Beiträge von Kris24

    Die Krankenhäuser sind nicht überlastet. Die Zahl der Inzidenzen sind nicht alleine für sich aussagekräftig und außerdem derzeit sinkend. "Leben und Gesundheit" wertest du bezogen auf die Ausiwkrungen des Virus an sich. Da die Maßnahmen ja auch nicht kosten- und folgenlos sind, haben sie auch Auswirkungen auf Leben und Gesundheit in anderen Bereichen. Das lässt sich aber oft deutlich schwerer falls überhaupt beziffern und kann man dann deutlich einfacher unter den Tisch fallen lassen.

    3/4 der Krankenhäuser haben letzte Woche OPs und anderes verschiebbares verschoben. Sonst wären sie überlastet. Deshalb meinte Lauterbach, dass fast alle Regionen Deutschlands die Hotspotregelung verwenden könnten.

    (Man merkt es, wenn man selbst betroffen ist.)

    Es kommt ja auch immer darauf an, wie einschränkend die Veränderungen sein müssen. Masken sind auf Dauer schon ziemlich ätzend. Das erkennt man ja schon allein daran, dass die bei privaten Treffen praktisch nicht getragen werden.

    Für Hörgeschädigte sind die Masken der absolute Horror, weil sie weder Mundbild noch Mimik sehen können, was für sie extrem wichtig ist. Das wurde anfangs auch nicht gesehen und pauschal die Maskenpflicht für alle verhängt. Erst später wurde die Ausnahme für uns in die Regeln hineingeschrieben.

    Ich wurde bereits im Juni 20 vom Verband (Masken kamen erst Ende April auf, waren anfangs noch nicht Pflicht in der Schule) auf durchsichtige Masken angesprochen. Meine gehörgeschädigte Schülerin und ihre Eltern waren aber selbst vorsichtig und wollten es nicht. Wir einigten uns auf andere zusätzliche Hilfen.

    Ich bin nicht erkältet ohne Maske unterwegs, sondern ohne Symptome und aktuell auch selten ohne frischen Test.

    Und geboostert und frisch genesen sowieso noch oben drauf!

    Aber trotz allem würde ich genau aus deinem oben genannten Grund dort (iwo in Asien, was auch groß ist) nicht leben wollen!

    Ich lebe EIN Leben und ich treffe für mich dahingehend meine Entscheidungen in Freiheit!

    Und bin damit auch flexibel, heißt, ich würde auch das Land verlassen, wenn ich mit den Werten und Beschlüssen der Politik nicht mehr überein gehe! Ich würde aber auch umgekehrt niemanden zu meinen Werten zwingen wollen!

    Du fährst auch so schnell, wie du willst. Du hältst nur bei rot, wenn es dir passt (soll doch der andere halten), Gemeinschaft bedeutet, auch Regeln einzuhalten. Und läufst nackt in die Schule (das ist zumindest viel mehr Stoff).

    (Aber ich schrieb Maske bei Erkältung (wieso fühlst du dich jetzt angesprochen) und manch asiatisches Land (ich weiß, dass Asien größer ist, ich verwechsle Japan sicher nicht mit Afghanistan. Leseschwäche?)

    Übrigens auch Risikopatienten bei denen die Impfung nicht anschlägt (z. B. 10 % der Autoimmunerkrankten) haben nur ein Leben. Mich regt der Satz (von anderen, nicht von dir) auf, den ich in den letzten 2 Jahren, "jeder muss sterben". Oder "wir haben verlernt zu sterben". Leben ist das wertvollste, was wir besitzen, wir haben nur eines.

    Und Sars-CoV2-Viren können alle Organe inkl. Gehirn ("Schrumpfen") angreifen. Diabetes Typ I (bei Kindern) 3 Monate nach Covid-19, Demenz und Herzinfarkt ein Jahr nach Covid-19 treten viel häufiger auf. Ein junger gesunder Mensch merkt vielleicht nicht gleich bei der 1. Infektion die Auswirkungen, bei der 10. vielleicht schon (ein Kollege hatte vor kurzem "aus heiterem Himmel" einen Herzinfarkt, er hatte keine Ahnung bis es fast zu spät war). Viele Viren verstecken sich im Körper und verursachen Jahre oder Jahrzehnte später viel schlimmere Erkrankungen.

    (Ich kenne dich nicht. Aber in meinem Umfeld lehnen die, die Maskenpflicht ab, die glauben, dass Sars-CoV2-Viren bei ihnen nur Erkältung auslöst, die von den echten Langzeitfolgen keine Ahnung haben. Ich hasse die Maske auch, will aber später weder an Demenz, Herzinfarkt, Diabetes etc. erkranken. Das würde mein Leben viel mehr einschränken.)

    Kurz, du zwingst mit deinem Verhalten andere (genau wie Raucher von Nichtrauchern Toleranz einforderten). Nein, ich bin nicht tolerant, wenn andere mein Leben leichtsinnig gefährden.

    Ergänzung

    Mein Beitrag hat sich mit den vorherigen überschritten.

    Ab dem 01.05.2022 gibt es keine Quarantänepflicht mehr und auch keine Testpflicht in diversen Einrichtungen und ab dann sinkt die "Inzidenz"!

    Ab da wird es nicht mehr schräg angesehen werden, wenn du oder ich oder andere ohne Maske rumlaufen, weil dann Infektion Privat- und nicht mehr Staatssache ist. So einfach ist das!

    Ansonsten würden wir die nächsten 4-5 Jahre durchweg auf eine 500er Inzidenz starren, wenn sich nur jeder 4. Bürger/Bürgerin alle paar Jahre ansteckt! Absurdistan.

    In manch asiatischen Land wirst du schräg angesehen, wenn du erkältest ohne Maske unterwegs bist.

    An diesem Beispiel sieht man sehr gut, wie viel Kultur in so etwas wie das Tragen von Maske reinspielt. Wegen teils höherer Luftverschmutzung war das Tragen einer Maske schon länger normal oder zumindest nicht so ungewöhnlich. Zum Teil haben sie nicht die rechte Wahl krank zu Hause zu bleiben, was ja ganz oft am sinnvollsten wäre. Das Erscheinen an der Arbeit wird erwartet, außer man hat den Kopf unterm Arm.

    Wie ich oben schrieb, die "Kultur" begann erst nach der Spanischen Grippe. Mit Luftverschmutzung hatte es anfangs nichts zu tun (aber manche Dinge haben im Lauf der Jahre mehr als ein Nutzen).

    Ich finde die Maske lästig, aber vielleicht ist sie ja das neue Normal. Wo sind denn sonst noch Einschränkungen? Dieses ewige Gerede von der Rückkehr zur Normalität nervt mich.

    Die alte Normalität ist sowieso weg. Für immer. Das gilt für alles. Manchmal ist das gut: Früher war es normal, dass Eltern ihre Kinder hauen. Manchmal ist es schlecht: Früher war es normal, dass Kinder draußen spielen (und die Kinder, die früher als moppelig galten, sind heute "normal" - ein Blick auf meine alten Klassenfotos zeigt das sehr deutlich).

    Und ich denke mit der Klimakrise wird es zu noch drastischeren Einschränkungen kommen.

    Ja, was ist normal (wenn man 20, 50 oder 100 Jahre zurück denkt). Einige asiatische Länder fingen auch erst nach der Spanischen Grippe mit Maskentragen an.

    Ich hatte das einfach daraus geschlussfolgert, dass unser Immunsystem den Erreger bereits kennt und besser reagieren kann. Vielleicht führt aber auch eine erneute Infektion bei manchen zu einer Überreaktion des Immunsystems, was die Verläufe schlimmer macht. Ich befürchte dazu haben wir noch keine Daten, was wahrscheinlicher ist - ich persönlich vermute ersteres.

    Der Grippe-Vergleich hinkt in meinen Augen dadurch, dass sich das Grippe-Virus meiner Erkenntnis nach in seinen Varianten deutlicher unterscheidet als die Corona-Varianten.

    Omikron unterscheidet sich so sehr, dass es kaum vor Delta schützt und umgekehrt. Covid-19 ist erst 2 Jahre alt, wer weiß, was noch alles entsteht. Bei Grippe gibt es mehrere Varianten, die sich ablösen. Auch Delta kann wieder kommen und es werden noch andere evtl. gefährlichere Varianten entstehen.

    Ich kenne auch keine Doppelsteckung, ich kenne nur die Bitte der SL an die Kollegen der Parallelklassen, Unterricht gemeinsam vorzubereiten. Dann sitzt man stundenlang herum, bis der Neuling Zeit hat (oft sogar zusammen mit anderen Kollegen, die ebenfalls verpflichtet wurden, dem Neuling zu helfen und diskutiert, wer zuerst darf).

    Und wenn das alles nur für eine Vertretung ist? Ich habe mich auf jeden Fall öfter beim Gedanken ertappt, es wäre einfacher gewesen, die Stunde selbst zu halten (ich hätte sie zumindest bezahlt bekommen).

    Ich habe nicht behauptet, dass man sich nur einmal infiziert, aber die schweren Verläufe treten vermutlich hauptsächlich bei der ersten Infektion auf. Auf meine restlichen Argumente, warum die Ergebnisse schief werden, bist du nicht eingegangen. Du beantwortest auch eine andere Frage damit nicht: Wie lange soll denn diese Lern- und Entwicklungsphase mit Dauervorsicht andauern? Das kann sich ja bis ins Unendliche ziehen und ob eine bessere Impfung und Medikamente kommen, steht eben in den Sternen.

    Eine meiner Schülerinnen hatte beim 3. Mal mit Abstand den schwersten Verlauf. Und ich habe mehrfach gelesen, er verstarb bei der 2. Covid-Infektion, die erste verlief milder. Die aktuelle Omikron-Variante führt meistens zu harmloseren Verläufen. (Vielleicht vermutest du deshalb das mit schweren Verläufen? Aber selbst die 10. Grippe kann zu schwerem Verlauf führen.)

    JoyfulJay hat recht. Wenn Impftermine zu nah beieinander liegen, sieht der Körper es als eine Impfung an. Der Booster hat also keinen Zusatznutzen.

    Empfohlen wird es nur bei Menschen, bei denen das Immunsystem nicht richtig funktioniert (nach 4 Wochen). Allerdings zählt dann die 3. Impfung als Ergänzung zur 2. Impfung und die 4. erst als Booster.

    Oh Mann!

    Und was ich zum Einstellen der Tests sagen soll, weiß ich nicht so recht... Puh. Meine eigenen Kinder finden es jedenfalls nicht gut.

    Meine Abiturienten fanden es heute auch nicht gut, ebenso das es keine Quarantäne mehr geben soll. Sie tragen weiter Maske. Wir haben viele positive Fälle. In der Mittagspause schrieb mir auch ein Kollege, mit dem ich gestern zusammen war, von Symptomen und positivem Schnelltest. Auch bei ihm ist es das 2. Mal.

    Ich habe gehört, dass Covid-19 wie Grippe behandelt werden soll. Da ruft das Gesundheitsamt auch nicht an und man muss in Quarantäne. Aber man bleibt zuhause und es gibt auch Kindkranktage.

    (Da die meisten doch Symptome zeigen, hoffe ich, dass viele zuhause bleiben. Es wurde aber extrem schlecht gestern kommuniziert. Und wenn die Schnelltests wegfallen, weiß man wirklich nicht, ob es Covid-19 ist (für mich das größere Problem).)

    Meine beiden Abiturienten, die erst kürzlich erkrankt waren, haben immer noch ganz schön Probleme. Ich kenne niemanden älter als 15, der es ohne Probleme weggesteckt hat (und es dauerte immer mindestens 1 Monat bis sie sich wieder gut fühlten, bei manchen auch viel länger).

    verstehe deinen Beitrag nicht Peanut.

    (Übrigens unsere Risikogruppen kamen, weil es Masken- und Testpflicht gibt. Mal schauen, ob sie jetzt wieder zuhause bleiben (müssen).)

    Und meine Kollegin ist wütend über sich selbst, dass sie kurz keine Maske getragen hat. Getestet hat sie sich übrigens direkt vor dem Besuch. Aber selbst die guten Siemenstest liegen anfangs nicht bei 100 %.

    Naja, das Nichttragen von Masken mit unverhütetem Sex zu vergleichen (siehe Friesin) kann man ja eigtl. nur noch mit Humor nehmen. Explizit von Spaß hat keiner gesprochen, das stimmt wohl.

    Wenn wir das Thema schon hatten, wie wäre es mit einem anderen: Ab wann ist es für euch akzeptabel, die Masken abzulegen? Bis wann wird man noch als unverantwortlich gesehen - ab wann als "normal"?

    Und was denkt ihr eigentlich von den Schweizern oder Dänen? Sind diese Leute unverantwortlich?

    In der Schweiz zählt das Geld noch mehr als in Deutschland. (Sieht man gut an den Banken, das Geld mit Diktatoren aller Welt verdient wird, heißt die Mehrheit gut.)

    Allgemein gilt, was die Medien nicht berichten, gibt es nicht. Und Corona ist in vielen Ländern kein Thema in den Medien mehr. Und in manchen Ländern haben Murdoch und Co noch mehr Gewicht als unsere Bild.

    Aber Inzidenzzahlen bei über 5000 bei Schülern finde ich wirklich zu viel.

    Ja das stimmt.

    Ein gewisses Risiko gehe ich ein.

    Ich halte dies allerdings für vertretbar.

    Nur das ich das richtig verstehe. Du hältst das Risiko andere zu gefährden für vertretbar, obwohl du das nicht müsstest? Vielleicht gehört der andere zur Risikogruppe ohne dass du es weißt (oder seine Eltern).

    Schön, dass du über andere Leben entscheidest. (Und mal Maske auf, mal ab bringt nicht viel. Eine sehr vorsichtige Kollegin hat es jetzt erwischt, weil sie 5 Minuten auf dem Flur ohne Maske mit ihrer Nachbarin sprach. Nachbarin war am nächsten Tag positiv und Kollegin hat ihren alten Vater angesteckt, bevor sie es von der Nachbarin erfuhr. )

    Man nutzt die verhältnismäßig milde Omikronvariante aus, um einen "Herdenimmunität" zu erzeugen und die zu bekommen, die sich nicht impfen lassen. Sicherlich sinnvoller als im Winter bei noch stärker belasteten Krankenhäusern und eventuell einer schlimmeren Variante. Und die, die nun ohne Maske im Klassenraum rumlaufen, melden sich freiwillig zur Teilnahme.

    Nur leider sorgt eine harmlos verlaufende Omikron-Infektion bei Ungeimpfen für kaum Antikörper. Etwas besser sieht es bei Geimpften aus (und da schreien auch genug, zwei bzw. drei Impfungen müssen reichen).

    Ich habe eher den Verdacht, dass auch mancher Politiker ähnlich wie meine SL denkt. Maßnahmen sind nur unter Protest umsetzbar, also gibt man nach und hofft, dass es gut geht. Und wenn man nicht testet, sinkt sicher die Inzidenz. Rauchen und Alkohol ist ja auch erlaubt. Auch wenn dritte geschädigt werden. Auch Quarantäne ist kaum noch durchsetzbar, Fachinformatiker schrieb hier, dass er auch positiv getestet in den Urlaub fliegen würde. Eltern von Schülern haben sich ähnlich geäußert. Die Leute haben genug.

    Mein Smiley bezog sich auf:

    Dass Erstklässler und Zweitklässler Schule gar nicht anders als unter Pandemiebedingungen kennen (und Drittklässler auch nur im ersten halben Schuljahr anders kennengelernt haben), finde ich tatsächlich traurig.

    Dem stimme ich zu.

    (Mir fielen frühere Bemerkungen von dir ein und habe deshalb einen anderen Schluss gezogen. )

    Mich nervt die Maske auch extrem. Und noch mehr die anderen Einschränkungen durch Sars-CoV2-Viren.

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