Beiträge von Kris24

    So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen! Ich fand den Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht von Mai bis Juli sehr viel angenehmer und effektiver als das ausschließliche Homeschooling ab Mitte März.

    Ich fand den Wechsel (ab Pfingsten) auch entspannend.

    Ich rede vom Mai. Da hatte ich 2 Leistungskurse komplett im Präsenzunterricht und 3 Matheklassen mit jüngeren Schülern, die intensiv betreut werden mussten, komplett im Fernunterricht. Ich war also jeden Tag 2 Stunden an der Schule (zusätzlich Fahrzeit) und danach musste ich unendlich viele Mails beantworten ( bis zu 100 täglich), Wochenpläne vorbereiten und gemailte Aufgaben korrigieren. Mündliches Abitur war eine Woche vor Sommerferien. Aber bei uns haben fast alle Lehrer und Klassen den ganzen Stoff geschafft, die SL hat vor den Sommerferien konkret nachgefragt (ich alles und meine Klassen, die ich weiter führe oder übernommen habe, sind wirklich auf dem Laufenden. Bei uns wurde in diesem Schuljahr nichts nachgearbeitet, nur an sinnvollen Stellen wiederholt. Aber es war wahnsinnig viel Arbeit. Ich habe z. B. in Mathematik Podcasts erstellt.)

    Ich fühlte mich damals zerissen.

    Wechsel finde ich sehr gut, aber aktuell sieht es mancherorts so aus

    Einige Klassen in Quaratäne sieht man gar nicht (kein Wechsel, bei uns ist qualifizierter Fernunterricht verlangt nicht Wiederholung, muss also zeitaufwändig vor- und nachbereitet werden.) Und dann muss man noch zusätzlich Kollegen, die in Quaratäne sind, vor Ort vertreten.

    Das ist mir durchaus alles bewusst. Nichtsdestotrotz hatte ich bisher noch von keinem Fall gehört, wo sich jemand in einem Sportkurs mit Corona angesteckt hat (außer im März von einigen Fällen in Fitnesssstudios, aber da gab es noch gar keine Hygienekonzepte).

    Bei den allermeisten kennt man keine Infektionsquelle (mancherorts sind bereits 90 % unbekannt) . Hochzeiten und Altersheime fallen auf, andere nicht (nicht jeder wird angesteckt, selbst in Familien sind es nur ca. die Hälfte).

    Ja, diese Woche ist ziemlich heftig: Ein Teil der KuK noch in Qurantäne, ein Teil der KuK frisch in Quarantäne. Ein paar sind auch aus der Quarantäne zurück (jippieh) und bislang auch alle KuK mit zum Glück mit negativen Testergebnissen (Doppeljippieh), dennoch ziemlich heftig und natürlich sind dadurch bedingt bei uns Klassen aktuell in der tageweisen Fernbeschulung (sowie Klassen in Quarantäne), weil das anders gar nicht zu leisten wäre.

    Und wie ist dann sinnvoller Unterricht möglich?

    (Mal davon abgesehen, finde ich Quaratäne sehr belastend.)

    Genau das wird mit zunehmenden Zahlen überall zunehmen und dann ist meiner Meinung nach Schulschließung und Fernunterricht für alle effektiver.

    (Fernunterricht und Präsenzunterricht gleichzeitig hat mich im Mai extrem gefordert. )

    und es gibt noch eine Erklärung

    Frau Rottenmaier hat 3 Kinder, 2 Jungen, die letztes Jahr in die Schule kamen und ein Mädchen jetzt (genau umgekehrt wie bei meiner Schwester, Zwillingsmädchen und direkt anschließend ein Junge. Fremde meinten immer, dass es Drillinge seien, weil alle drei gleich groß waren (die Zwillinge waren etwas kleiner als Durchschnitt)), deshalb habe ich mich überhaupt nicht gewundert. Ich habe aber auch nicht nachgelesen.

    Aber Froschs Möglichkeit könnte auch sein (manchmal verfremde ich auch etwas unwichtiges, um nicht gleich erkannt zu werden.

    Die Frage ist, ob man wirklich einen zweiten Lockdown braucht. In den Schulen ist mMn das größte Problem der fehlende Abstand (trotz Maske). Abgesehen davon, sind die Masken oft zu groß, bzw. sie rutschen. So oft kann ich das gar nicht mehr zählen, wie ich die Kinder ständig auffordere, die Maske wieder hochzuziehen (die Handbewegung ist schon ein totaler Automatismus).
    Wir haben uns den Präsenzunterricht so hart erkämpft, aber, in der momentanen Umsetzung setzen wir damit (so finde ich zumindest) die Öffnung der Schulen wieder aufs Spiel.

    Seit heute ist bei uns erstmals Maskenpflicht für alle ab Klasse 5 und bei meiner 6. Klasse klappte es bei der Hälfte nicht. Bei den älteren war es kein Problem

    Hier in der Gegend waren mehrere Infektionen auf Friseurbesuche zurückzuführen. Scheint also doch nicht so einfach zu sein.

    Bist du sicher, dass richtige Masken richtig getragen wurden?

    Ich sehe zu oft diverse Arten von Visieren, die Nase schaut zumindest zeitweise oben heraus, die Maske liegt nicht überall eng an, man nimmt sie doch ab, wenn kein Kunde da ist und lüftet anschließend nicht richtig usw.

    Es gab im Mai einen Fall in Cincinnati (meine amerikanische Gastfamilie stammte von dort, dadurch war ich mehrfach dort und habe mir dies gemerkt). Zwei Friseurinnen waren an Covid-19 erkrankt (sie hatten in der Pause die Maske abgenommen und eine hat die andere angesteckt), aber keine der 139 Kundinnen war infiziert, alle wurden getestet, weil es niemand glauben konnte (das ging damals durch alle Medien und pushte das Maskentragen). Für mich war das eine von 5 oder 6 Beobachtungen, die mich überzeugt haben, Maske zu tragen.

    Wenn ich ehrlich bin, ich gehe nicht davon aus. Und wenn, dann bekommt wieder jeder eine(!!!) und das war’s dann wieder. Ich habe mir jetzt testweise einen Loop mit FFP3-Inlay bestellt. Ich kann ja im Maskenthread berichten, wenn ich ein wenig getestet habe.

    Danke für den Hinweis. Ich habe gerade gegoogelt.

    Die Ersatzfilter (3 Stk. ) kommen auf 10 EUR und damit kommt es mich teurer als FFP2. Und ob FFP3 stimmt?

    Immerhin gibt es anscheinend sichere Loops. Sie werden bei uns häufig getragen (aber vermutlich nur die einfache Sorte).

    Ich merke es mir mal für den Winter als Alternative. Bitte schreibe, ob sie bequemer sind.

    Das stimmt schon, aber die Ausfallrate bei Stoffmasken ist enorm hoch. Man weiss einfach nicht, was man kauft.

    Das stimmt. Deshalb achte ich bei gekauften auf 3 Lagen aus mindestens 2 Materialien (z. B. Baumwolle, Polyestervlies in der Mitte) und sie müssen zu meinem Kopf passen (überall eng anliegen). Ich habe ein paar sehr gut passende, ziehe sie aktuell aber nur beim Einkaufen oder in Zukunft im Freien an, wenn nicht zu viele Viren herum fliegen sollten. In der Schule, seitdem nicht mehr dauerhaft gelüftet werden kann, also seit einer Woche, nur FFP2, davor OP-Maske.

    Auf der HP der Firma der von mir verlinkten Maske ist ein Datenblatt, da steht, wo sie zugelassen ist.

    Es steht nur in Bayern zugelassen (von anderen Bundesländern lese ich nichts) und auch nur, dass es das Risiko der Tröpfcheninfektion mindert. Aber das kann ich durch Abstand halten auch. Vor Aerosole schützt es mich überhaupt nicht. Die erreichen mich trotzdem (genau deshalb meide ich Geschäfte, in denen nur Plexiglasscheibe als Schutz gibt (es gibt bei uns zum Glück genug Kassierer, Bäckereiangestellte u. a., die zusätzlich zur Scheibe MNS tragen).

    Ich möchte mich und meine Umgebung schützen, so gut wie ich es kann und mache nicht nur das gesetznotwendige. Ich fahre auch nicht immer so schnell Auto wie erlaubt, sondern passe mich der Situation an.

    (Wenn es noch schlimmer wird, werde ich zusätzlich dauerhaft Schutzbrille/ Visier tragen, weil ich keine Brille trage und der Virus auch durch das Auge infizieren kann. Ich mache mehr als vom Gesetz verlangt, wenn ich es sinnvoll halte.)

    Meinst du die Teile, die durchsichtig und nach oben, seitlich offen sind? Die wären hier verboten. Aber ich sehe die in der Bäckerei bei den Verkäuferinnen.

    In 3 Bundesländern ist es erlaubt, weil man im April noch nicht viel von Aerosolen als Infektionsquelle wusste. Hessen (?) wollte es dann im Sommer mal abschaffen, aber es gab zu großen Protest aus der Wirtschaft, die Geld dafür ausgegeben hat und kleine Covid-19-Zahlen.

    In Baden-Württemberg ist es auch nicht als Ersatz erlaubt. In der 9-seitigen Handreichung zur Maskenpflicht wird eng anliegend genannt. Das geht bei undurchlässigen Stoffen nicht. Vorstellen könnte ich mir ein "Visier" mit zur Haut abschließenden Stofffilter. Ob das hier gemeint ist?

    Solange Masken nicht verpflichtend sind, kann man alles tragen. Aber schützen tun Visiere und nicht eng anliegende Masken nicht. Die Luft geht den Weg des geringsten Widerstandes. Es gab eine Studie, wenn nur 1 % offen ist (z. B. fehlender Nasenbügel), dann geht ein Vielfaches (leider weiß ich die Prozentangabe nicht mehr) heraus/herein. Selbst die Forscher waren über die große Zahl überrascht (und auch deshalb sind die Masken nicht so effektiv wie sie sein könnten, bei zu vielen stehen die Masken ab, wenn sie nicht gleich unter der Nase getragen wird). Gute enganliegende Stoffmasken können über 90% der Aerosole reduzieren. Man könnte den R-Wert unter 1 drücken.

    Danke Funky für deine Mitteilung. Ich habe ein paar Mal an dich gedacht.

    Kann es sein, dass du nur wenige Viren abbekommen hast und dein Immunsystem auf Zack war? Genau auf das habe ich gehofft und deshalb seit Mai die Maske getragen (passive Immunisierung, falls möglich). Ct 37 ist hoch, ich habe gehört, dass bei uns ab 40 nicht mehr postitiv gemeldet wird.

    Ich habe jetzt gegoogelt und folgendes gefunden

    Zitat

    Enthält ein Abstrich hingegen nur sehr wenig Virusmaterial, sind mehr als 30 Vermehrungszyklen erforderlich, der Ct-Wert ist dann höher als 30. Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge ist ab einem Ct-Wert von über 30 aus einer Probe kein Virus mehr anzüchtbar. Das heißt: Infizierte dürften höchstwahrscheinlich nicht mehr in Lage sein, andere anzustecken. Trotzdem gilt ein solches Testergebnis als positiv. Erst wenn nach 37 oder 40 Vermehrungszyklus kein Virus nachgewiesen wird, wird ein Testergebnis als negativ eingestuft.

    Aus https://www.rnd.de/gesundheit/cor…HNQYGVL2LU.html

    Du warst also extrem an der Grenze, aber bei Lehrern ist unser Gesundheitsamt auch extrem vorsichtig. Bei uns wurden auch alle Klassen getestet und alle waren negativ.

    ergänzend

    Ich habe Mitte der 90er Jahre noch mit 23 Pflichtwochenstunden (volle Stelle) begonnen, dann wurde auf 24 erhöht und dann auf 25 (Baden-Württemberg Gymnasium). Ich habe gemerkt, dass meine Stundenvorbereitung dadurch gelitten hat. Ich bereite weniger aufwändige Lernzirkel und Gruppenpuzzles vor, es gibt eher mal Konserve. Das hat anfangs meine Begeisterung reduziert, irgendwann hat man sich daran gewöhnt. Es ist halt so, ich versuche pro Klasse pro Schuljahr eine besondere Einheit zu unterrichten (das erhöht auch meine Freude) und natürlich kann ich inzwischen viele alte Einheiten recyclen.

    zu Arbeitszeiten zitiere ich

    Als im Inflationsjahr 1923 die wöchentliche Arbeitszeit in der Industrie wieder auf 54 Stunden und mehr stieg, da wurden auch die Lehrer am sozialpolitischen Rückschritt beteiligt. Preußen setzte 1924 die Pflichtstundenzahl der Gymnasiallehrer, die sich mittlerweile Studienräte nennen durften, auf 25 herauf; erst nach vollendetem 45. Lebensjahr verminderte sie sich auf 23, nach weiteren zehn Jahren auf 20.

    Aus http://www.rboelling.de/l-arbzeit.htm

    Ich unterrichte Mitte 50 immer noch 25 Stunden am Gymnasium Baden-Württemberg.

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