Beiträge von Kris24

    Also bei uns machen eindeutig die Teilzeit-Lehrerinnen (ja, es sind nur Lehrerinnen) mehr Zusatzaufgaben. Das ist etwas, worüber ich mich schon immer gewundert habe. Ich kann zwei Hände voll Vollzeitler nennen, die keine Zusatzaufgaben haben, während mir keine einzige Teilzeitlehrkraft ohne Zusatzaufgabe einfällt. Ist mir völlig unbegreiflich und es ärgert mich immer wieder.

    Bei uns nicht. Ich arbeite auch Vollzeit und habe eine sehr zeitaufwändige Zusatzausgabe, für die ich nur 2 Deputatsstunden Ermäßigung erhalte. Bei meinen Kollegen ist es auch so.

    Unsere Teilzeitkräfte achten sehr auf Teilzeit, unterstützt von PR und Gleichberechtigungsbeauftragte.

    Es ist eine Milchmädchenrechnung, wenn man die teilbaren Aufgaben an Vollzeit bemisst.

    Je mehr Teilzeitkräfte ich habe, desto stärker werden die Vollzeitkolleg:innen belastet, … was wiederum zum höher bemessenen Standard wird,

    letztlich müssen auch die Teilzeitkräfte mehr übernehmen.

    Ja. Allerdings nicht ganz.

    Vorstellung, alle unterrichten gleiche Stundenzahl Teilzeit. Arbeit bleibt gleich, wird aber auf mehr Schultern verteilt, weil mehr Kollegen anwesend sind, da Teilzeit.

    Problematisch für Vollzeitkräfte sind die vielen, die nur 1 - 2 Stunden reduziert haben und Teilzeitsvorteile (überproportional) beanspruchen.

    Die Arbeit ist da. Wie soll sie gerecht verteilt werden? Das sorgt immer für Diskussionen und Unzufriedenheit bei einzelnen (hoffentlich nicht viele). Problematisch ist, dass jeder erst seine Arbeit sieht.

    Mir (als Vollzeitlerin, aber mit starken Gedanken an Teilzeit, die natürlich nie klappen werden) wäre es lieber, die Aufsichten und Bereitschaftsdienste werden proportional reduziert (zu Not leicht mehr als die Teilzeitquote, dafür aber die Konferenzen durch Lesen von Protokollen ersetzt werden (anteilig / überproportional oder gar fast alle meinetwegen, selbiges für Projekte).
    Selbiges für Schulfeste und co. Es sind "on top"-Sachen. Aufsichten und Bereitschaften, die IM Alltag sind, sind je nach Schulbau und Schulform eh schon für Alle belastend. Wenn eine SL alle TZ-Leute von Aufsichten befreit, damit sie zu unsäglichen Konferenzen und Schulfesten kommen können, die eh außerhalb der Kernschulzeit liegen und zu Betreuungsproblemen führen (was eh zu spontanen Krankheiten führt), dann werden die VZ-Leute im Alltag kontinuierlich überproportional belastet.

    Ja, den Gedanken hatte ich auch schon. Bei uns entscheiden aufgrund ihrer Zahl die Teilzeitkollegen. (Sie sind aber nur überproportional befreit nicht komplett.)

    Konferenzen für alle haben wir wenige, wäre kein Ausgleich (so viele GLKs wie ich in NRW hatte, habe ich hier nicht in 4 Schuljahren), Schulfeste sind selten und werden vom Elternbeirat organisiert und da es so viele Teilzeitkollegen sind, müssen sie auch Projekte für Projektwoche anbieten (dürfen aber ein Projekt sich teilen).

    Bei uns nur proportional. Immerhin.

    Aber für alle möglichen Konferenzen und Sitzungen, Klassenfahrten usw. gibt es keinerlei Ausgleich.

    Deshalb bei uns überproportional. Mit 2/3- Stelle (und knapp mehr) ist nur 1/3-Aufsicht etc. verlangt, mit fast voller Stelle 2/3. Konferenzen für alle haben wir nicht viele, bei Teilkonferenzen sind Teilzeitkollegen normalerweise auch weniger betroffen. Klassenlehrer müssen sie aber genauso stellen, sonst hätten die meisten Klassen keinen.

    Klassenfahrten sind bei uns Skifreizeiten, organisiert von ein paar Sportlehrern. Da finden sich immer genug Freiwillige. Bei Ausflügen sind immer alle gefragt.

    Mir ist keine Schule bekannt, die dem nachkommt. Meine natürlich auch nicht. Versuche des Personalrats diesbezüglich Änderungen herbeizuführen, führten ins Leere, die SL (alle drei, "unter" denen ich bisher gearbeitet hab), stellten sich quer.

    Meine Schule hat Aufsichten und Bereitschaftsdienste für Teilzeit überproportional reduziert.

    Letztendlich entscheidet die GLK und dort hat die SL auch nur einfaches Stimmrecht.

    Kris24

    Würde der NRW Sekundarschule entsprechen, aber auf heterogenen Niveau wie die Gesamtschule

    Das heißt hier Gemeinschaftsschule (nur sehr wenige haben eine Oberstufe).

    Progymnasien haben gymnasiales Niveau. Sie wurden entweder auf dem Land eingerichtet, um den jüngeren weite Wege zu sparen (teilweise über Land über 30 km und mehrfachen umsteigen) oder haben ein spezielles Profil (z. B. Musik oder katholische Religion).

    Was ist denn ein Progymnasium? Gehen da nur die "Pro(fessinellen)" hin?

    Progymnasium gibt es in Deutschland auch. In meiner Heimatstadt war es ein Gymnasium von Klasse 5 bis 8 (woanders bis Klasse 7 oder 10). Dann kamen die Schüler zu uns. Sie führen also nicht bis zum Abitur, hören früher auf und bezahlt wird der Lehrer genauso wie am Gymnasium.

    Entschuldige, das ist wohl ein Missverständnis:

    Mir ist durchaus bewusst, dass ich niemals die einzigartige und herausragende Fachlichkeit, Gruppenleitungskompetenz und Souveränität eines Studienrates erreichen werde.

    Aber es ging ja um die Abordnung eines Gymnasialkollegen an die G-Schule. Und dazu habe ich hier gelernt: Inhalte weiter zu vereinfachen geht immer, kleine Klassen zu leiten ist einfacher als große, und Gymnasiallehrer sind sowieso die einzigen Lehrkräfte, die ein richtiges Studium absolviert haben.

    Also was spricht dagegen?

    Warum fällt mir bei dir immer Sokrates ein? (Ich weiß, es wird ihm nur zugeschrieben.)

    (Sehr frei formuliert bzw. ergänzt, Ich weiß, dass ich nichts weiß (und weiß daher mehr als andere, die sich wissend halten).)

    Übrigens wir Gymnasiallehrer wissen, dass wir nicht einfach an anderen Schultypen gut (!) unterrichten können, weil die Ausbildung sehr verschieden war/ist. Jetzt lerne ich von dir, dass deine Ausbildung anscheinend von jedem Kollegen nebenher gemacht werden kann.

    Du meinst doch, alles (nach Einarbeitung) zu können, wir nicht.

    Wo habe ich denn so etwas behauptet?!

    Nirgends.

    Im Gegenteil: Ich schrieb, dass man sich einarbeiten könne. Wäre die Arbeit identisch, müsste man das ja nicht ...

    Und wie lange dauert die Einarbeitung? 4 Jahre Fachstudium (oder du erzählst ohne es zu merken auch fachlichen Blödsinn)? Wer lernt dich an?

    Mir scheint, du weißt nicht was dir fehlt und weil du es nicht weißt, denkst, es sei nicht viel.

    Du arbeitest anscheinend nur mit kleinen Gruppen (Diagnostik, kleine Klassen, deine Fragen in der Vergangenheit erschienen mir oft wie von einem anderen Planeten). Im Praktikum (und Referendariat) gewähren Schüler "Welpenschutz". Sprich, du hast weder fachlich ausreichende Kenntnisse (in allen Fächern) noch weißt, wie große Gruppen zu leiten sind. Letzteres lässt sich sicher schneller aneignen, aber ich vermute, dass jeder andere ehemalige Abiturient es genauso gut kann. Also Abschaffung von Studiengängen, Abitur reicht?

    (Ich habe mehrfach erlebt, wie gute Schüler fachlich schwache Kollegen auseinander nehmen, sich bei Klassenleitung (daher weiß ich einiges) und Schulleitung beschweren und um Lehrerwechsel bitten. Fachkenntnisse auf Leistungskursniveau reichen definitiv nicht.) Und ich habe junge Kollegen im 1. Jahr verzweifelt gesehen, weil sich die Schüler nicht mehr wie im Referendariat alles gefallen ließen.

    Ich bin seit Weihnachten in den USA. Ich habe nicht den Eindruck, dass sich hier irgendjemand um irgendeine Variante schert. Selbsttests kosten 10 Dollar aufwärts, die kauft kaum jemand.

    Und was sagt uns dies? Covid-19 gibt es nicht?

    Das wundert mich nicht. Viele sind nicht versichert, solange man nicht selbst ins Krankenhaus muss, interessiert es wenige und man verdrängt alles. Und du triffst vermutlich eher junge, zumindest gesunde Menschen. Und auch hier kriegt man wenig mit (und liest überrascht von Überlastung des örtlichen Krankenhaus).

    (Viele glauben in den USA sogar, dass man selbst an Erkrankung schuld ist, weil man Gott verärgert hat (Impfung pfuscht Gott ins Handwerk), solange man also genug glaubt, ist man safe. Da lebe ich doch lieber in Deutschland.)

    Übrigens kann man vor Ort sein und nichts mitbekommen. Ich war zum Höhepunkt von Solidarnosc in Gdingen/Danzig. Meine Austauschpartner zeigte mir z. B. das täglich errichtete Kreuz aus Blumen (Solidaritätszeichen), wir mussten über Hinterhöfe. Erst später erfuhr ich, dass 10 Minuten später alle vor Ort verhaftet wurden, meine Mutter verging vor Angst, sah mich vermutlich im Fernsehen. Ich habe damals wenig verstanden. Bekannte haben den Tsunami in Thailand verschlafen.

    naja WHO ist auch besorgt. In den USA füllen sich die Krankenhäuser (die Variante ist nicht gefährlicher, aber viel ansteckender und erzeugt dadurch viele Fälle für das Krankenhaus), Lauterbach hofft daher, dass die Welle jetzt ausbleibt und erst später kommt (unsere Krankenhäuser sind bereits ausgelastet).

    Aber wer keine Argumente hat, wird beleidigend (und daher von mir nicht ernst genommen s3g4).

    Bei uns werden Tests auch nur in seltenen Ausnahmefällen bezahlt.

    Grotesk:

    Das einflussreiche Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, hatte zu einer Waffenruhe in der Ukraine während der orthodoxen Weihnachtsfeier aufgerufen, damit Gläubige die Messen besuchen könnten.

    Putin ordnet Feuerpause an.

    Die Ukraine lehne eine Waffenruhe unter russischer Besatzung ab.

    Vermutlich nicht ohne Hintergedanken, ab morgen wird es kalt, ideal für ukrainisches Vorrücken (Schlamm gefriert), zumal die russische Seite auf Nachschub und neue Soldaten wartet. (Für Putin also wichtig nach innen, die bösen gottlisen Ukrainer ...)

    Für die evangelischen und katholischen Ukrainer (fast die Hälfte) war dies vor 2 Wochen nicht möglich.

    Grotesk:

    Das einflussreiche Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, hatte zu einer Waffenruhe in der Ukraine während der orthodoxen Weihnachtsfeier aufgerufen, damit Gläubige die Messen besuchen könnten.

    Putin ordnet Feuerpause an.

    Die Ukraine lehne eine Waffenruhe unter russischer Besatzung ab.

    Du weißt warum?

    Insofern war Lehramt nur zweite Wahl?

    Letztendlich kann aber deine Dienstherrin nicht auf alle Aspekte Rücksicht nehmen. Wenn also gymnasiale Chemielehrerinnen über wären, man aber mehr Kolleginnen bräuchte, die naturwissenschaftliche Aspekte an Förderschulen präsentieren, wärst du vor allem Lehrerin.

    Ja.

    Ich schrieb bereits, ich würde vom 1. Tag nach Alternativen umschauen und bis dahin (genau wie du immer schreibst, vielleicht hast du deswegen so wenig Probleme an einer Förderschule zu unterrichten) nur Dienst nach Vorschrift zu unterrichten.

    Und ich habe 6 Jahre an einer integrierten Gesamtschule auch mit Kindern mit zusätzlichem Förderbedarf unterrichtet, ich weiß, wovon ich spreche.

    Aber mit Mangelfächern und A14 scheine ich, wie hier gelernt, aktuell safe zu sein. Und auch vorher war ich bei Abordnung an ein anderes Gymnasium nie im Gespräch. Manchmal zahlt es sich aus, etwas zusätzlich für seine Schule zu leisten.

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