Vllt. spielt auch der Schulformunterschied eine Rolle.
Bei euch ist der Fernunterricht sicherlich gewinnbringender als bei uns.
Und mit kleinen Klassen sowie Klassenlehrerprinzip haben wir natürlich in der Schule auch weniger Kontakte als ihr.
Klassenlehrerprinzip und kleine Klassen spielen sicher eine Rolle. Ich habe 7 Klassen, vier davon 4 bzw. 5 Stunden die Woche (also ca. 200 Schüler). Fast alle sind älter als 15 Jahre, also keine Kinder mehr, 2 sind Abschlussklassen (und da sagt Kretschmann auch nicht die Wahrheit, die sind seit 11. Januar offen, außer die SL entscheidet vor Ort anders). Aber in der Politik werden sie seit dem 7. Januar nicht mehr erwähnt, es gibt nur Mails vom RP. Jetzt wird der Druck auch auf die ablehnenden SL größer. Und auch die Notbetreuung kommt zum Wechselunterricht hinzu (und immer mehr Eltern denken, wenn sie sogar die Grundschulen öffnen, dann kann es nicht gefährlich sein, mein Kind in Kl. 5 - 7 in die Notbetreuung zu schicken. Dann macht es unter Lehreraufsicht Hausaufgaben, lädt es hoch und ich als Elternteil habe nichts damit zu tun).
Und dazu kommt: auch unsere 5. Klasse hat nur noch teilweise Klassenunterricht. In Kl. 6 z. B. mischen sie sich in mind. 5 Fächern mit den Parallelklassen (und natürlich in jedem Fach anders), ab Kl. 8 gibt es kaum noch Klassenunterricht. Und Masken werden bei den Kleinen kaum korrekt getragen, bei den älteren haben wir Querdenker oder einfach Nachlässigkeit.
Kleine Klassen gibt es auf dem Land, in Förderschulen, selbst unsere Grundschulklassen sind groß. Und lange nicht alle Eltern nehmen es ernst. Dann steckt halt in den 3 - 4 Schultagen ein Kind andere an, die in den Ferien ihre jungen Eltern und Anfang März die Mutter oder Vater den älteren Kollegen, der ernsthaft erkrankt (und dann wird es erst bemerkt). Aber jeder kann sagen, keine Ahnung wo die Infektion her kommt, aus der Schule sicher nicht.