Beiträge von Kris24

    Ja schon, du unterrichtest Mathe. Aber wenn ich es recht im Kopf habe, ist das Hauptfach eben Chemie. Alle mir bekannten Naturwissenschaftler*innen, die noch Mathe unterrichten, meinen eben nicht, dass alle immer dümmer werden. Wahrscheinlich, weil man als Naturwissenschaftler*in halt die Anwendungen der Mathematik sieht und dafür reicht es in der Regel dicke, wenn sich einer oder eine nur ein bisschen für eben diese Anwendungen interessiert. Alles andere ist by the way eben auch wurscht sofern man nicht Mathe studieren gehen will. Und das tun nicht allzu viele. Das hören die Mathematiker*innen nur nicht so wahnsinnig gerne :P

    Meine beiden Fächer sind gleichberechtigt, aber du hast schon recht, meine "Liebe" gehört Chemie.

    Wieso nur halten sich Mathematiker*innen immer für so wahnsinnig speziell? Ich habe diese sinnlosen Diskussionen schon mit Dozierenden an der Uni geführt, die ja auch behaupten, dass alle immer nur dümmer werden und weniger können. Ich habe dann mal nachgefragt, wie viele Studierende denn die Prüfungen zu "Mathematik für Naturwissenschaftler*innen" bzw. "Mathematische Methoden" an der Uni Basel nicht bestehen würden. Siehe da, die Prozentzahlen, die mir genannt wurden, sind geringer als zu meiner Zeit vor 25 Jahren an der Uni Heidelberg. Was soll nur also ständig das sinnlose Gejammere?

    Ich widerspreche, ich unterrichte Mathematik und denke nicht, dass alle immer dümmer werden.

    Ich denke, manche jammern immer über die Jüngeren, das war bei den alten Griechen schon so.

    Wenn ich das hier lese, bin ich froh, dass wir kein WebUntis haben. Es gibt mehrere Anbieter.

    Ich wiederhole mich, ich kann nicht versehentlich einen Eintrag an alle senden, ich muss jedes einzelne Kind anklicken. Und insgesamt spart es mir extrem viel Zeit, ich weiß auch von keiner Kollegin oder Kollegen, die oder der dies anders sieht. Allein die Suche nach Klassenbüchern spart Stunden jährlich (zweimal war meines nicht mehr auffindbar und musste rekonstruiert werden (vom einen habe ich Jahre später erfahren, dass es als Erinnerung mitgenommen wurde. Der ehemalige Schüler prahlte im Suff und ein Dritter hörte es und erzählte es mir). Fehlzeiten ein Klick (meistens direkt durch das Sekretariat nach Anruf oder Nachricht auf persönlichen Account der Eltern), Nachricht an Eltern über Fehlzeiten ein Klick. Klassenarbeitstermine ein Klick usw.

    Aktuelles Beispiel heute GFS (Jeder Schüler ab Klasse 7 muss eine in irgendeinem Fach pro Jahr halten. Der Fachlehrer trägt es anschließend durch einen Klick ein, der Klassenlehrer sieht in einem Menü übersichtlich in einer Tabelle für seine Klasse, wer bereits gehalten hat. Früher gab es Listen im Lehrerzimmer, der Ordner stand irgendwo, weil jemand noch nicht zum Eintragen kam, die meisten haben bis zum Schluss nicht eingetragen. Also schickte man als Klassenlehrer Dutzende Mails (manche antworteten erst beim 5. Mal), ohne Bestätigung durch Kollegen bekam der Schüler eine zusätzliche 6 und man war während der Notenkonferenz noch am rechnen. Jetzt gibt es kaum noch Probleme, auch weil die Schüler den Kollegen daran erinnern, wenn sie sehen, dass noch nicht eingetragen wurde. Und weil es nur ein Klick ist, trage ich es auch umgehend ein.)

    Auch Fehlzeiten wurden weniger. Jeder Vertretungslehrer sieht sofort wer fehlt, Eltern und Schüler sehen, wenn noch nicht entschuldigt wurde. Schüler können auch nicht heimlich ein (e) hinter ihren Namen schreiben. Und die Entschuldigung muss rechtzeitig da sein, das Programm akzeptiert eine verspätete Entschuldigung nicht mehr, spart mir Diskussionen.

    Das Sprachangebot wird von der Schule festgelegt (Gesamt- und Schulkonferenz mit Vorbereitung der Steuergruppe?)

    Es muss aber auch eine bestimmte Anzahl an Schülern es wählen, von daher ist DennisCiceros Frage berechtigt.

    Nur hilft es dir nicht DennisCicero , wenn ich dir die Zahlen von Baden-Württemberg nenne. Frage doch deine KollegINNen.

    (Es gibt allerdings Ausnahmen, meine Schule aus Schülerzeit muss Altgriechisch anbieten, das hat irgendwie historische Gründe.)

    Es wurde zumindest weiter oben beschrieben, dass Lehrkräfte bei der Zuordnung der Rechte regelmäßig Fehler machen. Wenn die gesamten Klasseneltern erfahren, dass Fritzchen einen Tadel erhält, habens alle erfahren, das lässt sich auch nicht mehr zurücknehmen.

    Das kann bei Edupage nicht passieren, außer ich trage es als Stundenthema ein.

    Ich muss den Schüler anklicken und klicke sicher nicht 30 Kinder an. Rechte vergibt unser Administrator (nach GLK-Beschluss).

    Bis jetzt kam ich in jede meiner Schulen (mit Ref 4) in Baden-Württemberg jederzeit hinein, in NRW nicht.

    Seit ein paar Jahren ist unsere Schule mit Transponder gesichert, davor nicht. Und arbeiten kann ich auch zuhause, Seph, ich verstehe dein Argument nicht.

    Und bei uns arbeiten nicht nur Refs am Wochenende in der Schule, ich bin sicher, gerade jetzt sind mehrere KollegINNen vor Ort.

    (Aber diese Diskussion gab es hier schon mehrfach, ich kenne daher alle Argumente.)

    Meine Meinung habe ich mir hier aus den beiträgen gebildet, in denen beschrieben wird, dass Referendare Zugriff auf Daten des Vorjahres haben, dass Verhaltensdaten über die gesamte schulzeit gespeichert und abgerufen werden können und dass verschiedenste Menschen darauf Zugriff haben - auch von außerhalb (wie Eltern). Wer stellt sicher, dass nur die Eltern des Schülers zugreifen können und nicht andere Personen, die den Account der Eltern nutzen?

    Jeder Elternteil, jeder Schüler, jeder Mitarbeiter hat seinen eigenen mit passwortgeschützten Zugang. Dieses Passwort muss zusätzlich zum Benutzernamen jedesmal angegeben werden, es wird deutlich darauf hingewiesen, dass der Zugang nicht geteilt werden darf (z. B. Eltern mit ihren Kindern), er kann jederzeit gesperrt werden.

    Mit jedem Zugang sind bestimmte Rechte verknüpft, ich kann z. B. nur Klassen und Schüler aufrufen, die ich aktuell unterrichte. Stundenthemeneinträge werden tatsächlich längerfristig (2 Jahre ?) im Lehrerordner gespeichert, zu mehr hat nur die SL Zugang. Eltern sehen nur die Einträge, die ihr Kind betreffen und auch nur, wenn sie für sie freigegeben wurden. Sie können natürlich ihr Passwort an Fremde verraten, aber dann ist es ihre Schuld. Es gibt die Möglichkeit der 2-Faktor-Authorisierung, um auch das auszuschließen.

    Ein weiteres Problem ist, dass der Kollege der diesen 12/13er Kurs unterrichtet, ja auch irgendwann mal abgelöst werden muss und dann hat eine Gruppe in Jg. 13 einen anderen Lehrer als in Jg. 12

    wieso muss er abgelöst werden? Er kann doch mit 11 Schülern weiter in 13 unterrichten?

    Ich kenne es auch von Sport und Latein. Bei uns wurden die Kollegen aber gefragt. Ich weiß, dass meine Chemiekollegin vor vielen Jahren einmal abgelehnt hat. Dann gab es nur einen Grundkurs.

    ... und sich die Einträge über die Schüler anschaut, damit er weiß, mit wem er es zu tun hat - anstatt den Kids bei sich einen neuen Start zu ermöglichen und unvoreingenommen auf sie zuzugehen.

    Das geht nicht, weil er nur aktuelle (!) Einträge seiner (!) Schüler sieht. Im Gegensatz zur Papierform lässt sich (und ist) alles eingestellen. Datenschutz.

    Ergänzung

    Die Verhaltenseinträge sind nicht Stunden zugeordnet, sondern Schülerinnen und Schüler. Nur aktuelle KollegINNen des Schülers können sie sehen. Es sind verschiedene Menus.

    Meine Befürchtung ist, dass mehr eingetragen wird und das Ganze länger gespeichert wird.

    Wir haben noch Klassenbücher an der Schule, die über 100 Jahre alt sind (klar gesichert und nicht zugänglich).

    Und eingetragen wird, wenn ich es für nötig halte. Ja, es kann sein, dass es mehr ist, weil das digitale Klassenbuch immer da ist, das analoge oft nicht (weil es gerade in einem anderen Kurs ist, bei uns werden ab Klasse 5 verschiedene Profile gewählt, ab Klasse 8 ist eine Klasse in mehr als der Hälfte der Stunden getrennt, auch deshalb gingen sie ständig verloren, blieben in irgendeinem Raum liegen). Einträge geschahen also "ungerecht", Klassenbuch vorhanden oder nicht.

    Bei wichtigen Dingen informiere ich die Klassenleitung, wenn ich sie nicht selbst bin. Hätte auch keine Lust, alles von den Kollegen dauernd zu lesen, das geht da rein und da raus. Wir sind aber auch ein kleines Kollegium, kennen die meisten Schüler und bei Auffälligkeiten besprechen wir das korrekt.

    Ich muss nichts nachlesen, es ist ein Menu Schülerbeobachtungen und ich sehe als Nichtklassenlehrer nur Verhaltenseinträge in diesem Menu, nachdem ich es angeklickt habe.

    Gerade als Klassenlehrerin fühle ich mich extrem entlastet, wenn ich nicht von meinen KollegINNen in der Pause überfallen werde und sie erwarten, ich würde aktiv. Ich unterrichte aktuell in 10 Klassen, habe 20 KollegINNen, die in meiner Klasse unterrichten, wann sollen die ganzen Gespräche stattfinden?

    Es gab jedoch auch keine Kopie - die heute - im digitalen Zeitalter - nur einen Mausklick entfernt ist.

    Doch, weil das Klassenbuch zu oft nach Verhaltenseinträgen verschwand, gingen KollegINNen dazu über, jede Woche zu kopieren (und das war der Hauptgrund, warum wir Lehrer über die Einführung des digitalen Klassenbuches glücklich waren). Jetzt muss niemand mehr kopieren, warum denn? Es verschwindet nicht und ja, ich könnte nach Jahren noch nachlesen (habe ich allerdings noch nie getan, ich weiß allerdings von einem Referendar, der sich Eintragungen seiner Fachkollegen vom Vorjahr ansieht, um zu wissen, wie schnell er unterrichten muss).

    Auch Papiernotenlisten habe ich sicherheitshalber kopiert, jetzt wird alles gleich in asv eingetragen. Wenn mir etwas passieren sollte, sind meine Noten noch vorhanden.

    Hab' mal die KI bemüht:

    Eine Speicherung über die gesamte Schulzeit (und im Archiv darüber hinaus) entspricht dem Anlegen eines über viele Jahre dauernden Verhaltensprofils.

    Wie würdet ihr es empfinden, wenn die Schulleitung eine derartige "Klein-Klein-Protokollierung" eures Verhaltens über Jahre hinweg führen würde? Seid ihr sicher, dass die Schulleitung dieses "Feature" nicht bereits nutzt? Das ist doch schon ein "orwellscher Zustand". Vielleicht bin ich da auch nur ein zu sehr "old-fashioned" orientierter "Boomer". Aber selbst als Schüler hätte ich das als nazistische, unzulässige Überwachung empfunden.

    Wie man bei diesem Vorfall mit dem zündelnden Schüler sieht, war es gut, dass Vorfälle zwei Jahre zurück noch nachweisbar waren. Mitschüler, Lehrer und SL vergessen auch nicht alles sofort, manches wird in der Erinnerung sogar dramatischer. Und niemand macht sich die Mühe im Archiv nachzulesen, wenn es keinen schwer wiegenden neuen Vorfall gibt.

    Und es ist sicherer als Klassenbücher aus Papier. Da kann jeder nachlesen, wie oft verschwanden sie und auch die müssen sehr viele Jahre aufbewahrt werden.

    Verhaltenseinträge greifen sehr stark in Persönlichkeitsrechte ein. Ein solches Verfahren - bei dem verschiedene Personen anlasslos online Zugriff auf diese Einträge erhalten - ist imho am Rande der Legalität - oder bereits darüber hinaus. Wie lange werden diese Einträge gespeichert? Können die Daten gehackt werden? Ich lehne mich zurück und warte ab, bis die Meldung erscheint, dass dieser leichtfertige - um den Begriff "unverantwortliche" zu vermeiden - Umgang mit personenbezogenen Daten einer Schule und den Verantwortlichen um die Ohren fliegt.
    Habt ihr für diese Form der Datenspeicherung den Freibrief des Landesdatenschutzbeauftragten - oder freut ihr euch nur über eine bequeme Funktion eurer EDV?

    Ja, es ist abgesichert. Nein, meine Schule ist alles andere als unvorsichtig.

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