Beiträge von Kris24

    Ich nenne mal die Zahlen von LK Hohenlohe. Vor 2 Wochen 34, vor einer Woche 44 jetzt 130 (jeweils auf 100 000 pro 7 Tage), Tendenz extrem nach oben.

    Was ist geschehen? Ein Ausbruch mit einer Mutation bei Würth (Schrauben/Dübel) und in einer Kita. Das Gesundheitsamt hat bei der Kontaktverfolgung festgestellt, dass viel kürzere Zeiträume anscheinend für eine Infektion notwendig sind. Nichts mehr mit 15 Minuten und 2 Metern (wie die Corona-App voraussetzt).

    Ja, das macht mir schon Sorgen. Ich wiederhole zum 3. Mal den Artikel der Süddeutschen von letzter Woche, über den ich gerne diskutiert hätte (und deshalb hier statt im Faktenthread verlinkt habe). Sie haben mehrere Annahmen durchgerechnet (teilweise sehr konservativ) und dann versteht man die Warnung vor der 3. Welle (Zahlen gehen herunter z. B. bis April, obwohl die Mutation bereits exponentiell steigt).

    Corona-Mutante B.1.1.7: Eine unsichtbare Welle baut sich auf - Wissen - SZ.de (sueddeutsche.de)

    Nein, bei uns sitzen in einigen Berufsschulklassen und Berufseinstiegklassen auch nur 10 bis 12 SuS.

    Und wir haben in der ganzen Schule nur zwei Leistungskurse (einmal Deutsch-, einmal Englisch-Grundkurs am BG) mit 30 SuS.

    Schön, aber in Baden-Württemberg kenne ich keine. Unsere beruflichen Gymnasien sind immer voll (und müssen abweisenp, bei den anderen kommt es natürlich auf die Wahl an. Aber die älteren müssen noch weiter fahren (es wird aufgefüllt). Unsere Kurse sind auch größer. Wir bilden oft Kooperation mit dem anderen Gymnasium, um den Kurs anbieten zu können, wenn nur 10 das Fach gewählt haben.

    In manchen Klassen sitzen aber vllt. nur 10?

    Nur an Förderschulen (und meine Schwester hatte auch immer größere Klassen).

    Alle Klassen müssen aufgefüllt werden. 10 ist wirklich nur erlaubt, wenn im größeren Umkreis keine anderen Schüler dieses Schultyps gibt. (Bei uns wird sogar noch das 15 km entfernte Gymnasium mitgerechnet, sprich, wir haben 126 Schüler, die 2. Schule 161, die dritte 99. Alle zusammen geteilt durch 30, Anzahl der Klassen, Abweisung der übrigen an die eine Schule mit 161, weil sie 11 stellt, die anderen nur 6 oder 9.)

    Ich sehe das gerade andersrum.

    Es wird ständig suggeriert, in den Klassenzimmern ließen sich keine Fenster öffnen und in jeder Klasse säßen 30 + x Schüler, als träfe das auf die Mehrzahl der Schulen zu. Es wird behauptet, die Schüler und Lehrer wollten gar nicht in die Schule zurück. Usw.

    Fenster auf einer Seite eines Raumes bringen nicht viel ohne Wind und wie viele Klassenzimmer haben gegenüberliegende Fenster? (Bei uns keines. Über Querlüften amüsiere ich mich.)

    Und am Gymnasium ist 30 üblich, wenn es nicht aufgeht, müssen übrige Schüler an das andere Gymnasium (alle Klassen werden erst aufgefüllt, bevor eine neue Klasse gebildet werden darf, bei uns gibt es jedes Jahr heftige Diskussionen mit enttäuschten Eltern) (und spätestens nach eine Doppelstunde mischt sich bei uns alles im Jahrgang, weil bereits ab Klasse 5 jeder andere Schwerpunkte wählt. Feste Gruppen sind bei uns mindestens ein Jahrgang 120 - 200 Schüler groß). Dieser Punkt hat mich am meisten amüsiert. Soll ein Spanischschüler oder NwT- oder Musik- oder IMP oder... nach 3 Jahren plötzlich französisch lernen, weil dies die Mehrheit seiner Klasse gewählt hat (als 3. Profilfach gibt es bei uns bis zu 5 Möglichkeiten, als 2. Fremdsprache immerhin noch 3 Möglichkeiten).

    Förderschulen mit kleinen Klassen sind nicht so häufig.

    Lauterbach mag zwar wissenschaftliche Expertise haben, aber in seiner politischen Interpretation dessen überdramatisiert er gerne.

    Und andere, die weniger Ahnung haben, sind zu optimistisch und jetzt haben wir den Salat.

    AZ hofft bis Herbst, dass der Impfstoff an die südafrikanische Variante angepasst ist (gerade gelesen), also deutlich länger als 8 - 12 Wochen, welche Mutanten es bis dahin gibt, weiß niemand. Mir macht aktuell mehr die brasilianische Sorgen.

    8 % klingt wenig, aber Moebius, du solltest doch wissen, was Exponentialfunktion etc. bedeutet. Es geht langsam mit einer Person (oder 5 oder ...) los, es dauerte jeweils eine Woche bis zum nächsten Infektionszyklus und dann geht es mit den absoluten Zahlen immer schneller (wenn das Nichtmathematiker nicht begreifen, habe ich Verständnis). Mein Stand vom 29. Januar war noch 5,8 %.

    Ich verlinke noch einmal die Süddeutsche https://www.sueddeutsche.de/wissen/coronav…daten-1.5197700, die das mal mit verschiedenen Annahmen durchgerechnet hat.

    Ich las in den letzten Tagen in irgendeiner Studie, dass Covid-19 dreimal so gefährlich wie die echte Grippe ist (zu viele denken grippaler Infekt sei schon eine Grippe). Das finde ich schon sehr problematisch, ich kenne einige Kollegen, die dank Grippe langfristig Probleme bekamen. Und dreimal so schlimm zusätzlich zur Grippe, ich hoffe, dass die Impfforschung mit den Mutationen Schritt halten kann (bei Grippe klappt es ja meistens).

    Bei hohen Zahlen steigt auch die Chance auf weitere noch problematischere Mutationen.

    Welche ein Luxus, dass die bei euch reinkönnen. das gibts bei uns auch nicht. Habe zwar mal angeboten, dass die zumindest Videokonferenzen gerne im PC-Raum machen könnten, aber dafür fühlt sich dann auch niemand wirklich zuständig.

    Es gibt im Ganztagsbereich 5 PCs, ein paar versuchen es über eigene Geräte, die Schüler rufen nur ihre Aufgaben ab bzw. laden hoch.. Die PC-Räume werden umgebaut, damit es zukünftig klappt. (Ich hoffe trotzdem, dass es keine 3. Welle gibt.)

    Immerhin sind wir ein Gymnasium.

    bei uns fehlen Glasfaserkabel und wenn 10 Notbetreuungskinder im Netz sind, komme ich nicht mehr hinein (letzte Woche ausprobiert, ich saß zwischen meinen Präsenzunterrichtsstunden meiner Leistungskurse unnütz herum).

    Hat jetzt zwar rein gar nichts mit Corona zu tun, aber morgen fallen in mehreren Landkreisen hier in Niedersachsen wegen des Schnees, der z. T. durch den starken Ostwind arg verweht wurde, der Präsenzunterricht und auch die Notbetreuung aus.

    Wir haben plus 12 - 15 Grad Celsius und gestern war der Himmel gelb vom Saharasand (so gelb habe ich es noch nie gesehen, ich habe den ganzen Tag staunend heraus gesehen).

    Allerdings, was kann schlimmstenfalls passieren ... stärkere Nebenwirkungen? Eher unwahrscheinlich. Es sei denn, man reagiert generell leicht allergisch oder hatte schon bei der ersten Impfung Probleme.

    Weniger Wirkung? Glaube ich ehrlich gesagt nicht, eher würde ich annehmen, dass der Effekt sich verbessert. Wenn ich das recht in Erinnerung habe, wird ja bei jedem Impfstoff das Protein vom Körper ein bisschen anders nachgebaut, also die Immunantwort sozusagen verfeinert.

    Ich persönlich würde das machen, aber kann das auch verstehen, wenn jemand sagt, ihm ist das nicht geheuer.

    Wir haben aber ja auch schon so viele Daten gesammelt, und theoretische Überlegungen angestellt: Wenn man das vergleicht mit der allerersten Impfung in der Menschheitsgeschichte ...und selbst die war ein voller Erfolg ^^

    Es gab auch Untersuchungen im Reagenzglas , dass Kreuzimmunität gegen andere Coronaviren zu überschießendem Immunsystem führen kann. Und gerade das ist ein Problem bei vielen schweren Covid-19-Fällen.

    Die zweite Impfung hat am 25. Januar stattgefunden, heute haben wir den 7. Februar. Deine Definition von "zeitgleich" ist eher abenteuerlich. 14 Personen ist wohl ein bisschen viel um an einen dummen Zufall zu glauben. Zumal man aus Israel unterdessen ziemlich sicher weiss, dass es auch nach der 2. Impfung zu Infektionen kommt. In der Studie wurde das nicht überprüft, es wurden nur symptomatische Erkrankungen registriert.

    2. Februar (stand im Artikel), also 7 Tage nach 2. Impfung und Schnelltests sind nicht so schnell positiv. Deshalb schon zeitgleich und es wurde in den Studien nicht nur nach symptomatischen gesehen.

    Käme bei mir auch darauf an, wie sich die Situation entwickelt. Ich befürchte ja gerade hier in Deutschland nichts Gutes, und, wenn es tatsächlich in diese Richtung geht, dann wäre mir ein eingeschränkter Schutz lieber als gar keiner.

    So hat ja dein Immunsystem sozusagen schon einmal Bekanntschaft gemacht, mit dieser Art von Erreger und konnte sich darauf einstellen (es zählen ja nicht nur die AKs).

    Also, ich tendiere sehr stark zu ja. Ich persönlich glaube auch, dass man die zweite Dosis austauschen kann, also, dann z. B. mit Biontech oder Moderna nachimpft (wozu ich grundsätzlich auch bereit wäre).

    Interessant wäre natürlich, ob man als bereits vorher Infizierter sich noch einmal impfen lassen sollte (aber auch das würde ich sofort tun).

    das soll jetzt erst untersucht werden, die Studie dauert allerdings 13 Monate (so sicher ist das nicht und genau das lässt mich zögern)

    Mal konkret gefragt: wer von Euch würde sich denn mit AZ impfen lassen, wenn er in den nächsten Wochen die Gelegenheit dazu hätte?

    Ich hadere mit der Entscheidung. Ich gehöre definitiv zu Gruppe 2 und die ist ja ab circa Ende März dran. Menschen u65 soll ja aber bevorzugt AZ verabreicht werden. Ich weiß einfach nicht, wie ich mich da entscheiden soll.

    Ich habe es mir überlegt, ich hätte evtl. die Möglichkeit aufgrund eines persönlichen Risikos in Gruppe 2 zu kommen. Aktuell bemühe ich mich nicht, sondern bleibe in Gruppe 3, weil dort nicht mehr nach Alter unterschieden werden soll. Ich kann mich aber mit FFP2 besser schützen als du, meine Schüler halten mehr Abstand. Ich hoffe, dass es nur 3 Monate sind. Und mit den ganzen Mutationen ist momentan Roulette (ich versuche, informiert zu bleiben).

    Puh, das klingt wirklich nicht gut.

    Angeblich bestehen doch keine Bedenken bezüglich der Wirksamkeit der Impfstoffe bei B117, nur bezüglich der südafrikanischen und brasilianischen Variante.

    Hat jemand Erklärungsansätze, was hier passiert ist?

    Dass die Impfung bei allen betroffenen Bewohnern unwirksam war, dürfte unwahrscheinlich sein. Fehlerhaft produzierte Impfstoffcharge? Oder eine weiter mutierte Version von B 117?

    Möglich wäre tatsächlich eine Weiterentwicklung von B 117 (die gibt es schon), hier gehe ich aber von zu kurzem Abstand zur 2. Impfung aus. Der Ausbruch fand genau eine Woche nach 2. Impfung aus, Ansteckung also gleichzeitig zur 2. Impfung (war hoffentlich nicht das Impfteam). Es sind halt wirklich 2 Impfungen notwendig, Großbritannien spielt also (und sorgt, wenn es dumm läuft, für neue Mutationen. Das wurde auch schon gesagt.)

    Aber es wird sicher untersucht werden und ohne Impfung hätte es vielleicht noch mehr Infektionen gegeben. Danke für den Hinweis, warten wir die Erkenntnisse ab.

    das m-RNA-Impfstoffe die Fruchtbarkeit schädigen können, wurde tatsächlich von Impfgegnern in die Welt gesetzt (inzwischen belegt) und längst widerlegt. Menschen verwechseln RNA mit DNA und auch RNA ist nicht gleich RNA.

    Besonders irrsinnig finde ich hier die Behauptung, weil Covid-19 vielleicht wirklich die Fruchtbarkeit schädigen kann (weitaus besser begründet). Wieder ein gutes Beispiel dafür, dass manche Menschen Folgen von Impfstoffen viel schlimmer einschätzen als die Krankheit selbst (und das einfach mal etwas behauptet wird und nicht mehr aus der Welt zu schaffen ist. Es gibt genug Dumme/Uninformierte, die das glauben wollen). Eine klar falsche Behauptung beeinflusst Menschen.

    Wie kommst du zu den merkwürdigen Aussagen? Also getestet ist er genauso wie die anderen, aber es gibt eben noch nicht genügend Ergebnisse für Deutschland, in Österreich z.B: gibts die Grenze wohl nicht, EU-weit allgemein nicht.

    Und weniger wirksam soll er ganz sicher nicht sein, eher im Gegenteil, es gibt Untersuchungen, dass man dadurch auch nicht anstecken kann.

    Es gab kaum Studienteilnehmer über 55, deshalb empfiehlt Italien nur bis 55 und Deutschland immerhin bis 65 (anders bei BioNTech und Moderna) . Es gab aber weder Studienteilnehmer aus Italien noch Deutschland noch Österreich. Die Entscheidung ist politisch, setzt man einen Impfstoff ein für Menschen, für die er nicht getestet wurde. Die Ost-EU-Staaten wollen einen möglichst günstigen und sind deshalb für AZ.

    Und natürlich ist er viel weniger wirksam als BioNTech und Moderna. Im besten Fall 70 % gegenüber 95 bzw. 94% (also 6mal schlechter 5% im Vergleich zu 30 %). Bei der südafrikanischen scheint er gar nicht wirksam zu sein (kein Unterschied bei leichten und mittelschweren Fälle zu ungeimpften, AZ betont, es gab keine schweren Fälle, aber es gab nur 2000 junge und gesunde Studienteilnehmer und da sterben auch ohne Impfung nicht so viele, die allermeisten infizieren sich noch nicht einmal im Studienzeitraum). Auch die anderen klassischen haben viel weniger gezeigt (z. B. 20%). BioNTech meldet dagegen fast die gleiche Wirksamkeit.

    Interessant wird es noch bei der brasilianischen Mutation. Da erkranken viele ein 2. Mal. Jetzt stellt sich die Frage, ob ein Impfstoff besser als die Erkrankung schützt.

    Und solange nicht geklärt ist, ob man nach AstraZeneca problemlos mit BioNTech und Moderna nachimpfen kann, warte ich lieber.

    Ergänzung

    Dein letzter Satz stimmt so nicht. Es gab eine Reihe an Infektionen. Du meinst vermutlich, dass man andere nicht mehr anstecken kann, aber das ist bisher auch nur Vermutung.

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