Im Frühstart bezeichnete Chrupalla seine Co-Parteichefin Alice Weidel als traditionelle Frau. Auf eine entsprechende Frage entgegnete er: "Warum nicht? Natürlich, absolut." Die Ansicht des AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Maximilian Krah, Feminismus sei "Krebs", bezeichnete Chrupalla als "Wortklaubereien", von denen er "in dieser Form" nichts halte. "Wir haben ein klares Familienbild. Es gibt in unserem Land zwei Geschlechter, auch das betonen wir immer wieder. Das ist Frau und Mann. Und diesem Welt- und diesem Familienbild unterstellen wir alles."
Über den geringen Frauenanteil der AfD von nur 10 Prozent in den Parlamentsfraktionen und weniger als 20 Prozent bei den Mitgliedern sagte Chrupalla, der Frauenanteil sei bei allen politischen Parteien, "zumindest, was die Mitgliedschaft angeht, nicht über 50 Prozent". Tatsächlich liegt der Frauenanteil bei allen anderen im Bundestag vertretenen Parteien über dem der AfD, teilweise deutlich.
Als Grund für den geringen Frauenanteil nannte Chrupalla, "dass Politik für viele Frauen sicherlich nicht so erstrebenswert ist".