Beiträge von Kris24

    Vergiss dabei bitte nicht zu erwähnen, dass dieser Kreis der einzige der 35 Landkreise und 9 Stadtkreise in BW ist, der noch über 100 liegt (Waldshut genau bei 100, wie ich es sehe).

    Stimmt, nachdem er bis vor einer Woche zu dem LK mit den niedrigsten Zahlen in BW zählte (ich zitiere noch einmal die Zahlen vom Gesundheitsamt BW, vow 2 Wochen 34, vor einer Woche 44 und jetzt 130). Ich zitiere den Landrat Neth.

    Neth warnte in diesem Zusammenhang vor zu frühen Lockerungen: Der Hohenlohekreis habe als "Prototyp" gesehen, wie schnell es gehen könne: Der Hohenlohekreis hatte lange eine vergleichsweise niedrige Sieben-Tage-Inzidenz, bis vor einer Woche die Zahlen anstiegen.

    aus Hohenlohekreis hat höchste Inzidenz in BW: Corona-Mutation auch in Kita - SWR Aktuell

    Ergänzung:

    Meine Nachbarstadt (20 000 EW) hatte bis Samstag 1 akute Infektion, bis Montag kamen 13 hinzu. Noch fällt es nicht auf, weil der Rest noch nicht betroffen ist.

    Ich bräuchte mal eine Einschätzung seitens der Naturwissenschaftler hier: Einerseits seien ja Mutationen normal, andererseits seien sie leichter zu übertragen und die Wirksamkeit der Impfstoffe ist unklar. Muss man sich Gedanken machen oder eher nicht? Und wenn alles von Schnelligkeit der Impfkampagne abhängig ist, ist es dann nicht höchstproblematisch, wenn, wie hier mal beschrieben wurde, die Mühlen in der Pharmabranche seeeeeeehr langsam mahlen und es bereits Monate dauere, einen Produktionsschritt umzustellen?

    Was meinst du, warum sich gerade Naturwissenschaftler Gedanken machen (schaue die Politiker mit naturwissenschaftlichem Hintergrund an). Die Juristen unter den Politikern gehen dagegen von Planbarkeit aus. Nur ob das Virus sich an Gesetze hält?

    Hm, also Real verkauft hier sein gesamtes Sortiment.

    Darüber habe ich mich anfangs auch gewundert (entweder keine Klage, ich habe aber gelesen, dass bei uns ein Prozentsatz für die Entscheidung herangezogen wird, also wieviel Prozent am Umsatz ist der Lebensmittelbereich und wieviel Kleidung oder Spielwaren)? Und auch bei real ist bei uns teilweise abgesperrt.

    (Böser Gedanke: vielleicht nimmt real auch keiner mehr Ernst? Bei uns ist noch nicht klar, wie es weiter geht.)

    Nymphicus: Soweit ich das verstanden habe, sind in Deutschland besondere Grenzkontrollen politisch nicht gewollt, obwohl gerade die Inseln Island und Australien meiner Meinung nach erfolgreich darauf setzen. Geht dein Plan auch ohne Grenzkontrollen auf? Das Problem sehen wir ja gerade auch in Tirschenreuth, die den Grenzverkehr einfach nicht in den Griff kriegen.

    Grenzkontrollen gegenüber LK wie Hohenlohe? Die Mutationen sind schon längst da. (Auch in meiner Nachbarstadt ist eine Notbetreuung betroffen, bisher 13 Fälle, darunter die erste Mutter).

    Es soll eine 3. Welle geben, ohne dass überhaupt eine 2. Welle von Lockerungen abgelöst wurde? Na das macht ja Mut, sich weiter an die Maßnahmen zu halten.

    Mal eine Frage von dem konkreten Fall vom LK Hohenlohe abstrahierend: Kann es nicht immer unerwartet zu größeren Ausbrüchen kommen? Wie soll eine Perspektive für Menschen, Wirtschaft, Gesellschaft damit aussehen?

    Und eine wichtige Frage: Was wollen wir mit den Maßnahmen erreichen und was sind wir dafür bereit, in Kauf zu nehmen? Sind die vielen Todeszahlen wirklich die schlimmstmögliche Folge und wie stehen die vielen Einzelschicksale (und damit meine ich nicht, 3 Monate nicht zum Friseur zu gehen, sondern mentale Krankheiten, Vereinsamung, Bildungsrückschritte, häusliche Gewalt, gefährdete wirtschaftliche Existenzen) in Relation dazu?

    Es geht nicht nur um die Corona-Toten. Bei uns sind die Krankenhäuser immer noch zu 88 % ausgelastet und die Wartelisten für alles "verschiebbare" lang.

    Ich z. B. warte seit 3 Wochen auf einen OP-Termin wegen weißem Hautkrebs (3. Mal). Bei der ersten OP war eine Nacht dazwischen (16 Stunden nach Biopsiebestätigung war ich operiert), beim 2. Mal 3 Tage. Die Hautveränderung hat sich inzwischen vergrößert. Gut, weißer Hautkrebs streut normalerweise nicht (damit beruhige ich mich die ganze Zeit).

    Aber wenn die Krankenhäuser voll sind, wird auch der Herzinfarkt- oder Schlaganfallpatient vielleicht auf dem Gang statt in der Intensivstation behandelt. Und das junge Unfallopfer fällt vielleicht der Triage zum Opfer, weil es schlechtere Aussichten hat als der Coronapatient.

    Und was meinst du, wie schnell AFD-Wähler und Querdenker ihre Meinung ändern, wenn sie nicht mehr behandelt werden (oder ihr Partner oder ihre Kinder)?

    Ich nenne mal die Zahlen von LK Hohenlohe. Vor 2 Wochen 34, vor einer Woche 44 jetzt 130 (jeweils auf 100 000 pro 7 Tage), Tendenz extrem nach oben.

    Was ist geschehen? Ein Ausbruch mit einer Mutation bei Würth (Schrauben/Dübel) und in einer Kita. Das Gesundheitsamt hat bei der Kontaktverfolgung festgestellt, dass viel kürzere Zeiträume anscheinend für eine Infektion notwendig sind. Nichts mehr mit 15 Minuten und 2 Metern (wie die Corona-App voraussetzt).

    Ja, das macht mir schon Sorgen. Ich wiederhole zum 3. Mal den Artikel der Süddeutschen von letzter Woche, über den ich gerne diskutiert hätte (und deshalb hier statt im Faktenthread verlinkt habe). Sie haben mehrere Annahmen durchgerechnet (teilweise sehr konservativ) und dann versteht man die Warnung vor der 3. Welle (Zahlen gehen herunter z. B. bis April, obwohl die Mutation bereits exponentiell steigt).

    Corona-Mutante B.1.1.7: Eine unsichtbare Welle baut sich auf - Wissen - SZ.de (sueddeutsche.de)

    Nein, bei uns sitzen in einigen Berufsschulklassen und Berufseinstiegklassen auch nur 10 bis 12 SuS.

    Und wir haben in der ganzen Schule nur zwei Leistungskurse (einmal Deutsch-, einmal Englisch-Grundkurs am BG) mit 30 SuS.

    Schön, aber in Baden-Württemberg kenne ich keine. Unsere beruflichen Gymnasien sind immer voll (und müssen abweisenp, bei den anderen kommt es natürlich auf die Wahl an. Aber die älteren müssen noch weiter fahren (es wird aufgefüllt). Unsere Kurse sind auch größer. Wir bilden oft Kooperation mit dem anderen Gymnasium, um den Kurs anbieten zu können, wenn nur 10 das Fach gewählt haben.

    In manchen Klassen sitzen aber vllt. nur 10?

    Nur an Förderschulen (und meine Schwester hatte auch immer größere Klassen).

    Alle Klassen müssen aufgefüllt werden. 10 ist wirklich nur erlaubt, wenn im größeren Umkreis keine anderen Schüler dieses Schultyps gibt. (Bei uns wird sogar noch das 15 km entfernte Gymnasium mitgerechnet, sprich, wir haben 126 Schüler, die 2. Schule 161, die dritte 99. Alle zusammen geteilt durch 30, Anzahl der Klassen, Abweisung der übrigen an die eine Schule mit 161, weil sie 11 stellt, die anderen nur 6 oder 9.)

    Ich sehe das gerade andersrum.

    Es wird ständig suggeriert, in den Klassenzimmern ließen sich keine Fenster öffnen und in jeder Klasse säßen 30 + x Schüler, als träfe das auf die Mehrzahl der Schulen zu. Es wird behauptet, die Schüler und Lehrer wollten gar nicht in die Schule zurück. Usw.

    Fenster auf einer Seite eines Raumes bringen nicht viel ohne Wind und wie viele Klassenzimmer haben gegenüberliegende Fenster? (Bei uns keines. Über Querlüften amüsiere ich mich.)

    Und am Gymnasium ist 30 üblich, wenn es nicht aufgeht, müssen übrige Schüler an das andere Gymnasium (alle Klassen werden erst aufgefüllt, bevor eine neue Klasse gebildet werden darf, bei uns gibt es jedes Jahr heftige Diskussionen mit enttäuschten Eltern) (und spätestens nach eine Doppelstunde mischt sich bei uns alles im Jahrgang, weil bereits ab Klasse 5 jeder andere Schwerpunkte wählt. Feste Gruppen sind bei uns mindestens ein Jahrgang 120 - 200 Schüler groß). Dieser Punkt hat mich am meisten amüsiert. Soll ein Spanischschüler oder NwT- oder Musik- oder IMP oder... nach 3 Jahren plötzlich französisch lernen, weil dies die Mehrheit seiner Klasse gewählt hat (als 3. Profilfach gibt es bei uns bis zu 5 Möglichkeiten, als 2. Fremdsprache immerhin noch 3 Möglichkeiten).

    Förderschulen mit kleinen Klassen sind nicht so häufig.

    Lauterbach mag zwar wissenschaftliche Expertise haben, aber in seiner politischen Interpretation dessen überdramatisiert er gerne.

    Und andere, die weniger Ahnung haben, sind zu optimistisch und jetzt haben wir den Salat.

    AZ hofft bis Herbst, dass der Impfstoff an die südafrikanische Variante angepasst ist (gerade gelesen), also deutlich länger als 8 - 12 Wochen, welche Mutanten es bis dahin gibt, weiß niemand. Mir macht aktuell mehr die brasilianische Sorgen.

    8 % klingt wenig, aber Moebius, du solltest doch wissen, was Exponentialfunktion etc. bedeutet. Es geht langsam mit einer Person (oder 5 oder ...) los, es dauerte jeweils eine Woche bis zum nächsten Infektionszyklus und dann geht es mit den absoluten Zahlen immer schneller (wenn das Nichtmathematiker nicht begreifen, habe ich Verständnis). Mein Stand vom 29. Januar war noch 5,8 %.

    Ich verlinke noch einmal die Süddeutsche https://www.sueddeutsche.de/wissen/coronav…daten-1.5197700, die das mal mit verschiedenen Annahmen durchgerechnet hat.

    Ich las in den letzten Tagen in irgendeiner Studie, dass Covid-19 dreimal so gefährlich wie die echte Grippe ist (zu viele denken grippaler Infekt sei schon eine Grippe). Das finde ich schon sehr problematisch, ich kenne einige Kollegen, die dank Grippe langfristig Probleme bekamen. Und dreimal so schlimm zusätzlich zur Grippe, ich hoffe, dass die Impfforschung mit den Mutationen Schritt halten kann (bei Grippe klappt es ja meistens).

    Bei hohen Zahlen steigt auch die Chance auf weitere noch problematischere Mutationen.

    Welche ein Luxus, dass die bei euch reinkönnen. das gibts bei uns auch nicht. Habe zwar mal angeboten, dass die zumindest Videokonferenzen gerne im PC-Raum machen könnten, aber dafür fühlt sich dann auch niemand wirklich zuständig.

    Es gibt im Ganztagsbereich 5 PCs, ein paar versuchen es über eigene Geräte, die Schüler rufen nur ihre Aufgaben ab bzw. laden hoch.. Die PC-Räume werden umgebaut, damit es zukünftig klappt. (Ich hoffe trotzdem, dass es keine 3. Welle gibt.)

    Immerhin sind wir ein Gymnasium.

    bei uns fehlen Glasfaserkabel und wenn 10 Notbetreuungskinder im Netz sind, komme ich nicht mehr hinein (letzte Woche ausprobiert, ich saß zwischen meinen Präsenzunterrichtsstunden meiner Leistungskurse unnütz herum).

    Hat jetzt zwar rein gar nichts mit Corona zu tun, aber morgen fallen in mehreren Landkreisen hier in Niedersachsen wegen des Schnees, der z. T. durch den starken Ostwind arg verweht wurde, der Präsenzunterricht und auch die Notbetreuung aus.

    Wir haben plus 12 - 15 Grad Celsius und gestern war der Himmel gelb vom Saharasand (so gelb habe ich es noch nie gesehen, ich habe den ganzen Tag staunend heraus gesehen).

    Allerdings, was kann schlimmstenfalls passieren ... stärkere Nebenwirkungen? Eher unwahrscheinlich. Es sei denn, man reagiert generell leicht allergisch oder hatte schon bei der ersten Impfung Probleme.

    Weniger Wirkung? Glaube ich ehrlich gesagt nicht, eher würde ich annehmen, dass der Effekt sich verbessert. Wenn ich das recht in Erinnerung habe, wird ja bei jedem Impfstoff das Protein vom Körper ein bisschen anders nachgebaut, also die Immunantwort sozusagen verfeinert.

    Ich persönlich würde das machen, aber kann das auch verstehen, wenn jemand sagt, ihm ist das nicht geheuer.

    Wir haben aber ja auch schon so viele Daten gesammelt, und theoretische Überlegungen angestellt: Wenn man das vergleicht mit der allerersten Impfung in der Menschheitsgeschichte ...und selbst die war ein voller Erfolg ^^

    Es gab auch Untersuchungen im Reagenzglas , dass Kreuzimmunität gegen andere Coronaviren zu überschießendem Immunsystem führen kann. Und gerade das ist ein Problem bei vielen schweren Covid-19-Fällen.

    Die zweite Impfung hat am 25. Januar stattgefunden, heute haben wir den 7. Februar. Deine Definition von "zeitgleich" ist eher abenteuerlich. 14 Personen ist wohl ein bisschen viel um an einen dummen Zufall zu glauben. Zumal man aus Israel unterdessen ziemlich sicher weiss, dass es auch nach der 2. Impfung zu Infektionen kommt. In der Studie wurde das nicht überprüft, es wurden nur symptomatische Erkrankungen registriert.

    2. Februar (stand im Artikel), also 7 Tage nach 2. Impfung und Schnelltests sind nicht so schnell positiv. Deshalb schon zeitgleich und es wurde in den Studien nicht nur nach symptomatischen gesehen.

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