Beiträge von Kris24

    Dafür kann man ein paar Bereitschaften ins Deputat einrechnen. Dann hat der entsprechende Kollege morgens die Aufsicht für die Klassen, die nicht rechtzeitig üver Unterrichsausfall informiert sind. In vielen Kollegien sind auch einige Kollegen schon sehr früh in der Schule auch wenn sie erst später Unterricht haben. Diese kann man auch zur Vertretung heranziehen. Im Allgemeinen entwickeln siche solche Mechanismen über die Jahre an den Schulen.

    Und dann fällt halt Deutsch aus oder Klassen mit 40 Schülern. Bei uns gibt es Deputatsstunden abhängig von der Schülerzahl. AGs etc. gibt es schon lange kaum noch (und für eine Doppelstunde AG erhält man meistens nur eine Deputatsstunde, weil keine Klassenarbeiten etc. anfallen). Für Bereitschaft gibt es keine Stunden.

    Und die Kollegen, die mindestens eine (Doppelstunde) früher kommen (gibt es bei uns aber nicht), bedanken sich sicher, wenn sie ständig unbezahlt Vertretungsstunden leisten dürfen (Dank Verrechnung mit Minusstunden über längerem Zeitraum wird hier kaum etwas bezahlt. )

    Es gibt folgende Möglichkeiten (ich habe alle erlebt)

    Kollegen führen Aufsicht über 2 oder mehr Klassen (nicht zulässig, wenn etwas passiert...)

    Bereitschaft für einzelne, die in der Nähe wohnen und immer auf Sprung sein müssen (Grund für Schulwechsel oder Umzug)

    Beide Varianten gekoppelt

    oder Bereitschaft für alle gleichmäßig verteilt (lange vorher bekannt)

    Wenn es denn so ist, dass die jüngeren Schülerinnen eine engere Betreuung benötigen, dann müsste sich das im Personalschlüssel niederschlagen. Eure Dienstherrin müsste also mehr Lehrerinnen beschäftigen, so dass es eine ausreichende Vertretungsreserve gibt. Das tut sie nicht, so wie ich das verstanden habe. Da aber fängt die Schieflage an und schlägt in einen unfair hohen Vertretungsaufwand durch.

    Ich sage nicht, dass ihr es so machen sollt, wie wir am BK. Aber ich finde es auch nicht gut, dass von euch erwartet, dass ihr kucken könnt, wo ihr bleibt, weil die Dienstherrin sich nicht kümmert. Diese hat euch gegenüber eine Fürsorgepflicht, der sie nicht nachkommt.

    Ich gebe dir recht, hilft nur momentan nicht (vor allem ärgert mich das Verrechnen mit Minusstunden in anderen Monaten, dank 2 LKs kriege ich daher selten etwas bezahlt und da fühle ich mich schon ausgebeutet, wenn es wenigstens Geld für die Vertretungsstunden gäbe). Und ja, GEW und Philogenverband sind mit am diskutieren (es wurde dann mit noch schlechterer Regelung gedroht). Den aktuellen Stand der Diskussion kenne ich nicht (der Zeitraum der Verrechnung scheint kürzer geworden zu sein, war mal 12 Monate).

    Wir versuchen das Beste daraus zu machen.

    (Zur Betreuung von Jüngeren - meine 1. Schule wollte Randstunden anfangs nicht vertreten, es gab keine Bereitschaft für die 1. Stunde. Sechstklässler sind in ein leer stehendes Haus in der Nähe eingedrungen und haben großen Schaden angerichtet. Eltern wollten, dass die Schule zahlt. Zum Glück war der Ausfall der Stunde bereits am Vortag den Schülern bekannt (digitale Klassenbücher oder Schulmails gab es noch nicht), es hat schließlich gereicht. Danach musste auch die 1. Stunde vertreten werden. )

    Ich ärgere mich aber mehr über die zweimalige Erhöhung der Deputatsstunden und anderes. Auch da können wir nur begrenzt etwas ändern.

    Eben, deswegen würde mich interessieren, wie es gehandhabt wird, wenn die Stunden vertreten werden müssen und keine Bereitschaft existiert, aber auch das Kollegium sagt "wenn ich am Vortag nicht vor xy Uhr informiert werde, dann vertrete ich ganz sicher nicht".

    Die Kollegen, die sich so äußern, unterrichten alle ältere Schüler. Von außen lässt sich "leicht" kommentieren.

    Ich hab ehrlich gesagt am meisten Respekt davor, dass Leute den 1. und 2 Termin verpassen und ich dann eine neue Klausur erstellen muss. Ist wahrscheinlich aber eh nötig, weil ein Schüler gerade eine OP hat und danach mit der Chemo startet und unklar ist, ob er es zum Nachtermin wieder schafft (er will es aber unbedingt).

    Das zum Glück bleibt mir dank zentralem Abitur sicher erspart. Allerdings gibt es dieses Jahr im Gegensatz zu den beiden vorherigen keinen angekündigten 2. Nachtermin.

    Da bei uns das schriftliche Abitur direkt nach den Osterferien beginnt, bin ich bei meinen Abiturienten nicht sicher, wie sie sich verhalten (25 % waren im letzten Monat an Covid-19 erkrankt, teilweise zum wiederholten Male, oftmals durch jüngere Geschwister angesteckt.).

    Ich schütze mich, mehr geht nicht. Sorgen macht mir, dass Chemie am Ende schreibt, dass ich sowohl für Erstkorrektur meiner eigenen Schüler als auch Zweitkorrektur fremder Schüler (in Baden-Württemberg werden die Abiklausuren anonym im RP getauscht) jeweils nur ca. eine Woche habe. Wenn dann noch Nachschreiber parallel dazu kommen, gute Nacht. (Ich hatte schon Klausuren mit 35 Seiten, normal sind 24.)

    Unsere Vertretungsplaner'innen machen den teilweise auch von zuhause aus. Aber dass sich jemand nachts krankgemeldet hat und daraufhin der Vertretungsplan "angepasst" wurde, ist meines Wissens noch nie vorgekommen. Auch Vertretungsplaner*innen müssen ja mal schlafen und sollen nicht mitten in der Nacht arbeiten! ;)

    Ich melde mich fast immer nachts krank. (Dann, wenn ich merke, es geht nicht. Auch die Krankmeldung geht über Edupage. Dann muss ich keinen Wecker stellen, wenn ich endlich eingeschlafen bin.) Ich war aber auch oft überrascht, wann die Vertretung eingetragen wird (es steht die Uhrzeit dabe z. B. 23.17 Uhr ).

    Die Vertretungsplaner haben es gerne weg, unsere Eltern mit kleinen Kindern wissen es gerne so früh wie möglich. Es ist aber kein Muss.

    Na, dann wir an meiner Schule, die wir bis 17 Uhr (so ist es bei uns geregelt - und mit großer Mehrheit vom Kollegium abgestimmt worden; wir haben da anscheinend "Bock drauf") noch einmal in WebUntis den Vertretungsplan checken, halt alle kein Leben. Wenn du meinst....:D

    Bei uns ist sogar bis 18 Uhr Unterricht. Später schaue ich auch selten in Edupage hinein.

    (Und schlafe dann am kommenden Morgen aus, wenn keine Vertretung in meiner Bereitschaft eingetragen ist (also fast immer).

    eher, weil wir alle Stunden mit Bereitschaften abdecken. vielleicht hattet ihr aber auch vorher schon schlechte Pläne. nichtsfürungut: welcher Zusammenhang besteht denn zwischen der Leidensfähigkeit und der Kompaktheit der Pläne?

    Ich schrieb es bereits, viele Fächer liegen bei uns auf Schiene, mehrere Klassen und Kollegen sind gekoppelt, die hatten schon immer schlechtere Stundenpläne, bei Deutsch, Englisch und Mathe gibt es keine Wahl, also auch keine Kopplung, also fast immer kompakte Pläne. Diese Kollegen haben tatsächlich ihre Bereitschaft oft in Randstunden, müssen aldo vorher kommen oder evtl. später gehen (aber diesen Kollegen wird es normalerweise am Tag vorher mitgeteilt). Sie akzeptieren es. Es gibt aber nicht mehr Hohlstunden. .

    Ich habe dieses Jahr einen besseren Stundenplan als früher mit nur 2 Hohlstunden. Beide sind Bereitschaft und meine 3. liegt an einem Tag vor meinem Unterricht (mein Rekord liegt bei 15 Hohlstunden vor Einführung der Bereitschaft, das ergab extrem viele Vertretungen, ich war also doppelt bestraft). Aber wenn am Vorabend nichts eingetragen ist, muss ich nicht früher kommen. Falls doch überraschend Vertretung anfällt, übernimmt sie ein anderer Kollege, der Bereitschaft in einer Hohlstunde hat.

    Vielleicht wird es bei uns auch so gut akzeptiert, weil die Vertretungsplaner genau Buch führen und jetzt alle gleichmäßig dran kommen. Man stöhnt zwar innerlich, aber Vertretung gehört bis Klasse 10 dazu.

    Ich halte es für der Sklaverei angemessen, immer und ständig verfügbar sein zu müssen.

    Ich bin gegen Dienstzeiten (einschließlich Bereitschaften), die geplant, erbracht aber nicht vergütet werden.

    Man kann gerne einen Teil meines Deputats als Bereitschaft auf den Plan schreiben.

    Ich wiederhole, man kann dagegen sein, man kann klagen, aber es ist gültiges Recht (übrigens auch in anderen Berufen), EffiBriest hat oben es sogar verlinkt und wer nicht bereit dazu ist, muss gehen (sprich kündigen) .

    Interessant finde ich bei dieser Diskussion, dass die Grenze hier tatsächlich nach der unterrichteten Altersstufe verläuft. Kollegen mit Sek. I finden das System mit 3 Stunden fester Bereitschaft gut (besser als bei jeder Hohlstunde bereit zu stehen) , Kollegen nur mit älteren Schülern lehnen es ab. Da ich nicht nur ältere Schüler unterrichten möchte, akzeptiere ich es (ist auch nicht dramatisch, normalerweise weiß man am Vortag oder mindestens am frühen Morgen Bescheid. Und in der Chemie gibt es für mich genug Aufgaben in einer Bereitschaft ohne Vertretung. Andere Dinge regen mich mehr auf.)

    DFU, was meinst du mit "muss"?

    Von NRW kannte ich es, dass bei Nichtmahnung der Schüler auch mit 5 Fünfen versetzt wurde (ist uns anfangs einmal passiert, danach wurde immer gewarnt). In Baden-Württemberg spielt das keine Rolle. Auch bei Nichtgespräch fällt der Schüler durch, wenn die Noten zu schlecht sind. Natürlich sollte der Klassenlehrer oder Fachlehrer das Gespräch suchen, aber wenn die Eltern es ablehnen, fällt das Kind trotzdem durch.

    An meiner Schule (ebenfalls BW) genügt zweimal 4- in der Halbjahresinformation nicht. Es muss zusätzlich im Zeugnis „Gespräch erwünscht“ angekreuzt und ein Gespräch geführt werden, in dem die Eltern auf die Gefahr des Abrutschens in den mangelhaften Bereich hingewiesen werden.

    Ich verwende die Begriffe Kernfach und Nebenfach, weil maßgebliches und nicht maßgebliches Fach so umständlich ist.

    Klassenarbeiten schreibe ich in den nicht maßgeblichen Fächern nur noch zwei. Und ich kenne nur wenige Kollegen, die mehr schreiben.

    Schriftliche Klassenarbeiten gibt es bei uns auch in Sport in der Sek 1, wenn es in der Klasse Kernfach ist. Musik schreibt auch Klassenarbeiten in Sek 1, Kunst nur manchmal. Die Erfahrung zeigt, dass Eltern schriftliche Noten seltener anzweifeln als mündliche. Klassenarbeiten veringern daher Beschwerden bezüglich der Endnote.

    LG DFU

    Wir kreuzen meistens auch an "Gespräch erwünscht" (Ausnahme, es gab gerade ein Gespräch), nur viele Eltern wollen nicht (Brennpunktbereich) , wir fragen einmal nach, aber wir rennen nicht nach, ein Muss ist es nicht.

    Bei nur 2 Klassenarbeiten im Jahr gibt es aber zu viele Nachfragen und Proteste, daher gibt es sie bei uns nur in einstündigen Fächern.

    Ich vertraue nach 28 Jahren meinen Schülern immer noch erst einmal.

    Wenn ich angelogen werde, spreche ich es deutlich an, vergleiche Vertrauen mit einer Pflanze, die schnell absichtlich oder sorglos zertreten ist, aber lange benötigt, bis sie wieder (nach)gewachsen ist (und manchmal nicht mehr wächst). Dieser Vergleich macht meine Schüler immer nachdenklich (ich verwende ihn auch nur in Extremfällen).

    Bei uns hätte übrigens die Angabe im digitalen Klassenbuch gezählt, ich hätte auch nicht einfach schreiben "dürfen". Allerdings hätten meine Schüler mich hoffentlich darauf hingewiesen und es steht deutlich auch in meinem Stundenplan. Leonore, vielleicht ist es bei euch auch so (ähnlich)?

    Interessant, welche Dinge und Einstellungen aus meinem Post abgeleitet werden. So werden Worte im Mund umgedreht.

    Ich kann für die Einstellung einiger Freunde nichts. Einige sind Querdenker und pfeifen auf die Regeln, einige sind geimpft und fühlen sich von der Regierung belogen und der große Rest hat viel Angst vor Corona. Also alles dabei.

    Wir haben für uns geklärt, dass wir bei wirklich milden Symptomen trotzdem in den Urlaub fliegen, auch wenn hier einige dabei Herzrasen und Blutdruck bekommen. So wie die meisten anderen auch fliegen würden.

    Die meisten sicher nicht, nur die lauten. Mehr als die Hälfte ist z. B. nach letzter Umfrage gegen die Abschaffung der Maskenpflicht zum jetzigen Zeitpunkt.

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