnis entsteht.

    Ich kenne Beamte die haben immer ca. 3300 bis 3000€ Netto im Monat gehabt und bekommen nun eine Pension von ca. 2900 bis 3100€, was ungefähr ihrem monatlichen Netto entspricht.

    Zudem kenne ich welche in der freien Wirtschaft, die haben monatlich jahrelang sehr gu verdient in großen Firmen und bekommen nicht mal 2.500€ Rente, wohlgemerkt Netto.

    Krankenkasse abgezogen? Bei großen Firmen erhalten 95 % Betriebsrente. Berücksichtigt? Oder kennst du nur das Geschwätz?

    71 % werde ich übrigens auch nicht erhalten, ich komme nicht mehr auf 40 Dienstjahre. Wie kommst du auf annähernd gleich (über 90 %)?

    Dann schau doch mal im Netz nach, wie viele Rentner und Rentnerinnen von Altersarmut betroffen sind, trotz normalem Einkommen und mindestens 40 Arbeitsjahren. Du hast echt keine Ahnung vom Rentensystem.:neenee: Zu einer dringenden Reform des Rentensystems gab es nun schon etliche Debatten, selbst Bundeskanzler Merz prahlt immer wieder mit einer Grundrente von 2.500€ für alle. Na mal sehen, ob er das umsetzen kann. Schön, wär's. Reden kann man viel.

    Und selbst wenn du 60 Stunden arbeitest, nimmt der Staat dir fast die Hälfte deines Lohns (sage ich jetzt bewusst, bei Beamten heißt es ja Gehalt) weg, sodass sowieso weniger Netto bleibt.

    Ich bin die einzige Beamtin in meiner Familie und nochmals, selbst meine Mutter nicht durchgehend gearbeitet, nicht studiert, aber Ausbildung, was damals für eine Frau sehr ungewöhnlich war, mein Großvater musste es verteidigen, bekommt deutlich über Grundsicherung. Bei normalen Einkommen ohne große Lücken ist man nicht von Altersarmut betroffen. Die älteren Rentner müssen ihre Rente übrigens im Gegensatz zu Pensionären nicht versteuern. Berücksichtigt?

    Noch einmal, du vergleichst einmal ungelernte mit Studierten, dann gut verdienende (die Hälfte weg) mit 60 Stunden mit uns. (Wenn ich meine Überstunden ausgezahlt bekomme, erhalte ich übrigens auch weniger als 50 %.)

    Wer viel verdient, zahlt viel Steuern, egal ob verbeamtet oder nicht wer wenig in die Rentenversicherung einzahlt, erhält wenig Rente.

    Aktuell sind unter den Jungen ca. 20 % ohne Berufsausbildung, früher waren es deutlich mehr und Frauen blieben oft zuhause.

    Ungelernten Kräften und Minijobbern würde der Staat auch wohl kaum später eine Pension bezahlen und sie von der Steuerpflicht teilweise oder ganz befreien. Im der freien Wirschaft arbeiten manche sogar bis zu 60 Stunden pro Woche, also auch nicht weniger.

    Und es wäre ja noch schöner, wenn es irgendwann so weit käme und es "ungelernte Beamte" gäbe. Dann wäre die Arbeitswelt ganz und gar jämmerlich.

    Aber zu Rentnern mit kleinen Renten gehören Ungelernte und Minijobber. Und wer 60 Stunden arbeitet, arbeitet sicher nicht am Fließband und verdient noch mehr.

    Äpfel und Birnen?

    Wir haben Dienstmailadressen gleichzeitig mit iServ bekommen, zu Beginn der Pandemie 😅 Ich hatte aber auch an den Schulen vorher keine.

    Telefonbuch hab ich nicht bedacht, das ist natürlich sehr blöd.

    Ernsthaft?

    Ich hatte an allen drei Schulen nach Referendariat eine Dienstmailadresse, bei der ersten (angefangen 1996) gab es sie ab 1998 zusammen mit einer Fortbildung. ^^

    Bei beiden anderen Schulen hatte ich sie von Anfang an.

    Wenn der durchschnittliche Beamte länger pro Woche arbeitet, kann er sich das auf sein Lebensarbeitszeitkonto anrechnen lassen und dafür eher in Pension gehen. Also z.b. 42 Stunden pro Woche im Gegensatz zu 38,5 Stunden in der Industrie würde 2 Jahre eher Pension bedeuten.

    Wenn der durchschnittliche Angestellte länger arbeiten würde, kann er sich das nicht anrechnen lassen, sondern hoffen, dass er die Überstunde bezahlt bekommt,wohlgemerkt am Monatsende und nicht am Monatsanfang wie der Beamte. Und mit Mitte 60 hoffentlich seinen wohlverdienten Ruhestand bekommen, der bei Beamten schon so gut wie feststeht.

    Dass Beamte tatsächlich länger arbeiten und besser ausgebildet sind (im Durchschnitt) halte ich auch stark für ein Gerücht. Es gibt viele Beamte die ebenso arbeiten in Teilzeit.

    Nö. Mein 1. Beitrag wurde nur teilweise übertragen, ich musste noch einmal neu schreiben.

    Beamte Arbeitszeit je Arbeitgeber zwischen 40 und 42 Stunden, nix mit Minijobber und ungelernt.

    Laut Wikipedia

    "Zum 30. Juni 2023 gab es in Deutschland 1.741.700 Beamte,[2] darunter etwa 738.000 Lehrer und etwa 291.500 Polizisten." In der Tabelle steht, dass 24 % aller Beamten im höheren Dienst (z. B. Gymnasiallehrer) und 54 % im gehobenen Dienst (z. B. andere Lehrer) arbeiten. Nur 22 % im mittleren Dienst und weniger als 1 % im einfachen Dienst.

    In der "Normalbevölkerung" haben weniger studiert.

    Ich kenne viele Renter die neben Ihrer Rente noch zusätzlich arbeiten müssen, weil die sonst kaum zum Leben reicht. Von einem Pensionär hab ich das selten gehört. Für deren Absicherung sorgt schon der Staat.

    Dafür gibt es verschiedene Gründe.

    Der durchschnittliche Beamte ist besser ausgebildet als der durchschnittliche Angestellte, verdient also mehr.

    Der durchschnittliche Beamte arbeitet länger pro Woche, Minijobbers gibt es bei Beamten nicht.

    Im Fernsehen kam einmal eine Rentnerin zu Wort, die sich über ihre Rente beklagte. Sie hatte keine Berufsausbildung, arbeitete viele Jahre schwarz als Putzfrau, hatte nur wenige Jahre eingezahlt. Und der Staat sorgt auch für sie mit der Grundsicherung.

    Wer gut ausgebildet ist, erhält normalerweise einen guten Arbeitsplatz mit zusätzlicher Betriebsrente (in meiner Familie alle), bei Vergleichen ist die Krankenkasse bereits abgezogen, so schlecht stehen sie nicht da.

    Vergleiche bitte nicht Äpfel mit Birnen.

    Ich wäre niemals auf die Idee gekommen meine Telefonnummer rauszugeben, insofern fand ich die Einführung der Dienstmailadressen schon mit Mehrarbeit verbunden. Eltern nutzen die halt auch für ziemlichen Blödsinn, für den sie vermutlich nicht extra in der Schule angerufen und um Rückruf gebeten hätten.

    Ich habe nie meine Telefonnummer heraus gegeben, aber früher stand sie automatisch im Telefonbuch und ich habe keinen sehr häufigen Namen. Sobald es möglich war, hatte ich eine Geheimnummer. Nur muss man sie dann wirklich geheim halten, auch privat, sie wird weiter gegeben und anfangs leider auch von Kollegen.

    Meine erste Dienstmailadresse habe ich 1998 erhalten. Ich wundere mich gerade, du bist doch jünger als ich?

    Und natürlich riefen viele Eltern im Sekretariat an und baten um Rückruf (leider ohne Zeitangabe, sodass man mehrfach mit unterdrückter Nummer anrufen musste), Mails waren an meiner 1. und 3. Schule bei Eltern unbeliebt (hoher Migrationsanteil).

    Ich bin auch in NRW, bei mir wurde es im dritten Jahr nach dem Ref deutlich besser.


    Was die Erwartungen der Eltern angeht: Die sind tatsächlich massiv gestiegen, insbesondere seit man als Lehrer ja ständig per Mail erreichbar ist. Allein über das Thema kann man ein ganzes Buch schreiben. Das Gefühl, Dienstleister zu sein, kennen wahrscheinlich auch viele hier…

    Bei uns schreibt die SL Anfang des Schuljahres immer an alle Eltern, dass wir zu üblichen Arbeitszeiten antworten würden, ich wiederhole dies am Elternabend. Gerade Mails haben den Vorteil, nicht gleich antworten zu müssen. Viel problematischer war es in Zeiten vor der Mail. Meine erste Anschaffung noch im Referendariat vor über 30 Jahren war ein Anrufbeantworter (Mailbox etc. gab es noch nicht). Viele meiner Kollegen hatten 2 Telefonnummern und die 2. wurde abends und am Wochenende nicht bedient. Ich habe grundsätzlich den Anrufbeantworter dran gehen lassen und bei Familie und Freunde dann abgenommen. Mein frühester Anruf von Eltern von Schülern war 5.30 Uhr, der späteste um Mitternacht.

    Wichtig ist dann, dies auch wirklich einzuhalten. Wenn du einmal antwortest, werden manche Eltern es in Zukunft auch erwarten.

    Nein, seit Mails ist es deutlich besser geworden. Du bist vermutlich noch jung. ;)

    (Seit Einführung von Edupage mit Messenger wurden bei uns Nachrichten von Eltern häufiger, aber auch da antworten wir von 8 bis 16 Uhr manchmal 18 Uhr.)

    Ich hab noch nie für irgendwas Mathe gebraucht, rechne beim Einkaufen auch nicht mit oder vergleiche Kilopreise, die nicht explizit ausgewiesen sind usw., also wirklich bisher wenig bis gar kein Nutzen. Bis vor 2 Wochen, als mein Papa einen Schrank von Zimmer A in Zimmer B umsetzen wollte und wir überlegt haben, ob es mit der Deckenhöhe hinhaut den Schrank zu kippen oder ob wir tatsächlich abbauen müssen.

    Gegoogelt, rausgefunden, dass sich das mit dem Satz des Pythagoras berechnen lässt, passendes youtube Video gefunden, schön meine Variablen eingesetzt und ja, passt 👍

    ...und dann kam ich mir 10 Minuten später sehr sehr old school und doof vor, weil KI mir das natürlich alles viel schneller hätte sagen können 😄

    Das war aber tatsächlich das erste und einzige Mal, dass ich nach meiner Schulzeit überlegt habe, wie sich etwas evtl. berechnen ließe.

    Mit dem Argument, benötigt man auch keine Fremdsprachenkenntnisse, keine Naturwissenschaften usw.

    Schulpflicht also auf 4 Jahre reduzieren?

    In ein paar Jahrzehnten wird es diese Menschen nicht mehr oder nur noch in sehr geringem Umfang geben. Ich brauche bei einer Bank keine Ansprechpartner. Ich habe in den letzten Jahr maximal dreimal mit jemandem meiner Bank telefoniert. Das sind alles völlig unnötig Personal- und Gebäudekosten.

    Ich habe einmal in den letzten 5 Jahren mit meiner Bank telefoniert und die Mitarbeiterin telefonierte von zuhause aus. Sie rief mich gegen 19 Uhr an, weil ich vorher nicht daheim war.

    Wie ich in Beitrag #2 schon schrieb, sind die Lehrpläne (in NRW) ja anders, die Stofffülle ist geringer. Und wir haben regelmäßig SuS, die mit Mühe und Not die Mittelstufe beenden, dann auf ein BK wechseln und dort die allgemeine Hochschulreife mit 1,x erhalten.

    Ich finde es ja sinnvoll, dass man ein berufsbezogenes Abitur machen kann. Da das aber in erster Linie eben auf diese Berufsrichtung vorbereitet, fände ich es sinnvoller, das dann auch so zu benennen und dass es nur zu einem Studium in diesem Bereich berechtigt.

    Wahrscheinlich gelte ich jetzt als elitär denkender Gymnasiallehrer, aber diese Lehrplanunterschiede sind halt schon deutlich. Vielleicht ist es auch nur ein lokales Problem ...

    Auch in Baden-Württemberg gibt es in Chemie verschiedene Abiklausuren. Ich kenne mehrere Prüfungen.

    Ich traf neulich im Zug einen Kollegen vom beruflichen Gymnasium, der mehrmals betonte, dass es bei ihnen schon leichter sei (wir verglichen Mathe). Ich hatte vorher geäußert, dass ich hoffe, dass durch Umstellung auf G9 nicht mehr so viele von unseren Schülern zu ihnen wechseln. Da meinte er erst, dass sei nur ein Grund und dann eben, bei ihnen sei es grundsätzlich einfacher und wir verglichen.

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