Passt auch zum Thema:
„Die USA choreografieren die Anti-Russland-Politik in diesem Krieg. Sie sind Taktgeber bei den Waffenlieferungen, laden zur Ukrainekonferenz nach Deutschland ein, sorgen mit ihrem Arsenal an Nuklearwaffen für die nötige Abschreckung gegen die Atommacht Russland. Vor allem aber haben sie das Kriegsziel des Westens formuliert: »Wir wollen, dass Russland so weit geschwächt wird«, so Austin, »dass es zu etwas wie dem Einmarsch in die Ukraine nicht mehr in der Lage ist.« Amerika hat einen Plan, ein Ziel.“
https://www.spiegel.de/politik/deutsc…16-62f52ff6d762
Leider hinter einer Bezahlschrank. Das ist der heutige Leitartikel auf SPON, im dem es darum geht, dass Deutschland jetzt schnell eine neue Rolle innerhalb Europas finden müsse.
Wenn das obengenannte das Ziel Amerikas ist, frage ich mich, was denn Deutschlands Ziel sein könnte? Russland gibt auf und zieht sich aus der Ukraine zurück?
Ich antworte mit Wolfgang Müllers Worten (https://wolfgangmueller.info/2022/04/30/ukr…sche-frage-ist/)
"Daher geht es hier nicht um “Kriegsbegeisterung” oder hastig über den Haufen geworfenen Pazifismus. Und schon gar nicht um die Gefahr, besser keine “Gründe” zu liefern um in den Konflikt “hineingezogen” zu werden. Sondern darum anzuerkennen, dass man einer Bedrohung gegenübersteht, die durch Verhandlungen, Appeasement oder Zugeständnisse nicht abgewendet werden kann, und aus dieser Erkenntnis heraus Verantwortung zu übernehmen. Nicht mehr und nicht weniger, egal wie beängstigend das ist, denn die Alternative ist Unterwerfung, und ob das dann das Überleben sichert ist keinesfalls erwiesen. Wenn das Deutsche “Nie wieder” in Bezug auf Faschismus nicht weiterhin eine reine wohlfühlige Nostalgie-Posse sein soll ist es alternativlos, Haltung zu zeigen."
(Er erklärt vorher ausführlich, wie er zu dieser Meinung kommt, der sehr lange Text ist wirklich empfehlenswert.)