Beiträge von Kris24

    Spielt man mit dieser Argumentation nicht den Querdenkern in die Hände, die von einer "Laborpandemie" oder "Testpandemie" sprechen, und bestätigt ihre Thesen? I. S. v.: "Würde man nicht mehr testen, würde niemand mehr merken, dass eine Pandemie ist"?

    Die Zahlen werden heruntergehen, die Krankenhausaufnahmen zunehmen (weil junge ungetestete ältere anstecken und alle es nicht mehr ernst nehmen).

    Ich las heute

    3/4 der Krankenhäuser verschieben Verschiebbares wegen Überlastung durch Covid-19 und

    (deutschlandweite) Zeitungen jubeln, Zahlen gehen leicht zurück, der SWR weiß, dass Baden-Württemberg seit diesem Wochenende nicht mehr meldet (sondern nur werktags).

    Das sind immer jeweils diejenigen, die man vom Diskurs ausschließen will, weil deren meinung unbequem ist bzw. man sich nicht mit deren Argumenten auseinandersetzen will.

    Du meinst,

    das sind die, die so wenig wissen, dass man sie normalerweise dumm nennen würde, wenn man nicht höflich wäre, die aber glauben, alles durchschaut zu haben (du kennst den Spruch "Dummheit ist die einzige Krankheit, an der man nicht selber leidet, sondern seine Umgebung".)

    (Auf wissenschaftliche Argumente (nicht Bauchgefühl, Verschwörungstheorien usw.) warte ich noch.) Letztendlich ist es Zeitverschwendung und deshalb ...)

    Ich schaue täglich mehrfach auch an dienstfreien Tagen meine Schulmails, antworte innerhalb von 48h, ich arbeite derzeit 1/3.

    Ich erwarte von KollegInnen nicht dasselbe. Mir reicht in der Regel eine Antwort innerhalb einer Woche. Wenn es etwas Akutes ist, spreche ich sie in der Schule an.

    Ich habe zwei Kollegen, mit denen ich viel zu tun habe (gleiches Fach) , die aber unterhälftig unterrichten. Die eine antwortet nach 21 Uhr, wenn die Kinder im Bett sind, der andere 2x die Woche. Ich antworte normalerweise tagsüber. Das ist doch das schöne an Mails, man muss nicht gleichzeitig miteinander kommunizieren. So dringend ist es selten.

    (In der Schule sehen wir uns selten, ins Postfach schaut bei uns auch nicht jeder. Bei uns geht alles über Mails. )

    Bei uns heißt es ausdrücklich, wir sollen nur zu Dienstzeiten hinein sehen. Das wird auch den Eltern kommuniziert. Ich lese zwar manchmal auch außerhalb, aber antworte dann nur, wenn ich will (wenn ich am PC sitze). Das war bereits vor Corona so.

    Telefoniert wird nur in extremen Ausnahmefällen (und oft noch mit vorheriger Anfrage per Mail).

    Der überwiegende Teil der Todesfälle datiert jedoch aus dem Winter 2020/21. Und da dürften die Bilder aus dem Elsass eigentlich noch recht präsent gewesen sein.

    Wie auch immer: Man kann vermutlich jeden Vergleich mit einem Verweis auf unterschiedliche Parameter aushebeln. Man sollte sich dessen einfach bewusst sein und keine Doppelstandards ansetzen.

    Elsass ist nicht gleich Frankreich. Und wenn du mir nicht glaubst, schaue dir doch die Bilder aus Paris usw. an. (Ab Herbst 20 dachten viele, es sei vorbei und sie selbst, da jung (und das meinten selbst 60jährige) nicht betroffen.)

    Stimmt. Aber selbst, wenn man die erste Welle herausrechnet, steht Frankreich mit mehr Toten pro Mio. Einwohner da.

    Das habe ich in meinem letzten Frankreichurlaub im Sommer 2020 anders erlebt. Anekdotische Evidenz?

    Sommer 20 (vor allem am Anfang) waren die Franzosen noch sehr betroffen (die Deutschen nahmen den 1. Lockdown auch noch ernster). 2021 nicht mehr.

    Außerdem ist Frankreich groß, meine Erfahrungen, die meiner verwunderten Schüler, die beruflichen meiner Schwester und noch viele weitere (meine andere Schwester besitzt z. B. ein Ferienhaus in Frankreich und ist regelmäßig dort) sind tatsächlich alle anders. Desinfektion wurde viel ernster genommen, Maske und Abstand (große Familientreffen etc.) nicht.

    Ich bin Sek II-Kollegin, habe aber eine Klassenleitung in der 6. Ich unterrichte sonst nur Oberstufe ;) Das versuche ich gerade zu verdrängen, da ich eigentlich wegen der Quartalsnoten bis Donnerstag noch 50 Klausuren korrigieren möchte.

    10 Minuten-Begrenzung haben wir, aber das ist teilweise nicht machbar bzw. realistisch. Leider. Wir haben den ganzen Tag "frei" - und da laufen halt die Gespräche.

    Bei uns kommen nach 10 Minuten die nächsten Eltern. Und auch die haben Anspruch auf 10 Minuten.

    (Bei uns tragen sich die Eltern über das digitale Klassenbuch in die Terminliste ein. Wir Lehrer dürfen anfangs 6 Termine für Pausen blockieren, ich selbst habe 3 x 20 Minuten gleichmäßig verteilt, andere Kollegen alles geballt am Anfang oder Ende. Die Abstände sind 10 Minuten.)

    25 Gespräche an einem ganzen Tag finde ich nicht mehr ganz so problematisch (wir haben nur noch Halbtags ab 15 Uhr). Wir haben ja theoretisch einen 9-Stunden-Tag (wenn man die Ferien abzieht, Wochenarbeitszeit für Lehrer in Baden-Württemberg wird auf 46,x Stunden umgerechnet). Ich würde versuchen, die meisten Gespräche auf 10 Minuten zu begrenzen und wenn du anscheinend selbst einteilen kannst, schwierige auf 20 Minuten (oder auch 10 Minuten und ein weiteres Gespräch später - so ist es bei uns vorgesehen, die allermeisten Eltern wollen allerdings nicht und so reichen die 10 Minuten).

    Allgemein: Wir hatten dieses Jahr hervorragende Erfahrungen mit Online-Gesprächen. Sowohl Eltern, SL und Kollegium wollen es so (jedes 2. Mal (?)) wiederholen. Es konnten auch Elternteile teilnehmen, die beruflich unter der Woche unterwegs sind. Und es hat fast immer hervorragend geklappt (ein Elternteil hatte kein Mikrophon und hörte mir nur zu, auch gut).

    cahovi , du hast in Sek. II (steht unter deinem Namen) noch Elterngespräche mit der gesamten Klasse? Und auch bei den genannten Problemen (Schulbegleitung, Prügelei, Dyskalkulie-Testung) dachte ich an Grundschule oder Klasse 6.

    Auf jeden Fall kann man kaum 25 Gespräche an einem Tag führen. Bei uns am Gymnasium werden 18 an einem Mittag (4 Stunden) eingeplant. Den Rest muss ich entweder davor oder danach halten. An der Gesamtschule früher hatte ich je 2 x 20 am Vor- bzw. Nachmittag (alle Gespräche wurden/werden auf je 10 Minuten begrenzt). Sprich mit deiner SL.

    Weder noch.

    Letzter Tipp (ich buche heute Abend!): die Seerunde von knapp 5 Kilometer und das klare Seewasser sind nicht nur für Läufer*innen sondern auch für Triathlet*innen perfekt. Dass die Berge was bieten… ist ja klar.

    Weniger als 5 km Seerunde? Ist das überhaupt ein See oder eher ein Teich? Pfütze? :gruebel:  :sofa:

    Tja, und Frankreich hat trotz strikterer Lockdowns und höherer Impfquote ca. 20 % mehr Todesfälle pro Million Einwohner zu verzeichnen als Schweden. Und nun?

    Im Zuge der No-Covid-Debatte fand ich es bemerkenswert, dass Deutschland trotz stark unterschiedlicher Parameter (geografische Lage, Vernetzung mit Nachbarländern, politisches System, gesellschaftliche Kultur etc.) mit allen möglichen Ländern problemlos verglichen werden konnte, z. B. mit Australien, Neuseeland, China, Taiwan etc. In der aktuellen Debatte sind Vergleiche mit Nachbarländern nun nicht statthaft, weil sich einzelne Kennzahlen leicht unterscheiden. Da soll mal eine*r durchblicken.

    Zur bald entfallenden Maskenpflicht in den Klassenräumen: In der Woche vor den Osterferien werde ich die Maske konsequent tragen. Nach den Osterferien vermutlich situativ. Z. B. Maske aus, wenn ich vorne am Pult stehe/sitze und Maske an, sobald ich durch den Klassenraum hühnere bzw. mich durch das Schulgebäude bewege.

    Frankreich hatte wie Italien das Pech, sehr früh betroffen zu sein. Schweden hätte als Land am Rand kaum betroffen sein können. Vergleiche es mal mit den anderen skandinavischen Ländern.

    Außerdem kann die Politik strikten Lockdown befehlen, wenn es die Menschen nicht beachten, ist er halt nicht strikt. (Wir haben viele Kontakte nach Frankreich und wunderten uns, dass auch in 2021 die Desinfektion von Tischen etc. wichtiger war als z. B. Masken tragen und Abstand. In Frankreich schien es bei vielen gerade Bürgerpflicht zu sein, sich nicht an die Maßnahmen zu halten und dann mit fehlenden Wissen, Covid-19 ist sicher keine Schmierinfektion, wundern mich die Zahlen nicht.)

    .

    Meine Kollegen haben sich ausnahmslos über ihre eigenen Kinder angesteckt.

    Anekdotisches Wissen, ich weiß.

    Bei uns seltsamerweise wenige. (Von einem vorsichtigen Kollegen weiß ich, dass seine Tochter (Grundschule) ähnlich vorsichtig ist.

    Bei uns ist sogar aufgefallen, dass Klassen von maskenablehnenden Kollegen häufiger betroffen sind, andere kaum.

    Bei manchen User:innen wunderte es mich, nähmen sie die Maske zum Schlafen ab.

    Und wer sollte es sein?

    Ich denke, niemand mag seine Maske, sie ist ein notwendiges Übel, um gesund zu bleiben. Ich vergleiche es mal mit meinem Mantel. Er schützt meine Gesundheit, wenn ich hinaus gehe, aber ich trage ihn nicht im Bett.

    (Warum nehme ich manche Foristen nicht mehr ernst, denke entweder sie verhalten sich "trollig" oder sind d(D)umm(schwötzer)? :weissnicht: )

    Zu Dänemark fällt mir noch ergänzend ein, dass dort schon an die 50% der Menschen Corona hatten, hier sind es erst ca. 25%. Ob das auch einen Unterschied macht?

    In Dänemark ist die Impfquote vor allem bei den älteren höher als bei uns (in vielen anderen Ländern auch). Daher wäre ich auch für Impfpflicht für Ü50, alle Eltern mit Kindern U18, alle mit vielen Kontakten (also im Prinzip alle).

    Ein fragwürdiger Nutzwert gegenüber den hoch infektiösen Omikron-Varianten?

    Gegen Omikron hilft die Maske sogar noch besser (im Vergleich ohne Maske), man muss sie nur richtig tragen (und nicht in Gegenwart von anderen Maskenpausen machen).

    Tja, bei uns infizieren sich Kollegen mit laschem Maskentragen das 2. oder 3. Mal (innerhalb von einem Jahr), ich glaube sogar, von dieser Gruppe ist keiner mehr übrig, Kollegen, die korrekt Maske tragen bisher kaum (und noch keiner wiederholt).

    Dann müssen aber noch sehr viele Infiziert werden, trotz unserer hohen Infektionswerte.

    War da nicht so ein Versprechen, dass wir alle bis März geimpft, genesen oder gestorben sind?

    Gehe davon aus, dass mit dem Wegfall der Masken- und Testpflicht die offiziellen Inzidenzen schnell sinken werden.

    Bei uns stimmt es auf jeden Fall, die allermeisten sind geimpft, der Rest genesen. Bei Impfquote von über 75 % bleiben nicht mehr viele übrig (in meinem Bekanntenkreis hat es die letzten Ungeimpfen im Homeoffice vor kurzem erwischt (und fühlen sich jetzt sicher, obwohl Omikron ohne Impfung keine Antikörper erzeugt, aber Wissenschaft ist in diesen Kreisen nicht gefragt.)

    Hier im Forum habe ich gelernt, dass man sich auch über die Augen infizieren kann.

    Vllt. sollte man Schutzbrillen (oder gleich Gasmasken?) verbindlich vorschreiben.

    Das war eine Vermutung im Frühjahr 20. In China hatte man festgestellt, dass bei den Ü60 überraschend viele Nichtbrillenträger sind. Das konnte bei genug Abstand nicht bestätigt werden (wenn dich jemand anspuckt besteht Gefahr, daher wird auf Covid-19-Stationen tatsächlich Visier getragen), ich komme meinen Schülern nicht ganz so nahe und werde auch nicht angespuckt). Ja, Wissen verändert sich (für Nichtnaturwissentschaftler manchmal überraschend, besonders große Probleme haben anscheinend Juristen und die FDP. )

    Ich überlege jetzt seit einer viertel Stunde, was für Gründe es fürs Durchgängig nicht Sombrero Tragen geben könnte. Oder Burka... also so pflichtgemäß, meine ich. Was spricht gegen das durchgängige Tragen von Masken, Sombreros, Burkas, Maleranzug, Baseballhandschuhen, Schnorchel, Schnurrbart, Epauletten, Birkenstocks, Zweispitz, Spazierstock oder der Latexmaske mit dem feschen Reißverschluss? Ich komm nicht drauf. Mist, dann muss ich wohl jetzt zwangsläufig...

    Es spricht bei fast allen nichts dagegen, aber auch nichts dafür.

    Wenn du Birkenstock oder Sombrero tragen willst, tu es. Aber du schützt dadurch nicht andere. (Gut, vielleicht halten andere von dir Abstand. )

    Wenn beide Maske tragen, wird der Schutz multipliziert, noch mehr, wenn sie der Infizierte trägt. Und die Argumente werden wie du gerade zeigst, immer dümmer.

    Ich probiere es auch mal, eine Kirsche schält man nicht, also warum sollte man Bananen schälen? (Überzeugt? Ich auch nicht und wenn jemand alte Studien wie NRW-Lehrerin zu Longcovid verlinkt, schüttele ich auch nur überrascht den Kopf (übrigens wurde diese Zusammenfassung von Beginn 2021 ziemlich zerrissen, weil sie selektiv auswählt). Entweder haltet ihr uns für doof oder ihr glaubt den Mist selber oder wollt einfach ablenken. Aber ernst kann man euch damit nicht nehmen. Sagt doch einfach, mich nervt die Maske und mein Gegenüber ist mir egal. Selbst schuld, wenn das Kind der krebskranken Mutter in die Schule kommt. Habe ich tatsächlich vor vielen Jahren lange vor Corona einmal gehört.)

Werbung