Beiträge von Websheriff

    ... was gilt dann, wenn nicht Gottes Wort aka Bibel? Was genau darf man denn auf Gott hin deuten? Jeder darf alles deuten, wie er will, trotzdem brauchen wir katholische und evangelische Religionslehre im Unterricht der staatlichen Schule und zwar getrennt voneinander, warum?

    Schon der Ausgangspunkt dieser Fragen schließt bestenfalls an einen Grundsatz der Reformatorischen Theologie an, der da lautet: "sola scriptura".

    Die Katholische Theologie versteht den christlichen Glauben nicht als Buchreligion und setzt sich offener mit der Frage nach "Gott" auseinander. Für sie ist diese Frage durchaus nicht abschließend beantwortet, wenngleich sie wohl einige Fixpunkte kennt:

    - den Logos-Begriff des Ersten Testaments mit seinen Bedeutungen "Vernunft" und "Wort",

    - den Jesus der biblischen Evangelien,

    - die Universalität und Demokratisierung ihres Gottesbegriffs "Gott ist die Liebe".

    Der Katholische Religionsunterricht hat nun das Ziel, jungen Menschen diesen Fragehorizont zu erschließen und zur Auseinandersetzung mit dessen Bedeutung für das Leben des Menschen zu führen.

    Vielleicht wird bis hierhin schon klar, warum ein solcher Unterricht konfessionell gebunden sein muss: Damit es darin nicht zu "Mord und Totschlag" kommt, wie aus dem amerikanischen "Bible Belt" bekannt.

    Solche „Bible Belts“ kennen wir auch in Deutschland, Gegenden in denen seit Jahren das "Querdenkertum" reifte und in denen sich die Hochburgen der AfD zeigen.

    Gerade die letzten Aspekte erscheinen mir Grund genug, den Katholischen Religionsunterricht als ideologiekritischen nicht nur zu verstehen, sondern in unserem Staat auch sicherzustellen.

    Bewusst beschränke ich mich an dieser Stelle ausschließlich auf ein paar Argumente zur Rechtfertigung des Katholischen Religionsunterrichts; andere Orientierungen entziehen sich meiner Kompetenz.


    Zauberwald hat bereits beschrieben, dass Islam und Judentum in der Grundschule große Unterrichtseinheiten im Religionsunterricht darstellen - und das ist auch richtig so.

    Nach meiner Auffassung ist das gar nicht so richtig, weil ...

    ... auf solche Weise den Fehlinterpretationen der jeweiligen "Bekenntnisse" Tür und Tor geöffnet wären: Nur der konfessionelle Religionsunterricht, erteilt von einschlägig geschulten und darüber fachkompetenten Lehrer*innen, kann der jeweiligen Konfession/Religion gerecht werden. Insofern habe ich selber es immer als übergriffig erachtet, im Katholischen Religionsunterricht andere Weltreligionen zu thematisieren. "Wir" haben im Normalfall bestenfalls Ahnung von den jeweiligen, unterrichten dann "über" Judentum oder Islam, Hinduismus oder Buddhismus und was es alles gibt, ohne dass diese einen "Sitz in unserem Leben" haben. So bleibt das andere Bekenntnis immer distanziert mit der Konsequenz es abzulehnen. Ähnliches gilt für den Atheismus wie den Agnostizismus.

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    Du hast mich zitiert:

    Zitat

    Mit dem Gottesbegriff der katholischen Kirche beschäftigt man/frau sich selbstverständlich nicht.

    und dauf geantwortet:

    Zitat

    Doch, habe ich. Aus einer sogar sehr intensiven Beschäftigung mit der Sache resultiert ja mein Urteil.

    Deshalb nahm ich an, dass du dich mit dem Gottesbegriff der Römisch-Katholischen Kirche beschäftigt hast und diesen bzw. die unterrichtliche Auseinandersetzung mit diesem ablehnst. Ich habe von der Auseinandersetzung mit diesem Gottesbegriff von dir hier aber noch nichts gelesen, durchaus von deinen üblen Erfahrungen mit Teilen des "Bodenpersonals".

    O Leute! Hier zaubert sich auch fast jeder über Religion und religiöse Inhalte so zusammen, was ihm so familiär, populärjournalistisch oder per unqualifiziertem RU durch's Gehirn schießt.

    Mit dem Gottesbegriff der katholischen Kirche beschäftigt man/frau sich selbstverständlich nicht.

    Wer schlägt schon nen hermeneutischen Zirkel dazu.

    Richtlinien zum RU oder Curricula werden auch nicht gewürdigt.

    Dann macht mal weiter so ...

    Übergriffige Menschen gab es, aber in meiner Beobachtung wurden sie sichtbar zur Rede gestellt und ich weiß auch davon, dass sie ihre Fehler öffentlich eingestanden haben und für ihr Verhalten Konsequenzen getragen haben.

    Hab ich das jetzt falsch verstanden?
    Das ist doch nicht dein Ernst.

    Es gibt gerade in kirchlichen Breiten immer noch solche Verbrecher. Und sie werden systematisch geschützt. Von Reue ist da keine Spur.
    Das sage ich als gläubiger Katholik: Diese Typen und das System, das sie trägt, sind absolut unchristlich.

    Wir konnten es über den Anbieter mieten oder kaufen. Wir haben gekauft.

    Die Schule selber ist da aus dem Spiel. Sie vermittelt nur.

    Der Knabe findet die Arbeit damit auch okay. Er macht Vieles damit, was mich nicht selten erstaunt.

    Mein Zähneknirschen ergibt sich aus dem Gebaren der Schule.

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