Beiträge von zoe_oder_so

    Wirtschaftswissenschaftliche [...] vielleicht Werbung und fast überall kann man die Umwelt mit einbeziehen (eher in Bezug auf Nichtausbeutung).

    Außerdem z.B. Arbeitsleben und Berufe, Taschengeld, Wirtschafts- und Arbeitsorte wie Supermarkt, Bauernhof, Wochenmarkt, Produktions- und Transportketten (vom Kakaoanbau zur Schokolade, von der Biene zum Honig etc.), Kinderarbeit, Kinderrechte, Arbeitssicherheit, Arbeitsaufteilung in Familie, Wirtschaftszweige in einer Region (Obstanbau im alten Land, Weinanbau im Rheinland, Fischerei am Meer, ...), Werbung, Handel gestalten (z.B. Flohmarkt, Weihnachtsbasar), Nachhaltigkeit, Abfall & Recycling, Konsum und Konsumkritik, historische Entwicklung von Wirtschaft und Arbeit (z.B. Bauernhof früher- heute), Einfluss von technischen Erfindungen (z.B. Webstuhl & Webmaschine), Bedürfnisse und Wünsche, Armut, Versorgung lokal und international, ...

    In den entsprechenden Curricula / "Lehrplänen" findet man auf jeden Fall auch einiges an Ideen und Anregungen (auch für den physikalisch-technischen Bereich), falls du schon wissen willst, was auf dich zukommt und fächermäßig nicht die Katze im Sack haben willst.

    Typischerweise studierst du SU mit einem Bezugsfach, geht es bei dir darum? (falls nein, kannst du den Rest hier einfach ignorieren ;) )


    SU hat an sich den Ansatz, Themen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, also aus der Sicht von verschiedenen Wissenschaftsdiszipline (Bezugsfächer / Bezugsdisziplinen).

    Beim Thema Wald beispielsweise könnte und sollte man neben einem biologisch-ökologischen Blick auch z.B. kulturelle, wirtschaftliche, soziale, chemische, physikalische, technische, ... Perspektiven einnehmen und z.B. auch die wirtschaftliche Nutzung von Wald, den Wald als Naherholungsraum, den Wald als Kohlenstoffspeicher uvm. unterrichten.

    Da du aber nicht alle dieser Bezugsdisziplinen in 3-5 Jahren (je nach Bundesland) sinnvoll studieren kannst, wird meistens ein Schwerpunkt in Form eines Bezugsfachs gesetzt.


    Es hängt von Uni und Bundesland ab, ob du dann in dem Sinne eigentlich dein Bezugsfach mit nur wenigen sachunterrichtsdidaktischen Veranstaltungen studierst, oder ob du recht viel Sachunterrichtsdidaktik und dafür dein Bezugsfach weniger tief studierst. Ich würde - nachdem es bei mir im Studium eher das zweite ist - eher zur ersten Variante raten, weil man sonst sehr oberflächlich bleibt und dann bei sehr allgemeinen Bezugsfächern (z.B. "Naturwissenschaften") fachlich wenig mitkriegt und dann selbst zum Unterrichten nacharbeiten muss. Bei mir war es z.B. ein Semester Biologie und ein Semester kombiniert Physik und Chemie, und während ich in Biologie dann kaum etwas mitnehmen konnte, war es in den anderen beiden als kombinierte Veranstaltung in der klausurrelevanten Stofffülle extrem viel, was aber aus den Lehrveranstaltungen nicht mitzunehmen war. Auch sind die Didaktiken je nach Bezugsfach schon irgendwo unterschiedlich. Man sollte natürlich auch gucken, ob man das Bezugsfach mit denjenigen, die es direkt als Unterrichtsfach z.B. für Sek I studieren, zusammen belegt, oder ob das SU-spezifische Veranstaltungen sind.


    Zumindest bei uns stehen die Bezugsfächer auch nur im Bachelor - im Master ist es jetzt allgemeiner, was sowohl Vorteile als auch Nachteile hat. Für die Ref-Bewerbung sind sie meines Wissens nach zumindest in NDS auch nicht zentral - ich habe aber aus anderen Bundesländern gehört, dass sie da zumindest im Ref noch von Relevanz sind, weil man dort auch von den Bezugsfachseminaren betreut wird. Da müsstest du also schauen, wie das in BW konkret aussieht.


    Ansonsten könntest du auch Montag an der Uni deiner Wahl z.B, bei der Studienberatung anrufen und fragen, oft können die dir auch schon weiterhelfen, wie das zu verstehen ist.

    Als Lehramtsstudentin lagen bei mir tatsächlich auch knapp weniger dazwischen - die erste *dank* (ironie) Klausurenphase erst Ende Juli, die zweite dann Mitte September, und die dritte ziemlich genau zum Jahreswechsel - Also ungefähr dreieinhalb Monate. Die erste und die zweite Impfung waren mit Moderna, die zweite habe ich auch schlecht vertragen (ca. eine Woche deutliche Symptome, außerdem deutlich veränderte Periode über mehrere Monate), die dritte war dann mit Biontech und die habe ich wieder gut vertragen mit lediglich der üblichen leichten Schwellung an der Einstichstelle und leicht erhöhter Temperatur.

    Ja, ich denke auch, mit den Sorgen bist du definitiv nicht alleine, ich kenne viele, denen es ähnlich geht. Gerade auch dieser ständige Wechsel zwischen Präsenz, hybrid und rein Online, teilweise ja wirklich mit nur einer Woche oder weniger Vorlauf, ist ja auch wirklich anstrengend.

    Was Druck mit Klausuren und Prüfungen angeht, ich denke, das geht (ich kann jetzt nur für Mathe und SU sprechen), Onlineklausuren sind nervig, klar, und man muss sie anders angehen als andere Klausuren, aber auch da gibt es ja Mittel und Wege. Nur vom Lernen rein aus Büchern würde ich abraten, damit fällt man in Klausuren auf die Nase, weil die Dozenten dann oft sehr konkret Fragen zu ihrer Vorlesung stellen, die sehr eng am Skript/ Foliensatz sind (zur Ergänzung / Auffrischung ist das aber natürlich schon sinnvoll). Kannst du vielleicht übers Netz mit anderen Studis aus deinen Fächern Kontakt aufnehmen (z.B. bei Zoom einfach mal in den Chat fragen, ob jemand zusammen lernen will, und dann deine Handynummer oä posten, oder wenn ihr ein Moodle-Forum zu einer Veranstaltung habt, dort nach einer Lerngruppe fragen)? Ich bin mir sicher, es geht ziemlich vielen ähnlich, die dankbar sind, wenn jemand mal die Hand vorsichtig ausstreckt und fragt. Zusammen geht es meistens deutlich leichter, sowohl, was das Verstehen der Inhalte angeht, die konkrete Vorbereitung auf die Prüfungen, aber auch generell kann man darüber ganz gut Kontakte knüpfen und sich gegenseitig ein wenig durch den Winter-Prüfungsphasen-Blues helfen.

    Ansonsten würde ich auch schauen, was Praktika angeht - Hattest du schon welche bzw. wann stehen für dich welche an? Ich finde, in der Praxis merkt man recht schnell, was einem liegt, und was manche Uni-Inhalte mit Schule zu tun haben - oder eben auch nicht (gerade in Mathe ist im fachlichen Teil vieles, was jetzt nicht Zahlentheorie ist, eher weniger relevant, höchstens die zugrundeliegenden Denkweisen). Nützlich finde ich (gut, so viele Praktika hatte ich jetzt auch noch nicht) vieles, wo Didaktik oder Methodik draufsteht, Lernpsychologie, Diagnostiksachen, also generell das, wo man sich tatsächlich mit der Schnittmenge Fachwissenschaft - kindliches Lernen beschäftigt. Persönlich hatte ich das gerade in SU recht viel, aber ich schätze, das hängt auch von der Uni ab. Gerade die ersten Semester sind ja oft eher Fachwissenschaft (zumindest bei uns), vielleicht wird es auch besser, wenn es dann in den späteren Semestern konkreter auf die Schule und das Unterrichten abgestimmt wird. Und es heißt ja auch oft, dass in den meisten Studiengängen die ersten Semester mit den Grundlagen am schwierigsten sind, und wenn man die erst einmal geschafft hat, dass es dann leichter und netter wird - zumindest zu meiner Erfahrung passt es ;)

    Das schaffst du schon. Jetzt im Januar ist ja immer eine schwierige Zeit, es ist draußen grau und dunkel, an der Uni rücken die ganzen Prüfungen näher, und gerade mit Corona ist es ja noch einmal deprimierender, weil man weniger Anlässe hat, rauszugehen, und viel zu viel Fatalismus im Internet sieht, weil man ja nicht unendlich viel Zeit mit nützlichen Dingen verbringen kann. Das wird aber auch wieder besser, wenn die Prüfungen erst einmal durch sind und der Frühling kommt, zumindest war das bei mir bislang jedes Sommersemester wieder so :) Nicht aufgeben, das wird schon!

    Evtl. könntest du auch schauen, ob es an deiner Uni über den Asta oder ähnliches eine (kostenlose oder kostengünstige) Rechtsberatung für Studierende gibt. Generell kannst du beim Asta mal nachfragen, ob die entsprechende Beratungsstellen an der Uni kennen, die dir weiterhelfen können, auch eben was die Krankschreibung angeht (Schwerbehindertenvertretung, Antidiskriminierungsstelle usw.). Ein Wechsel der Uni zum nächsten Semester kommt für dich nicht in Frage? Zumindest im Krankheitsfall sind die Regeln anderswo evtl. schon deutlich kulanter.

    Was zwar nicht die besten Aussichten hat, aber du evtl auch noch probieren könntest, wäre, nach Stipendien zu suchen. Das ist im Zweitstudium natürlich nicht so einfach, aber ich weiß von einigen, die Teilstipendien in verschiedenen Programmen (einfach mal googlen und/oder schauen, ob deine Uni eine Seite dafür hat) haben und damit zumindest kleinere Beträge kriegen (50€-300€). Das finanziert zwar kein Studium alleine, aber hilfreich ist es natürlich schon.

    Ansonsten gibt es an einigen Unis auch eine Studienfinanzierungsberatung, die könntest du auch noch ansprechen, ob die noch nützliche Ideen / Kontakte haben, ich weiß von einer, die darüber auch auf ein passendes Stipendium gestoßen wurde, wo sie sich zusammen mit einem 450€-Job ganz gut durchhangeln kann. Und die kennen ggf. auch die Fallstricke und könnten dich in Bezug auf Teilzeitstudium oder so beraten.

    In einem Schulpraktikum erlebt: Pflicht, eine Jacke drinnen auszuziehen. Ging ursprünglich mal darauf zurück, dass es ungemütlich aussieht, wenn da alle mit dicken Jacken rumsitzen. Dann wurden wegen Umbauarbeiten Container aufgestellt, die erst nach den Herbstferien beheizt wurden, sodass es darin vor den Herbstferien recht kalt war (war auch der Praktikumszeitraum). Anstatt die Regel zu lockern oder für die Container z.B. aufzuheben, hieß es dann, dass unter der Hauptjacke weitere Jacken (gedacht waren wahrscheinlich Strickjacken etc.) getragen und nach Ausziehen der Hauptjacke anbehalten werden konnten. Das führte dann dazu, dass sich die Leute eine Strickjacke als Hauptjacke über die Winterjacke gezogen haben und dann die Strickjacke im Container (oder anderen Klassenräumen) ausgzogen haben und entsprechend trotzdem in der Winterjacke da rumsaßen - konnte ja keiner was gegen sagen, es gab nirgends eine Regel, die besagte, dass die dickste Jacke auch die Hauptjacke sein musste. So ganz zufrieden war mit der Regel aber komischerweise niemand.

    So etwas wie Fachdidaktik ist ja vielleicht auch nicht ganz verkehrt (zumindest kommt mir das im Studium recht sinnreich vor), und allgemeine Didaktik oder Methodik war in meinem letzten Praktikum dann auch ganz hilfreich, zusätzlich noch zu Pädagogik und Psychologie. Mein Eindruck ist, dass man da an der Uni schon etwas tiefer einsteigen kann als in einer Berufsausbildung (ohne die jetzt schlechtreden zu wollen).

    Für Mathe auf Grund- und Sek I-Lehramt kann ich sagen, dass das fachliche Niveau (zumindest in LG, wo ich bin), ziemlich gut machbar ist. Ich habe vorher was mit "echter Mathematik" studiert und da liegen Welten zwischen. Ich kann dir mal eine Altklausur per PN schicken (Nicht die schwerste, die ich da geschrieben habe, aber auch nicht die einfachste (trotzdem gut machbar)).

    Der Fokus liegt schon eher auf der Fachdidaktik. Ab und an gibt es in "Fachmathe" mal Themen wie Zahlentheorie oder so, die etwas komplizierter (da weiter weg von Schulmathematik) sind, aber auch da kann man durch geschickte Wahlaufgabenwahlen eigentlich ganz gut mit auskommen, wenn einem das nicht so liegen sollte (und Verstehen ist da auch kein Ding der Unmöglichkeit).

    Die Entscheidung, was du möchtest, kann dir natürlich keiner abnehmen.

    Was vielleicht ein paar Punkte sind, die dir zur Entscheidungsfindung weiterhelfen können:

    -In welchem Bundesland möchtest du studieren und später tätig sein? Wie sieht es z.B. mit Studiendauer und Referendariatsdauer aus? Wo möchtest du später wohnen? Bundeslandwechsel sind durchaus möglich, aber natürlich erstmal ein Mehraufwand und nicht immer ganz einfach.

    -An welcher Schulform kannst du dir (nicht) vorstellen, später jahrzehntelang zu arbeiten? Mit welchen Altersgruppen kommst du gut (oder nicht so gut) klar? Hast du vllt. schonmal hospitiert, ein Praktikum o.ä. gemacht, das dir helfen könnte, so eine Entscheidung zu treffen?

    -Welche Rolle spielt das Gehalt für dich und was gibt es wo für welche Schulform?

    -Wie gut ist die jeweilige Universität? (Hat die Uni speziell für Lehramt einen guten Ruf oder ist das da eher Hintergedanke? Wie sehen die Durchfallquoten und die Abbrecherquoten für welche Schulform und welche Fächer aus (Für mich persönlich wäre es ein Ausschlusskriterium, wenn das zu hoch ist)? Wie groß oder klein sind die Unis und die Lehramtsstudiengänge und womit kommst du besser / schlechter klar? Gibt es interessante Schwerpunkte in der Erziehungswissenschaft / Didaktik / Fachdidaktik / Fachwissenschaft, die dich besonders reizen? Was für Angebote und Beratungen (z.B. Schreibzentrum, psychologische Beratung usw.), die für dich relevant werden könnten, gibt es? Welchen Werdegang haben Dozenten typischerweise (mit halber Stelle an der Schule? Forscher an der Uni, die noch nie eine Klasse von innen gesehen haben und nur die Fachwissenschaft kennen? Irgendwas dazwischen?))

    -Wo hast du bezüglich des Studienplatzes realistische Chancen, genommen zu werden? Welche Städte interessieren dich? Wie teuer ist es, da zu wohnen?

    -Wie ist die Studienstruktur? Wie und wann sind Praktika eingeplant? Gibt es ein Praxissemester? Wie ist der Anteil Fachwissenschaft zu Fachdidaktik zu Erziehungswissenschaften? Wie viele Fächer studierst du? Gibt es Veranstaltungen wie Sprecherziehung oder Methodik, die dir konkret in deiner Entwicklung zum Lehrer hin helfen? Wie viel zählen Forschungsleistungen (z.B. Bachelorarbeit o.ä.) im Vergleich zur Ausbildung zur Lehrkraft?

    Ich persönlich kenne nur Bachelor/Master als System, da kann ich dir also nicht wirklich Denkanstöße zum Vergleich zum Staatsexamen-System geben. Aber vielleicht helfen dir die anderen Punkte ja schon mal ein bisschen weiter ;)

    Ich kann mir vorstellen, dass es dem Menschen bei der Äußerung, sich am Sachunterricht zu orientieren, weniger darum ging, die SuS mit typischen Grundschulthemen zu bespaßen, sondern eher um didaktische Grundsätze, die sich auch in der Sek I umsetzen lassen könnten.

    Das wären z.B.

    -Vielperspektivität - also z.B. das Thema Zähne (gut, das ist jetzt eher ein typisches Grundschulthema, aber das Prinzip wird hoffentlich trotzdem klar) nicht nur aus biologischer Sicht, sondern auch aus anderen Perspektiven wie Technik (was für Werkzeuge werden zur Zahnbehandlung benutzt?), Arbeitswelt (wer arbeitet eigentlich in einer Zahnarztpraxis?), Geschichte (Wie war das mit der Mundhygiene früher), Politik (Krankenversicherung - Wer bezahlt was bei meinem Zahnarztbesuch?), Gesellschaft (Kosmetische Zahnbehandlungen) uvm. behandeln

    -Orientierung an der Lebenswelt der Schüler*innen - da ist bei einer Klasse, wo die SuS ganz unterschiedliche Hintergründe haben, natürlich nochmal mehr möglich
    -verschiedene Lernbereiche wie Mobilität, Nachhaltikgeit, Verbraucherbildung usw. berücksichtigen

    -Partizipationsfähigkeiten als Ziel - nicht nur politisch, sondern generell im Sinne von Gesellschaftsfähigkeit (kann mit dem Bus fahren, kann Einkaufen gehen, kann ein Formular ausfüllen uvm)

    -Anbindung an andere Fächer (sprachsensibel unterrichten usw.)

    -Spiraldifferenzierung, also anbieten, dass Themen auf unterschiedlichen Niveaustufen behandelt werden können (ist bei 5-10 zusammen ja ohnehin kaum vermeidbar), aber dass trotzdem alle an einem Thema arbeiten, nur eben unterschiedlich tiefgehend

    Das kann ich mir in einer Klasse mit älteren SuS gut vorstellen, wenn man die Themen entsprechend anpasst.

    Die TN spricht ja auch vom ersten geblockten Praktikum. Nicht-Blockpraktika, bei denen man z.B. alle zwei Wochen donnerstags in der Schule ist, wird sie demnach evtl. schon gehabt haben :) Wobei ich von diesen kontinuierlichen Praktika nicht so viel Gutes gehört habe und froh bin, bislang beide Praktika jeweils als Block von 3 bzw. 4 Wochen gemacht haben zu können.

    Das ist ja wirklich keine schöne Situation. Wie weit bist du mit dem Praktikum denn schon? Ist die Beurteilung nur eine Prognose/Teilnote, sodass du noch was reißen kannst? Für den Fall hier mal ein paar Ideen:

    -Versuchen, die Stunde(n), um die es ging, selbst zu reflektieren. Was ist gut gelaufen, was noch nicht?

    -Im Zusammenhang dazu: Versuche, rauszufinden, an welchen Punkten deine Seminarleitung die Kritik festmacht. Ist es z.B. Auftreten, Klassenführung, Didaktik, eine Mischung daraus, ...? Versuche, wenn es geht, auch nach Möglichkeiten zu fragen, was konkret du besser hättest machen können, also nach Handlungsalternativen (z.B. zugewandtere Körpersprache oder angemessenere Schwierigkeit der Lernaufgaben oder woran es halt liegt). Daran kann man dann ja meistens auch arbeiten.

    -Du wirst vermutlich nicht die einzige bei dieser Seminarleitung sein. Erkundige dich bei den anderen, ob es da einigen evtl. genauso geht, dass die Beurteilungen a) negativ sind und b) deutlich anders als vorher. Generell geht man mit etwas Rückhalt ja auch besser in unangenehme Situationen rein.

    -Wenn die Seminarleitung schon länger an Seminar/Uni ist - versuche, über Studis aus den höheren Semestern, die Fachschaft oder so an Informationen zu der Person ranzukommen, z.B. Lehrveranstaltungsevaluationen. Daraus lässt sich meistens schon ableiten, ob es bei der Person einfach immer so ist, dass sie einige oder alle sehr streng bewertet. Die können dir wahrscheinlich auch eher weiterhelfen bei der Einschätzung, ob es sich lohnt, das aufs nächste Jahr zu schieben bzw. ob du da noch Chancen hast, wenn dieses Praktikum jetzt halt in die Hose gegangen ist.

    -Die Seminarleitung ist vermutlich nicht die einzige Person, die dich im Unterricht erlebt. Erkundige dich z.B. bei den Lehrerinnen und Lehrern, in deren Unterricht du Stunden übernimmst, was die so denken, wie du dich anstellst, was schon gut läuft und woran du noch arbeiten kannst.


    -Ganz wichtig: Nicht verzweifeln! Irgendwie wird es schon weitergehen, ein Praktikum, das in die Hose geht, ist kein Beinbruch (und auch, falls das mit Lehramt und dir evtl. keine so gute Passung sein sollte (was aber nicht an einem schlechten Feedback oder Kurzpraktikum festzumachen ist), irgendwas anderes findet sich schon).

    Generell (anderes Bundesland und andere Schulform, daher alle Angaben ohne Gewähr ;) ) kenne ich es so, dass man ein Erweiterungsfach im Master parallel zu den regulären Veranstaltungen hört. Oft verlängert sich der Master dadurch um ein paar Semester. Man studiert also praktisch ein drittes Unterrichtsfach - typischerweise in etwas geringerem Umfang als die ersten beiden Fächer. Manche fangen auch schon im Bachelor an, die Erweiterungsfachvertiefungen zu studieren, das geht aber nur, wenn in Veranstaltungen Restplätze frei sind.

    Nicht alle Unis bieten Erweiterungsfächer regulär an. Da, wo sie angeboten werden, werden typischerweise nicht alle Fächer als Erweiterungsfächer angeboten, sondern vermehrt Mangelfächer - ich könnte mir vorstellen, dass du generell eher Mathe oder Musik oder so als Geografie angeboten finden wirst. An der Uni, wo ich bin, können nur ca. die Hälfte der Fächer als Erweiterungsfach genommen werden - Deutsch z.B. nicht.


    Wenn es dir nur um ein Drittfach um des Drittfachs willen geht - mit Physik und Info sollten deine Einstellungschancen auch so ganz gut sein. Zu bedenken wäre aber, dass das in der Regel Fächer sind, die keinen so großen Stundenumfang in einer Klasse haben, sodass du u.U. sehr viele Lerngruppen hast. Da wäre die Kombination mit einem Hauptfach (Mathe, Englisch oder so) evtl. eine Idee.

    Bedenke auf jeden Fall auch, dass mit einem Erweiterungsfach einiges an Arbeit verbunden ist und die Auswahl an Veranstaltungen aufgrund von noch mehr möglichen Überschneidungen oft deutlich komplizierter ist.


    Konkret für dein Dilemma - Eine Idee wäre, dich bei deiner Uni (Studienbüro, Studienberatung, Fachschaft usw.) zu informieren, was es da für Möglichkeiten gibt - vielleicht geht es ja inoffiziell doch, dass du dich z.B. parallel noch für ein drittes Fach regulärt einschreibst oder dass es doch Erweiterungsfachprogramme gibt, die nur nicht explizit beworben werden. Da ist es vermutlich am besten, direkt persönlich oder telefonisch nachzufragen. Wird Geo denn bei euch überhaupt als Unterrichtsfach angeboten? Wenn es das gibt und ein Drittfach prinzipiell möglich ist, dann könntest du da auch noch mal nachfragen, ob die das Fach fürs Erweiterungsfach öffnen können - ist nicht super wahrscheinlich, aber vielleicht einen Versuch wert. Die kennen sonst evtl. auch andere Unis in der Gegend, wo das geht.

    Es kommt sehr auf das Bundesland an, ob du dich überhaupt schon entscheiden musst, dem Rat, dich bundesweit zu informieren, kann ich mich also anschließen. In Niedersachsen sind Grundschullehramt und Sek I im Bachelor z.B. noch gar nicht getrennt. Wenn du also eine Fächerkombination hast, die sich für beide Schulformen eignet (da müsstest du gucken, was dich interessiert, Ma oder De sind dann aber ein Must), musst du dich erst in der Bewerbung für den Master (wo du idealerweise bereits Praktika an beiden Schulformen hinter dir hast) entscheiden. Vielleicht wäre so ein Studiengang ja für dich geeignet? Die Anerkennung zum Master hin wäre da zumindest gesichert, sodass du nicht noch ewig nachstudieren müsstest.

    Genau, in Niedersachsen (u.a.?) studiert man aktuell nur zwei Fächer, von denen eins Ma/De/En sein muss.

    Grundschulkombis mit Englisch (nur in 3/4 mit wenigen Stunden) sind allerdings nur noch auf dem Papier erlaubt, praktisch raten die Unis deutlich davon ab. Die Kombination Englisch-Sachunterricht wird terminlich mehr oder weniger unmöglich gemacht, alle anderen mit Englisch (die nicht Ma-En oder De-En sind) auf die weiterführenden "abgeschoben" (man spezialisiert sich erst im Master, ob Gs oder SekI)

    Ich denke, es hängt davon ab, ob man mit Veranstaltungen Module (z.B. Einführung in die Mathematikdidaktik oder Pädagogische Psychologie oder so) meint (von denen habe ich typischerweise 6 pro Semester, dann jeweils mit 5 LP, oder ob man damit tatsächlich 'echte' Veranstaltungen im Sinne von Terminen wie Vorlesungen, Seminaren usw. meint, wo zu einem Modul durchaus mal drei Veranstaltungen oder mehr gehören können (z.B. 1-2 Vorlesungen, Seminar, Übrungen, Pflichttutorien, Praktika usw.) und die z.B. alle einen eigenen Moodlekurs (oder was auch immer man halt für Plattformen nutzt) und eigene Dozenten gehören. Da ist 25 immer noch sehr viel, aber im Verhältnis nicht völlig unrealistisch. Normal fände ich ungefähr die Hälfte oder weniger (also ca. 12 Termine).

    Das hört sich nach keiner schönen Situation an.

    Mir geht es insofern ähnlich, als dass ich mit dem Workload im letzten und diesem Semester (die irgendwie ohne Pause ziemlich ineinander übergegangen sind) deutlich mehr Arbeit habe als in den Semestern davor.

    Ich kann gut nachvollziehen, dass es dir schwerfällt, online den Überblick zu behalten (gerade bei so vielen Veranstaltungen - da kann ich auch nur raten, zu gucken, ob du irgendwas auf bessere Zeiten schieben kannst). Dieses Semester geht es bei mir, aber im letzten hatte ich auch für sieben Veranstaltungen siebzehn verschiedene (!) Onlinetools, die ich irgendwie überblicken musste. Das schlaucht einfach. Ich habe dann irgendwann beschlossen, dass wichtige Sachen schon per Mail mitgeteilt werden (bzw. mir die entsprechenden Weiterleitungen eingerichtet) und darauf geachtet, mit den anderen Studis gut vernetzt zu sein. Irgendwer wird es schon mitkriegen, wenn etwas wichtiges passiert/ansteht/fällig ist.

    Und das mit den Videokonferenzen hat auch wirklich Nachteile, ja. Ich hatte es auch erst diese Woche wieder, dass ein Dozent vehement eingefordert hat, dass alle die Kameras anmachen, was bei einer ohnehin schon eher größeren Veranstaltung die Übertragung natürlich nicht gerade verbessert. Ich weiß auch nicht, ob die immer alle denken, dass man alleine an einem Lankabel und Glasfaserleitung hängt. War auch gerade in Hinblick auf Klausuren wirklich spaßig. Nicht.

    Das mit den Sachen, die man seitenlang ausarbeiten und hochladen soll und hinterher schaut es sich niemand an, kommt mir auch bekannt vor. Ich habe dann irgendwann einfach nur so knapp geantwortet, dass man mir keine Arbeitsverweigerung ankreiden konnte, aber damit hatte es sich dann auch. Kann ich dir auch raten, gerade, wenn es Sachen sind, die nicht mal den Stadius als Prüfungs- (Oder sogar nicht mal Studien-)Leistung haben.

    Vielleicht hilft es dir ja ein bisschen, zu hören, dass du mit deinen Problemen definitiv nicht alleine bist. Mein Rat ist wirklich, a) Veranstaltungen zu schieben oder mit gerade ausreichenden Leistungen abzugeben, gerade da, wo es nicht so wichtig ist, und b) dich gut mit anderen zu vernetzen. Manchmal kann man sich untereinander ja auch Arbeit abnehmen oder sich in Hinblick auf Informationen zusammentun. Ansonsten finde ich es hilfreich, so es denn möglich ist, sich feste Arbeitszeiten zu setzen (z.B. nach 19 Uhr und vor 8 Uhr mache ich nichts für die Uni, es sei denn, die Heide brennt wirklich).

    Liebe Grüße

    Zoe (oder so)

    Wenn für dich beim Grundschul-Lehramtsstudium nur dagegen spricht, dass dir Mathe nicht liegt, dann könntest du schauen, ob du in ein Bundesland wechselst, wo du nur zwei Fächer brauchst. In Niedersachsen z.B. studierst du auch für Grundschule nur zwei Fächer. Davon ist eins Mathe oder Deutsch, das andere kann freier gewählt werden. Eine Kombination wie Deutsch-Sachunterricht ist auf jeden Fall möglich (meines Wissens sogar ziemlich häufig). Damit könntest du Mathe also im Studium umgehen, wenn du eh Deutsch als Fach hast.

    Was ich mir meiner persönlichen (Uni-)Erfahrung nach in Deinem Fall als hilfreich vorstellen kann, ist das von Rika_25 schon angesprochene Sprecherziehungsseminar. Dort lernt man viele der Sachen, um die du dir Sorgen machst, und bekommt hilfreiche Tipps zum Auftreten, vor Leuten sprechen etc. und ggf. auch Ratschläge, wie man außerhalb der Uni weiter daran arbeiten kann.
    Auch sonst sind im Studium (zumindest meine Erfahrung, hängt sicherlich sehr von der Uni ab, an der ist) viele (bewertete) Referate zu halten, und im Gegensatz zur eigenen Schulzeit meistens alleine, vor größeren Gruppen, in der man nur einen Teil der Leute kennt, und über längere Zeiträume, als man das zu Schulzeiten vielleicht schon gemacht hat. In vielen Seminaren gab es aber auch immer wieder Möglichkeiten, erst einmal kleinere Vorträge zu halten und sich so langsam zu größeren Situationen vorzuarbeiten.

    Die praktischen Projekte an Schulen, die ich bis jetzt durchführen musste, waren auch immer so geartet, dass man erst nur für kürzere Zeiträume mit kleineren Gruppen an SuS gearbeitet hat und sich so langsam daran gewöhnen konnte, anstatt direkt ins kalte Wasser springen zu müssen. Das ist aber wieder von Uni zu Uni unterschiedlich, soweit ich weiß, da solltest du also auf jeden Fall schauen, dass du eine Uni findest, die einen guten Ruf für Lehramt (das sind nicht unbedingt die, die insgesamt einen guten Ruf für irgendwas haben) mit viel Praxisbezug hat. Oft sind das zum Beispiel die ehemaligen pädagogischen Hochschulen.

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