Beiträge von Kris24

    Stern schreibt einiges interessantes. https://www.stern.de/politik/auslan…r-33589852.html

    Letzte Nacht war in Rostow einiges los. Ich zitiere

    "Als Jewgeni Prigoschin auf Rostow marschierte, flohen Verteidigungsminister Schoigu und Generalsstabchef Gerassimow aus der Stadt. Dort bereiteten sie sich offenbar auf die Festnahme des Wagner-Chefs vor.

    ...

    Vor einigen Tagen tauchten erste Berichte über die Verlegung von 1500 Männern russischer Sondereinheiten nach Rostow auf. Zunächst sah es nach Verstärkung der russischen Kriegstruppen aus.

    Doch am Freitag wurde bekannt, dass Schoigu zusammen mit den Sondereinheiten angereist war. "Unseren Informationen zufolge, ist Schoigu nach Rostow gekommen, nicht um gegen die ukrainischen Streitkräfte vorzugehen. Zusammen mit dem Generalstabschef Gerassimow arbeitet er an einem Plan, die Wagner-Kämpfer festzunehmen", meldete der Telegram-Kanal "Moskauer Waschsalon" um 17.35 Uhr.

    "Der offizielle Grund ist die Weigerung, einen Vertrag mit den russischen Streitkräften abzuschließen. Es ist entschieden worden, den störenden Musikanten endgültig ein Ende zu machen. Es wird keine Gnade geben."

    Seit einige Monaten ist es der russischen Propaganda verboten, den Truppennamen Wagner zu erwähnen. Also gingen die Propagandisten dazu über, von Musikanten zu sprechen, wenn die Rede von der Wagner-Truppe war.

    ...

    Drei Stunden nach den ersten Meldung über den möglichen Grund des Aufenthalts von Schoigu und Gerassimow in Rostow ging Prigoschin zum Schlag über. Er ließ seine Truppe auf Rostow marschieren. Seitdem bewegt er sich unaufhaltsam auf Moskau zu.

    ...

    Der ursprüngliche Plan des russischen Militärs habe vorgesehen, die Wagner-Truppe bei Bachmut aufreiben zu lassen. "Prigoschin hat aber diesen Plan durchschaut und verstanden, dass die Eskalation seine einzige Option ist."

    Er habe den Rückzug aus Bachmut verkündet. Doch das Verteidigungsministerium habe dies zu verhindern versucht und eine Einheit entsandt, um die Wagner-Truppe am Rückzug zu hindern. Doch der Plan sei schief gelaufen, so Nacki.

    Im Mai hatte die Wagner-Truppe einen russischen Offizier gefangengenommen. Vor einer Kamera gestand er ein, die Rückzugswege der Prigoschin-Kämpfer vermint zu haben.

    Nach einer solchen Ohrfeige musste Prigoschin den Weg der Eskalation weiterbeschreiten. Einem direkten Befehl Wladimir Putins, sich dem Verteidigungsministerium unterzuordnen, erteilte er eine radikale Absage."

    Auf jeden Fall hielten sich viele Offizielle und auch das Militär heute auffallend zurück und Prigoschin konnte ungehindert Richtung Moskau marschieren. (Ein paar Bagger zogen zwar kleine Graben, ließen aber die Erde vor Ort.) Alle Welt konnte sehen, dass es keinen ernsthaften Widerstand gab. Zivilisten begrüßten sie freundlich. Anfang der Woche berichtete der amerikanische Geheimdienst wohl gegenüber Politikern, dass Wagner-Kämpfer Waffen an der Grenze sammelten, es war aus Zeitgründen nicht gut vorbereitet, doch wenn Russland wirklich stark wäre, wäre es sicher nicht zu diesem Kuhhandel gekommen (Straffreiheit für Prigoschin und seine Soldaten, offene Fenster und Tee solle er vielleicht meiden. ;) )

    Und auch, weil die Eltern die Mengenlehre nicht begriffen haben und so ihren Kindern nicht bei den Hausaufgaben helfen konnten. Wenn die Kinder dann noch zu Hause gehört haben, "braucht man eh nicht" und "was für ein Quatsch, die Kinder sollen rechnen lernen", hat dies sicherlich nicht zu einer höheren Motivation geführt, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen.

    À+

    Genau das erzählte mir meine Mutter später. Mein Beitrag hat sich mit deinem überschnitten.


    Was soll der Matheunterricht erreichen? Rechnen? Dann reicht Unterricht bis Klasse 7 (und anschließend verwenden wir alle den Rechner). Für mich hat Mathe mehr Aufgaben. (Ich stelle mir die Frage hin und wieder, vielleicht ist auch deshalb Chemie mein 1. Fach?)

    Ich bin 1974 eingeschult worden und erinnere mich bis heute an Mengenlehre und Venndiagramme (und definitiv länger als 6 Wochen, es ging über mehrere Schuljahre von Klasse 1 bis Klasse 8? Spiralcurriculum gab es damals schon). Wir hatten extra Schablonen, um kleine und große Rechtecke, Kreise usw. zu zeichnen. Ich habe meine noch irgendwo. Auch Dreiersystem, Vierersystem hatten wir bereits an der Grundschule, ich erinnere mich an Türmchen und Mäuerchen. Mir hat es Spaß gemacht. Meine Mutter erzählte mir später, dass es auf den Elternabenden einer damals noch dörflich geprägten Grundschule heftigste Kritik gab und sie deswegen nie gerne hin ging. An meinem Gymnasium (viele Professorenkinder) wurde es meistens akzeptiert.

    Trotzdem bin ich geschockt, wenn ich meine alten Mathebücher aus Klasse 5 - 8 (aus heutiger Sicht) ansehe. Sie sind einfach nicht ansprechend, seitenweise nur Text. Ich mochte Mathe, ich verstehe meine Mitschüler aber sehr gut, die anderer Meinung waren.

    Letztendlich stellt sich die Frage, wozu Mathe in der (weiterführenden) Schule dienen soll. Nur Rechnen? Das kann jeder TR schneller (und ernsthaft, wer von uns rechnet wirklich größere Aufgaben von Hand?) Geometrie?

    In meiner Referendariatzeit gab es Forderungen einiger Experten, Mathe nur bis Klasse 7 zu unterrichten und es dann auf freiwilliger Basis weiterlaufen zu lassen. Ich erinnere mich an interessante Diskussionen im Seminar. Aber die Frage bleibt, welche Aufgabe hat Mathe? (Und ist dann Mengenlehre vielleicht wichtiger als Rechnen? )

    Ich stecke gerade in der Abikorrektur und meine beiden Vorkorrigierer waren sich leider nicht einig, habe daher wenig Zeit. Ich habe daher wenig hier gelesen (bei Grundschule fühlte ich mich nicht angesprochen), vielleicht war es hier schon Thema?

    Ich antworte manchmal mit Blaise Pascal https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pascalsche_Wette (erzeugt manchmal Staunen und gute Diskussionen)

    (Zu meiner Unizeit waren an meiner Uni relativ gesehen, die meisten Christen bei den Mathematikern und Naturwissenschaftlern, die wenigsten bei den Juristen und VWLer. Über das warum kann man verschiedener Meinung sein.)

    An der FMS habe ich halt oft die "Oh ... ist die Stunde schon aus?!" Kurse. Mit denen könnte man einfach so lange weitermachen, bis sie von selber keine Lust mehr haben. Übergangsweise hatten wir im Hauptgebäude dann auch gar keinen Gong mehr, weil der neue, gegen den die Rebellion ausgebrochen war, irgendwie aufwändig wieder umprogrammiert werden musste. Das war die Lachnummer überhaupt, dass für diesen blöden Gong extra irgendjemand aus Bern kommen musste. Wir hatten alle schon die Hoffnung, es bliebe einfach ruhig. Jetzt gongt es wieder.

    Ich höre deinen ersten Satz auch sehr oft, selbst bei den Kleinen (und freue mich immer). Es gibt (bei mir) halt fast immer beide Gruppen. Und auch die Zeiterinnerer verstehe ich, sie sind ja nicht gegen meinen Unterricht. Sie wollen eine Pause zwischen den Stunden, um etwas zu essen usw. Und manche Kollegen scheinen Probleme mit der Zeit zu haben, von einem weiß ich, dass er Zeiterinnerer eingeteilt hat (ein Schüler erinnert in 5 Minuten vor Ende, dass die Kleinen es dann auch bei anderen Kollegen tun wundert dann nicht, ich bitte sie halt, es bei mir zu lassen).

    Gute Idee. Wir haben keinen und ich brauche auch keinen. Jeder kann die Uhr lesen bei uns.

    Eben jeder. ;)

    (Und in fast jeder Klasse hat man einen Schüler, der bereits 5 Minuten früher darauf hinweist. :angst:)

    Ich selbst habe übrigens auch nie einen benötigt, bereits im Referendariat hatte ich ein sehr gutes Zeitgefühl. Allerdings gibt es Probleme bei ein paar Kollegen und wenn ein paar Male die Pause für Schüler ausfällt, weil der nächste Kollege pünktlich beginnen will, achten Schüler (vor allem die jüngeren) verständlicherweise darauf. (Wir haben auch 5-Minuten-Pausen mit Raumwechsel.)

    Dieser Zusammenhang ist mir absolut nicht klar. In der Stadt, in der ich unterrichte gilt jedenfalls ganz bestimmt nicht, dass das Gymnasium immer / viel / das meiste Geld bekomt.

    Bei uns auch nicht. Wir Gymnasien bekommen zwar absolut den höchsten Betrag, aber nur weil wir viel mehr Schüler haben. Pro Schüler (so wird hier das Geld verteilt) stimmt es nicht.

    Jeder Schüler ist hier also bares Geld wert ;), auch deshalb verstand ich nie, warum manche Tag der offenen Tür usw. ablehnen. Klar ist es Mehrarbeit, aber es lohnt sich für Schule und damit auch für meinen Unterricht im folgenden Jahr.

    Da du an ein Gymnasium abgeordnet bist, sollte Geld ja eigentlich eher nicht das Problem sein.... zumindest, was eine Basisausstattung ange

    Bei allem anderen stimme ich dir zu, man merkt, dass du viel Ahnung hast (und das ist der Unterschied zu uns, ich habe zwar auch Schüler, die schlecht deutsch können, aber in meinen Fächern Mathe und Chemie sehr gut sind, es trotz fehlender Deutschkenntnisse auf das Gymnasium geschafft haben und motiviert sind), bei diesem Satz wunderte ich mich.

    Bei uns erhalten die Gymnasien pro Schüler am wenigsten vom Schulträger, wir haben allerdings mehr Schüler als die anderen Schultypen und daher absolut mehr Geld. Digitale Ausstattung erhielten hier alle gleichzeitig. Geld ist ein großes Problem, Gymnasien werden nicht bevorzugt (die Realschule wurde z. B. bei gleichem Problem zuerst renoviert, weil deren Eltern mehr Druck erzeugt haben). Werden bei euch tatsächlich Gymnasien bevorzugt oder denkst du es als "Nichtgymnasialkollege"?

    Auch ich habe bisher nicht unterschrieben, mich regt aber der Satz auf, ich bin nicht betroffen, also gehe ich nicht dagegen vor. (Ich weiß Frosch, so meinst du es nicht, vielleicht weißt du mehr (und pepe auch), so wie du dich hier einsetzt?)

    Ich selbst würde aber sofort unterschreiben, wenn ein für mich Vertrauenswürdiger das Unrecht bestätigt. (Einige der 9000 Unterschriften mögen auch so zustande kommen. Jeder Schüler hat nicht nur Eltern, sondern auch Großeltern, Nachbarn, die evtl. in Vereinen tätig sind usw.)

    Was spricht dagegen, dass eine solche kurze Abstimmung eben in einer der Pausen stattfindet, anstatt Personen Wege von mehr als 200km insgesamt unnötig fahren zu lassen? Oder dass sie eben online stattfindet?

    Leider sind bei uns die Wege weit und die Kollegen haben unterschiedliche Tage Unterricht. Kurz, ich habe es immer wieder versucht, aber es nie geschafft. Bei uns werden inzwischen kurze Konferenzen gebündelt, also z. B. vor und nach einer GLK. Weil dies aber viele (Fachschaften, Klassenlehrer, SL) versuchen, gibt es wieder Terminprobleme. Allen es immer recht machen, klappt leider nicht.

    Ich durfte mal schweizer Kalbsbratwurst probieren. War jetzt gar nicht mal so gut. Ich glaube, Schoki könnt ihr besser.

    Das sieht meine Familie anders. (Aber sie schmecken wirklich anders, wobei falsches Wort, Schweizer meinen mit schmecken riechen, gab schon öfter Erstaunen in meiner deutsch-schweizer Familie.)

    Von Haribo selbst habe ich noch keine Chili Variante gesehen, aber es gibt Chili Gummibärchen, ja. Im Zweifelsfall im Süßigkeitenladen danach schauen oder bestellen. Ich find sie in gewisser Weise auch richtig lecker, obwohl es erstmal ungewohnt ist beim ersten Stück. Das zweite ist schon besser und dann gewöhnt man sich ganz gut dran und frisst sie weg wie andere Süßigkeiten.

    Erinnert mich an eine Facharbeit in NwT (Klasse 10). Ich erhielt zusätzlich zur Arbeit auch eine Probiertüte mit verschiedenen Bärchen (ohne Beschriftung). Das erste, was ich probierte, enthielt eindeutig Knoblauch, das 2. Chili, dann hatte ich erst einmal genug. (Die übrigen waren dann "harmlose" vegane, mit Fruchtsaft usw.)

    Ich habe mir jetzt überlegt, warum ich nicht am BK etc. unterrichten möchte? Eure Schilderungen haben dazu beigetragen. (Sie stimmen mit denen von meiner Kollegin überein.) Ich schreibe daher bewusst in Ichform.

    Ich möchte Schüler nicht gegen ihren Willen unterrichten (das fand ich damals an der Gesamtschule schlimm), freue mich, wenn sie Freude an meinem Unterricht finden, wenn sie Leistung bringen (schwänzen (sogar nach dem schriftlichen Abitur) ist bei uns selten. Arroganz empfinde ich euch gegenüber nicht, manchmal wundere ich mich (bei Erzählungen), dass es euch anscheinend nichts ausmacht, aber Menschen sind verschieden und vermutlich sammeln sich am Gymnasium mehr Kollegen, für die Leistung wichtig ist. (Und dazu gehört für mich auch, schwache Schüler zu fördern, sodass sie bei uns bleiben können. Nur wollen müssen sie schon, dauerhaft gegen den Willen der Schüler zu unterrichten, fällt mir schwer.)

    Ich hatte ja überlegt (und ein Angebot erhalten), ob ich in Chemie promovieren soll. Vielleicht ist das der Unterschied?

    Vielfalt habe ich dadurch, dass ich bewusst mit Fünftklässler und Leistungskurse arbeite. Und ja, ich verstehe mich oft als Lernbegleiter, wir arbeiten gemeinsam auf ein Ziel zu. An der Gesamtschule hatte ich nicht oft dieses Gefühl, das habe ich vermisst.

    Vielleicht kommen deshalb Gymnasiallehrer für Hannelotti humorlos und engstirnig vor? (So wie ich mich über Leistungssportler wundere, warum nehmen die ihren Sport so ernst?) Wir sind es sicher nicht mehr als andere.

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