Beiträge von Kris24

    Kann mir jemand erklären, warum sich diese Verdoppelung nicht im R-Wert zeigt? Dieser ist meist nur knapp über 1, gestern sogar darunter. 1 bedeutet doch, dass die Zahl der Infizierten gleich bleibt. Wo ist mein Denkfehler? Was übersehe ich?

    Def R-Wert bezieht sich auf Infektionen in der Vergangenheit (ca. vor 7-10 Tagen und wird tatsächlich wegen Meldeverzug teilweise geschätzt). Wenn große Zahlen (z. B. Masseninfektion Gemüsehof, die ersten sind bereits wieder gesund oder vor kurzem Tönnies) herausfallen, kann er auch mal (kurzfristig) sinken. Es gibt deshalb 2 R-Werte (einen genaueren, der mehr schwankt und einen langfristigeren). Wen es interessiert, einfach mal nach Lagebericht RKI googeln (leider nicht verlinkbar), da wird es erklärt. Immer gegen Abend werden (viele) Daten vom Vortag für das Fachpublikum veröffentlicht und für den Laien inzwischen auch erklärt.

    Die Zahl der lnfizierten sind alle aktuellen Fälle (also die in den letzten 14 Tagen positiv getestet wurden und wir hatten jetzt die meiste Zeit R-Werte über 1,1 und mehr (täglich), das führt auch zur Verdoppelung (Exponentialfunktion) bei etwas längeren Zeiträumen.

    Das ist das Problem, was ich sehe. Wir wünschen uns alle die Normalzeit zurück, das Wetter ist schön, die Zahlen steigen langsam, man gewöhnt sich daran. Irgendjemand verglich es mit einem Tsunami, die Welle ist (anfangs) nicht hoch, oft nur 30 - 40 cm, aber sie ist lang (oft mehrere Kilometer) und es wird immer mehr Wasser.

    Die meisten Menschen denken linear, exponentiel können sich viele nicht vorstellen. Das Problem ist nicht der einzelne Tag, sondern der Zeitraum.

    ich hätte auch lieber die16 EUR. Davon hätte ich 1 - 2 Ende April kaufen können (je nach Qualität), inzwischen besitze ich auch teuere (bequeme). Aber ich kann entscheiden. Heute wünsche ich mir trotz Umweltproblematik FFP2 für die engen Klassenzimmer, Kollegen von mir sehen es vielleicht anders (wir naben auch ein paar Verschwörungstheoretiker).

    Zweifelhafte Qualität wie Sommertraum beschrieb, benötigt niemand.

    Aber schon interessant, dass anscheinend nur Baden-Württemberg bisher komplett darauf verzichtet hat.

    15 FFP2-Masken?

    In Baden-Württemberg gab es bisher nichts, eine Mutter hat uns ein paar selbst genähte geschenkt (insgesamt ca. 20, also eine für ca. 25% der Lehrer), nach den Sommerferien kriegt jeder Lehrer eine (!) vom Land geschenkt, Qualität?

    Über 15 FFP2-Masken würde ich mich sehr freuen. Ganz günstig sind sie nicht, wenn man sie selber kaufen muss (ich muss an langen Schultagen bis zu 3x wechseln).

    Bei der Schweinegrippe 2009 hatte ich ein dreiviertel Jahr 7 Stunden mehr (bei Vollzeitstelle), die in 5 Bugstunden (Deputatsstunden) umgerechnet wurden, die dann einzeln in den 5 darauf folgenden Jahren zurück gegeben wurden (ich durfte also 5 Jahre lang jeweils eine Stunde weniger unterrichten).

    Als ich mir im Februar Sars-CoV2 bewusst wurde, dachte ich sofort mit Schrecken daran. Zum Glück ist es bisher bei uns nicht eingetreten. Bei uns fielen damals 3 Schwangere aus.

    Nachdem ich letzte Woche im Apple Store war und mir beim reingehen das Fieber gemessen wurde, habe ich mal nachgeschaut, wie teuer diese tragbaren Fieberthermometer sind. Die sind durchaus erschwinglich. Wäre es nicht durchaus sinnvoll. Wäre es nicht sinnvoll, vor Unterrichtsbeginn am Eingang den Schülerinnen und Schülern kurz das Fieber zu messen und diejenigen, die 38+ haben wieder nach Hause zu schicken?

    da nur 40 % der Sars-CoV2-Infizierten Fieber zeigen, ist vermutlich genau dieser Glaube daran der Grund, das es sich immer weiter ausbreitet (wer kennt nicht die Bilder aus den Nachrichten? )

    Zu viele glauben kein Fieber, also gesund (die anderen z. T. häufiger vorkommenden Symptome werden nicht ernst genommen).

    Bei mir (vor 20 Jahren) war es so

    Ich erhielt das Angebot Mitte Juni, ich hatte genau 3 Tage Zeit Bewerbungsgespräch zu führen und Zusage zu erhalten, um 6 Wochen vor 31. Juli kündigen zu können (mein späterer Schulleiter musste sogar einen Kurztrip unterbrechen, es war zum Glück ein Feiertag dazwischen (ich wollte es meiner alten Schule erst nach Zusage mitteilen)).

    Wäre der Vertrag älter als 5 Jahre gewesen, hätte ich 8 Monate Kündigungsfrist gehabt, mir wäre dann aber die Beamtenstelle in Baden-Württemberg für das nächste Jahr reserviert worden (ich hätte aber noch ein Jahr warten müssen, deshalb haben sich alle beeilt). Ob das heute noch so ist?

    Man kann doch WH-Sachen machen? WH-Material zur Verfügung stellen? Hab ich zumindest so gemacht

    War den WH-Kram nicht machen wollte ... Pech ...

    Das habe ich auch gemacht. Teilweise wurde es angenommen (und bei mir nachgefragt), teilweise kam nichts (ich habe einmal nach ca. 2 Wochen nachgefragt, mehr nicht). Die Abiturienten kamen ja bereits Anfang Mai wieder (da war noch genug Zeit für Wiederholung) , ich habe meine Zeit in die Betreuung meiner jüngeren Klassen gesteckt.

    ich arbeite mit interaktiven Whiteboards, weiß das wir verschiedene Modelle haben, habe aber keine Ahnung von welchem Hersteller (das hat mich nie interessiert und daher nicht gemerkt). Was hat das mit Digitalisierung im Unterricht zu tun? Ich hatte andere (für Lehrer interessante) Fragen erwartet und bei dieser abgebrochen.

    Echt nicht? Wir hatten da vor 2 Jahren mal einen wirklich tragischen Verlust. Zwei Mädchen mit besonderem Experimentiergeist wollten unbedingt wissen was passiert, wenn man Bleistifte in der Mikrowelle brät. Nachdem die SL ankündigte das mit einem Schulausschlussverfahren ahnden zu wollen, wechselten beide freiwillig das Schulhaus. Wir Chemiker fanden das bedauerlich, es war nämlich gar nicht so einfach, das Experiment zu reproduzieren.

    Wir hatten tatsächlich mal einen Schüler, der irgendwie an Natrium herankam (bei uns fehlte nichts, wurde natürlich sofort kontrolliert) und es dann in einer Pause in eine Schultoilette versenkte. Es gab zwar Ärger, eine neue vom Schüler bezahlte Toilette (Schüssel), aber keinen Schulausschluß (er stand nach seinem freiwilligen Weggang zwei Jahre später im Verdacht noch einige Klassenbücher mitgenommen zu haben, tja er war ein interessanter Schüler).

    (Leider waren damals Handys noch nicht verbreitet, ich hätte zu gerne Aufnahmen von der explodierenden Toilettenschüssel.)

    Aber das steht doch dann meistens in der Zeitung, welche Schulen von Corona betroffen sind?! Außerdem müssen doch die Erziehungsberichtigten immer informiert werden, wenn meldepflichtige Erkrankungen an einer Schule auftreten, oder ist das bei Corona-Fällen anders?

    Bei uns stand es in der Zeitung (genau wie einige andere Fälle), aber ich weiß inzwischen von mindestens 12 Fällen (gestern Abend mir bekannte Fälle nachgesehen, nur 4 waren enthalten) , die nicht in dieser Karte gekennzeichnet sind. Sie ist also absolut nicht vollständig.

    Auch wenn es selten ist, würde ich das Wollsocken vollkommen zustimmen. Das wäre doch eine super Aufgabe. Wie viele Menschen passen auf die Straße? Wie viel Platz hätte jeder, wenn wirklich 1,3 Mio Mensche da waren? Wie schätzt man überhaupt solche Zahlen?

    Erinnert mich an die Reihe von Jan-Martin Klinge mit Filmphysik in der richtigen Welt.

    Diese Aufgaben gibt es (Fermi-Questions), ich habe z. B. mal die Tropfen im Bodensee oder die Blätter am (sehr großen) Baum im Schulhof berechnen lassen. Nach kurzem Staunen und etwas Hilfe kriegen es auch Fünftklässler hin. Ich selbst habe vor über 35 Jahren in den USA (ganzjähriger Schüleraustausch) dort an einem Landeswettbewerb teilnehmen dürfen. Die nächste 5. Klasse erhält dann diese Aufgabe.

    eine weitere Untersuchung zu Folgen selbst nach leichtem Verlauf

    https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/cor…7?referrer=push

    Zitat aus dem Artikel (leider kann ich an meinem Tablet nicht die Schriftgröße ändern).

    Besonders besorgniserregend ist, dass sich eine Infektion offenbar unabhängig von der Schwere, von bestehenden Vorerkrankungen und dem Verlauf der Akuterkrankung langfristig im Herzen manifestieren kann", schreiben die Autoren. Schließlich hatten zwei Drittel der Patienten nur milde bis mäßige Beschwerden und konnten deshalb die Krankheit zu Hause auskurieren; 18 von ihnen verspürten sogar überhaupt keine Symptome. Nur zwei Patienten mussten künstlich beatmet werden, sodass es in der untersuchten Gruppe kaum schwere Verläufe gab.

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