Das wundert mich aber sehr. Im Gymnasium meiner Kinder stellen sich alle Fachlehrer auf dem Elternabend vor. Und der fast einzige Satz, den sie von sich geben und den außer mir alle Eltern fleißig mitschreiben ist folgender:
"Hallo, ich bin Herr Müller, der Mathelehrer, und bei mir zählt mündlich zu schriftlich 2 zu 3 (mdl.40 %, schriftl. 60% o.ä.)." Usw. das machen alle Lehrer so. Es gibt sogar ein Handout zum Nachlesen.
Oder ist Mitarbeit was anderes als mündliche Leistung?
Ja, ist etwas anderes (in Baden-Württemberg).
Mündliche Note ist nur Leistung, Extrembeispiel, wenn einer nur einmal im halben Jahr zu einer extrem schweren Frage etwas extrem gutes sagt (sprich "große Transferleistung"), ist das eine mündliche 1 (für das Halbjahr, man sollte natürlich öfter aufrufen, wenn sich jemand nicht meldet, nicht melden gibt aber keine schlechtere Note), kleiner Transfer wäre eine 2, alles bereits gemachte gekonnt, eine 3, eine 5 sind Mängel, die in absehbarer Zeit aufgeholt werden könnten usw. (sehr verkürzt dargestellt). Mitarbeit ist dagegen Häufigkeit des Meldens, regelmäßige Mitarbeit, Hausaufgaben usw. Das hat in Baden-Württemberg nichts bei Leistung (Fachnote) zu suchen (es handeln aber viele Lehrer anders, dagegen könnte man klagen, darauf weist unsere SL regelmäßig hin, es wissen viele Eltern nicht, obwohl es im Zeugnisheft steht). Ich erkläre es am Anfang des Schuljahres und habe seitdem keine Diskussion um mündliche Noten mehr.
(Meinen Kleinen erkläre ich es vereinfacht, ich überlege mir vor jeder Arbeit, welche Note ich bei jedem einzelnen aufgrund des Gezeigten erwarte und notiere sie als mündliche Note. Ich schreibe sie zudem unter die Klassenarbeit. Schüler und Eltern wissen also immer Bescheid. )