Beiträge von Kris24

    Bei uns sind das dann meist Doppeltbesetzungen, Hausaufgabenbetreuer oder sie bieten AGs an.

    Gibt es bei uns nicht. Hausaufgabenbetreuung übernehmen ältere Schüler, AGs sind insgesamt vielleicht eine Stelle (aber ich kenne niemanden, der zugleich Musik, Sport, Schülersanitätsdienst, Theater-AG usw. anbieten kann) und Doppeltbesetzungen gab es vor 20 Jahren, vor Lehrermangel.

    Nein, jeder unterrichtet eigene Klassen und ich habe schon mehrfach erlebt, dass ich auf Anweisung der SL mit einem unfähigen Kollegen dessen Unterricht mitvorbereiten musste (und froh war, als er versetzt wurde, solche Kollegen heißen hier Wanderpokal), weil der Protest der Eltern zu laut wurde. Dann unterrichte ich lieber 2 Stunden mehr und bekomme sie bezahlt.

    Und es gab schon Kollegen, die wirklich Mist gebaut haben (z. B. Dienstgeheimnisse und Passwörter mit den Schülern geteilt haben, so dass Schüler plötzlich Zugang zu Lehrerchats usw. hatten), Aufsichtspflicht nicht wahrgenommen haben (und prompt etwas passiert ist). Dann gibt es richtig unbezahlte Mehrarbeit für Dritte.

    uch die Leidenschaft, mit der Biologie- und Chemielehrer für Leistungskurse werben, ist mir schon oft begegnet. Nicht selten beginnen die SuS dann ein naturwissenschaftliches Studium, nur um zu merken, dass ihnen nach der Promotion keinesfalls der rote Teppich in der Wirtschaft ausgerollt wird... und stehen dann als OBASler auf der Matte. Wirklich so erlebt.

    Und zu diesem

    Du bist der Meinung, dass sie besser Germanistik oder Geschichte studieren sollen, weil ihnen dann der rote Teppich ausgerollt wird?

    Und wenn noch nicht einmal die Lehrer von ihrem Fach begeistert sind, ...

    Ich denke immer noch, dass ein naturwissenschaftliches Studium eher zu "Erfolg führt" als ein geisteswissenschaftles. Wichtig ist, die Schüler aufzuklären, was sie erwartet (und da habe ich auch schon positive Rückmeldungen erhalten, ich hätte sie gut vorbereitet). Du scheinst sehr frustriert zu sein. Aber kein Studium (auch nicht BWL usw.) garantiert Erfolg.

    "Chemieshow" ist schon der richtige Ausdruck, denn mit dem späteren Unterricht haben diese unseriösen Präsentationen selten etwas zu tun.

    Auch die Leidenschaft, mit der Biologie- und Chemielehrer für Leistungskurse werben, ist mir schon oft begegnet. Nicht selten beginnen die SuS dann ein naturwissenschaftliches Studium, nur um zu merken, dass ihnen nach der Promotion keinesfalls der rote Teppich in der Wirtschaft ausgerollt wird... und stehen dann als OBASler auf der Matte. Wirklich so erlebt.

    Ja, es ist eine Show, weil die Schüler ein Theaterstück selbst in ihrer Freizeit schreiben und wir gemeinsam mit Versuchen füllen. Aber jeder weiß, dass ein Theaterstück nicht Alltag ist (bist du auch gegen Theater-AGs oder jede andere AG, gegen Exkursionen, gegen Schüler-Austausch usw.?).

    Es geht um Freude und Zusammenhalt in meinem Kurs, ich staune selbst, wie gut inzwischen die Theaterstücke sind (da hat sich etwas über die Jahre entwickelt, jeder Kurs will es noch besser machen, niemand (bisher) ein altes Stück übernehmen), es ist inzwischen ein Multimedia-Spektakel (und die Freude meiner Schüler dabei überzeugt die Eltern).

    Meine Schüler wissen, was im Studium auf sie zukommt. Ja, nicht jeder schafft es, aber auch Geisteswissenschaftler geben auf (und sie können noch nicht einmal OBASler werden, zumindest bei uns gibt es in diesen Fächern keinen Lehrermangel).

    Ich sehe dies analog zu Schüleraustausch etc. Also nicht mehr anbieten, weil jemand sonst fälschlicherweise Spanisch wählt? Es sind die Sahnestückchen, die den Schulalltag auflockern. Und die allermeisten Schüler wissen dies und erwarten dies nicht täglich. (Ich unterrichte auch Mittelstufe.)

    Ich bin jahrelang gependelt (15 Minuten mit Auto), habe mir eingeredet, dass das gut sei, um abzuschalten. Ich weiß inzwischen, dass abschalten zu Hause oder in der Freizeit statt auf dem Arbeitsweg viel besser funktioniert. Ich wohne seit einigen Jahren wenige Fußminuten von der Schule entfernt (war für meine jetzige Wohnung Priorität).

    Jetzt kann ich entscheiden, was ich mit dieser Zeit anfange (länger schlafen, Radfahren, Musik hören usw.), ich genieße es. Muss mir keine Gedanken machen, wenn das Auto in die Werkstatt muss, wenn eine neue Baustelle eingerichtet wird, wenn der ÖPNV streikt, wenn Glatteis ist. Die paar Minuten durch die Fußgängerzone schaffe ich immer. Und so viele Schüler und Eltern treffe ich auch nicht, ein kurzer Gruß reicht.


    Wenn die nächste Schule wirklich schlecht wäre, würde ich evtl. auch pendeln, aber es ist "verschwendete Lebenszeit". Sicher, manche stört es mehr, manche weniger.

    Ja und, unsere Gymnasien sind alle voll, da geht es um Erst-, Zweit- oder Drittwunsch. Machen bei euch Schulen ohne Sommerfest zu? Und wen sollte das interessieren? Das sind doch keine konkurrierenden Betriebe.

    Schulen versuchen, sich ein Profil zu geben und das scheint mir für alle Beteiligten ein Vorteil zu sein. Findet man als Lehrkraft eher am Sportgymnasium sein Glück oder eher an der französisch-deutschen Kooperationsschule mit Bili-Zweig?

    Ja, wir kämpfen um jeden Schüler (gilt für beide Gymnasien, an denen ich unterrichtet habe). Weniger Schüler in Klasse 5, weniger Geld von der Stadt (Geld gibt es pro Schüler), weniger Gestaltungsmöglichkeiten (und weniger Geld für Bücher in der Mediathek und darauf sehen oft Außenstehende), weniger Kurse (weniger Wahl/ Differenzierung) in allen Klassen und vor allem Oberstufe.

    => Noch weniger Anmeldungen (und damit drohende Schulschließung und Versetzung für mich).

    Ich bringe mich auch deshalb sehr am Tag der offenen Tür ein (und freue mich, wenn Kinder später sagen, "die Chemieshow war so toll, da will ich auch mitmachen und habe mich angemeldet" und Eltern, "wir wussten nicht, welches Gymnasium, aber die Freude Ihrer Schüler und von Ihnen hat uns überzeugt".) Diese Kinder entscheiden 6 Jahre später, ob ein Chemie-Leistungskurs eingerichtet wird (mein absoluter Lieblingsunterricht) oder es nur für ein oder zwei Basiskurse reicht.

    Bili, viele Wahlmöglichkeiten bieten hier alle Gymnasien an, sonst haben sie im Wettrennen um Schüler gar keine Chance.

    Mir ist noch nie jemand unter gekommen der diese Richtung gehen wollte. Umgekehrt hingegen viele.

    Ich würde um Entlassung bitte, sollte ich an ein Gymnasium kommen sollen.

    Ich kenne jemanden von BK ans Gymnasium und sie ist glücklich mit der Entscheidung. Umgekehrt kenne ich niemanden, manche wollen an ein anderes Gymnasium, aber niemand ans BK. Ich selbst wäre bei einer Versetzung unglücklich.

    Und was meint ihr mit Noten mit zwei Nachkommastellen ausrechnen (hab ich neulich schonmal irgendwo hier gelesen)? Ja, im Notensystem stehen sie so drin, aber doch nicht auf dem Zeugnis?

    Bei uns gibt es pädagogische Noten.

    Oder anders ausgedrückt, im Seminar vor 30 Jahren hieß es, Sie entscheiden zwischen x,3 und x,7.

    Ich entscheide also am Ende des Schuljahres, ob ein Kind gut oder befriedigend ist (ich erkläre es meinen Kleinen so, dass ein Kind, dass nacheinander 1, 2, 3 und 4 geschrieben hat vermutlich eine schlechtere Zeugnisnote erhält als ein Kind mit 4, 3, 2 und 1). Zum Halbjahr gibt es bei uns "Trendnoten". Ein Kind, dass evtl. auf 5 sinkt, erhält evtl. bereits 4 minus, auch wenn es aktuell noch glatt 4 steht. Dafür gibt es keine "blauen Briefe".

    OH, werdet ihr nicht mehr besucht? Wir schon, so bis 50 (Jahre).

    Nein. Ich war Anfang 30 beim Wechsel nach Baden-Württemberg (von NRW), habe an 2 Schulen in 2 RPs unterrichtet und bin jetzt über 50. Es gibt Besuch am Ende der Probezeit und bei Anlass (z. B. Bewerbung auf A14). Das war und ist an all mir bekannten Schulen zu. (SL hat nicht unbegrenzt Zeit, wir haben z. B. jährlich mehrere Referendare).

    Ich hatte tatsächlich nur Besuch von SL am Ende der Probezeit und für A14. Sonst nie. Meine Klassenarbeiten habe ich mit einer Ausnahme (Mutter hatte bei SL protestiert, ich war neu, SL warf einen Blick darauf, meinte zu mir, Arbeit in Ordnung, ich schreibe dies der Mutter) in Baden-Württemberg nie jemandem zeigen müssen.

    Das war in NRW anders (3 Arbeiten). Ich finde es hier weniger streng als in NRW (meine Erfahrungen).

    Ich wohne momentan in einem Mehrfamilienhaus in einem Wohngebiet einer kleineren Großstadt, an der Stadtgrenze aber sehr gut angebunden und das Haus ist so ruhig, dass ich mir manchmal Sorgen mach, ich sei die laute Partei. Wenn man jemanden mal trifft im Treppenhaus grüßt man höflich und das war es. Für mich perfekt so. Aber es ist halt zur Miete und hier etwas zu kaufen ist für mich absolut unrealistisch, da müsst ich auf lange Sicht woanders hinziehen und pendeln.

    Genauso ist es bei mir (Haus, Ruhe). Ich höre etwas Straßenlärm, ich wohne allerdings zentral in einer Kleinstadt.

    Hauptsache mal nochmal rausgehauen wie schrecklich alles bei dir ist.

    Es ging s3g4 in seiner Aussage um die Baukosten des Hauses, unabhängig vom Grundstück und eben nicht darum, was es aufgrund der Lage kostet.

    Wieso schrecklich? Und nein, ich klage nicht, warum sollte ich (wenn ich meine Wohnregion nenne, reagieren andere immer neidisch).

    Ich lebe gerne in einer Gegend, in die (fast) jeder ziehen möchte. Die Preise sind auch deshalb so hoch, weil viele wohlhabende Rentner aus ganz Deutschland hier fast jeden Preis zahlen. Allerdings verlangen hier auch Handwerker mehr, weil sie auch leben müssen. Das Krankenhaus baute z. B. einen Wohnblock mit zig Wohnungen, um überhaupt Pflegekräfte zu bekommen.

    Ich habe bewusst auf die noch teuere Nachbarstadt verzichtet, Kollegen (beide Vollzeit mit A14) versuchen seit mehreren Jahren ein kleines Häuschen oder große Wohnung dort zu kaufen. Sie sind inzwischen bereit über 1 Millionen zu zahlen und notfalls noch etwas zu renovieren. Sie finden trotzdem nichts.

    Bauen Gymshark kann hier aus Platzgründen fast niemand. Ein Kollege hat ein Haus aus den 50er Jahren gekauft und abgerissen, um dann bauen zu können. Auch er hat vorher lange gesucht. Die wenigen Neubaugebiete von Kommunen im kaum vorhandenen Hinterland (Schweiz ist noch teurer) gehen an Familien (und das ist richtig so). Für alle anderen bleibt nur Kauf von Privat übrig (und Bauern aus meiner Kindheit haben inzwischen alle verkauft).

    Noch einmal, ich beklage mich nicht, ich wollte hier wohnen. Für mich ist die Gegend wichtiger als ein eigenes Häuschen. Ich stelle nur fest (und würde nie tauschen, auch wenn OWL und Ostalb um einiges günstiger waren).

    Und Preise werden durch Nachfrage geregelt, was ich absolut akzeptiere (und deswegen nicht klage). Ich freue mich, dass ich es nach vielen Jahren geschafft habe (hier gibt es keinen Lehrermangel). Noch sinken die Preise hier nicht.

    Ja, ich kann es wirklich nicht, es ist für mich nur eine Händetherapiemöglichkeit zur Beruhigung des Gehirns und Ehrung meiner Großmutter gleichzeitig. Reicht für Schals und Loops, bei Konzentration für Mützen und ich habe mal Socken gestrickt, habe aber die Anleitung verloren UND meine Mutter hat sie NIE getragen, ich habe mir geschworen, nie wieder was Komplexes für jemanden anderen zu nähen. aber seit fast 3 Jahren bin ich an einem Oversize-Pulli für mich, dazwischen gab es einige Schals/Loops (ich bin Pendlerin und manchmal verbiete ich mir das Handy ... dann muss was her).

    À propos: stricken die Schweizer*innen wie die Deutschen? Weißt du es zufällig? und ob es einen Unterschied zwischen der frankophonen und deutschen Schweiz gibt. (Sorry fürs OT. Ich kann nicht ins Detail gehen (nationale Sicherheit), aber wer weiß, der weiß. Wer nicht, nicht schlimm.)

    Also ich starte seit ein paar Jahren mit "italienischem Anschlag", beim deutschen (?) habe ich mich zu oft verschätzt (und hatte viel Faden übrig oder5 cm zu wenig).

    Unsere Russlanddeutsche stricken tatsächlich anders.

    ...was auch wieder Quatsch ist, denn ich setze voraus, dass Mr. Tom und viele andere hier meine Meinung kennen. Man muss das Kaugummithema "Impfen" nicht immer neu aufwärmen. Wer Lust dazu hat, hat genug zu lesen.

    Außerdem: "größtenteils freiwillig" und "keine Pandemien" wird sich vernünftigerweise wohl jede/r wünschen. Du nicht?

    Eben. Und jeder versteht es anders (und deshalb wunderte ich mich, dass du es schreibst. )

    Weiterhin bleibt zu hoffen, das Impfungen größtenteils freiwillig bleiben und keine Pandemien zu einer Impfpflicht führen.

    (Ich hoffe, du meinst, dass es keine schwere Erkrankungen geben wird und nicht, dass Querdenker bestimmen, was gut ist.)

    Größtenteils bleibt es sicher freiwillig (es gibt ja viele Krankheiten), aber wie viele "Impfpflichten" erwartest du?

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