Beiträge von Kris24

    bei meinem Test Mitte vor 2 Wochen wurde das Ergebnis auch innerhalb von 20 Stunden in der Corona-App angezeigt und am nächsten Tag (Samstagmittag) kam zusätzlich ein Anruf vom Abstrichzentrum. Den Termin konnte ich per Anruf machen, ich hätte aber auch ohne Termin gehen können, hätte dann aber warten müssen (ca. 30 Minuten an dem Tag). Aber das war bevor in unserem Landkreis die Zahlen explodierten. Und jetzt müsste ich auch selber zahlen, wir Lehrer in Baden-Württemberg haben keine Gutscheine mehr.

    Ich will dir ja deine Illusionen nicht nehmen, aber bis Januar sind es noch zwei Monate - sehr "weit in der Zukunft" ist das für mich nicht, muss ich sagen.

    Und für Niedersachsen wurde in den letzten Tagen schon recht klar geäußert, dass die Weihnachtsferien nicht verlängert werden (die Idee war, sie schon am Mo., 21.12., beginnen zu lassen statt am Mi., 23.12.). Ich persönlich glaube nicht, dass das noch geändert wird.

    Nichtsdestotrotz wechseln hier immer mehr Schulen in das "Szenario B", also das Wechselmodell, weil in den Orten die 7-Tages-Inzidenz über 100 liegt und Klassen/Jahrgänge/Kohorten vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt wurden.

    Für Corona sind 2 Monate viel. In Baden-Württemberg sind die meisten Landkreise über 100, aber sonst ist noch nicht viel passiert. Wir tragen ja Maske und lüften, das reicht lt. Kultusministerin.

    Wie geschrieben, ich wäre für das Wechselmodell zumindest an weiterführenden Schulen, weil ich glaube, dass wir dann eher Fernunterricht vermeiden könnten. Aber was übernächste Woche ist, weiß ich nicht und 2 Monate sind bei Sars-CoV2 eine Ewigkeit.

    Waren wir vielleicht? :pirat: Ich hoffe, ich hab dich wenn, dann nie in den Wahnsinn getrieben. Chemie mochte ich sehr gern, hab's allerdings nicht zu großem Ruhm gebracht... (Kann mich aber zumindest daran erinnern, als Teenie freiwillig Ausgaben von "research", dem Magazin von Bayer gelesen zu haben...)

    Ich hatte nur liebe Schüler. :aufgepasst:    (Und die anderen haben mich zumindest nicht in den Wahnsinn getrieben. )

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    (An meinem 14. Geburtstag), also

    Jugendliche

    meine Kommentare haben sich mit denen von Wollsocken bzw. Moebius überschnitten, da ich nebenbei telefoniert habe bzw. abgelenkt war (und mich gerade zum lachen gebracht).

    Aber da wir keine Politiker sind, werden wir alle mehr oder weniger geduldig abwarten (müssen). (Geduld ist nicht meine Stärke.)

    Die beiden Aussagen widersprechen sich ja nicht. Der eine ist halt Optimist, der andere eher Pessimist ;)

    Realist. :aufgepasst: (ich sage ja nicht, dass die Zahlen steigen, ihr habt mir doch erklärt, dass Restaurants und Fitnessstudios nicht stark zum Infektionsgeschehen beitragen, warum sollten sie jetzt die Zahlen sehr schnell senken? Die Politik will angeblich wieder auf 50 auf 100 000, damit die Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter wieder klappt.)

    Das finde ich am Schönsten an diesem Thread.

    Und nie vergessen: die Naturwissenschaftler*innen sehen die Lage einfach anders als andere Menschen. Nicht besser natürlich, einfach nur anders.

    Schönen Abend euch allen, hier gibt's jetzt n Schwarzbier :prost:

    Moebius und ich widersprechen uns doch nicht. ;)

    Aber wie lange sollen Restaurants etc. geschlossen bleiben? Und viele meinen, dass sie nicht entscheidend zu den Zahlen beitragen, also werden die Zahlen nur langsam sinken. Also was senkt die Zahlen (möglichst schnell)?

    Momentan verfolgen viele Gesundheitsämter die Kontakte nicht mehr und diese können egal welchen Alters andere infizieren, daher stiegen die Zahlen so plötzlich (daher kam die Zahlen 50 auf 100 000, die Gesundheitsämter sind zwar besser geworden, aber es gibt pro Person aktuell mehr Kontakte als im Frühjahr).

    Ich habe oben 3 Möglichkeiten genannt. Es gibt vielleicht als 4. Möglichkeit bald auch Schnelltests in ausreichender Menge (entsprechende Regelung für Schulen in Baden-Württemberg wurde zwischen Eisenmann und Lucha getroffen), aber noch in diesem Jahr?

    Persönlich denke ich, dass man Ende des Monats merkt, dass es nicht reicht, dass die Weihnachtsferien 2 Wochen früher beginnen (vielleicht wird es als freiwillig Quaratänemöglichkeit verkauft, damit man an Weihnachten gefahrlos die Großeltern besuchen kann und weil es einfach zu kalt zum lüften wird). Und Januar liegt wirklich zu weit in der Zukunft. Vielleicht gibt es dann wirklich genug Schnelltests?

    Die Politik hat deutlich geäußert, dass die Schulen offen bleiben. Also werden sie. (Und deshalb habe ich im Sommer nicht verstanden, dass nicht 1 Milliarde für Luftfilteranlagen ausgegeben wurde. Ich kann es nur so erklären, dass die Politiker nicht an eine 2. Welle geglaubt haben. Kretschmann sagte vor ein paar Tagen, dass er die explodierenden Zahlen erst viel später erwartet hat, Ramelow äußerte sich ähnlich.)

    Da würden meine Schüler rein gar nichts machen, ebenso wenig wie die immer wieder aufgegeben HAs. Oder sie machen irgendwas, Vertiefung ist das nicht, weit gefehlt.

    Mein Kind würde das sicher anders handhaben. Aber es liebt seine Schule so sehr!

    und andere lieben Restaurants, Konzerte oder Party

    (Ich glaube nicht, dass die Zahlen in absehbarer Zeit mit diesen wenigen Maßnahmen stark genug sinken. Entweder bleiben diese Maßnahmen sehr lange bestehen oder sie werden verschärft oder die Intensivstationen werden überfüllt.)

    Ich wünsche auch anderes, aber diese Frage stellt sich z. Z. nicht.

    Aber dann wäre ja immer eine halbe Klasse zuhause, oder sehe ich das falsch? Mir geht es um zuverlässigen Präsenzunterricht für alle!

    Womit bewiesen wäre, dass es (bei vielen) in 1. Linie nicht um Bildung geht, sondern um Aufbewahrung der Kinder.

    (Ich habe den abwechselnden Unterricht vor den Sommerferien auch positiv erlebt, ich habe wirklich trotz der halben Zeit alles geschafft. Es wurde konzentriert gearbeitet. Und da jede Gruppe regelmäßig in die Schule kommt, spielt fehlende Ausstattung und vermehrtes abtauchen auch keine Rolle. )

    Ergänzung

    Ich verstehe Eltern und Wirtschaft/ Politik. Aber dann soll man nicht mit Bildung argumentieren. So kann ich es nicht ernst nehmen und fühle mich verschaukelt.

    Auch an der PH kann man übrigens promovieren und habilitieren (Stichwort: "gleichgestellte Hochschule").

    Aber auch in Chemie? (Ich schrieb ja deutlich, dass ich das PH-Studium nicht abwerte. Aber es werden andere Schwerpunkte gelegt und anderes denken geschult (mir fällt dies immer in Diskussionen auf). Genau deshalb finde ich es wichtig, dass wirklich alle in der Politik vertreten sind.

    noch einmal zur Heidelberger Studie

    https://www.deutschlandfunk.de/heidelberg-stu…ticle_id=477675

    Ich zitiere daraus

    In Baden-Württemberg hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann gleich das nächste Level eingeläutet: Er verkündete die Vorabergebnisse der Heidelberger Studie zur Rolle der Kinder bei COVID gleich ganz ohne die beteiligten Wissenschaftler. Diese Art der Kommunikation ist problematisch, denn anders, als bei den Pre-Print-Artikeln sieht man gar nicht, welche Daten und Methoden zu den Schlussfolgerungen führten. Bei allem Verständnis für den Wunsch der Politik nach Tempo: Darauf sollten sich Wissenschaftler nicht einlassen.

    (Zitatende)

    Den Artikel von damals, der die Ergebnisse deutlich hinterfragt, finde ich gerade nicht mehr, er ist aber in diesem Thread verlinkt. ;)

    Genau! Nur die Gymnasiallehrer sind fachlich richtig ausgebildet, und überhaupt, die unterscheidet nix von den Ein-Fächlern.

    Das habe ich nicht behauptet.

    Aber in Mathe fehlt mir nur das Nebenfach (das konnte damals auch Jura oder Chemie sein) und die wissenschaftliche Arbeit (Teil 1. Staatsexamen , weil ich sie in Chemie geschrieben habe). In Chemie wurde mir Biochemie I erlassen, ich musste aber Biochemie II erfolgreich mit Klausur schreiben, genauso in physikalischer Chemie (Teil I wurde erlassen, aber Teil II verlangt) und ich musste etwas weniger "kochen" (z. B. 6 statt 8 Synthesen). Meine wissenschaftliche Arbeit dauerte ebenfalls 6 Monate, genauso lange wie die Diplomarbeit und war so gut, dass ich das Angebot zur Promotion erhielt.

    Damals lag der Schwerpunkt extrem auf dem fachlichen, das pädagogische fehlte komplett. Das finde ich auch nicht gut. Zu viele stellten erst im Studienreferendariat fest, dass sie nicht als Lehrer eignen.

    Meines Wissens ist Kretschmann immer noch Ministerpräsident, nicht Kultusminister.

    Kretschmann ist Lehrer, wie viele Politiker, früher in den Parlamenten nach den Juristen die zweitgrößte Gruppe, inzwischen zumindest im Bundestag wohl nur noch Platz 4.

    Begründet wurde und wird das Aufheben der Abstandsregelung und der Verzicht auf Masken in der Primarstufe aber mit der Heidelberger Studie.

    Ansonsten ist dein Beitrag viel Spekulation.

    Entschuldige, mein Fehler (bzgl. Kultusminister- Autokorrektur meines Handys und ich habe nebenher getippt und nicht kontrolliert). Ich kann Eisenmann von Kretschmann unterscheiden.

    Ich bin auch Lehrer, aber Gymnasiallehrer (und das war Kretschmann auch) hatten früher ein fast komplettes Diplomstudium an einer Hochschule (nicht PH wie die anderen Schultypen), ich hätte z. B. direkt in Chemie promovieren können (hatte ein Angebot meines Professors), das pädagogische kam erst im Referendariat.

    Und das schult das Denken in eine andere Richtung. Genau das fällt mir bei Merkel und auch Kretschmann auf im Gegensatz zu anderen, die VWL, Jura oder Politikwissenschaft studiert haben.

    Und ja, ich meine auch die Heidelberger Studie (größtenteils während der Schulschließung, die Schule wurde danach geöffnet) ich habe damals hier die Zahlen verlinkt, sie fand so gut wie keine Fälle weder bei Kindern noch bei Erwachsenen (da waren es zwar ein paar mehr, aber nicht entscheidend). Und wo hätten sich die Kinder ohne Schule anstecken sollen, wenn nicht bei ihren Eltern? Selbst in der Notbetreuung wurde Abstand gehalten. Und alles andere war zu. Selbst einkaufen durfte oft nur einer pro Familie und auch Spielplätze waren geschlossen.

    Und zur Heidelberger Studie. Die Wissenschaftler waren überrascht, dass bereits vor ihrer Veröffentlichung die Politik vorgeprescht ist und behauptete, dass es ungefährlich sei, die Schulen zu öffnen. Sie selbst hätten den Schwerpunkt anders gelegt, sie fanden ja zu wenig Fälle (nach 6 - 8 Wochen echtem Shutdown nicht verwunderlich) . Nein, die Heidelberger Studie gehört zu den Studien, die politisch mißbraucht wurden, da gab es ja einige. Und genau deshalb hört man auch kaum noch etwas davon.

    Wir hatten dieselbe Diskussion übrigens schon damals miteinander.

    Zumindest bei den von mir oben genannten Impfungen sind diese direkt als Zweifachimpfung angelegt und bei den Phase 3 Studien sind die Teilnehmer auch zweifach geimpft worden.

    Das stimmt.

    Aber wenn ich in 1, 2 oder 5 Jahren merke, diese Impfstoffe des 1. Jahres waren nicht (so) wirksam, wie sieht es aus, wenn ich mich noch einmal mit einem ganz anderen Impfstoff impfen lassen möchte? (Ich habe gelesen, finde den Artikel aber nicht mehr, dass manche Impfstofftypen dann eher Probleme bereiten könnten, wenn man später zu einem anderen Impfstoff greift. Ich gehe halt auch davon aus, dass es später bessere geben wird. Ich fürchte, das Problem bleibt uns länger/ für immer erhalten. Und ich werde nicht jünger, das Risiko steigt. )

    Ich mache mir wenig Sorgen bezüglich der Sicherheit der Impfung, eher bezüglich der Wirksamkeit. Ich denke, man wird erst nach einiger Zeit sehen, wie effektiv der Impfstoff vor der Infektion bzw. einem schweren Verlauf schützt und wie lange der Schutz anhält.

    Das denke ich auch. Und ich fürchte, dass die ersten Impfstoffe nicht so wirksam und langanhaltend sind wie welche, die vielleicht in 5 oder 10 Jahren auf den Markt kommen. Deshalb denke ich auch, dass die Forschung weiter gehen wird.


    Neue Frage (in dem Zusammenhang)

    Ich habe irgendwo vor einiger Zeit gelesen, dass bei manchen Impfstoffen die Gefahr besteht, dass nicht risikolos ein 2. Mal (nach)geimpft werden kann, weil es dann zu einer überschießenden Immunreaktion kommen könnte. Weiß jemand von euch etwas dazu?

    Nach unserem Kultusministerium nicht.

    Unser Kultusminister Kretschmann sagte im Mai, als die Schule wieder geöffnet wurde, dass er es macht, weil der politische Druck zu groß wurde, nicht weil er überzeugt ist (ich war überrascht, wie offen und deutlich er das aussprach, Baden-Württemberg hat als letztes Bundesland geöffnet, das hat sicher auch meine Einstellung beeinflusst. Übrigens ist Kretschmann auch Naturwissenschaftler und nicht wie viele Politiker Jurist etc.). Es sind Politiker, die den gesamten Staat im Blick haben (müssen), nicht den einzelnen Menschen. Darin unterscheiden sie sich von Lehrern.

    Wenn wir ein Kind infizieren, weil wir vorher von einem anderen Kind infiziert wurden, weil wir zweimal keinen Abstand gehalten haben und das 2. Kind selbst asymptomatisch seine Eltern, Großeltern ansteckt, die dann schwer erkranken (oder gar in Folge sterben), kommt man als Infektionsquelle nicht unbedingt auf Schule und auf Lehrer. D. h. aus politischer Sicht, die Schule bleibt "unschuldig" und bleibt offen. Für das betroffene Kind bricht aber die Welt zusammen und "Schuld" war ein Lehrer, der zweimal zum falschen Zeitpunkt keinen Abstand halten wollte/konnte.

    (Die häufigste bekannte Infektionsquelle ist Familie und inzwischen nicht mehr große Feier, aber wie kommt es in die Familie? Vermutlich öfter durch die (symptomfreien) Kinder als die meisten denken. Und wenn jetzt wieder nur Risikogruppen und Menschen mit starken Symptomen wg. Testknappheit getestet werden, wird sich das nicht ändern. Die Schulen bleiben offen, die Zahlen hoch. Die ("befreienden" Studien an Schulen fanden zu Zeitpunkten statt, an denen es wenig Infektionen gab und wo keine Infektion ist, braucht man auch keinen Abstand. Andere Beobachtungen kommen zu anderen Ergebnissen und bezeichnen Schulen als Pandemietreiber. Irgendwo in Deutschland wurde vor kurzem gesagt, Schulen sind anfangs keine Pandemietreiber, aber wenn die Zahlen steigen, dann beschleunigen sie das Geschehen. Das klingt für mich nachvollziehbar.)

    Genau dieser Spagat macht vielen von uns zu schaffen. Auch ich halte nicht immer Abstand. Wenn ein Kind weint, wenn es sich verletzt hat, gehe ich auch hin. Aber es ist ein Abwägen und ich versuche, die Anzahl der nahen Kontakte gering zu halten. Eben weil ich das Kind schützen möchte, ich bin in vielen Klassen, habe daher viele Kontakte (und ich habe selbst Familie für die verantwortlich bin).

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