Beiträge von Zauberwald

    Mit allem Drum und dran haben die 7 Stunden benötigt, hast Du richtig gelesen. Zuerst haben die Kolleginnen noch eine Betreuung gewährleistet, weil sie davon ausgegangen sind, daß die Eltern die Kinder ja abholen können. Als sie gemerkt haben, daß das aber auch nichts wird, weil einfach niemand durchkommt, haben sie die Kinder losmarschieren lassen. Der eigentlich Marsch dauerte also eher gut 2 Stunden, wobei 2 Stunden bei -5°C auch nicht gerade toll sind.

    Oha, das gäbe bei unseren Eltern einen Riesenaufstand! Wurden die Eltern wenigstens vorher über diese Wanderung ihrer Kinder informiert? Kann mir nicht vorstellen, dass das bei uns so gegangen wäre, von wegen Aufsichtspflicht und so. Wir hätten wahrscheinlich Fertigpizza geholt und mit den Kindern gewartet, aber die meisten essen bei uns eh in der Mensa. Bei uns sind es auch nur die Buskinder, die so einen langen Weg hätten und die hätten wir sicher nicht allein über die Felder geschickt.

    Bei uns besteht der Nachteilsausgleich darin, mehr Zeit und einen besonders ruhigen Arbeitsplatz zu gewähren bei den Klassenarbeiten, die aber die gleichen sind wie der Rest der Klasse schreibt. Bei einem Kind verteile ich die Aufgaben auf mehrere Blätter. Würde ich die Arbeiten bei diesen Kindern (2 Kinder in der Klasse) nach der geplanten Zeit einsammeln, würden sie wesentlich schlechter ausfallen. Besonders bei meinem kleinen Genie..., bei dem gleichzeitig wohl mehrere Filme im Hirn ablaufen, der aber der Intelligenteste von allen ist.

    Ich habe Angst, dass er gleich vom Gymnasium fliegt, weil er nicht ist, wie die anderen :( Aber alle anderen Schulen sind zu leicht und da hat er sein ADS auch. Was ihn bei der Stange hält, sind Herausforderungen. Er muss aber kein Thema 14 Tage üben, sondern die Einführung reicht eigentlich. Die Übungsphasen langweilen ihn und er fällt negativ auf. Trotzdem ist er bei den Arbeiten langsam, weil er das kaum zu Papier bringt, da er nebenbei immer so chemische Themen im Kopf hat. Ich hoffe nur, dass das Gymnasium ihn sieht. Er und ich sind ein eingespieltes Team und da klappt das, aber ich fürchte, er kommt woanders seehr anders rüber und das geht nicht lange gut.

    Aber nach Flupps Beiträgen besteht Hoffnung. Ich habe mit der Beratungslehrerin zusammengearbeitet, die auch gleichzeitig zufällig der schulpsychologische Dienst an unserer Schule ist und das war sehr hilfreich.

    Das gibt es auch schon deutlich länger als 20 Jahre. Mein älteres Geschwister- Baujahr 1976- und ich - Baujahr 1980- sind auch schon genau so groß geworden, dass es bei Interesse neben dem selbst gekochten Brei auch die Möglichkeit gab mitzuessen, was die anderen gegessen haben. Am Anfang wurden Sachen dann halt nur ausgiebig abgelutscht oder angekaut und irgendwann liegen gelassen, aber ich habe so wohl im Alter von 10 Monaten bereits begeistert bei der Schlachtplatte am Schlachtfest meiner Großeltern (Nebenerwerbslandwirte) mitgegessen, wie nicht zuletzt auch einige alte Bilder (neben den Erzählungen meiner Mutter früher) bis heute bezeugen.

    Meine älteste Tochter hat mit 1 Jahr mit Vorliebe so viel von meinem Döner gegessen, dass ich immer 1 nachkaufen musste. Sie hat in ihren ersten 10 Lebensjahren kaum Pflanzen gegessen und nun ist sie seit Jahren Vegetarierin.

    Interessanterweise schneiden die SuS dieser KuK auch nicht schlechter bei zentralen Prüfungen ab als andere SuS, die aufwändigen Unterricht genossen haben. Zumindest ist das bei uns so. Unterricht nach Buch scheint keinen großen Schaden anzurichten.

    Meine Schüler lieben Unterricht nach Buch. Ist so vorhersehbar und ich habe Zeit, zu helfen.

    Zumindest bei Abschlussprüfungen ist das hier in BW- wo auch @Pyro tätig ist- Standard, dass mindestens noch externe Zweitkorrektoren (im Abi geht es dann ja sogar bis zu Drittkorrektoren) draufschauen, die sich an zentrale Korrekturvorgsben des Landes halten müssen. Laxe Erstkorrekturen gibt es natürlich (die eine GMS, die ein Teil unseres Korrekturverbundes ist ist z.B. bei freien Aufgaben in den Fremdsprachen prinzipiell deutlich großzügiger, als wir das an der RS sind), das gleicht sich aber durch die zentralen Korrekturvorgaben einerseits und die Zweitkorrekturen andererseits letztlich aus.

    Mir begegnen Korrekturen ja nur bei Klassenarbeiten oder Vera und ich korrigiere viel schärfer als meine Parallelkollegin (aber alle anderen, die mit ihr arbeiten, erleben das in ihren Fächern so wie ich), denn ich möchte nicht so halbrichtige Aussagen mit voller Punktzahl bewerten, nur weil das schneller geht. Bei Vera hat man ja genaue Vorgaben, aber auch da... kann man "Schummeln", damit die Klasse gut dasteht. Gibt es alles.

    Interessanterweise schneiden die SuS dieser KuK auch nicht schlechter bei zentralen Prüfungen ab als andere SuS, die aufwändigen Unterricht genossen haben. Zumindest ist das bei uns so. Unterricht nach Buch scheint keinen großen Schaden anzurichten.

    Werden sie von jemand anderem /unabhängig korrigiert? Erlebe da leider auch laxe Arbeit und Punkte werden (z.B. Textverständnis) auch bei Halbrichtigkeiten vergeben. Geht schneller, einfach Haken dran und gut. Super Ergebnisse.

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