Beiträge von Kris24

    Plattenspieler

    Nur weil viele Leute den englischen Begriff Lockdown falsch verwenden, ist es noch kein Lockdown. Es ist ein teilweiser Shutdown (einiges geschlossen, das meiste nicht). Als Gastronom würde ich mich verschaukelt fühlen.

    Und ja, wenn danach alles sofort wieder erlaubt ist, steigen die Zahlen genau wie vorher (es startet auf einem niedrigeren Niveau, aber das ist schnell verspielt).

    Und warum wird das nicht deutlich gesagt? Weil man sich dann wie Lauterbach unbeliebt macht und dazu sind nur wenige bereit.

    Ich sehe es hier im Forum. Manche liken Beiträge, nur weil sie alles in rosa ausmalen. Manche Menschen mögen belogen werden (konnte ich nie verstehen, ich wollte immer die Wahrheit wissen).

    Wir sind doch seit November oder zumindest spätestens seit Mitte Dezember im Lockdown.

    Wann warst du eingeschlossen außer der Ausgangssperre Dezember - Fastnacht (übrigens gingen die Zahlen in Baden-Württemberg in dieser Zeit im Vergleich zu allen anderen Bundesländern viel stärker zurück und anschließend wieder viel stärker hoch bzw. ein Bundesland, dass im Westen zu den 3 Bundesländern mit den höchsten Inzidenzzahlen im Dezember gehörte, hatte im Februar plötzlich die allerniedrigste Deutschlands und nach Aufhebung dauerte es nur wenige Wochen und wir sind weit davon weg. Die meisten, die abends privat unterwegs waren (Gassi gehen etc. waren ja noch erlaubt), gehen nicht alleine in den Wald, sondern besuchen Freunde und nein, die meisten übernachten nicht dort (das waren die Gegenargumente, dass das nichts bringt). Ausgangssperre bringt schon etwas, wenn sie früh genug beginnt (23 Uhr bringt nicht mehr viel).

    Sonst hatten wir einen Shutdown light. Ein paar Sachen waren geschlossen, das meiste (von der Zeit her gesehen nicht). Die Menschen arbeiten täglich viele Stunden ohne Maske miteinander (mein "Highlight" vergangene Woche, der "Wasseruhrmonteur" ging von Wohnung zu Wohnung (jeweils zwischen 15 und 30 Minuten nach Anzahl der Wasseruhren, bei mir 3) ohne Maske. Als ich ihm eine OP-Maske geben wollte, wurde er unverschämt und weigerte sich.) Bei der Arbeit stecken sich sehr viele nachgewiesen an (und viel mehr unerkannt, die meisten wissen nicht, wer sie angesteckt hat). Warum kann man nicht verlangen, wer vor Ort arbeiten muss, muss sich mindestens auf Kosten der Arbeitgeber alle 48 Stunden testen lassen (ich habe mehrfach gelesen, dass dann viele Chefs auf Präsenzpflicht verzichten würden). Und das muss auch für Schulen gelten. Einmal (freiwillig) bringt für die Inzidenzzahl nichts, kostet nur Geld. Zweimal pro Woche hält die Inzidenzzahl gleich (nach Berechnungen von Amerikanern zu diesem Thema), erst dreimal die Woche bringt etwas. Wir haben immerhin zweimal die Woche (inzwischen 70 % nach extrem viel Werbung). Letzte Woche gab es keinen positiven Tests in der Schule, aber an den Tagen dazwischen privat schon (konkretes Beispiel, Schüler hat sich am Montag negativ getestet und war Dienstagnachmittag positiv. Schnelltests zeigen nur wenige Stunden einigermaßen zuverlässig an, deshalb höchstens 48 Stunden Abstand, besser wäre täglich).

    Also kurz.

    Unser "Shutdownle" lässt sich verschärfen (aktuelles Positivbeispiel ist Portugal, davor Irland (und Negativbeispiel zugleich, wenn danach als Belohnung alles erlaubt ist)). Abends spätestens ab 20 Uhr Ausgangssperre (mit klar definierten Ausnahmen), tagsüber nur Arbeit mit aktuellen (höchstens 48 Stunden alten) Test an offiziellen Stellen (nicht zu Hause) und Maske auch am Schreibtisch (außer man ist völlig alleine im Raum). Das hätte auch den Vorteil, dass sich die Einstellung ändert. Ich habe es an mir gemerkt. Seitdem ich täglich an der Schule bin, vergesse selbst ich Corona manchmal (und weniger in Sachen Corona wissende komplett). Warum soll man privat die Regeln einhalten, wenn auf der Arbeit es niemand tut?

    Alternative sind weiter steigende Zahlen und auch 30 - 50jährige müssen zu 0,5 % nach positiven PCR-Test später ins Krankenhaus und auch in diesem Alter sterben zwischen 20 - 30 % nach Beatmung auf der Intensivstation. Die ganz alten kamen übrigens häufig nicht auf die Intensivstation, weil sie entweder eine entsprechende Patientenverfügung hatten oder zu schnell verstarben. Und 10 - 30 % aller leiden (manchmal erst nach Wochen der Infektion) an Longcovid (und dazu wird aktuell nicht Nierenschäden, Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Demenz gezählt, wer weiß schon die Ursache). Longcovid-Patienten erzählen oft, dass ihr Hausarzt es abgetan hat und andere Anlaufstellen entstehen erst jetzt.

    (Mich macht es traurig, weil das alles lang bekannt ist, aber zu viele als Panikmache abtun. Natur ist nicht immer gut, was zu viele Querdenker glauben (das ist übrigens das häufigste gemeinsame Merkmal der Querdenker, außer sie stehen ganz rechts), das Virus ist unsere Einstellung egal. In meiner Familie sind inzwischen fast alle dank Alter oder Beruf geimpft (meine Mutter hat Termin), manchmal ertappe ich mich nach einem Jahr Warnen beim Gedanken, dann macht doch, was ihr wollt, aber beklagt euch nicht hinterher. )

    Wenn ihr berechtigt seid, warum holt ihr euch nicht einfach Termine in den Impfzentren? Es gibt keine Rechtsgrundlage um die, die bei 116117 gelistet sind nur für Teile der berechtigten Gruppen zu öffnen.

    Man kommt halt am ehesten an Terminen, wenn man es nachts und am Wochenende versucht, weil da die neuen Chargen verteilt werden und wenig Traffic ist.

    Das gilt nur für einige Bundesländer, nicht für alle.

    Kann mir jemand sagen, ab wann man bei einer AstraZeneca Impfung geschützt ist?

    Der Schutz ist ja nach der ersten Impfdosis irgendwann da. Ich suche schon seit geraumer Zeit nach verlässlichen Quellen, wie viele Tage / Wochen nach der Erstimpfung Schutz besteht. Wisst ihr da was Konkretes?

    Der Schutz steigt, aber bereits nach 14 Tagen nach der 1. Impfung ist er merklich, nach 4 Wochen sehr gut (lt. Schottland besser als bei BioNTech). Er hält bei nur 1. Impfung aber nicht ewig, deshalb muss zweimal geimpft werden.

    Ergänzung

    Da lt. Schottland 4 Wochen nach der 1. Impfung AstraZeneca sogar wirksamer als BioNTech ist, warte ich solange wie möglich (auf jeden Fall 12 Wochen, da zeigte eine Studie eine sehr hohe Wirksamkeit an (und es passt hervorragend zu Pfingstferien usw.).

    Top erklärt. Ich verstehe auch nicht, warum AZ nur auf einem Vektor beruht, die Probleme waren eigentlich schon bekannt - zumindest das was ich aus den Forschungsberichten gelesen habe. Erklärt ja auch die gute Wirkungsweise der "fehlerhaften" Versuche mit der geringeren Dosis , die eine bessere Wirkung zur Folge hatte.

    Mir war Biontech schon von Anfang wesentlich lieber als AZ, das Prinzip ist ein Meilenstein in der Impfstoffentwicklung - zumindest sehe ich das mit meinem (geringen) Wissen, da das Studium schon ein paar Tage her ist, so.

    Ursprünglich war für AstraZeneca nur eine einmalige Impfung geplant (genau wie bei Johnson &Johnson). Die Wirksamkeit war in der 1. Studie zu gering und deshalb wurde ab da mit 2 geplant (und vielleicht führte dies zu dem Durcheinander mit unterschiedlichen Dosen).

    Trotzdem ist mir AstraZeneca lieber als Sputnik, da wurde auf jeden Fall aus politischen Gründen getrickst (einzelne Ergebnisse wurden wundersam vermehrt, Zwischenergebnisse unter Verschluss gehalten, es hat schon seinen Grund, warum Russland solange benötigt, offiziell einen Antrag auf Zulassung zu stellen (ist, glaube ich, noch immer nicht).

    Das mit Abstand beste Modell sind Aura Masken der Firma bei 3M; ich benutze sie schon lange und Stiftung Warentest hat ihre Überlegenheit bestätigt. Bei Amazon gibt es Mondpreise, ich habe festgestellt, dass man einigermaßen vernünftige Angebote bei real . de oder wenn man bei ebay genau guckt.

    Der Preis liegt bei 5-6 Euro die Maske, aber das ist es mir wert.

    Aura hat gewonnen, weil es hinter dem Kopf und nicht nur um die Ohren gebunden wird.

    Da ich sowieso Maskenhalter verwende, sitzt meine genauso gut. (Nur um die Ohren ist immer schlechter, weil weniger Druck ausgeübt werden kann.)

    Ich habe Probleme mit Aura Masken, sie sind zu nahe an meinem Mund und sofort durchgefeuchtet. Sie sind mir auch zu klein.

    Kris24

    Wo kaufst du denn deine FFP3 Masken? Könntest du uns eine Link schicken, bitte?

    Ich möchte gerne, zumindest für die Schulzeit, auch welche nutzen.

    An unserer Schule gibt es leider viele Coronaverharmloser. 🙄

    Ich bestelle bei Amazon (hier vor Ort sind sie nur in der Apotheke kaufbar, teilweise dasselbe Modell, aber höherer Preis. Und ob der Apotheker bei Amazon bestellt oder ich...). Ich habe bisher diese https://smile.amazon.de/gp/product/B08RMVF7Y4/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o07_s00?ie=UTF8&th=1&tag=lf-21 [Anzeige]

    (In den letzten 4 Wochen noch einmal über 10 Euro günstiger geworden, mir passen sie gut, aber es gibt noch andere.)

    Wie kommt Lauterbach auf das Durchschnittsalter von 58 Jahren auf Intensivstationen? Ich habe eher gefunden, dass diese Daten noch erhoben werden und es momentan darüber keine Klarheit gibt:

    https://www.tagesschau.de/faktenfinder/c…eilung-101.html

    Zu Lauterbach kann ich nichts sagen, aber ich habe bereits vor mindestens einem Monat mehrfach gelesen, dass das Durchschnittsalter bei 60 liegt und vermutlich dank Impfung weiter sinken würde (ich habe sogar aktuell mit einem geringeren Durchschnittsalter gerechnet). Vielleicht waren es einzelne Krankenhäuser? Ich weiß von unserem vor gut 2 Wochen, dass das Alter der Covid-19-Patienten auf der Intensivstation zwischen 22 und 78 lag, die meisten wären zwischen 45 und 70.

    Eine Begründung am Anfang des Jahres war, dass alte Patienten entweder dank Patientenverfügung gar nicht mehr auf die Intensivstation kommen oder dort schnell versterben. Junge dagegen können länger um ihr Leben kämpfen (liegen also länger). Und auch bei jungen sterben sehr viele, steht auch in deinem Link.

    Ich habe daher nie die Sorglosigkeit vieler verstanden (ein Kollege hat mir mal erklärt, dass sei so schlimm, er denke nicht darüber nach. Ich überlege lieber vorher, schütze mich so gut wie es geht und muss mir hinterher keine Vorwürfe machen).

    Und ja, ich trage inzwischen fast immer FFP3 (Schule immer, aber auch beim Einkauf usw., ich gehe sowieso meist auf dem Heimweg einkaufen und verwende dieselbe Maske. Ich vertrage die Maske besser als manche FFP2 und inzwischen sind sie auch günstig). 1 % ungefilterten Durchlass ist besser als 5 %. In Baden-Württemberg war der Anteil der englischen Mutation bei 82 % (Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland, dass alle positiven Proben darauf untersucht), meine Stadt hat seit 2 Wochen Inzidenzzahlen zwischen 200 und 300, mein Landkreis inzwischen 140.

    wir haben nächste Woche auch noch bis Mittwochabend Unterricht (meine Stadt hat eine Inzidenzzahl von weit über 200, der Landkreis liegt inzwischen bei 140 und Wechselunterricht gibt es bei uns nicht (Klasse 5 und 6 werden in 2 Räumen unterrichtet, meine beiden Leistungskurse sind zum Glück unter 16 Schülern stark).

    Immerhin haben wir 2 Selbsttests für Schüler und Lehrer pro Woche (ca. 70 % nehmen teil).

    Wie es nach den Osterferien weiter geht, überlegt Kretschmann noch (Strobl anstelle von Eisenmann wìll Verschärfung, jetzt also umgekehrt, CDU will stärkeren Lockdown).

    ich habe mehrere Kollegen durch Burnout als Kollegen verloren (sie arbeiten jetzt an völlig anderen Stellen). Es lagen nie private Gründe vor.

    Grund

    Sie waren gut, engagiert, wurden oft von Schülern, Kollegen und SL um Aufgaben gebeten, wollten alles perfekt erledigen und konnten nicht nein sagen. Ich selbst stand vor Jahren kurz davor. Der Burnout eines Fachschaftskollegen (Chemie) und guten Freund hat mich vermutlich davor bewahrt. Ich habe neinsagen gelernt, suche Ausgleich. Ja, für viele ist es Berufung und nicht nur irgendein Job, das sagen Fließbandarbeiter sicher seltener. Als Lehrer gibt man viel und bekommt oft nicht entsprechend zurück. Es ist eben nicht ein Schreibtischjob, man hat mit Menschen zu tun.

    Bei uns sind endlich die der Gruppe der Ü80 mit der ersten Impfung versorgt, leider weder meine Mutter mit knapp drunter und Risikofaktoren, noch mein Mann und ich - beide halt als Pflegende (seine Mutter und bei mir die Tante). Ich bin jetzt erst mal froh, nicht in Kontakt zu den Schülern zu kommen, bis alle auch die zweite Impfung haben. Dann ist zumindest das Risiko geringer.

    Meine Tante (Zwillingsschwester meiner Mutter) wohnt in Bayern und hat jetzt einen Termin für Mitte April für AstraZeneca erhalten. Mein Onkel (3 Wochen jünger) muss noch warten. In Bayern geht es bei den Einladungen wohl streng nach Alter, in Baden-Württemberg gilt innerhalb der Prioritätenliste das Windhundprinzip (und deshalb ist so ein Freund goldwert, ich musste nicht heute Nacht auf der Lauer nach neuen Terminen liegen).

    Das wusste ich gar nicht. In der Schule hieß es, wir müssten genau ins Impfzentrum XY fahren.

    Der nach Nachbarkreis hat neulich veröffentlicht, dass mehr als 50 % von außerhalb kommen (großteils aus unserem). Er bietet noch freie Termine an, wenn alle anderen ausgebucht sind. Ich habe auch überlegt, aber es gab dann einen im meinen, 100 m entfernt von meiner Wohnung. Ich dachte, wenn es hier vor Ort klappt, AstraZeneca, sonst warte ich (ich war ja nicht überzeugt).

    Kris24: Was heißt das? Kann jetzt jeder sich impfen lassen?

    Nein, aber meine Mutter ist knapp 80. Mit Altersgrenze meine ich Wahl des Impfstoffs. Jeder kann AstraZeneca, BioNTech oder Moderna bekommen.

    Nur die ersten beiden Gruppen dürfen sich impfen lassen (also älter als 70 oder beruflich oder gesundheitlich). Meine Mutter musste den 1. Termin diese Woche absagen, aber es klappte sofort wieder (der Freund meiner Nichte probiert es freiwillig sofort nach Mitternacht sehr erfolgreich, er hat bereits mehrere Termine für verschiedene Personen gebucht).

    Echt? Bei uns war das Impfzentrum vorgegeben. Anmeldung online. Impfstoff konnte man sich auch nicht aussuchen.

    In Baden-Württemberg war von Anfang ausdrücklich "Impftourismus" erlaubt (Begriff stammt von Lucha bzw. er hat ihn verwendet). Impfzentrum ist also nicht vorgegeben. Man wählt eines aus der Liste aus.

    Mein Bruder und Stiefvater fuhren bereits im Januar 200 km, meine Kollegen Anfang März bis heute ebenfalls, meine Mutter in 2 Wochen. Jeder Baden-Württemberger darf sich in jedem baden-württembergischen Impfzentrum anmelden. Impfstoff sieht man seit einer Woche am Abstand der zwei Termine (3 - 6 Wochen BioNTech, 9 - 12 Wochen AstraZeneca). Man klickt dann entsprechend oder fordert neue Termine an (meistens gibt es drei, außer es springt jemand kurzfristig ab, dann gibt es halt nur den einen.)

    Bei uns macht ja jeder seinen Termin selber aus und kann damit sowohl Impfstoff als auch Impfzentrum und auch Termin selber bestimmen.

    In Baden-Württemberg inzwischen (nach Aufhebung der Altersgrenze, ich war noch davor) auch. Meine Mutter hat gestern einen Termin für BioNTech Mitte April erhalten (allerdings im benachbarten Landkreis, bei uns dauert es länger).

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