Beiträge von Zauberwald

    Sorry Schiri..das wäre ein schlechter Deal aus meiner Sicht, dann würde mir die Zeit mit dem Kind fehlen, bei 8/9 Stunden bedeutete das im Zweifel auch drei Vormittage in der Schule und wäre nicht leistbar mit einem halben Jahr alten Säugling!

    Und wenn man für die Betreuung des Babys in der Zeit noch zahlen muss, erübrigt sich das Ganze vermutlich sowieso. Bzw. Muss man erst einmal einen Kitaplatz ergattern oder eine Tagesmutter finden.

    In den meisten Ländern, in denen das möglich ist, sind der weit überwiegende Teil der homeschooler Kinder aus streng religiösen Elternhäusern und das homeschooling besteht dort aus 2 Stunden Bibel lesen, dann helfen die Mädchen der Mutter im Haushalt (was dann gerne Praxsunterricht genannt wird). Lesen und schreiben geht noch (aber nicht Harry Potter!), einfache Kopfrechenaufgaben können viele der Kinder im Teenageralter nicht lösen.

    In vielen Fällen ist homeschooling hart an der Grenze zum Kindesmissbrauch und meiner Meinung nach Gott sei Dank in Deutschland keine legale Option.

    (Ich würde auch erwarten, dass auch hier diejenigen, die jetzt schon versuchen ihre Kinder vom Schwimm-, Sport- und Biologieunterricht ab zu melden, die ersten sind, die homeschooling nutzen.)

    Ich weiß inzwischen genau, dass man, zumindest in BaWü seine Kinder nicht unendlich oder bis 30% der Unterrichtszeit krank melden kann. Wir hatten Geschwister, die im Laufe eines Schuljahres schon mehr als 8 Wochen gefehlt hatten. Immer krankgemeldet. Eltern im Homeoffice, wollten das Material über die Plattform geschickt bekommen. Zuerst haben wir uns nichts dabei gedacht, aber als sich die Fehlzeiten häuften, habe ich den entsprechenden Passus im Schulgesetz gefunden und wir konnten fortan ärztliche Attests verlangen. Plötzlich waren die Kinder nicht mehr krank und erzählten uns, wie gerne sie jeden Tag in die Schule kommen und sie waren auch besonders anhänglich gegenüber den Lehrkräften. Manchmal muss man sich nur wundern.

    Ich wette, nach 35 Jahren Schuldienst überlegst du auch, ob du es ganz bis zum Schluss schaffst, ob Boomer oder Nichtboomer.

    Die Glaubwürdigkeit der Geschichte endet für mich schon an dem Punkt, bei dem ein berechnender und stundenweise fehlender Schüler und das Klassenbuch über ein komplettes Schuljahr in der zweiten Nachkommastelle auf die gleiche Fehlquote kommen

    Das würde in der Praxis bedeuten: Die unterrichtenden KuK haben über das gesamte Schuljahr jede einzelne Fehlstunde komplett und exakt erfasst. Das kann doch niemand ernsthaft glauben, der mal für die Vollständigkeit eines Klassenbuches verantwortlich war und den KuK noch am letzten Schultag nach den Zeugnissen hinterherlaufen musste, damit zumindest überall eine Unterschrift stand.

    Bei mir erfordert das einen Knopfdruck, der mir bei jedem Schüler sofort die Fehltage anzeigt. Unsere Schüler müssen digital krankgemeldet werden. Wer fehlt und sich nicht entschuldigt hat, wird 5 Minuten nach Unterrichtsbeginn angefragt. Daher wäre das bei uns kein Hexenwerk.

    Wenn ich so gerne hierbleiben möchte, warum spiele ich dann so mit meiner Chance??? Sorry, ich habe auch kein Verständnis. Was lernt er daraus?

    30%, das sind ca 12,5 Schulwochen, 62 Schultage, meinetwegen 60.... Es gibt ein Schulgesetz, eigentlich hätte die SL ärztliche Attests anordnen müssen bei so vielen regelmäßigen Fehlzeiten. Womöglich kann man dagegen sogar noch klagen.

    Wie hat er sich eigentlich entschuldigt? Mit Krankheit? Oder muss man das gar nicht, weil man von vornherein 30% fehlen darf? Machen das andere Schüler auch?

    Wie gesagt, bei uns müssen Schüler, die so viel fehlen, immer ärztliche Attests vorlegen (wird dann angeordnet, ab ca 40 Fehltagen...).

    Ja, bei der Bezügestelle nachfragen. Nicht beim Schulamt. Manchmal wird etwas übersehen, habe ich den Eindruck. Oder es dauert wieder so ewig wie bei den Referendaren, was ich mir aber nicht vorstellen kann, denn sie haben ja deine Unterlagen.

    Bei uns heißt es zum Beispiel, dass man am WG, TG oder SG ist. Das sind die Beruflichen Gymnasien und sie gehören zum Berufsschulzentrum, was der Oberbegriff ist, wenn ich es richtig verstehe und dieses beherbergt noch alles mögliche.

    Die Lehrkräfte scheinen von ihrer Ausbildung her etwas unterschiedlich zu sein, die Schüler sind es auch. Sorry, wenn ich verworren klinge. Aber es ist schon bissel so wie Gemeinschaftsschule.

    Das tut mir echt leid, dass du da so schlechte Erfahrungen machen musst. Aber ich höre das nicht zum ersten Mal von Referendaren. Sie erzählen: "Der Schulleiter wollte mich unbedingt haben" und landen dann so weit in der Pampa, dass sie noch umziehen müssen. Schon mehrfach gehört. Diese mündlich geäußerten Schulleiterwünsche sind womöglich nicht so bedeutungsvoll. Letztendlich wird man wohl da eingesetzt, wo man gebraucht wird, bzw. betreut werden kann.

    Sorry, das hilft dir jetzt nicht weiter. Ich drücke die Daumen, dass es vllt. mit der Wunschschule

    doch noch klappt.

    Hier wurde aber davon gesprochen auch auf Kosten von Gehaltskürzungen (Zitat: „Mir reicht dann auch a11.“) in die Verwaltung zu wechseln. Unter der Prämisse kann ich mir schon vorstellen, dass Lehrkräfte durch die Bank in die Verwaltung wechseln können, und wenn es dann nur zum Pförtner, Postverteiler oder Aktendulli reicht.

    Ich würde auch jedem Maurer zutrauen am Bauhof anzufangen und die Streusalzbevorratung zu regeln.

    Das Problem dürfte nur sein, dass dieses „Ich akzeptiere dann auch a11“, langfristig Auswirkungen auf die Pension hat. Schließlich gilt die Besoldung der letzten drei Jahre maßgeblich für die Pension. Wenn man jetzt von a13 auf a11 runter geht, mindert man damit auch langfristig seine Pension. Schließlich bekommt man so am Ende 71% von a11 und nicht 71% von a13.

    Das stimmt so nicht. Du hast ein Lebensarbeitskonto. Manche denken ja auch, wenn sie in den letzten 3 Jahren von einer 50% Stelle auf 100% aufstocken, erhielten sie die volle Pension. Aber bei Beförderungen hast du glaube ich Recht.

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber vor über 20 Jahren hatte ich die gleiche Situation. Bin umgezogen und habe mich dort versetzen lassen über das Ländertauschverfahren. Ging völlig problemlos und schneller als erwartet. Ich habe den Antrag erst gestellt, als wir da alle schon 2 oder 3 Jahre gewohnt haben, denn ich bekam dann dort noch ein Kind und ich wollte nicht gleich am ersten Tag wieder arbeiten.

    Ich fände es am besten, wenn jede/r ohne großes Gedöns, sagen wir mal ab 60, selbst entscheiden könnte, ob er noch weiterarbeitet oder nicht. Die entsprechenden Abzüge bei Pension/Rente würde es natürlich geben. Bei jedem ist die Situation ja anders. Wenn mein Mann wartet, bis ich regulär meine Pension antrete, ist er gut über 70. Ob man da noch so viel unternehmen kann, wie man jetzt plant, weiß man nicht.

    Ich kenne auch Kollegen, die in den Jahren vor der Pension einfach nicht mehr konnten. Dinge vergaßen, einer ging öfter in den Freistunden spazieren und kam zu spät zum nächsten Unterricht, weil er die Zeiten nicht mehr so im Kopf hatte. Ich mochte ihn sehr und habe ihn unauffällig des Öfteren an wichtige Termine erinnert. Die Eltern merkten schon, dass was nicht stimmt. Andere sitzen die Zeit mehr oder weniger aus, machen nur noch denselben alten Stiefel oder haben ein Schnäpschen in der Tasche. Beim Sportunterricht wird kaum was aufgebaut, usw. ... Ob das besser ist, als die Leute einfach gehen zu lassen?

    Mein Vater (zuerst Maurermeister, dann nach etlichen Schulen dann im Büro auf dem Bauamt), ging mit 57 in Rente, mein Patenonkel, Elektriker, wegen Rückenleidens mit Anfang 50, einer meiner Kusins ist 57, machte Realschule, Elektrikerausbildung, Abi auf dem Abendgymnasium, Studium der Elektrotechnik, wurde jetzt mit 57 mit einer Abfindung in den Vorruhestand geschickt, oder Ruhestand, was weiß ich. Ist Vegetarier, Glatze, Sportler, sieht aus wie das blühende Leben und wird wohl noch einige Jährchen seine Rente genießen können. Bei anderen Berufen geht das mit dem erheblich früheren Renteneintritt doch auch. Natürlich mit Abschlägen, (aber meist sind diese Menschen auch länger berufstätig gewesen, als wir mit der langen Ausbildung).

    Die ganzen Menschen, die hier beim Daimler arbeiten, machen diese Vorruhestandsregelung mit aktiver und passiver Teilzeit ....ich weiß nicht genau, wie das funktioniert. Aber irgendwie erhalten viele eine Abfindung und sind mit 60 oder Anfang 60 raus.

    Nachher muss ich auch nochmal zum Notdienst. Die Schmerzen strahlen bis zu den Ohren.

    Nun habe ich aber leider am Tag des Erstehilfekurses einen Termin beim Kieferchirurgen, auf den ich bereits 6 Monate gewartet habe.

    Die Frage ist nun, was mache ich nun?


    Ein Verschieben ging laut Kieferchirurg gar nicht.

    Warum lässt dich der Kieferchirurg ein halbes Jahr warten, wenn es so dringend ist? Der Notdienst sollte sich der Sache annehmen, wenn es so schlimm ist. Dann hättest du noch das Wochenende.

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